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Alles Wissenswerte zu Miitomo

06.04.2016

 

Alles wissenswerte zu Miitomo!

 

Autor: Sverre Petersen

 

Als Nintendo mit DeNA ankündigte, dass sie künftig auch Spiele für Smartphones entwickeln werden, waren die Meinungen mehr als nur gespalten! Die einen fanden es super, Mario, Link und Co. auch bald auf dem Smartphone dabei zu haben und die anderen fanden es gar nicht so toll. Zumal sich Nintendo selbst lange Zeit gegen den Schritt auch für Mobile-Geräte zu entwickeln ausgesprochen hat. Ich persönlich stand dem Ganzen auch sehr kritisch gegenüber, hatte aber die Hoffnung, dass Nintendo ihren ganz eigenen Charme auch auf dem Smartphone beibehalten kann.

 

Am 31. März 2016 erschien mit Miitomo nun Nintendos erste Smartphone-App. Zwar ist Miitomo vielleicht nicht das Spiel, was sich viele erhofft haben, aber ob es dennoch Spaß bringt und ob es einen Blick wert ist, könnt ihr in meinem Testbericht zu Miitomo erfahren!

 

 

Aller Anfang ist... leicht?

 

Wenn ihr Miitomo startet, dann werdet ihr natürlich als erstes aufgefordert, euch ein Mii zu erstellen, oder Miitomo mit eurem My Nintendo Account, bzw. mit eurer Nintendo Network ID zu verknüpfen. Allgemein ist es sehr sinnig, Miitomo mit eurem My Nintendo Account zu verbinden, aber darauf komme ich gleich noch zu sprechen. Solltet ihr euch also für eine der beiden Möglichkeiten entschieden haben, dann startet ihr auch direkt ins Spiel und werdet von euch selbst begrüßt, bzw. von eurem Mii. Euer Mii möchte natürlich auch gleich etwas über euch erfahren, denn immerhin stellt er ja euch da. So fragt er euch dann zum Beispiel was euer Lieblingsessen ist, wie ihr euer Wochenende verbracht habt oder was ihr an Katzen am besten findet. Das euer Mii euch fragen zu diversen Themen stellt ist übrigens auch der Hauptbestandteil von Miitomo, da es eine Art Messenger darstellt, wobei diese Einordnung für Miitomo fast eine Beleidigung ist, da es noch viel mehr zu bieten hat!

 

 

Sympathisch, sympathischer, Miitomo?

 

Miitomo kann man zwar ein wenig mit Twitter, Facebook und Co. vergleichen, jedoch bietet es einiges mehr. Miitomo ist nämlich an den 3DS Titel Tomodachi Life angelehnt, der bekanntlich ein riesiger Erfolg war! Und die Parallelen kann man Miitomo auch keineswegs absprechen, so sprechen eure Miis ähnlich wie in Tomodatchi Life auch mit einer von euch einstellbaren Computerstimme, was bei mir für einige Lacher gesorgt hat. Aber nicht nur das, ihr könnt euer Mii auch einkleiden. Kleidung kauft ihr mit Münzen, die ihr durch ein tägliches Vorbeischauen, beantworten von Fragen oder durch Unterhaltungen mit Freunden erhaltet. Da Miitomo aber ein Free to play Titel ist, muss Nintendo auch irgendwie ihre Brötchen verdienen und das tun sie mithilfe von In-App-Käufen.

 

Wenn ihr nämlich Outfits haben wollt, die euer aktuelles Münzguthaben sprengen, dann könnt ihr euer Münzkonto durch mit echtem Geld nachbessern. So kosten zum Beispiel 5500 Münzen 4,99€, was ungefähr einem kompletten Outfit entspricht. Das mag jetzt so klingen, als würde man sich nie Klamotten kaufen können, da 4,99€ schon viel Geld ist. Aber ihr kommt auch durch normales Spielen an eure Münzen gut ran, weswegen ich dieses Bezahl-Model wirklich gelungen und gut finde!

 

Wem das alles zu blöd ist, aber trotzdem neue Klamotten haben will, der kann auch das Minispiel „Mii über Kopf“ spielen. Dieses könnt ihr entweder für 500 Münzen spielen oder mit einem Spielschein. Besagte Spielscheine könnt ihr übrigens auch durch regelmäßiges einloggen bekommen, oder durch aufsteigen des Stil-Ranges oder des Beliebtheits-Ranges, auf die ich gleich noch zu sprechen komme.

 

Nun aber zum Spiel selbst: in „Mii über Kopf“ könnt ihr durch fallen lassen eures Miis verschiedene Themen basierte Items gewinnen, wie zum Beispiel einen Katzenhut. Dabei lasst ihr euer Mii einfach fallen und dann entscheidet das Glück, welches Item ihr bekommt. Dabei wechseln die Themen bei „Mii über Kopf“ ungefähr alle 2 Wochen. Momentan sind die Themen „Mode zum Anbeißen!“ und „Mode für Miezekatzen“. Für jedes Themengebiet gibt es übrigens drei Spiele von „Mii über Kopf“ und damit auch verschiedene Items.

 

Trotz alledem, dass „Mii über Kopf“ ein kurzweiliger Spaß ist, wären ein paar mehr Minispiele wirklich nett gewesen, denn lange begeistern kann „Mii über Kopf“ leider nicht.

 

Die Klamotten in Miitomo haben aber nicht nur den Sinn gut auszusehen, nein, sie bringen euch auch etwas, denn euer Mii besitzt auch einen Stil-Rang. Diesen könnt ihr erhöhen, wenn ihr oft eure Kleidung wechselt. Alle 5 Level bekommt ihr dann sogar noch eine Stil-Krone, die ihr eurem Mii dann aufsetzen könnt.

 

Aber das ist nicht der einzige Rang, den ihr in Miitomo erhöhen könnt, denn es gibt auch noch einen Beliebtheits-Rang. Dieser erhöht sich, wenn ihr viel mit euren Freunden interagiert, indem ihr euch zum Beispiel mit diesen unterhaltet.

 

 

Freunde, Freunde und noch mehr Freunde!

 

Wahrscheinlich habt ihr es bereits erkannt, dass sich in Miitomo alles um Freundschaften dreht. Freunde hinzufügen oder finden geht in Miitomo relativ einfach. Ihr müsst euch einfach nur über Twitter oder Facebook anmelden und könnt dann all eure Freunde in Miitomo hinzufügen. Außerdem könnt ihr auch über die Funktion „direkt“ Freunde hinzufügen, wenn ihr und ein Freund im Umkreis von ungefähr 50 Metern das gleiche Symbol drückt.

 

Bei der ganzen Sache gibt es nur ein Problem: Habt ihr keinen Account bei Facebook oder Twitter, dürfte euer Mii schnell verwaisen!

 

Deswegen kann ich es auch überhaupt nicht verstehen, dass es nicht noch andere Optionen gibt, wie zum Beispie einfach via Nintendo Network ID bestehende Freunde zu importieren. Das muss Nintendo in zukünftigen Spielen unbedingt besser handhaben!

 

Und wenn wir schon über negatives reden, mir persönlich fehlt es total meine eigene Wohnung einzurichten! Warum kann man sich für die Münzen nicht auch Möbel für die Wohnung kaufen? Jede Wohnung sieht nämlich gleich und total langweilig aus! Ich glaube nicht, dass das so ein großes Problem gewesen wäre.

 

 

Lustiger Bildereditor!

 

Nun kommen wir aber zu dem Grund, warum ich glaube, dass wir Miitomo so schnell nicht aus den sozialen Netzwerken bekommen, der Grund ist der Bildereditor!

 

Manchmal kommt euer Mii zu euch und zeigt euch ein Bild von sich und fragt euch, ob er es seinen Freunden zeigen darf. Antwortet ihr mit ja, dann wird das Bild hochgeladen, antwortet ihr jedoch damit, dass ihr das Bild noch bearbeiten wollt, dann könnt ihr einfach super lustige Bilder mit eurem Mii erstellen! Das Besondere ist nämlich, dass ihr auch den Hintergrund von dem Bild ändern könnt, weswegen ihr euer Mii zum Beispiel in euren Lieblingsfilm rein setzten könnt. Dazu könnt ihr dann auch noch zwischen einer riesigen Palette an Gesichtsausdrücken und Posen auswählen. Das Netz ist jetzt schon voll mit diesen Bildern und ein Ende ist nicht in Sicht!

 

 

 

Fazit

 

Mit Miitomo hätte Nintendo wohl kaum ein besserer Start in der Welt der Smartphones gelingen können! Nach anfänglicher Skepsis bin ich nun voll überzeugt, dass es eine gute Entscheidung für Nintendo war, in den Smartphonemarkt einzusteigen! Es ist einfach urkomisch, wenn sich euer Mii mit anderen Miis über die verschiedenen Themen unterhält. Außerdem ist das Bezahl-Model auch wirklich fair, auch wenn die Preise ein wenig teuer sind. Zwar hat das Spiel ein paar Mängel, wie zum Beispiel zu wenig Optionen um Freunde zu adden, oder die langweiligen Wohnungen. Jedoch sind die Mängel alle noch in einem akzeptablen Rahmen, weswegen ich auch wirklich meinen Spaß mit Miitomo hatte! Ich kann also sagen, dass ich mich auf weitere Apps von Nintendo freue und dann wahrscheinlich auch mit unserem Lieblingsklempner und dem Helden aus Hyrule.


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