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Hyrule Historia: DAS Buch

10.03.2014

Autor: Matthias Küpper

 

 

Liebe Hylianer und Hylianerinnen,

 

heute widmen wir uns den heiligen Schriften unseres gesegneten Königreiches. Die Göttinnen Din, Nayru und Farore erschufen das Land, ehe sie das Triforce zurückließen, welches noch heute in unseren heiligen Hallen beschützt wird. Später rettete die Göttin Hylia das Land vor dem Bösen. All das verkünden uns die Schriften, die auf den mythischen Namen Hyrule Historia hören. Ein Buch um einen Großteil des Wissens unseres heiligen Glaubens zu vermitteln. Hoch lebe Shigeru Miyamoto, dem Erschaffer von Hyrule. Gesegnet sei sein Sohn...

 

Nachdem ich kurz die Fassung verloren habe, fange ich jetzt mit dem Wesentlichen an. Es geht um The Legend of Zelda: Hyrule Historia, was ich oben ja bereits erwähnt habe. Dieses Buch beinhaltet viele Informationen über das Zeldauniversum. Da es vermutlich noch nicht jeder von euch ergattern konnte, möchte ich es euch heute einmal etwas genauer vorstellen. Da es sich um ein dickes Buch handelt, kann ich natürlich nicht auf alle Dinge eingehen.

 

In Hyrule Historia geht es vor allem darum, die vielen Geschichten noch einmal in Gedanken zu durchleben. Durch bunte Bilder und Artworks taucht man sofort wieder in die fantastische Welt von The Legend of Zelda ein. Dazu gibt es noch Concept-Arts, auf denen gezeigt wird, wie viele verschiedene Möglichkeiten immer wieder in Betracht gezogen werden, bevor man sich stilistisch festlegt. Anbei finden sich dazu noch interessante Kommentare von den Entwicklern. Zum Beispiel wie man dazu gekommen ist, ein Monstern so zu gestalten, wie es dann im Spiel auf einen trifft. Oder die Roboter in Skyward Sword haben Gesichter, um menschlicher zu wirken.

 

Für alle, die selber kreativ sind, gibt es dort sicherlich ein paar Inspirationen oder auch Parallelen zum eigenen Schaffensprozess. Besonders ausführlich wird Skyward Sword behandelt, bei dem die Bewohner der Welt und die einzelnen Gebiete sehr schön vorgestellt werden. Ich für meinen Teil habe durch die Bilder wieder richtig Lust auf das Spiel bekommen und werde es deshalb bald wieder spielen.

 

Aber auch die anderen Spiele haben ihre eigenen Seiten, auf denen die Story angerissen und auch die Welt kurz vorgestellt wird. Grund dafür ist, dass in Hyrule Historia das erste Mal eine Zeitlinie veröffentlicht wurde, die die einzelnen Spiele chronologisch ordnet. Als dies bekannt wurde, gab es viele Diskussionen, da nicht alle damit zufrieden waren. Dazu lässt sich sagen, dass jeder seine eigene Vorstellung hatte, wann welcher Teil spielt. Lediglich bei Ocarina of Time und Majoras Mask oder bei The Wind Waker, Phantom Hourglass und Spirit Tracks war die eindeutige Beziehung erkennbar. Es hatte außerdem den Anschein, dass verzweifelt versucht wurde, die vielen verschiedenen Spiele irgendwie zu verbinden.

 

Auf der anderen Seite wurde sehr darauf geachtet, Vorgeschichten in den Spielen zu beachten. Allerdings stellt sich schon die Frage, warum nur bei Ocarina of Time eine extra Zeit entsteht, wenn der Held scheitert. Theoretisch kann er das in jeder Welt. Aber ich denke auch, dass die Zeitlinie genau diesen Sinn hat. Sie soll zum Diskutieren anregen. Nicht jeder von uns wird mit der vorgestellten Chronologie einer Meinung und letztendlich ist es meiner Meinung nach nur eine von sehr vielen unterschiedlichen möglichen Versionen. The Wind Waker könnte genauso gut nach Majoras Mask spielen, wenn Link nicht nach Hyrule zurückkehrt.

 

Es stellt sich aber auch die Frage, ob Zelda überhaupt eine Zeitlinie braucht. Theoretisch könnte jedes Spiel einfach in einem eigenen Universum spielen, in dem einfach das selbe Land mit den selben Bewohnern auf andere Art und Weise unterjocht wird, um vom Helden Link gerettet zu werden. Am Ende ist doch nur entscheidend, dass das Spiel uns viele schöne Stunden an der Konsole oder dem Handheld beschert. Es sollte uns mit Ideen überraschen und spielerisch fantastisch sein. Ob die Geschichte jetzt vor Ocarina of Time oder nach Zelda 1 spielt, ist dabei in meinen Augen nicht von Belang.

 

In Hyrule Historia wird diese Zeitlinie aber dafür genutzt, um die Spiele nacheinander einordnen zu können. Es werden ihre Geschichten noch einmal kurz erzählt und wie oben schon gesagt, kann man noch einmal in das Abenteuer eintauchen. Oft bekommt der Leser die Lust das Spiel wieder einzulegen und einfach erneut in die fantastische Welt einzutauchen. Und genau das macht dieses Buch besonders.

 

Zum Abschluss gibt es noch einen Manga von Akira Himekawa, der die Vorgeschichte zu Skyward Sword berichtet. Dabei ist Akira Himekawa ein Pseudonym für die beiden Zeichnerinnen A. Honda und S. Nagano. Diese wollten anlässlich des 25. Geburtstag von Zelda eine besondere Geschichte erzählen. Und was wäre da wohl besser geeignet, als zu erzählen, wie es überhaupt zu Skyward Sword kam, welches in der Chronologie als erster Titel steht.

 

Die Geschichte ist sehr interessant und erzählt, was nach der Meinung der beiden passierte, als Hylia die Menschheit rettete, in dem sie diese zum Himmel führte. Auch Link spielt eine Rolle, aber mehr soll nicht verraten werden. Schließlich soll es sich noch lohnen, die Geschichte zu lesen. In meinen Augen ist sie aber gut gelungen und sie zeigt, dass Link auch sprechen kann. Aber das Fass möchte ich jetzt nicht auch noch auf machen.

 

Abschließend lässt sich sagen, dass Hyrule Historia ein sehr schönes Geschenk an die Fans zum 25. Geburtstag von The Legend of Zelda war. Dadurch konnten wir die vielen Geschichten der vielen Spiele noch einmal durchleben, ohne sie alle noch einmal spielen zu müssen. Beim Lesen kommen sicherlich jedem viele Erinnerungen hoch. Ich zum Beispiel erinnerte mich an den Kampf gegen Ganondorf aus The Wind Waker, als ich die Seiten zum Spiel durchblätterte. Oder auch der Moment aus Ocarina of Time, in dem das Master Schwert das erste Mal gezogen wird. Diese Momente und viele mehr sind oft zwischen den Zeilen versteckt. Sie entstehen nur mit Hilfe des Lesers und machen Hyrule Historia zu einem magischen Abenteuer.


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