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CosDay 2013 - Cosplayer, StreetPass und viel mehr

18.07.2013

Autor: Gunnar Schreiber

 

 

Anime- und Mangaconventions boomen und werden mehr und mehr zu einem großen Treffen von Freunden japanischer Popkultur, was Gamer und fernöstliche Kunst jeglicher Bereiche mit einbezieht. Kein Wunder also, dass auch der CosDay am 13. und 14. Juli 2013 in Frankfurt bei seinem dritten Anlauf noch mehr zu bieten hatte als in den beiden Jahren zuvor: Mehr Besucher, schätzungsweise knapp 2.000 (alleine über die Animexx-Community haben sich annähernd so viele gemeldet), aber vor allem auch mehr Programm und Fläche. Neben dem SAALBAU Titus-Forum und dem angrenzenden Mercure Hotel durfte erstmals auch das NordWest-Zentrum, eines der größten Einkaufszentren Frankfurts, als Ausstellungs- und Veranstaltungsfläche genutzt werden. So konnten sich interessierte Einkaufsbummler an Schaukästen zum Thema Mangas oder Cosplay informieren, an Verkaufsständen vorbeischlendern oder auf der Außenbühne Live-Musik lauschen und Wettbewerbe anschauen.

 

 

Cosplayer überall und Vorausscheid der Deutschen Cosplay Meisterschaft

 

Bei bestem Wetter tummelten sich die meisten Cosplayer im Außenbereich, also auf dem Platz vor dem SAALBAU sowie im angrenzenden, kleinen Park. Das war für mich natürlich klasse, um Fotos zu machen. Auch wenn ich mit meiner Kamera leider immer noch nicht so gut umgehen kann, wie ich es gerne möchte, habe ich dennoch eine Menge Fotos gemacht. Die Vielzahl an unterschiedlichen Cosplays war beeindruckend. Klar, stehen bestimmte Serien wie Naruto, Vocaloid oder The Legend of Zelda weiterhin im Mittelpunkt. Dennoch gab es sehr viele unterschiedliche Kostüme zu bestaunen, von denen ich zugegebenermaßen bei sehr vielen gar nicht wusste, woraus sie sind. Aber man kann ja auch nicht alles kennen.

 

Hauptsächlich habe ich für euch nach Cosplayern Ausschau gehalten, die Charaktere aus Nintendo-Universen oder Videospielen im Allgemeinen gecosst haben. Auffällig war die hohe Anzahl an Midnas. Besonders gefallen haben mir diese beiden. Einmal, weil die Midna-Version auch wegen dem Bodypaint sehr gelungen ist, aber auch, weil ich als bekennender Fan von Majora’s Mask mich natürlich gefreut habe, dass das Spiel vertreten war.

 

 

Darüber hinaus fand ich zwei Hylia-Göttinnen ziemlich cool oder der Dark Link oder…Naja, es gab einige tolle Cosplays. Eine Auswahl findet ihr ja rechts in der Galerie. Noch mehr Bilder bei uns auf flickr (Link und Infos unten).

 

Sehr gespannt war ich auf den Vorausscheid zur Deutschen Cosplay Meisterschaft, war es doch mein erster, den ich gesehen habe. Auf mehreren Conventions treten Cosplayer in einem Vorausscheid an, um ins Finale vorzudringen, was am 13. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse abgehalten wird. Hierbei geht es allerdings nicht nur um ein Schaulaufen auf der Bühne, sondern alle Cosplayer müssen eine richtige Performance liefern und damit eine Jury überzeugen. Jeder hat dabei je eine Minute Zeit für Auf- und Abbau der Requisiten und dann eine Auftrittszeit von 90 Sekunden. Hierbei zeigt sich dann, wer die Charaktere nicht nur optisch verkörpert, sondern auch auf kreative, lustige oder ernste Weise zum Leben erweckt. Einige Cosplayer entpuppen sich dann schnell als regelrechte Showtalente. So brachte Dorothea K. als Sebastian Michaelis aus "Black Butler" tatsächlich den ganzen Saal zum Lachen. Auch mich, obwohl ich den Manga gar nicht kenne. Aber auch Videospielcharaktere wie der Tod aus Darksiders, Ashe aus Final Fantasy 12 und Trucy Wright aus Ace Attorney waren auf dem DCM-Vorausscheid vertreten. Ich fand es jedenfalls sehr interessant und versuche mir auch das Finale im Oktober anzuschauen.

 

 

 

Game-Center, Nintendo und StreetPass-Himmel

 

Videogames spielen auf den Conventions eine immer größere Rolle. So gab es extra das Game-Center. In dem Raum standen jede Menge Konsolen bereit, auf denen aktuelle und ältere Spiele ausprobiert werden konnten. Als Sponsor des Events hatte Nintendo auch ein paar Wii U-Konsolen aufgestellt. Aber ehrlich gesagt, wurden diese die meiste Zeit genutzt, um Super Smash Bros. Brawl zu zocken.

 

 

Auch ein Händler hatte im Game-Center seinen Stand aufgebaut und verkaufte u.a. jede Menge Videospiel-Klassiker, von NES bis Dreamcast. Alleine hier hätte ich den einen oder anderen Euro lassen können. Eine Etage tiefer, im Keller des SAALBAU, hatte Nintendo noch ein paar Sitzkissen und 3DS-Geräte mit aktuellen Spielen bereitgestellt. Ganz nett, um was auszuprobieren, aber irgendwie für die Größe des Events unangemessen simpel. Nintendo halt.

 

Um 15 Uhr fand dann noch das offizielle StreetPass-Treffen der Kollegen von StreetPass Germany statt. Das habe ich zwar leider verpasst, da ich mich nicht vom DCM lösen konnte. Aber das war auch kein Problem, denn die ganze Convention war der reinste StreetPass-Himmel! Es zeigt sich immer mehr, welch geniale Idee Nintendo doch mit dem kleinen Kommunikationsfeature hatte. Wohin man schaute, überall saßen Cosplayer und andere Besucher mit ihrem Handheld in der Hand. Also, im Prinzip war die ganze Convention ein permanentes StreetPass-Treffen!

 

 

Händler und japanisches Essen

 

Sehr interessant finde ich auch immer die ganzen Stände diverser Händler, die sich quasi in zwei Gruppen aufteilen lassen: Einmal die Händler, die Zubehör, Material und Utensilien jeglicher Art für die Herstellung von Cosplays anbieten und dann diejenigen, die Merchandise zu diversen Anime-, Manga- und Videospielserien verkaufen. Auch hier hätte ich eine Menge Geld lassen können!

 

 

Da ein Con-Tag aber anstrengend ist, habe ich mein Geld lieber größtenteils in japanisches Essen investiert und mal japanische Maultaschen und diverse Reisbällchen und Mochi ausprobiert. Lecker!

 

 

Showgruppen und Live-Music

 

Wie eingangs erwähnt, bieten solche Events mittlerweile ein breites Spektrum japanischer Popkulter und Kunst im Allgemeinen. Sehr interessant waren auch einige der semi-professionellen Showgruppen, die auf den drei Bühnen aufgetreten sind. Als Nintendo-Fan habe ich mir natürlich die Gruppe S.O.S. angeschaut, die quasi Super Mario mit „Real-Life-Charas“ dargeboten haben. Anders als in den Spielen, wurden hier aber mal Mario und Co. gefangen genommen und Peach und Daisy mussten sie retten. In ihrer Fantasie geschah das dann auch auf durchaus sexy und gewalttätige Art und Weise.

 

 

Darüber hinaus spielten die japanische Punkrock-Band „The Asterplace“ sowie die Metaller von „Iron Attack“ sowohl auf der Außenbühne als auch auf der Hauptbühne in der Halle. Ich habe mir zum Abschluss die Jungs von The Asterplace noch gegeben und war recht angetan, von ihrem simplen, aber dennoch guten Geschrammel. Iron Attack wollte ich eigentlich auch noch sehen. Aber da wie auf jeder Convention - wir machen es bei WiiMeet ja auch nie besser - alle Programme in Zeitverzug waren, musste ich mich leider schon vorher auf den Heimweg machen.

 

 

Fazit, was folgt und noch mehr Bilder...

 

Mein erster CosDay hat mir sehr viel Spaß gemacht. Es gab viel zu sehen und zu entdecken. Ich kann nur jedem, der auf japanische Popkultur steht empfehlen, mal eine solche Convention zu besuchen. Gelegenheit gibt es dazu quasi jeden Monat in ganz Deutschland. Ich bin jedenfalls wieder auf den Geschmack gekommen und werde auch die AnimagiC in Bonn sowie die Connichi in Kassel besuchen. Falls ihr auch da seid und mich treffen wollt, schreibt mir einfach eine E-Mail an gunnar(at)10do.de.

 

Übrigens findet ihr hier in unserer flickr Galerie alle Bilder des Artikels sowie weitere nochmal in deutlicher höherer Auflösung und besserer Qualität. Natürlich habe ich von den meisten Cosplayern mehr Bilder gemacht als wir veröffentlichen. Deshalb auch hier wieder mein Angebot, dass ich euch die Fotos zusende, wenn ihr mir eine E-Mail schreibt.


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