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N-Zyklopädie

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Die Redaktion blickt zurück: Symphony of the Goddesses

02.06.2013

Am 28. Mai 2013 war es endlich soweit: Die Symphony of the Goddesses kam nach fast zwei Jahren Wartezeit endlich auch nach Deutschland. Aus der Redaktion waren Mario, Gunnar, Tim und Christian K. vor Ort und haben dort nicht nur Interviews für euch geführt, die ab morgen die ganze Woche über nach und nach online gehen werden, sondern natürlich auch etwas Atemberaubendes erlebt. Und genau darum geht es in diesem Rücklick: Das Erlebnis aus unserer Sicht. Viel Spaß!

 

 

Marios Rückblick

 

Seit etwa zwei Jahren habe ich drauf gewartet, dass die Zelda-Symphonie zu uns nach Deutschland kommt, nur um dann am einzigen Termin hierzulande im Urlaub zu sein. Aber davon habe ich mich nicht aufhalten lassen, zu groß war meine Lust auf dieses Konzert. Dabei war ich dann am Abend kurz vor dem Beginn, auch bei unseren Interviews mit den Machern, gar nicht aufgeregt. Auch auf meinem – leider eher schlechten – Sitzplatz angekommen, wollte sich keine Vorfreude einstellen. Vielleicht lag das daran, dass es mein erstes klassisches Konzert war und ich einfach keine großen Erwartungen hatte oder haben wollte, um nicht enttäuscht zu werden. Aber das war alles umsonst.

Egal wie aufgeregt ich vorher gewesen wäre, egal wie viel Vorfreude ich gehabt hätte, egal wie hoch meine Erwartungen gewesen wäre, alles wäre trotzdem übertroffen worden, denn es war einfach atemberaubend. Schon der Anfang mit der Prelude und dem Dungeon-Medley haben perfekt in den langen Abend eingestimmt. Aber als dann Ocarina of Time und The Wind Waker kamen, waren meine Emotionen nicht mehr zu bremsen, eine Gänsehaut jagte die nächste. Und nach der Pause wurde es mit Twilight Princess noch besser. Diese Musik ist von einem kompletten Orchester einfach 1.000 Mal epischer, der absolute Wahnsinn. Der vierte Satz hat mich dann davon überzeugt, dass auch die Musik von A Link tot he Past gut sein kann, wenn sie nicht im SNES-Stil daher kommt. Allerdings hätte ich mir viel mehr Majora’s Mask an dieser Stelle gewünscht. Die dritte Zugabe zu diesem Spiel war zwar auch grandios, wurde aufgrund der Kürze aber dem Spiel nicht komplett gerecht. Alles in allem war es aber unbeschreiblich toll. Ich kann jetzt nur hoffen, dass die zweite Quest auch nach Deutschland kommt, hoffentlich schon nächstes Jahr.

 

Mein Highlight: Twilight Princess

Das hat mir gefehlt: Majora's Mask in epischer Breite

 

 

Christian K.s Rückblick

 

 

Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich im Vorfeld kaum bis gar nicht aufgeregt war oder übermäßig auf das konzert hingefiebert habe. Das erkennt man schon allein daran, dass ich mein Ticket gerade einmal eine Woche vor selbigen gekauft habe. Auch fünf Minuten vor dem Konzert hielt sich meine Vorfreude noch in Grenzen. Als dann das Orchester zu spielen anfing und ein Medley von Stücken, welche uns den Abend über erwarten sollten, zum Besten gab, schlug diese ganze Ignoranz in freudige Erwartung und dem Wunsch, dass dieses Konzert ewig gehen sollte um. Allein nach dem zuvor erwähnten ersten Medley dachte ich einfach nur "Wow, wie soll das noch getoppt werden", weil schon hier einige der besten Lieder aus Zelda

in einem wundervollem Arrangement zum Besten gegeben wurden. Innerhalb des, mit Pausen, knapp 3-stündigem Konzertes jagte ein wohliger Schauer den Nächsten, unterbrochen nur durch fremdschämen aufgrund eines Übersetzers, der ganz offensichtlich nicht den Hauch einer Ahnung von der Zelda Reihe hatte. Außer diesem kleinen Wermutstropfen war es aber ein rundum gelungener Abend, den jeder wahre Zelda-Fan einmal beigewohnt haben sollte. Wenn die am Ende der Show angekündigte zweite Season auch wieder in Deutschland halt machen sollte, dann werde ich aber sowas von dabei sein.

 

Mein Highlight: Die Zugaben insbesondere Majora's Mask

Das hat mir gefehlt: Dragon Roost Island

 

 

Gunnars Rückblick

 

Im Gegensatz zu Mario und Christian hatte ich im Vorfeld große Vorfreude. Ich habe mir schon desöfteren klassische Arrangements von Videospielsoundtracks angehört und wusste, was mich erwarten könnte, wenn denn das Orchester gut ist. Aber es war nicht nur gut, sondern grandios! Der Sound war druckvoll und glasklar. Ich würde behaupten, es hat gerockt wie Sau. Die Arrangements waren - im Gegensatz zum Beispiel zum Nintendo-Konzert mit dem WDR Rundfunkorchester vor einigen Jahren - einfach super, da man alle Songs sofort erkennen konnte, ohne aber, dass alles nur simpel nachgespielt war. Besonders gefallen hat mir dabei die Idee, die Musik mit

den entsprechenden Spielszenen auf einer großen Leinwand zu hinterlegen. Auf diese Weise konnte man besonders gut in Nostalgie schwelgen und die Lieder in sich aufsaugen. So hatte auch ich eine Gänsehaut nach der anderen und hier da sogar mal leicht feuchte Augen. Aber natürlich haben auch mir einige Granaten gefehlt wie der Song des Deku Palastes aus Majora's Mask oder Dragon Roost Island aus The Wind Waker. Aber am meisten überrascht hat mich, dass Symphony of the Goddesses aus Skyward Sword nur am Anfang mal ganz kurz angespielt wurde, heißt doch die Konzertreihe so.

 

Mein Highlight: Majora's Mask

Das hat mir gefehlt: Symphony of the Goddesses in epischer Breite

 

 

Tims Rückblick

 

London, New York und Paris. Toll dachte ich. Muss ich wohl nach London. Denn meinem Traum, ein Zelda Konzert mitzuerleben, sollte nichts in die Quere kommen und da einer meiner besten Freunde in London wohnte zu der Zeit bot es sich an. Bei einem Zuschauer-Treffen in Mainz erfuhr ich aber, dass es jetzt endlich auch in Berlin ein Konzert geben wird. Zu Hause bin ich ratz fatz an den PC gegangen, habe ein Ticket bestellt...Preis egal...habe das Zug Ticket gebucht...Preis egal und hab mich gefreut wie ein Kleinkind. Los ging's dann. Ich traf mich mit einigen Zuschauern vor dem Tempodrom und als man sich so in von Vorfreude geprägten Gesprächen vertiefte und es

immer mehr und mehr Menschen wurden, merkte ich, dass die mich gar nicht alle kannten, es waren einfach Zelda-Fans, die mitreden wollten und ich merkte, das hier ist etwas Besonderes. Es ist nicht einfach nur Musik, es ist nicht einfach nur ein Treffen von Menschen. Es ist eine Versammlung von Spiele-Liebhabern, die alle eine Leidenschaft eine Liebe teilen: Zelda.

 

Als die ersten Töne anklangen, hatte ich sofort Gänsehaut und erst die kleinen Einlagen zwischen den Abschnitten mit Tingle brachten sie wieder zur Ruhe. Aber es ging schnell weiter und spätestens als während der Zugabe das Ending Theme aus “A Link to the Past” lief, rannten mir die Tränen über die Wange. Die Emotionen in den Griff zu bekommen machte aber weder das Windfisch-Thema noch die Majora's Mask Zugabe einfacher. Ich konnte mich nicht mehr halten, als die Stücke, die ich vermisst hatte in der Zugabe nachgeliefert wurden. Einzig schade fand ich, dass kein Skyward Sword gespielt wurde, dass die Hymne des Sturms recht blass geblieben ist und dass im The Wind Waker Teil kein “Dragon Roost Island” lief.

 

Aber von der Musik einmal abgesehen, gab es da noch einen Aspekt, der mich so gerührt hat. Im Interview nach der Vorstellung wurde uns erzählt, dass selbst die Produzenten, Pressesprecher, die Dirigentin und die Musiker überwältigt waren von der geballten Emotion, die im ganzen Saal zu spüren war. Ob es die absolute Stille war, in der die Luft geknistert hat vor Leidenschaft während unsere liebsten Stücke liefen oder ob es die von lautem Jubel grägten Standing Ovations waren, die wir nach jeder Zugabe mit voller Hingabe vergaben, bis die Hände schmerzten. Es war für mich, viele andere Menschen um mich herum und auch für einige Mitwirkende einer der emotionalsten Momente meines gesamten Lebens. Zelda ist halt mehr für mich als ein Spiel. Ich liebe und lebe Zelda.

 

Ich werde diesen Tag nie vergessen.

 

 

Mein Highlight: 2D-Zelda-Medley, A Link to the Past

Das hat mir gefehlt: Skyward Sword, Dragon Roost Island

 

 

So, und jetzt seid ihr an der Reihe. Wer war noch vor Ort und kann seine Eindrücke mit uns teilen? Oder wie sind eure Meinungen zu unseren Eindrücken. Wir freuen uns auf eure Kommentare im Forum.


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