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Olymptronica 2007

30.11.2007

Autor: Mario Kablau

 

Seit einigen Jahren findet im November, quasi als Abschluss der Zockertreffen des aktuellen Jahres die Olymptronica statt. So auch dieses Jahr und erneut in einer neuen Location: Der Hyundai-Galerie in Offenbach. Auch ich war am 17. Und 18. November dort vor Ort, um die Veranstalter zu unterstützen. Wie schon letztes Jahr sollte ich mich um den Ablauf der Nintendo-Turniere kümmern, also Mario Kart DS, Mario Strikers Charged Football und Wii Sports Tennis. Am Samstag fanden dabei die Einzelturniere statt und Sonntag waren die Doppel-Disziplinen an der Reihe.

 

Ich bin bereits am Freitag angereist, um diesmal vorher genug Zeit zu haben, mich mit dem Team zu unterhalten, damit möglichst alle Fragen geklärt werden können, bevor es los geht. Und das war auch gut so, denn so konnten wir sicherstellen, dass bei Nintendo alles reibungslos abgelaufen ist. Am Samstag um 10 Uhr wurden die Hallen dann geöffnet und die ersten Gäste strömten herein. Neben den Turnieren, gab es auch sonst noch einiges zu erleben, so dass der Event einen leichten Messe-Charakter bekommen hat. So war zum Beispiel Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen eine Woche vor dem Release spielbar.

 

Außerdem hatte Microsoft jede Menge Xbox 360-Spielstationen mit diverser Software aufgestellt und auch Nintendo war mit 28 Wii Konsolen vertreten, wovon jedoch 8 die meiste Zeit durch die Turniere belegt waren. Daneben waren eine ganze Reihe Retro-Spiele in Form von alten Automaten vor Ort, so dass man auch Spiele von vor 20 Jahren anspielen konnte. Neben den Turnieren auf Wii und DS gab es natürlich noch einige andere Disziplinen, so zum Beispiel Pro Evolution Soccer 2008 auf der PS2 im Einzel und Doppel und einige Fun-Turniere, wie Tetris, Mario & Sonic und Dancing Stage und Guitar Hero auf der Xbox.

 

Der Raum war im Wesentlichen in mehrere Blöcke aufgeteilt. Einen großen Teil beanspruchten die Wii-Konsolen und die DS-Stationen von Nintendo. Daneben hatte Konami viele PS2 für die PES-Turniere aufgebaut und direkt daneben standen die Xbox-Konsolen. In einem Nebenraum gab es auch noch ein Anime-Kino, in dem die ganze Zeit lang diverse Videospiele bezogene Filme liefen, besonders gut besucht war der kleine Saal allerdings die ganze Zeit nicht. Im ersten Stock gab es neben der VIP-Area auch noch einen Elternbereich, wo Kinder ihre Eltern abgeben konnten, also quasi das IKEA Spielzeugland nur andersrum.

 

Die Location an sich machte einen sehr guten Eindruck und war gut strukturiert. Zu der Halle vom letzten Jahr, die viel zu groß und unübersichtlich war, war das ein klarer Schritt nach vorne. Es war schön hell, aber nicht zu hell zum Zocken und es gab genug Platz für alle Besucher (laut Veranstalter etwa 2.200 an beiden Tagen gemeinsam). Durch die saubere Trennung nach Konsolen hat man sich schnell zu Recht gefunden und musste nicht lange suchen, um ein Spiel zu finden, das man einfach mal ausprobieren wollte. Etwas blöd waren lediglich die an den Wii-Stationen teilweise etwas engen Gänge, was den Turnierablauf ein wenig behindert hat. Auch blöd war, das man nicht mehr rein kam, wenn man einmal nach draußen gehen wollte. Das ging nur gegen erneuten Eintritt. Es gab zwar im Innenhof eine Bude, wo es Bratwurst und diverse Brötchen gab und auch Getränke konnte man vor Ort erwerben, aber dennoch sollte man den Besuchern erlauben, den Raum zwischendurch mal zu verlassen.

 

Der Kern des Events sind auf jeden Fall die Turniere, die über beide Tage verteilt gespielt wurden. Gegen Mittag begannen jeweils die Vorrunden und am Abend wurden dann auf der Bühne die Finalrunden ausgetragen. Dazwischen ließen sich auch einige „Show“acts dort sehen, um das Publikum von den Finalrunden abzulenken... Die zwei Moderatoren (Miguel Mendes und Raffaela Jungbauer) machten ihre Sache ganz gut, wirkten aber manchmal zum Thema Videospiele etwas uninformiert. Insgesamt hätte die Bühnenshow mehr Pepp gebrauchen können, um die Leute dabei zu halten, denn wirklich viele haben die Finalrunden nicht verfolgt, was wirklich schade ist, da es einige sehr spannende Partien gab.

 

Da ich von PES keine Ahnung habe, werde ich mich dazu entsprechend zurückhalten. Es ist auf jeden Fall sehr komisch, dass das Spiel, was immer wieder wegen seines hohen Realismus gelobt wird, offenbar keine Tore aus mehr als 5 Metern Entfernung zulässt, denn die Duellanten haben sich immer wieder mit nahezu allen 21 möglichen Spielern im 16-Meter-Raum aufgehalten und nur dann geschossen, wenn sie fast schon mit dem Ball im Tor standen... Die Spiele waren dementsprechend ein wenig langweilig, da es kaum Torschüsse und damit auch Tore gab.

 

Ganz anderes war es bei Mario Strikers. Da waren die beiden Spiele zwar auch nicht sonderlich spannend, da der Sieger jeweils recht klar gewonnen hat, aber dafür sind in beiden Spielen zusammen über 20 Tore gefallen. ;-) Bei Wii Tennis ging es zumindest am Sonntag richtig heiß her. Nach acht verspielten Matchbällen im zweiten Satz verloren wir (ja, ich war im Finale) diesen sogar noch und mussten im dritten richtig Gas geben, um das Turnier noch zu gewinnen. Die noch verbliebenen Zuschauer haben während der Ballwechsel konstant den Atem angehalten und nur nach Punkten losgebrüllt. Zum nächsten Aufschlag war dann wieder Ruhe. Wie beim richtigen Tennis eben und genauso spannend war es.

 

Direkt im Anschluss an ein Finale wurden die Sieger geehrt und haben ihre Medaillen und Pokale bekommen. Neben dem Preisgeld (600,- € für Platz 1, 250,- € für Platz 2, 100,- € für Platz 3 und 50,- €für Platz 4) gab es für alle Gewinner noch eine paar Gimmicks dazu.

 

Unterm Strich war die Olymptronica auf jeden Fall die Reise wert. Neben spannenden Turnieren und ein paar Möglichkeiten auch abseits des offiziellen Programms etwas zu unternehmen, sind solche Treffen sehr gute Gelegenheiten, um eine Menge Leute zu treffen, die man sonst nicht so oft sieht. Ich kann jedem Zocker nur dazu raten, sich einen Ruck zu geben, und auch mal einen solchen Event zu besuchen!


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