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Metroid Prime 3 Tagebuch - Tag 6

03.11.2007

Autor: Gunnar Schreiber

 

 

Tag 6:

 

Nachdem Samus die Koordinaten von dem Soldaten der Galaktischen Förderation erhalten hat, macht sie sich gleich auf zu ihm. Dieser wird tatsächlich gerade von Weltraumpiraten attackiert und Samus rettet sein Leben. Nach ein paar gemeinsamen Metern feuert der Soldat aber plötzlich auf Frau Aran. Sie hat den Braten allerdings gerochen und weicht mit einem gekonnten Morphballmanöver geschickt aus. Wie erinnern uns derweil, dass Gandrayda ja eine Formwandlerin ist und tatsächlich steckt sie hinter der Maskerade mit dem Soldaten. Gleich entbrennt ein heißer Bosskampf. Besonders beeindruckend ist, dass Gandrayda verdammt gelenkig ist und einen Salto und Überschlag nach dem anderen schlägt. Natürlich nutzt sie auch ihre Hauptfähigkeit und verwandelt sich mal in einen Berserker Lord oder in Ghor oder Rundas. Mal wieder ein verdammt abgefahrener Bosskampf. Nach Gandraydas Vernichtung bekommt Samus den Electro Grapple, mit dem sie technischen Anlagen und manchen Phazon Geschöpfen Energie entziehen, aber auch geben kann.

 

Mit der neuen Ausrüstung dringt Samus weiter in die Piratenfestung vor. In der Zwischenzeit kommt ein Funkspruch der Flotte, dass sie gerne die Invasion auf den Planeten beginnen wollen. Dazu muss Samus aber zunächst mal den Schutzschild deaktivieren. Im Folgenden findet Frau Aran den Hazard Suit, mit dem sie gegen den Sauren Regen, aber auch gegen das Brenngel auf Bryyo geschützt ist und den Nova Beam, der stärkste Beam im Spiel. Letztendlich fällt der Schutzschild und die Invasion beginnt. Die Soldaten der Galaktischen Förderation kämpfen sich bis zu Samus vor. Das neue Ziel heißt nun, den Leviathan von dem Planeten zu vernichten. Da dieser von einer extremen Felswand geschützt wird, gegen die Samus nichts anrichten kann, muss sie Sprengmeister der Förderation dorthin geleiten. Es beginnt eine rasante Beschützmission, wie sie in anderen Spielen zwar schon öfters vorkam, aber für die Metroid Reihe, wo man sonst ja immer als Einzelkämpferin unterwegs ist, ein Novum darstellt. Natürlich versuchen unterschiedliche Einheiten der Weltraumpiraten zu versuchen, den Trupp am Fortkommen zu hindern. Was ihnen aber nicht gelingt, vorausgesetzt, man behält als Spieler einen kühlen Kopf und den Überblick. Die Wand wird gesprengt und Samus fliegt mit ihrem Schiff durch eine Röhre mitten in den Leviathan. In diesem taucht Omega Ridley auf, die stärkere Version von Ridley. War ja klar, dass die Flugechse noch nicht endgültig besiegt ist. Omega-Ridley bietet verschiedene Panzerungen, die erstmal mit dem Energielasso entfernt werden müssen, um dann aufs Herz schießen zu können. Da die Echse aber aus der Luft sowie mit Feuer-, Biss- und Rammattacken angreifen kann, ist das schon ein harter Brocken. Schafft Samus Ridley endgültig zu vernichten, winkt als Belohnung der Hyper Grapple. Nun taucht wieder das Phazon Wesen auf und Samus Verseuchung erreicht einen Status von satten 75%.

 

 

Richtig cool ist, dass man im Samus Spiegelbild in ihrem Visor die zunehmende Verseuchung erkennen kann. Die Augen bekommen einen immer böseren Blick und blaue Adern ziehen sich durchs Gesicht. Nach ihrer Phazonentladung wird das Wesen samt der Leviathan zerstört und der Planet der Weltraumpiraten ist von der Bedrohung befreit. Ob diese Samus noch eines Tages dafür danken werden?

 

Zeit den Grund allen Übels anzugreifen und zwar den Planeten Phaaze, Ursprung alles Phazons. Da der Planet sich aber außer Reichweite aller Schiffe befindet, beschließt die Förderation den Leviathan, der im Orbit des Planeten der Weltraumpiraten liegt, zu kapern und mit dessen Koordinaten und Fähigkeiten ein Wurmloch zu generieren, um die Invasion zu ermöglichen. Das Problem ist, dass zum Starten des Leviathan ein Code fehlt. Diesen bekommt man auf der Valhalla, aber auch nur, wenn man vorher auf sämtlichen Planeten genügend Energiezellen gefunden hat, um die Systeme wieder anzuwerfen. Wenn man die Augen offen gehalten hat, sollte man zu diesem Zeitpunkt bereits die meisten Zellen erhalten haben. Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass jetzt einige Spieler noch mal jeden Planeten genauer untersuchen müssen. Zum Glück gibt das Spiel bei jeder Energiezelle Hinweise, wo diese zu finden ist, so dass das nun wirklich keine frustrierende oder langweilige Aufgabe ist. Im Gegenteil: Man kann die Besuche auf den Planeten auch nutzen, um die letzten Items zu finden (100% Items zu finden ist diesmal vergleichsweise einfach und beschert dem Spieler einen längeren Abspann), was ja auch die folgenden Bosskämpfe erleichtert.

 

Nachdem Samus den Code auf der Valhalla erhalten und diesen im Leviathan eingegeben hat, kann also die Invasion beginnen. Bei dem Planeten Phaaze angekommen, greift sofort eine ganze Armada der Weltraumpiraten an. Während die Flotte sich um dieses Problem kümmert, landet Samus auf dem Planeten und will zum Kern allen Übels vordringen. Gerade gelandet, nimmt ihre Phazonverseuchung so dermaßen zu, dass sie ab sofort ständig im Hypermodus ist. Der Haken ist aber, dass sich die Verseuchung kontinuierlich einem kritischen Maß nähert. Erreicht der Indikationsbalken das rechte Ende, ist Samus auf der Stelle tot. So kämpft sich sie sich durch viele Metroids und andere Phazon Gegner. Alles schimmert in blau und Phazon Organismen und Kristalle säumen den Weg. Auch dieser Planet sieht richtig klasse aus, so dass man schnell bedauert, dass man sich hier nicht länger aufhalten kann. So langsam steigt die Spannung. Dass Dark Samus der letzte Endgegner sein würde, ist ja vorher klar. Aber wird der Bosskampf auch einem letzten Bosskampf gerecht? Die Frage lässt sich mit einem deutlichen „JA!“ beantworten. Dark Samus stellt sich natürlich als erstes in den Weg. Ist sie angeschlagen, wird sie von der entführten Aurora Einheit 313 aufgesogen und der Kampf geht in zwei Phasen weiter. Einfach bombastisch und fett!

 

Nach einer minutenlangen Auseinandersetzung besiegt Samus den Feind und Dark Samus ist wohl für immer besiegt. Aber noch bleibt keine Zeit zum Ausruhen, da der Phaaze kurz davor steht zu explodieren. Schnell öffnet die Flotte ein Wurmloch in die Heimat und etwa einem Drittel der Schiffe inklusive Samus gelingt die Heimkehr. Die Freude ist natürlich riesig. Nicht nur bei der Förderation, sondern auch beim Spieler. Metroid Prime 3 Corruption bietet alles, was man von dem Ende der Trilogie erwartet hatte. Nicht nur, dass die technische Umsetzung, die Steuerung und die atmosphärischen Zusätze wie Sprachausgabe äußerst gelungen sind, überzeugt vor allem die Logik und die Geschichte des Spiels. Blieben noch in den ersten beiden Teilen viele Zusammenhänge ungeklärt, weiß man am Ende, wo das Phazon herkam, wieso sämtliche Planeten kontaminiert wurden und welche Rolle die Weltraumpiraten spielten.

 

Hat man auch alle Items gefunden, bekommt man einen längeren Abspann präsentiert, wo man Samus auch in ihrem Zero Suit sieht. Außerdem gibt es einen Aufhänger für einen weiteren Teil der Serie. Dieser kann nicht schnell genug kommen. Metroid Prime rocks! Ein Hoch auf die Entwickler Retro Studios!

 

Wir hoffen, dass euch unser Tagebuch gefallen hat. Es wird bestimmt nicht das letzte gewesen sein ;)


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