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Die Redaktion blickt zurück: Unsere schönsten Zelda-Momente

21.11.2011

Die Redaktion blickt zurück – in dieser Rubrik möchten wir immer mal wieder in herrlicher Nostalgie schwelgen und unsere persönlichen Anekdoten zu bestimmten Themen mit euch teilen. Im Zuge unserer Zelda-Woche zum Launch des neuen Wii-Abenteuers Skyward Sword berichten wir euch von unseren schönsten Momenten mit der Serie. Viel Spaß mit der Lektüre.

 

 

Da Skyward Sword erst seit ein paar Tagen auf dem Markt ist, haben wir dieses Mal davon abgesehen unsere Top 3 anzugeben, wir gehen nämlich ganz stark davon aus, dass das Spiel es bei dem einen oder anderen in die Liste schaffen könnte.

 

Gunnars Zelda-Moment:

 

Mein schönster Zelda Moment war eigentlich der Zeitpunkt, als Ocarina of Time endlich im Modulschacht steckte und wir erstmals die Konsole angeschaltet haben. Es war endlich da! Nie zuvor, und ich glaube auch nie mehr wieder danach, war ich wegen einem Spiel so gehypt gewesen wie im Vorfeld der Veröffentlichung des ersten 3D Zeldas. Über Jahre hinweg habe ich jede Info, jedes Bild aus diversen Magazinen in mich aufgesaugt und dem Release entgegengefiebert. Ja, das waren noch komische Zeiten, ganz ohne Internet und somit ohne die Möglichkeit, regelmäßig neue Bilder und Videos sehen zu können. Apropos Video: Damals hat Nintendo im Weihnachtsgeschäft jedes Jahr VHS-Kassetten – für die Jüngeren unter euch:

Das sind große, eckige Kassetten, die man in einen Videorekorder steckt, um dann in absolut mieser Qualität was anschauen zu können – ausgelegt, auf denen bewegte Bilder zu den aktuellen Highlights gezeigt wurden. Auf einer dieser Kassetten befand sich auch ein legendärer Trailer zu Ocarina of Time, mit der epischen musikalischen Untermalung von Mark Russel und dem Song „The Deep“ und den markigen Schlussworten „Ein Traum wird wahr!“. Gänsehaut pur. Selbst heute noch...

 

Marios Zelda-Moment:

 

Mein schönster Zelda-Moment ist schnell erzählt: als Twilight Princess endlich zu Ende war. Nein, das ist natürlich ein Scherz, denn mich hat der Wii-Launchtitel damals ziemlich begeistert und erst mit etwas Abstand habe ich die Schwächen des Spiels erkannt. Es gab einfach zu wenig Neues, zu viel Standard-Kost und kaum Überraschungen. Daher ist mein Moment auch nicht im einzigen Zelda-Titel, der quasi zeitgleich für zwei Konsolen erschienen ist sondern in The Wind Waker, das Spiel das Nintendo erst dazu gebracht hat, Twilight Princess so zu programmieren, wie wir es heute kennen. Ich war damals nach anfänglicher Skepsis sehr angetan vom Comic-Stil, nie waren Gestik und Mimik von Charakteren in einem Spiel der Reihe besser umgesetzt, weshalb ich wirklich mit den Figuren mitfühlen konnte.

Als ich im Spiel dann erfahren habe, dass der Ozean das alte Hyrule aus Ocarina of Time unter sich verbirgt, war ich schon extrem angetan, doch der Moment in dem man die anfangs schwarz-weiße, alte Welt des N64-Highlights zu neuem Leben erweckt, ist ohne Zweifel mein Lieblingsmoment in der gesamte Reihe. Erstmals gab es einen so direkten Bezug zu einem anderen Spiel im Universum und das Schloss wirkte trotz neuem Look dennoch vertraut. Ich habe nie so gestaunt wie damals, als ich das zum ersten Mal erlebt habe und ich bekomme noch heute eine Gänsehaut, wenn ich der Farbe dabei zusehe, wie sie die tote Welt wiederbelebt.

 

Lukas' Zelda-Moment:

 

Zelda ist für vieles bekannt: Dafür, dass es ein gutes Gameplay hat, eine schöne, märchenhafte Welt und eine meist einfache, aber dennoch packende Story. Nicht aber für plötzlich auftretende Melancholie. Außer Majora's Mask. Majora's Mask hat so einige skurrile Momente und auch tragische. Doch es war eine harmonische Szene, die mich mit ihrer Tragik vom Hocker gehauen hat. Eine Welt, in der man gezwungen ist, dieselben drei Tage bis zum Untergang allen irdischen Lebens immer wieder zu erleben, kann man wohl schwerlich als "Utopie" bezeichnen. Doch eine kranke Welt ist eben der Ort, an den ein Held gehört. Und so krempelte ich als Spieler die Ärmel hoch und begann zu tun, was Helden eben so tun:

Ich half den Leuten. Ich befreite Prinzessinen aus Kerkern, beschützte eine Farm vor Geistern und brachte den Frühling zurück in einer von Kälte geplagten Gegend. Und ich fühlte mich eigentlich ganz gut dabei.

 

Bis zu diesem einen Tag, an dem ich Ikana erreichte, die verfluchte Stadt. Und dort lebte ein kleines Mädchen, das niemanden in ihr Haus lassen wollte. Mit einem Trick lockte ich sie also nach draußen und schlich mich hinein, als ich unten im Keller einen Zombie entdeckte. Doch er sah anders aus als andere Zombies und weil mir das komisch vorkam, spielte ich das Lied der Befreiung. Und siehe da, eine Maske fiel von dem Gesicht des Zombies ab und vor mir stand der Vater des Mädchens, der seine vor Glück weinende Tochter in die Arme schloss. Die beiden waren endlich wieder zusammen.

 

Doch gerade als ein wohliges Gefühl der Zufriedenheit in mit aufsteigen wollte, blieb es mit auch schon im Halse stecken, erstarrte und starb dort unwiederbringlich ab. Denn es war genau dieser Moment in dem mir klar wurde, dass es nicht so bleiben würde. Dass ich auch erneut die Zeit zurück drehen würde und alle meine guten Taten so unnütz machen würde, und dass wenn ich versuchen würde, allen zu helfen, mir keine Zeit mehr bliebe und alles verloren wäre.

 

Martins Zelda-Moment:

 

An magischen Momenten mangelt es bei Zelda nun wirklich nicht, daher ist es für mich als langjähriger Fan der Reihe wirklich unmöglich, mich auf einen bestimmten Moment festzulegen. Letztendlich habe ich mich also eher willkürlich für einen Moment aus The Wind Waker entschieden, aber das soll dessen Magie keinesfalls schmälern. Nach dem man sich im Turm der Götter bis zur Spitze hoch gekämpft hat, reist man gemeinsam mit Link und dem roten Leuenkönig erstmals in das Land unter dem Ozean (Hyrule). Die traurige Geschichte, die zur Verbannung Hyrules geführt hat, erfährt man zwar erst später, doch ihre Tragik wird einem augenblicklich bewusst, wenn man das Schloss zum ersten Mal betritt.

Die Farbe ist gewichen, der einst prächtige Innenraum strahlt in Schwarz-Weiß eine beinahe gespenstische Tristesse aus. Link leuchtet als einziger in satten Farben - es ist mehr als deutlich, dass er nicht hierher gehört. Nein, Link hat mit Hyrule nichts am Hut, er ist ein Kind der neuen Welt über dem Ozean. Aber das gilt nicht für mich.

 

Ich habe Hyrule durchstreift. Die üppigen Wälder, die tückische Wüste, den feurigen Todesberg... Hyrule ist mir bestens vertraut. Mehrmals habe ich es vor dem drohenden Unheil gerettet und mich dabei in das Land verliebt. Es so sehen zu müssen schmerzt. Langsam tappe ich durch die große Halle und starre gebannt auf die starren Kreaturen, versteinert in dem Augenblick in dem Hyrule von den Göttinnen unter der Flut begraben wurde. Erst jetzt wird mir bewusst, dass die Zeit hier unten stillsteht. Ich blicke auf den Moment in dem Hyrule unterging.

 

Marcs Zelda-Moment:

 

Mit einem ganz konkreten Augenblick, der sich in mein Gamerhirn eingebrannt hat und seit jeher untrennbar das "Zelda-Gefühl" auslöst, nein, damit kann ich nicht dienen. The Legend of Zelda hat mich natürlich trotzdem angesteckt, hochgradig infiziert und in seinen Bann gezogen. Bei mir begann alles mit A Link to the Past auf dem SNES. Zeitschriften wie Power Play und Video Games legten mir nahe den Titel kaufen zu müssen, obwohl ich die Serie bis dato nicht angespielt hatte und mich die Infos zur Story auch nicht wirklich begeisterten. Nachdem ich dann mit dem zusammengekratzten Ersparnissen eines Jugendlichen zum Kaufhaus ging und das Spiel erwarb, bereute ich es schon fast. Doch dann, nach zehn, zwanzig Minuten, ein totaler Sinneswandel.

Ich werde nie die bis dahin ungekannte und dichte Atmosphäre vergesen, der unglaubliche Soundtrack, der Traum von Link, die ersten Minuten im Schloss, selbst der profane Moment des einsetztenden Regens begeisterte mich immer wieder, da er dieses epische Bild einfach perfekt abrundete. Ganz im Gegensatz zu Dichte und Umfang von einem "A Link to the Past", hatte ich allerdings auch stundenlagen Spaß mit Links Crossbow Training. Nie werde ich die herausfordernden Battles mit meiner Freundin vergessen. Und auch wenn es sich nicht um einen "richtigen" Zelda-Titel handelt, irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich ohne das Setting kaum halb soviel Spaß gehabt hätte.

 

Matthias' Zelda-Moment:

 

Ich weiß noch, wie ich an einem Tag von der Schule abgeholt wurde und Martin ein neues Spiel hatte. Es handelte sich um The Legend of Zelda: The Wind Waker. Zu Hause war es dann so, dass ich unbedingt zuschauen wollte, wie er so spielt, da ich damals noch keine eigene Spielkonsole hatte. Ich bekam mit wie Link Tetra rettete, um danach die Entführung zu sehen, gegen die man nichts machen konnte. Als ich selber dann spielen konnte und als Held Matthias das machte, war das etwas ganz anderes. Der junge Matthias, also ich, war so mutig und wagte sich in den gefährlichen Wald, um dort die Monster zu besiegen und somit ein hübsches Piratenmädchen zu retten. Ich wusste zwar schon, dass meine Schwester entführt würde, doch dennoch hat mich dieser Moment richtig gepackt.

Man hatte zwar Tetra gerettet, aber dafür hatte man seine Schwester verloren. Es war ein sehr bewegender Moment, wie der todesmutige Held hinterherläuft und fast von der Klippe stürzt, bloß um die Kleine zu retten. Ja er ist sogar bereit, mit dem Pack von Piraten loszufahren, um sie zurückzuholen. Das es später eine Prinzessin sein würde, die Link retten muss, wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht.

 

 

Und nun wollen wir gerne euer schönsten Zelda-Moment erfahren. Teilt uns das und gerne auch eure Zelda Top 3 Spiele doch einfach im Forum mit. Unsere Top 3 liefern wir dort auch nach, sobald sich Skyward Sword ausreichend setzen konnte. ;-)


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