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Die Redaktion blickt zurück: Unsere gruseligsten Horror-Momente

25.10.2011

Die Redaktion blickt zurück – in dieser Rubrik möchten wir immer mal wieder in herrlicher Nostalgie schwelgen und unsere persönlichen Anekdoten zu bestimmten Themen mit euch teilen. Im Zuge unserer Horror-Woche zur Vorbereitung auf Halloween wollen wir euch daher an unseren schaurigsten Horror-Momenten teilhaben lassen. Zusammen gekommen sind Beiträge, die zeigen, wie gefährlich Horror-Spiele tatsächlich sein können, das ist nichts für schwache Nerven! Viel Spaß mit der Lektüre.

 

 

Achso, außerdem hat jeder Redakteur seine persönliche Top 3 Horror-Spiele aufgestellt, daran könnt ihr euch natürlich genauso anschließen wie ihr uns euren größten Schock-Moment im Forum mitteilen könnt.

 

Gunnars Horror-Moment:

 

Meinen intensivsten Schockmoment in einem Horrorspiel habe ich zwar schon in der 10do Show erzählen müssen, aber die kommt ja erst am Sonntag, daher hier das Ganze schon mal in schriftlicher und etwas ausführlicherer Form. Wir haben damals Resident Evil 2 fürs N64 zu dritt gemeinsam durchgespielt. Es war der perfekte Abend: Ein abgedunkelter Raum, draußen war Gewitter und der Regen prasselte an die Scheibe. Wer die alten Resident Evil Teile kennt, der weiß, dass die Grafik vorgerendert und sehr statisch war. D.h. man konnte eigentlich immer im Vorfeld schon erkennen, wo eventuell der nächste Schocker auf einen warten könnte: Fenster können zerbrechen oder Gitter vor Lüftungsschächten lassen sich wegdrücken. Aber eine Wand schien unzerstörbar. Doch einmal hat Resident Evil mit der Regel gebrochen.

Es gibt da einen Raum, in dem wir ein Rätsel gelöst haben. Auch das Meistern solcher Aufgaben löst oft schon mal die nächste üble Überraschung aus. Aber es geschah nichts. Alles war totenstill. Zu still eigentlich. Aber was sollen wir machen, muss ja weiter gehen. Also haben wir den fensterlosen Raum wieder verlassen. Außen rum befindet sich ein Gang. Es schien friedlich, bis plötzlich mit einem unglaublichen Knall Mr.X, die Vorgängerkampfmaschine von Nemesis, aus dem Raum, aus dem wir gerade kamen, durch Wand in unseren Gang brach. BAM. Wo kam der Sausack so plötzlich her? Wieso kann er durch eine Wand? Wer konnte damit rechnen??? Wir jedenfalls nicht!!

 

Ich erinnere mich daran, wie der Controller durch den Raum flog und wir danach locker eine halbe Stunde brauchten, um uns zu sammeln und bis zum nächsten Speicherpunkt zu bewegen. Danach haben wir das Spiel eine ganze Weile lang nicht angerührt. Ich frage mich, ob jemals ein Spiel diesen Moment noch mal toppen kann. Vielleicht lag es aber auch an dem intensiven Gesamtpaket: dunkler Raum, draußen Gewitter, Fernseher voll aufgedreht und stundenlanges Zocken am Stück. ;)

 


 

Martins Horror-Moment:

 

Vor einigen Jahren machte ich mit meiner Familie Urlaub im Schwarzwald. Ein Bekannter meiner Eltern besitzt in der Nähe von Triberg ein altes Bahnwärterhaus, das er als Ferienwohnung eingerichtet hat. Das Haus liegt abseits des Ortes auf einer Anhöhe, direkt am Waldrand und natürlich unweit der Bahngleise. An diesem Ort abseits der Zivilisation habe ich das erste Mal ein feines Spiel namens Eternal Darkness in meinen GameCube eingelegt. Für Stunden saß ich abends gebannt vor dem Fernseher und merkte gar nicht, dass inzwischen die Nacht angebrochen war. Die Sonne verschwand hinter den Bergen, die Finsternis legte sich wie ein düsterer Schleier über den Schwarzwald.

Normalerweise wurde die Ruhe der Nacht von einigen Güterzügen gestört, die direkt neben dem Bahnwärterhaus in einen Tunnel entschwanden. Aber in dieser Nacht blieb alles still. Doch dann plötzlich ertönte ein ohrenbetäubender Lärm, wie ich ihn nie zuvor gehört hatte. Ohne Vorwarnung riss es mich aus der schaurigen Welt von Eternal Darkness zurück in die Realität.

 

Ich sprang aus dem gemütlichen Bett, rannte zum Fenster, in der Hoffnung, die Quelle des Lärms ausmachen zu können. Was ich dann sah, werde ich Zeit meines Lebens nicht vergessen. Aus dem Tunnel schob sich langsam ein gigantisches Monster. Ein Drache? Funken sprangen tausendfach, der Lärm wurde immer lauter und bedrohlicher. Was war dort auf den Schienen bloß los? Ich weiß nicht wie lange es dauerte bis ich begriff, oder ob es gar mein Vater war, der mir das Phänomen erklärte: es war eine Schienenschleifmaschine.

 


 

Marios Horror-Moment:

 

Da ich ja ein sehr fröhlicher und freundlicher Mensch bin, kam ich bisher noch nicht so wirklich in großen Kontakt mit Horror-Spielen. Alle meine frühen Versuche sind kläglich gescheitert. Die ersten Resident Evil Spiele waren für mich aufgrund der Steuerung unspielbar und von Silent Hill hatte ich als junger Nintendo-Fanboy noch nie etwas gehört. Auch Eternal Darkness konnte mich nicht begeistern, geändert hat sich das jedoch mit Resident Evil 4. Seit dem genieße auch ich diese Spiele und habe daher auch an dieser Stelle eine besonders gruselige Erfahrung mitzuteilen.

Es ist noch gar nicht so lange her, wenn ich mich recht erinnere, müsste es im Februar 2010 passiert sein. Ich saß in meinem Büro und hatte gerade das Testmuster zu Silent Hill: Shattered Memories für die Wii erhalten, mein erstes Spiel der Reihe. Da ich einen ersten Eindruck machen wollte, habe ich auch gleich losgespielt. Da es schon etwas später war und es im Winter immer so schön früh dunkel wird, herrschte die perfekte Stimmung. Ich dunkelte also das Licht ab, legte das Spiel in die Wii ein und begann zu filmen.

 

Ich war sehr gespannt, was das Spiel für mich bereit halten würde, schließlich kannte ich die Reihe bisher noch gar nicht, hatte aber den Film gesehen. Mir war also grob klar worum es geht, also begann ich mit dem Spiel. Da ich nebenbei das Geschehen auch für das Video kommentieren wollte, durfte ich mich nicht allzu tief in die Welt reinziehen lassen, also eigentlich keine guten Voraussetzungen für einen Schock-Moment. Doch dann passierte etwas, das ich mir in meinen schlimmsten Alpträumen nicht vorgestellt hatte.

 

Links neben mir begann auf einmal jemand zu sprechen, ich schreckte hoch und blickte mich langsam um... Wer war das? Wo kam er auf einmal her? Was wollte er? Aus dem Augenwinkel erkannte eine Person mit dunklen Haaren, er trug ein blaues T-Shirt und hatte ein fieses Grinsen aufgesetzt. Seine Augen waren von dunklen Ringen umgeben, die Augen eines Massenmörders. Während sich mein Kopf weiter drehte, erkannte ich, dass auf seinem T-Shirt ein Spruch stand: „Die, Mario, Die“. Oh Gott, wollte er mich etwa töten? Ich hob meinen Kopf und blickte in die Augen von Martin, der neben mir saß und das Video zusammen mit mir moderieren wollte.

 


 

Marcs Horror-Moment:

 

Horror- und Gruselspiele aller Art gehören definitv zu meinem Lieblingsgenre, bzw. zu meinem favorisierten Stilmittel in Sachen Athmospäre und Stimmung. Und auch wenn auf den ersten Blick die Konkurrenz-Konsolen mehr der "erwachsenen" Software beherbergen, hatten wir in der Vergangenheit tolle Titel auf den Systemen von Big N. Highlights sind für mich noch immer Spiele wie das Remake vom ersten Resident Evil, das mit dichter und unglaublich schaurig schöner Stimmung begeisterte. Wem fallen nicht sofort Momente ein, wie der durch die Scheibe springede Köter oder plötzlich hinter einem her rennende Zombies - die in der Vergangenheit des Spiels nur träge herumschlichen. Mittlerweile alte Hüte, beim ersten Erlebniss allerdings definitive Pulsbeschleuniger.

Eternal Darkness faszinierte mich neben der tollen Story vor allem durch die kreativ-verstörenden Effekte, die gefakten Fernseh-Störungen sind bis heute großartig! Ein weiterer persönlicher Meilenstein war Shadow Man für das N64. Morbide Optik, eine epische Geschichte, abwechslungsreiches Gameplay, viel Blut und für Modulzeiten eine geniale, deutsche Sprachausgabe.

 

Meinen schlimmsten Schockmoment hatte ich allerdings vor der Xbox 360. Im heimischen, abgedunkelten Spielezimmer steuerte ich Isaac durch das weit fortgeschrittene Dead Space. Die Surround Anlage trug natürlich zur gruseligen Situation bei und da mir der Angstschweiß schon auf der Stirn stand, schaltete ich das Licht im Flur an, um mich etwas sicherer zu fühlen. Schließlich könnte ja ein Monster in der Wohnung herumschleichen und Menschen scheinen es ja angenehmer zu finden, wenn man dieses dann kurz zuvor dank Beleuchtung sieht... Ich spielte also weiter und glitt immer tiefer in die beklemmende und düstere Stimmung ab. Schließlich steuerte ich in einen großen dunklen Raum. Erleichterung, denn zum Ende des Raumes waren bereits die grausigen Gegner auszumachen und somit war die Situation geklärt und vom Gefühl halbwegs entspannt. Nach dem fachmännischen Zerstückeln der Gegner, bewegte ich mich noch etwas im dann gesicherten Raum und sammelte die Items ein, als mit einem Schlag ein grässlich, verzerrtes Lachen hinter meinem Rücken erklang! Ich war völlig perplex und entsetzt, da ich die Töne einfach nicht vom bisherigen Gameplay kannte. In den ersten Sekundenbruchteilen wähnte ich eine scheussliche Hexe in meinem Zimmer welche, hinter meinem Rücken kauernd, in mein Ohr kichert.

 

Glücklicherweise war dem aber nicht so. Der Protagonist des Spiels hatte lediglich eine "Erscheinung" seiner Freundin Nicole, die hier als Stimmungsmittel perfekt eingesetzt wurde. Die Surround Anlage lieferte in dem Moment auch hervorragende Arbeit und trug bestens zum Schock bei. Ich drückte so schnell es ging auf die Pausetaste, musterte ausführlich das Zimmer und musste mich dann erstmal mit einem ausführlichem Gang durch die erleuchtete Wohnung entspannen. Im Leben eines Spielers gibt es doch immer wieder Erfahrungen, die in Bezug auf angenehmes und komfortables Zocken eindeutig grenzwertig sind...

 


 

Lukas' Horror-Moment:

 

Normalerweise halte ich mich von Horror-Spielen oder -Filmen fern. Ich habe ein Nervenkostüm aus Papier und solche Filme oder Spiele machen mich einfach nur paranoid. Doch manchmal passiert es, dass da ein Spiel daher kommt, das mein Interesse erweckt. Und so fand ich mich zur tiefsten Vorweihnachtszeit gemeinsam mit meinem Bruder vor unserem PC mit einem Exemplar von "Shadowman" wieder. Ein Action Adventure, in dem man als französischer Gott des Todes und König der Unterwelt einer Verschwörung von bereits verstorbenen Massenmördern auf die Spur kommen muss, die... was sie wollten, habe ich nicht mehr auf dem Schirm. Tatsächlich war das Spiel auch nicht besonders gruselig, bis auf diesen einen Moment.

Als Gott der Unterwelt ist man nämlich trotzdem noch sterblich im Diesseits und das ist der Ort, an dem sich die Verschworenen aufhalten. Nur mit einer recht nutzlosen Pistole und einer schwachen Taschenlampe beleuchtet musste ich also als Sterblicher durch eine dunkle, scheinbar verlassene Villa laufen, in der Hoffnung, dass mich mein Feind nicht findet.

 

Doch so verlassen schien die Villa gar nicht zu sein, denn die ganze Zeit war eine Stimme zu hören, die Stimme einer Frau, die verzweifelt von einer Begegnung mit einem Mann berichtete. In der Dunkelheit war dies mein einziger Wegweiser und so war mir alles egal: Ich musste diese Frau finden. Statt dessen lief ich allerdings einigen Hunden in die Arme, welche schon danach dürsteten mich zu zerfleischen. Also rannte ich, die Stimme wurde lauter und als vor mir eine Tür erschien, freute ich mich darauf, endlich einen anderen Menschen zu treffen!

 

Bis ich sah, dass nur ein paar vermoderte Leichen auf ein paar Stühlen saßen, mit einem Kassettenspieler um den Hals. Und in dem Moment, in dem auch sie aufstanden um mich zu attackieren, war nur noch das Pausenmenü zu sehen - und der Mauspfleil, der schnell auf die "Spiel beenden" Option zuschlenderte.

 

Und nun wollen wir gerne euer größten Schock-Erlebnis erfahren. Teilt uns das und gerne auch eure Horror Top 3 doch einfach im Forum mit.


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