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N-Zyklopädie

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Metroid Prime 3 Tagebuch - Tag 5

02.11.2007

Autor: Gunnar Schreiber

 

Tag 5

 

Das Schicksal der beiden Kopfgeldjäger Rundas und Ghor wurde ja mittlerweile geklärt. Unklar ist noch, was mit der Formwandlerin Gandrayda geschehen ist, die beauftragt wurde den Heimatplaneten der Piraten zu observieren. Dabei ist aber nicht Zebes gemeint, den man bisher als Heimatplanet kannte, sondern ein anderer Himmelskörper. Die Piraten scheinen also mittlerweile mehrere Planeten ihr zu Hause zu nennen. In einem letzten Funkspruch, bevor der Kontakt abbricht, offenbart Gandrayda einige brisante Infos. So ist auch der Piratenplanet von einem Leviathan getroffen wurden. Im Gegensatz zu anderen Völkern scheinen die Piraten aber diesen nicht zu verteufeln, sondern fördern die Ausbreitung des Phazons. Aber was sind ihre Absichten? Um genau das herauszufinden und die Invasion der Flotte der Galaktischen Förderation vorzubereiten, wird Samus vorausgeschickt. Samus landet also mit ihrem Schiff mitten in der Höhle des Planeten.

 

Der Piratenplanet ist dabei aus humanoider Sicht ein sehr lebensfeindlicher Ort. Alles ist in düsteren, leicht rötlichen Tönen gehalten. Technische Anlagen wie Kräne, Förderbänder oder Züge, die auch als Fortbewegungsmittel zwischen den einzelnen Arealen dienen, bestimmen das Aussehen. Samus bewegt sich größtenteils durch enge, industrielle Anlagen, die ein beklemmendes Gefühl wie in den 2D Metroid Tagen auslösen. In den wenigen Außenarealen kommt sie zunächst nicht weiter, da extrem saurer Regen ihr Schaden zufügt. Ein Upgrade für den Anzug scheint also Pflicht zu sein. Während Samus in den ersten Minuten noch als Morphball ungesehen durch die Gänge rollen kann, wird sie doch recht bald entdeckt und fortan warten fiese Piraten und Metroids in fast jedem Raum auf die Kopfgeldjägerin. Da es sich bei den Piraten auf dem Heimatplaneten zumeist um Kommando- oder Elitepiraten handelt, sind diese ausgestattet mit allerlei Schnickschnack wie Teleporter oder Unsichtbarkeit und stellen Samus vor einige Probleme. Aber auch hier hilft der Hypermodus aus fast jeder brenzligen Situation.

 

 

Es stellt sich an dieser Stelle auch schon heraus, dass es wohl ein Fehler war, als erfahrener Metroid Spieler das Spiel auf dem Schwierigkeitsgrad „normal“ zu starten. Denn während diese Stufe in den Vorgängern noch recht fordernd gewesen ist, stellen die Gegner in Prime 3 fast keine Bedrohung dar. Das liegt allerdings nicht daran, dass diese weniger Energie oder künstliche Intelligenz spendiert bekommen haben, sondern vielmehr daran, dass man durch die neue Steuerung viel schneller und besser zielen und durch den extrem starken Hypermodus die Widersacher viel leichter eliminieren kann. Ich rate deshalb jedem Veteranen auf den gleichnamigen Schwierigkeitsgrad anzufangen.

 

Zurück zum Spielverlauf: Nach einiger Zeit entdeckt Samus den X-Ray Visor. Mit diesem hat sie einen Röntgenblick. Sämtliche irrelevanten Objekte werden grau dargestellt, während zum Beispiel Feinde in einer schicken Infrarotansicht daherkommen. Das sieht nicht nur äußerst cool aus, sondern ist auch verdammt praktisch, da sich für das normale Auge unsichtbare Gegner oder versteckte Schalter sehen lassen. Besonders cool ist, dass man ihren Arm und die  Feuerhand innerhalb des Beams sieht. Jedes Mal wenn sie den Beam betätigt, sieht man, wie der Abzugsfinger sich bewegt. Ein einfaches, aber geniales Detail. Überhaupt gehörte der X-Ray Visor schon im ersten Teil der Trilogie zu meinen liebsten Visoren und ich bin wirklich froh, dass die Entwickler den für das letzte Abenteuer noch mal ausgepackt haben.

 

In der Piratenfestung ist es auch besonders ratsam alle Storyelemente zu scannen. So erfährt man nämlich, dass die Piraten doch nicht ganz freiwillig dem Phazon erlegen sind. Denn als sie einen Frachter mit besagter Substanz stahlen, wussten sie allerdings nicht, dass sie im Frachtraum auch die in eine Starre verfallene Dark Samus transportierten. Samus dunkles Ebenbild erwachte wenig später und tötete fast die gesamte Crew der Piraten. Andere wiederum brachte sie, wie die anderen Kopfgeldjäger, unter ihre Kontrolle und befehligte ihnen, den Leviathan auf dem Planeten zu dulden und für die Phazonausbreitung zu sorgen. Es kam zu Kämpfen unter den Piraten, bis die letzten, die den Plan der Dunklen Samus durchschauten, vernichtet oder besessen waren. Es stellt sich also heraus, dass auch die Piraten ein Opfer des Phazons sind und die Allianz mit Dark Samus alles andere als auf freiwilliger Basis erfolgte. Diese Erkenntnis nutzt unserer Heldin allerdings reichlich wenig, denn sie muss sowohl die Piraten als auch die Phazonwesen bekämpfen.

 

Als sie weiter in der feindlichen Basis vorankommt, erhält sie plötzlich einen codierten Funkspruch eines Soldaten der Galaktischen Förderation. Dieser wurde bei dem Angriff auf Norion gefangen genommen, konnte nun aber fliehen. Er bittet um Hilfe und bietet Infos über ein Upgrade des Anzuges an, um eine Säureresistenz zu erlangen. Allerdings sind die Piraten dem Soldaten auf den Fersen. Wird Samus ihn rechtzeitig erreichen und retten können? Das erfahrt in Teil 6 und dem letzten Eintrag des Tagebuches.


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