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Metroid Prime 3 Tagebuch - Tag 3

29.10.2007

Autor: Gunnar Schreiber

 

Tag 3:

 

Elysia ist eine Himmelsstadt über den Wolken eines Planeten. Erbaut wurde die Stadt ebenfalls von den Chozo, was man sofort an der sehr detaillierten, mit Ornamenten und Verzierungen versehenen Architektur erkennen kann. Überhaupt setzt Elysia grafisch gesehen neue Maßstäbe in Metroid Prime 3. Wer dachte, dass die organische Welt schon Bryyo schon klasse aussah, dem wird hier die Kinnlade runterfallen. Die Weitsicht ist einfach gigantisch und sämtliche Gebäude sehen wunderschön aus. Manche Texturen gleichen schon Gemälden, so zum Beispiel die Bodenelemente, wo ganz viele gemalte Blätter ähnliche Elemente ineinander greifen. Wer braucht schon NextGen Mapping Effekte, wenn man solche Kunst haben kann? Auch der Soundtrack ist passend zu der erhabenen Stimmung und klingt typisch nach Chozo Tempelanlagen.

 

 

Aber zurück zur Geschichte: Samus wird aus drei Gründen nach Elysia gesandt. Erstens soll Ghor sich dort aufhalten und nach den Ereignissen mit Rundas gehen alle fest davon aus, dass auch er von Dark Samus kontrolliert wird. Zweitens befindet sich in der Himmelsstadt die Aurora Einheit 217. Diese wurde ebenfalls bei dem Hackangriff der Weltraumpiraten mit dem Virus verseucht und schreit nun nach dem Antivirus, das Samus verabreichen soll. Und drittens ist auch auf Elysia ein Leviathan gelandet und verbreitet das Phazon rasend schnell.

 

Die Wolkenstadt müsst ihr euch so vorstellen, dass verschiedene Inseln aus Gebäuden in der Luft schweben. Verbunden sind diese entweder mit Bahnen, an denen Samus mit ihrem Grapple Beam entlang gleiten kann, was sehr viel Spaß macht. Falls keine Bahn zwei Inseln verbindet, kann sich Frau Aran im Morphball mittels Kanonen auf die andere Seite befördern lassen. Apropos Morphball: Das erste Upgrade, dass Samus auf Elysia bekommt, ist der Boostball. Danach kann sie mit dem Morphball über kleinere Abgründe boosten, in Halfpipes nach oben kommen oder bestimmte Schalter aktivieren. Auf diese Weise gelangt Samus nach einiger Zeit zu der Aurora Einheit. Juchzt in dem Moment, wo sie den Computer hochfährt, taucht Ghor auf und zerstört einen Großteil der Schaltkreise. Aurora 217 bleibt zwar online und der Virus ist auch verschwunden, aber der Computer hat keinen Zugriff auf das Netzwerk, so dass nicht das Kraftfeld, was den Leviathan schützt, deaktiviert werden kann. Die Lösung liegt aber auf der Hand: Wenn Ghor mit seiner Waffe die Schaltkreise zum Schmelzen bringen kann, dann wird die Waffe auch in der Lage sein, diese wieder zusammenzulöten. Leider dürfte jedem wohl klar sein, dass der Kopfgeldjäger sein Werkzeug nicht freiwillig hergeben wird.

 

Gerade als unsere Heldin sich auf die Suche nach Ghor begibt, kommt auch schon ein Funkspruch ihres Raumschiffes. Dieses wird attackiert und droht erheblichen Schaden zu nehmen. Wie bei Metroid manchmal so üblich, steht das dumme Raumschiff natürlich am anderen Ende der Stadt und es ist auch noch keine weitere Landeplattform frei geschaltet. Da hilft aber kein Jammern, sondern nur die Beine in die Hand zu nehmen. Beim Raumschiff angekommen, werden wir Zeuge, wie Ghor gerade auf diesen rumkloppt wie auf einem zu dicken Schnitzel. Nur der Anblick von Samus scheint ihn noch mehr in Rage zu versetzen, so dass ein heißer Bosskampf beginnt, in dem Ghor natürlich Platz in seinem übergroßen Roboter nimmt. Auch dieser Bosskampf erfordert die richtige Taktik, da die Schwachstellen nur nach bestimmten Herangehensweisen offenbart werden. Da Samus aber die Heldin im Spiel ist und nicht Ghor, ist dieser bald Ghorschichte und unsere Protagonisten kann ab sofort den Plasma Beam nutzen. Mit diesem verschießt sie Feuersalven oder kann eben auch Schaltkreise löten, was sie auch gleich beim Supercomputer macht. Leider ist damit das Problem nicht gelöst, denn die Schutzschilde lassen sich doch nicht so einfach deaktivieren wie gedacht. Was bleibt ist eine gewaltige nukleare Explosion. Da die Generatoren auf der unbewohnten Planetenoberfläche stehen, schiebt Samus moralische Bedenken beiseite, wenn sie denn welche hat und macht sich auf die Suche nach den Bombenkomponenten. Diese scheinen so riesig zu sein, dass angeblich sie selbst sie nicht transportieren kann. Vermutlich wird ihr Raumschiff dazu dienen, aber bisher fehlt dafür die nötige Fähigkeit. Auch auf Elysia kommt sie nicht weiter, weil ihr eine Fähigkeit fehlt. Als Kenner der Serie erkennt man natürlich sofort, dass es sich beim fehlenden Upgrade um die Screw Attack handelt, mit der man entweder mit einem Wandsprung höher gelegene Ebenen erreichen oder über große Abgründe schweben kann.

 

Aurora Einheit 217 rät Frau Aran zurück nach Bryyo zu fliegen, um dort nach dem Upgrade zu suchen. Nun beginnt es also das fröhliche Planetenhopsen. War ja klar, dass es so kommen würde, denn schon beim Wandern über Bryyo sind wir an Türen vorbeigekommen, die sich zu dem Zeitpunkt nicht öffnen ließen etc. Falls es unter den Lesern auch Metroid Frischlinge geben sollte, dann sei denen an dieser Stelle erklärt, dass sich sämtliche Türen, die nicht von Schaltern betätigt werden, in der Serie durch Schüsse auf selbige öffnen lassen. Natürlich brauchen manche Türen bestimmte Waffensysteme, die teilweise erst im Laufe des Abenteuers verfügbar sind, so dass es sich immer wieder lohnt, bereits erkundete Bereiche erneut zu besuchen.

 

Also zurück nach Bryyo und alle Türen ausprobieren, die sich mit dem gerade bekommenen Plasma Beam öffnen lassen. Das überraschende ist, dass sich diesmal nicht nur einzelne Räume frei schalten lassen, sondern vielmehr ganze Areale. War Samus bisher auf der Sonne zugewandten Seite des Planeten unterwegs, der auch durch große Hitze gekennzeichnet ist, findet sie nun hinter einer bisher verschlossenen Tür einen Teleporter. Sobald sie diesen betritt, ist sie plötzlich auf einem anderen Teil von Bryyo. Klirrende Kälte, verschneite Umgebungen und tanzende Schneeflocken lassen hier fast schon vorweihnachtliche Stimmung aufkommen. Leider ist die Schneewelt bisher recht klein (bitte lass das nicht alles gewesen sein), so dass Samus recht bald einem gigantischen erstarrten Steingolem begegnet, der auf seiner offenen Handfläche die Screw Attack präsentiert.

 

Gerade, als Frau Aran den Teleporter zurück zur warmen Seite von Bryyo passiert hat, erhält sie einen Funkspruch. Das Transportschiff Valhalla, das die Weltraumpiraten vor Wochen gekapert hatten, um in den Besitz einer Aurora Einheit zu kommen, wurde in einem Asteroidenfeld entdeckt. Samus erhält den Auftrag, sofort die Valhalla zu erkunden und nach Hinweisen zu suchen, was die Piraten genau vorhaben. Wie schnell sich doch die Prioritäten verschieben können. Was wird Samus dort vorfinden? Ist dies vielleicht eine Falle? Das und mehr gibt es im nächsten Tagebucheintrag!


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