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N-Zyklopädie

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Gehirn-Jogging-Workshop

26.06.2007

Autor: Mario Kablau

 

Noch mehr Gehirn-Jogging

 

Was in Japan schon seit einiger Zeit extrem erfolgreich ist, schwappt ein Jahr nach dem ersten Teil nun auch zu uns: Mehr Gehirn-Jogging soll weiter dafür sorgen, dass der Kopf des Nutzers fit und jung bleibt. Außerdem bekommt die Wii eine Umsetzung von Big Brain Academy spendiert, die vor allem durch einen Mehrspieler-Modus überzeugen soll. Doch bevor ich auf unsere neuen Previews verweise, zunächst einige Eindrücke vom Event.

 

Einlass war um 18:30 und los ging es dann gegen 19:00 Uhr mit einer kurzen Einführungsrede von Pressesprecher Stefan Gundelach. Er stellte kurz das Programm des Abends und die zwei Gastredner vor und leitete dann direkt an Claudia Alby weiter. Die selbstständige Management-Trainerin berichtete dann von ihren Erfahrungen und erläuterte die wichtigsten Eigenschaften von Managern in der heutigen Zeit. Diese wurden natürlich verbunden mit Gehirn-Jogging, so dass man auch mal erkennen konnte, warum gewisse Dinge, die das Spiel trainiert, für das Alltagsleben und den Beruf so wichtig sein können.

 

Gehirn-Jogging für Manager

 

In den meisten Fällen scheitern Unternehmen daran, dass sie Talente und Potenziale ihrer Manager falsch oder gar nicht nutzen. Deshalb ist das Training der fluiden Intelligenz und der Auffassungsgabe wichtige Voraussetzungen dafür, dass ein Manager Informationen schneller aufnehmen und besser verarbeiten kann, sowie ihre Urteilskraft stärken und effizient kommunizieren und handeln können.

 

Der erste Vortrag war sehr spannend und gut gemacht, allerdings war es zeitweise etwas schwer, den Zusammenhang zum Gehirn-Jogging zu erkennen. Am Ende hat sie die Kurve jedoch gut bekommen und schloss mit dem Satz: „Wer lernen will, muss spielen dürfen.“

 

Die Gedächtnisweltmeisterin

 

Danach wurde es wirklich spannend: Die 20jährige Gedächtnisweltmeisterin Christiane Stenger erzählte in ihrem Vortrag von ihrem Weg zum Gedächtnistraining, den Auswirkungen auf ihr Leben und den Möglichkeiten, die man sich dadurch eröffnen kann. An einem Beispiel zeigte sie eindrucksvoll, dass sie sich in kurzer zeit 20 Begriffe zurufen lassen kann, um diese dann kurz danach fehlerfrei und in der richtigen Reihenfolge wiederzugeben. Natürlich waren alle erstaunt und außer mir traute sich keiner aufzuzeigen, als sie fragte, ob wir glauben, dass wir das auch schnell lernen können. Man muss jedoch dazu sagen, dass ich mich schon vorher ein wenig mit dem Thema befasst habe und somit die Möglichkeiten kenne, die sich durch gezielte Training und die richtigen Methoden ergeben können.

 

Danach erklärte sie uns die so genannte Loci-Methode: Dabei bildet man sich im Kopf eine gewisse Route mit ganz bestimmten Punkten, wir haben als Beispiel eine Route an unserem Körper gewählt: Füße, Knie, Hosentasche, Rücken, Hüfte, Brust, Schultern, Hals, Gesicht und Haare. Sobald man diese Route einmal visualisiert und sich gemerkt hat, muss man nur noch die zu merkenden Begriffe mit den Routenpunkten in einen Zusammenhang bringen, der möglichst außergewöhnlich sein sollte. So war der dritte Begriff zum Beispiel Kaktus und wenn man diesen in Verbindung mit der Hosentasche sieht, dann kann man sich leicht eine gute Kombination vorstellen. Gut ist es auch, wenn man die Verknüpfungen mit Gerüchen, Empfindungen oder anderen Emotionen verbindet, da man sie sich so leichter merken kann.

 

Nachdem wir damit die ersten 10 Begriffe im Kopf hatten, bauten wir die zweite Route, die diesmal durch den Raum ging und lernten die anderen 10. Und schon haben wir uns 20 Begriffe gemerkt und können sie fehlerfrei wiedergeben. Selbst einen Tag danach habe ich sie noch alle drauf. (Beweis: Mikrofon, Nase, Kaktus, Lautsprecher, Lokomotive, Auto, Sommerurlaub, Schraubendreher, Pferdemetzger, Glas, Hubschrauber, Fußball, Videokamera, Regenbogen, Highheels, Primzahl, Kugelschreiber, Taucherglocke, Taxistand, Sahnetorte). Sobald man sich einmal gute Verknüpfungen gemerkt und die Route nur einmal benutzt hat, kann man sich die Begriffe mit dieser Methode beliebig lange merken. Je mehr Routen man gespeichert hat, umso mehr Dinge kann man sich merken. Sie hat damit allen Teilnehmern eindrucksvoll bewiesen, was mit Gedächtnistraining alles möglich sein kann.

 

Im Anschluss daran durften wir dann endlich die neuen Produkte von Nintendo testen. In angenehmer Atmosphäre bei leckeren Häppchen und Getränken haben wir uns dann noch 2 Stunden Zeit genommen, um mehr Gehirn-Jogging und Big Brain Academy für Wii ausführlich auszuprobieren. Unsere Eindrücke könnt ihr in den dazugehörigen Previews finden:

 

Dr. Kawashima's Mehr Gehirn-Jogging

 

Big Brain Academy für Wii

 

Danach haben wir uns dann so langsam verabschiedet und auf den Heimweg gemacht, denn durch die Kurzweil der ganzen Veranstaltung waren schon über 4 Stunden vergangen.

 

Insgesamt hat uns der Event gut gefallen und wir freuen uns schon auf die nächste Einladung.


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