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Interview zu Geheimakte 2: Puritas Cordis

31.05.2009

Anlässlich der Veröffentlichung des Point & Click Adventures Geheimakte 2: Puritas Cordis für Wii und DS hatten wir die Gelegenheit mit René Lange, Producer bei dem Entwickler des Spiels keen games, ein Interview zu führen.

 

 

10do: Kannst du dich bitte kurz unseren Lesern vorstellen?

 

René Lange: Hallo! Mein Name ist René Lange und ich bin Producer bei keen games. Seit über fünf Jahren bin ich in der Spielebranche tätig, davon fast drei Jahre bei keen games in Frankfurt am Main.

 

 

10do: Vor etwa einem Jahr haben wir bereits miteinander gesprochen, damals wegen Geheimakte Tunguska. Nun steht der Nachfolger Geheimakte 2: Puritas Cordis für Wii und DS in den Startlöchern. Was hat sich seitdem verändert?

 

René Lange: Die größte Veränderung ist wohl, dass sich Nina und Max getrennt haben seit dem Ende von Geheimakte Tunguska. *lacht*

Aus technischer Sicht haben wir einige kleine Verbesserungen zum Vorgänger vorgenommen. Beispielsweise wurde die Steuerung von Geheimakte 2 für Nintendo DS weiterentwickelt, so dass es nun möglich ist per Drag & Drop Gegenstände zu kombinieren. Für die Wii-Version wurde z.B. die Hervorhebung der Interaktionsobjekte und -bereiche verbessert. Es gibt auch einige Verbesserungen, die zur Atmosphäre des Spiels beitragen und wahrscheinlich nicht jedem Spieler gleich auffallen, wie z.B. das Parallax-Scrolling, bei dem Objekte im Vordergrund schneller scrollen als Hintergrundobjekte, um ein intensiveres Gefühl von Tiefe zu vermitteln.

Zusätzlich wurden auch mehr Zwischensequenzen integriert als im ersten Teil und wieder sehr schön gestaltete Schauplätze, um die Geschichte bis zum Schluss spannend und interessant zu gestalten.

 

 

10do: Puritas Cordis spielt wenige Monate nach den Geschehnissen in Teil 1 und Nina Kalenkow stürzt abermals unfreiwillig in ein mysteriöses Abenteuer. Ohne zu viel zu verraten, um was dreht sich die Geschichte?

 

René Lange: Wie schon erwähnt haben sich Nina und Max getrennt und Nina versucht Ablenkung auf einer Kreuzfahrt zu finden. Anstatt Erholung zu finden, wird Nina jedoch gleich in das nächste spannende Abenteuer verwickelt, bei dem eine mysteriöse Sekte den Weltuntergang prophezeit. Zur gleichen Zeit ist Max im indonesischen Dschungel unterwegs und wird schließlich mit in die Geschichte hineingezogen. Unfreiwillig müssen beide die Welt vor einer drohenden Apokalypse bewahren, wobei die Handlung sie wieder an sehr interessante Orte führt.

 

 

10do: Ist es zwingend notwendig Tunguska gespielt zu haben, um die Geschichte der Fortsetzung verstehen zu können?

 

René Lange: Nein, es ist nicht notwendig den ersten Teil zu kennen. Die Story bezieht sich nur an ein paar Stellen auf den ersten Teil, speziell auf die Vergangenheit der Hauptprotagonisten, aber selbst hier bekommt der Spieler notwendige Informationen präsentiert, so dass er die Geschichte von Geheimakte Tunguska nicht kennen muss. Beim zweiten Teil handelt es sich also um ein eigenständiges Abenteuer. Deshalb kann man getrost zugreifen.

 

 

10do: Ein besonderes Merkmal des ersten Teils war der flache, aber dennoch ausgeprägte Humor, der von vielen geliebt, aber von manchen auch als störend empfunden wurde. Kommentiert Nina in Puritas Cordis immer noch viele Geschehnisse mit einem flotten Spruch?

 

René Lange: Natürlich hat Nina auch dieses Mal wieder flotte Sprüche und bissige Kommentare auf Lager, was für viele auch den Charme des Spieles ausmacht.

 

 

10do: Beide Versionen basieren auf dem gleichnamigen PC Spiel. War es schwer das Spiel auf die Nintendoplattformen zu bringen? Welche Unterschiede gibt es zwischen der Nintendo DS und Wii Version?

 

René Lange: Die größten Herausforderungen bei der Portierung waren das Übertragen des Scriptings, sprich wann welche Events, Szenen und Dialoge ausgelöst werden, sowie das Übernehmen einiger spezieller grafischen Elementen und Umgebungseffekten. Grund hierfür war die eingeschränkte Performance und Speicherkapazität auf den beiden Plattformen. Vor allem bei der Portierung auf Nintendo DS wurden hier sehr schnell die Grenzen sichtbar. Nichtsdestotrotz haben wir Lösungen gefunden, um alle relevanten Elemente der PC-Version unterbringen zu können, so dass das Spielerlebnis in keiner Weise leiden musste.

Zwischen den Plattformen, sei es PC, Wii oder Nintendo DS, gibt es nur geringfügige Unterschiede, die hauptsächlich auf hardwarespezifische Eigenschaften beruhen. Wie schon erwähnt, wurde grundsätzlich die Steuerung auf die einzelnen Plattformen aufgrund der unterschiedlichen Eingabemöglichkeiten angepasst. Zusätzlich wurden auch einige Rätsel auf die Konsolenversionen zugeschnitten, um vor allem die verschiedenen Eingabemöglichkeiten besser zu unterstützen. Alles in allem ist die Umsetzung von Geheimakte 2 auf allen Plattformen überaus gelungen, womit wir im hohen Maße zufrieden sind.

 

 

10do: Wird es das letzte Abenteuer von Nina gewesen sein oder ist bereits eine Fortsetzung geplant?

 

René Lange: Leider kann ich hierüber keine konkrete Aussage treffen, da ich es ehrlich gesagt nicht weiß. Jedoch kann man sicherlich hoffen, dass es eine Fortsetzung geben wird in Zeiten von Trilogien ;-)

 

 

10do: Gibt es sonst noch was, dass du unseren Lesern mitteilen möchtest?

 

René Lange: Ich wünsche euch allen viel Spaß und spannende Stunden mit Geheimakte 2. Und falls jemand den ersten Teil noch nicht gespielt hat, so kann ich auch diesen wärmsten empfehlen, da auch Geheimakte Tunguska eine tolle Geschichte erzählt und in Sachen Spannung dem zweiten Teil in nichts nachsteht.

 

 

Vielen Dank für das Interview!


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