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N-Zyklopädie

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Castlevania Teil 2: SNES bis PS1

07.03.2009

Autor: Martin Küpper

 

 

Willkommen zum zweiten Teil des großen Castlevania Rückblicks. In Part 2 reisen wir von Super Castlevania IV bis hin zum Serien-Highlight Symphonie of the Night.

 

 

Super Castlevania IV (Super Nintendo)

 

Als das Super Nintendo erschien, warteten die meisten Fans darauf, ihre Lieblingsspiele in besserer Grafik auf dem 16-Bit-System zu sehen. Eines der ersten Titel, der diesen Wünschen folgte, war Super Castlevania IV, welches 1991 erschien.

 

 

Super Castlevania IV ist aber keine Fortführung der NES Triologie, wie es der Titel vermuten ließe, sondern ein Remake von Simons erstem Abenteuer. Die Story bleibt größtenteils unverändert, doch am Spielverlauf hat sich einiges getan. Simon wird hier nicht direkt vor Draculas Schlosstoren abgesetzt, sondern muss sich seinen Weg erst durch verschiedene Stages, wie Höhlen, Villen und Wäldern bahnen, um schließlich das Schloss zu erreichen.

 

Aber auch sonst gibt es einige feine Unterschiede zum Original. So ist es nun auch möglich, die Peitsche diagonal nach oben und unten zu schwingen, was die Kämpfe deutlich vereinfacht. Im Spiel finden sich nun auch einige Haken, an denen man per Peitsche umher schwingen kann. Dazu kommen einige neue Gegnertypen und natürlich die verbesserte Grafik und der aufgewertete Soundtrack.

 

 

Super Castlevania IV ist der perfekte Einstieg in der Serie. Es ist deutlich einfacher als die NES Titel und ist via Virtual Console günstig (800 Wii Points) und einfach zu beziehen. Ein trauriger Fakt am Rande: Dies ist das letzte Castlevania mit Simon als Hauptfigur.

 

 

Dracula X: Rondo of Blood (PC Engine)

 

 

Die ursprüngliche Version des Spiels erschien 1993 für die PC Engine, wurde aber niemals in Europa veröffentlicht. Dank dem PSP Remake Castlevania: The Dracula X Chronicles ist es für uns Europäer mittlerweile aber auch ohne teuren Import möglich Rondo of Blood zu spielen.

 

Das Geschehen findet im Jahre 1792 statt. Wie üblich ist Dracula erwacht und sinnt danach, die Welt in Finsternis zu stürzen. Er erfährt, dass der aktuelle Belmont, Richter Belmont eine Freundin hat. Er beschließt diese, ihre Tochter Maria und einige Dorfbewohner zu entführen. Nachdem Richter Belmont Maria befreit hat, schwört diese Rache und wird somit ebenfalls Vampirjäger. Sie begleitet Richter von nun an in seinem Feldzug gegen den Grafen.

 

Dies erlaubt es, dem Spieler jederzeit zwischen Maria und Richter hin und her zu wechseln. Maria spielt sich mit ihren magischen Attacken dabei deutlich anders als Richter. Die Technik war für damalige Verhältnisse beeindruckend. Das Spiel bietet eine Sprachausgabe und Anime Sequenzen.

 

 

Wie bereits erwähnt, ist dieser Titel in Europa nur als PSP Remake erhältlich. Da PC-Engine Spiele jedoch auch zum Sortiment der Virtual Console gehören, besteht Hoffnung, dass Rondo of Blood bei einem Hanabi-Festival zum Download bereitstehen wird.

 

 

Castlevania: Vampire’s Kiss (SNES)

 

1995 erschien mit Castlevania: Vampire’s Kiss eine zu Rondo of Blood weitgehend inhaltsgleiche Fortsetzung für das SNES, die aber nicht an die Klasse des PC-Engine Titels heran kam.

 

Das Original erschien auf einer CD, während die Fortsetzung auf einem Modul ausgeliefert wurde. Da Module deutlich weniger Speicher fassen konnten (und können), mussten Spieler zahlreiche Kürzungen in Kauf nehmen. Die Anime Sequenzen sind auf ein Minimum gekürzt, während die Sprachausgabe komplett verschwunden ist. Im Gegenzug gibt es zwar einen grandiosen orchestralen Soundtrack, doch die komplett neu gestalteten Levels enttäuschen maßlos, da sie im Vergleich zum Original deutlich linearer und unspektakulärer sind.

 

 

Castlevania: Vampire’s Kiss ist sicher kein schlechtes Spiel, steht aber eindeutig im Schatten des grandiosen Originals.

 

 

Castlevania: Symphony of the Night (PS1)

 

Symphony of the Night gilt bis heute als Meilenstein der Castlevania-Serie und wird von den meisten Fans als das unerreichte Highlight der Serie angesehen. Erschienen ist das Spiel 1997 für die Playtation One. Die überarbeitete Fassung für den Sega Saturn ist nur in Japan erschienen.

 

 

Das Spielgeschehen spielt fünf Jahre nach Rondo of Blood bzw. Vampire’s Kiss (also 1797). Ein dunkler Ritter namens Shaft hat Dracula erneut erweckt, um von seiner Macht zu profitieren. Richter Belmont verschwindet und so zieht Maria aus, um Dracula in seine Schranken zu weisen. Durch diese Ereignisse erwacht Draculas Sohn Alucard, der Jahrhunderte zuvor mit Trevor Belmont gegen seinen Vater kämpfte, aus seinem Schlaf und unterstützt Maria, Draculas Vorhaben zu vereiteln.

 

Ein neues Level-Up-System, ein riesiges Schloss, verschiedene spielbare Charaktere, zahlreiche Waffen und Items zum Sammeln, grandiose Dialoge und die packende Atmosphäre sind nur einige Gründe, warum Symphony of the Night als Serien-Highlight gilt. Einziger Kritikpunkt ist die verhunzte PAL-Anpassung. Das Spiel läuft um 17% langsamer als die US- und JPN-Version und füllt dank fetten PAL-Balken nur 60 Prozent des Screens.

 

 

Wer dieses Erlebnis verpasst, ist selber schuld! Aufgrund der schlechten PAL-Anpassung und des hohen Preises der PS1 Version, solltet ihr aber unbedingt zum Xbox-Live-Remake greifen.

 

Im nächsten Teil unseres Castlevania Rückblicks wagen wir den Schritt in die dritte Dimension und beäugen die GBA-Ableger des Spiels.


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