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N-Zyklopädie

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Wii Zubehör von snakebyte im Test

09.01.2009

Autor: Mario Kablau

 

 

Dieser Artikel befasst sich mit vier aktuellen Produkten aus dem Hause snakebyte, die für die Wii erschienen sind. Zunächst werfe ich einen Blick auf den Remote XS Controller in Kombination mit dem Wireless Motion XS Controller. Dabei handelt es sich um einen Wiimote- und einen Nunchuk-Ersatz, wobei letzterer auch kabellos mit einer (jeder beliebigen) Wii-Fernbedienung verbunden wird. Danach dazu passend eine Ladestation für zwei Wiimotes und zwei handelsübliche AA- oder AAA-Akkus. Den Abschluss macht dann ein Akku für das Wii Balance Board, der zum einen Batterien und zum anderen das Auswechseln von Akkus überflüssig macht.

 

 

Remote XS Controller

 

Die Remote von snakebyte ist natürlich dem Original nachempfunden, allerdings in schickem schwarz gefärbt, was sie deutlich edler aussehen lässt. Ansonsten gibt es natürlich alle Tasten und Knöpfe, die auch die Wii-Fernbedienung von Nintendo hat, selbstverständlich in derselben Anordnung. Vom Design sind sich die beiden generell sehr ähnlich, nur das Steuerkreuz ist modernen gestaltet, was allerdings keine gute Entscheidung war. Das ohnehin schon viel zu kleine Teil wird somit noch ungenauer zu bedienen und macht vor allem bei großen Händen und im NES-Stil Probleme.

 

Die Druckpunkte der übrigen Tasten sind nahezu perfekt, lediglich 1 und 2 sind für meine Begriffe ein wenig zu platt und geben kaum Feedback, wann sie denn nun wirklich gedrückt sind. Das Batteriefach ist ebenso leicht zu öffnen wie beim Original, als kleine Ergänzung ist ein Loch im Deckel, durch den man den SYNC-Knopf auch bei geschlossenem Batteriefach erreichen kann. Da aber im Zweifel schneller der Deckel entfernt als ein langer Spitzer Gegenstand gefunden ist, bringt das keinen Vorteil. Gänzlich unsinnig wird das Loch, wenn man eine Jacke um die Remote macht.

 

Insgesamt eine gute Fernbedienung, die zwar nicht günstiger ist als das Original, dafür aber schwarz und damit extrem schick ist. Wer sich aus der Masse abheben will und nicht so oft NES-Titel mit der Remote spielt, der kann ruhigen Gewissens zuschlagen.

 

Note: empfehlenswert

 

 


 

Wireless Motion XS Controller

 

Wie auch die Remote kommt dieser Nunchuk-Klon in schickem schwarz daher und hat die Besonderheit, dass er sich kabellos mit jeder beliebigen Wii-Fernbedienung verbinden lässt. Dazu gibt es einen kleinen Empfänger, den man einfach an die Unterseite des Hauptcontrollers steckt und schon kann es losgehen. Vor allem für bewegungsintensive Titel ist das eine wahre Wonne, da kein Kabel mehr störend in die Quere kommt. Das hat natürlich zur Folge, dass man ein weiteres Paar Batterien braucht, um den Zusatzcontroller überhaupt benutzen zu können. Um Platz zu sparen kommen hier AAA-Stromspeicher zum Einsatz, was für mich den Kauf neuer Akkus bedeutete, da ich in dieser Größe keine hatte. Über ein leicht zu öffnendes Fach auf der Rückseite sind sie schnell eingelegt. Nervig ist, dass man keine Möglichkeit hat, den Ladezustand zu überprüfen und somit in der Regel erst weiß, dass der Saft dem Ende entgegen geht, wenn es bereits zu spät ist.

 

Das Design hebt sich etwas vom Original ab. Wegen der benötigten Batterien ist der XS Controller etwas größer und klobiger. Außerdem sind Z und C beide rechteckig, was eine kleine Umgewöhnung ist, wenn man eckig und rund gewöhnt ist. Dafür ist der Strick wesentlich besser verarbeitet und man muss hier keine Angst haben, ihn irgendwann versehentlich ins Gehäuse zu drücken. Trotz der Batterien ist er nur unwesentlich schwerer, so dass man die gewonnene Freiheit uneingeschränkt genießen kann.

 

Da er kabellos angeschlossen wird, ist er mit knapp 30 Euro etwas teurer als das Original, aber diese Freiheit lohnt sich, denn das Spielerlebnis ist so deutlich besser, egal ob man sie wirklich braucht. Alleine den Nunchuk einfach mal ablegen zu können und nicht immer das Kabel abziehen zu müssen, ist einfach genial. Allerdings passt mit Empfänger die Jacke auch nicht mehr und mit Wii MotionPlus ist fraglich, ob man den Empfänger noch anstecken können wird.

 

Note: sehr empfehlenswert

 

 


 

Charging Cradle für Wii

 

Der Markt der Ladenstationen für Wii-Fernbedienungen ist mittlerweile auch fast schon überschwemmt. Diese von snakebyte hat jedoch zwei Besonderheiten, die sie vom Markt abhebt. Erstens steckt man sie zum Laden nicht an einen USB-Anschluss, sondern direkt an das Netzteil der Wii. Dazu steckt man den Adapter an das Ende des Netzteilkabels und diesen dann in die Wii. So lädt die Station auch dann, wenn die Wii ausgeschaltet ist. Zweitens kann man neben zwei der speziellen Akkus auch zwei normale AA- und AAA-Akkus aufladen.

 

Die Station hat in der Mitte ein Fach für die handelsüblichen Batterien und links und rechts daneben sind Fächer für die Wiimote-Akkus. Davon ist zwar nur einer dabei, aber durch zwei Kontakte, kann man ihn sowohl eingebaut als auch lose einstecken und aufladen. Kleine Lampen geben Hinweis darüber, wann ein Akku geladen wird und wann er voll ist. Dazu leuchtet das ganze Gehäuse in schickem blau, wenn es in Betrieb ist. Der mitgelieferte Akku ist mit 900 mAh etwas schwach auf der Brust und steckt daher bei umfangreichem spielen, vor allem zusammen mit Wireless Nunchuk, ziemlich oft in der Station. Wegen der Lademöglichkeit auch bei ausgeschalteter Konsole ist das jedoch kein großes Problem, tut aber der Lebensdauer mit Sicherheit keinen guten Dienst. Blöd ist, dass die Station immer blau leuchtet, wenn Strom auf dem Wii-Netzteil ist. Will man die Konsole also wegen WiiConnect24 auf im Standby-Modus lassen, dann leuchtet es ununterbrochen blau.

 

Zusammenfassend ist diese Station leider nicht wirklich zu empfehlen, vor allem weil sie mit 30 Euro recht teuer ist. Handelsübliche AA-Akkus sind meiner Meinung nach einfach besser für die Wii-Fernbedienung geeignet, da sie flexibler einsetzbar sind und auch mehr Power haben können. Da man zum Laden die Jacke eh ausziehen muss, kann man auch gleich auf einen solchen Akku verzichten. Vor allem ist blöd, dass nur ein Einbau-Akku dabei ist, aber zwei Slots zum gleichzeitigen laden; sehr seltsam...

 

Note: bedingt empfehlenswert

 

 


 

Play & Charge Kit - Balance Board

 

Das Akku-Set für das Wii Balance Board von snakebyte verfügt über 1.000 mAh und ein 3 Meter langes USB-Ladekabel, mit dem man auch im Betrieb laden kann. Wie die Konkurrenzprodukte in diesem Bereich ist die Verarbeitung top, der Einbau kinderleicht und alles sitzt sicher und fest. Durch das abgeknickte Anschlusskabel, kann man den Akku auch laden, während man auf dem Board drauf steht und spielt, feine Sache. Voll geladen soll er laut Herstellerangaben etwa 20 Stunden halten, erreicht habe ich diesen Wert in der Praxis nicht, aber das hängt sicher auch vom Spiel ab. Bei Skate It und Shaun White ist es ja schließlich im Dauereinsatz und somit auch schnell leer. Da man aber dauerhaft laden kann, ist das gar kein Problem, vor allem durch das extralange Kabel.

 

Positiv anzumerken ist dem snakebyte-Produkt, dass es sich um einen Lithium-Ionen Akku handelt, während die Konkurrenz meist NiMH Produkte verbaut, die anfällig gegenüber den so genannten Memory-Effekt sind, wenn sie nicht regelmäßig komplett entladen werden.

 

Ich kann jedem den Kauf eines solchen Akkus generell nun empfehlen, welches Produkt man kauft, ist eigentlich egal, da alle in etwa gleich gut sind. Mit 1.000 mAh spielt dieser in der höheren Liga, was natürlich ein Kaufargument ist. Von großem Vorteil ist auch, dass es ein L-Ion Akku ist, ganz übertrumpfen kann das jedoch nicht, dass manche Produkte dreimal so viel Power und damit dreimal so viel Stehvermögen haben.

 

Note: empfehlenswert

 

 

 

Vielen Dank an Sunflex Europe für die Bereitstellung der Testmuster.


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