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N-Zyklopädie

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Test des X-OOM Media Center für Wii 2.0

09.11.2008

Autor: Gunnar Schreiber

 

 

Die Wii bietet zwar schon viel mehr Multimediamöglichkeiten als alle Nintendokonsolen zuvor, dennoch fehlen jede Menge Applikationen, die auf anderen Systemen längst Standard sind, wie beispielsweise ein DVD Laufwerk, was auch Film- und Musikabspielträger liest. Damit auch Wii Besitzer in den Genuss eines Multimediacenters kommen, bringt die Firma bhv das X-OOM Media Center 2.0 auf den Markt. Die Featureliste klingt zunächst auch wirklich beeindruckend: Direkter Zugriff via LAN oder WLAN auf alle Musik- Foto- oder Filmdateien vom eigenen Rechner, Unterstützung der bekanntesten Dateitypen von JPG bis hin zu WMV oder MP3, Zugriff auf über 1000 Web Radio- und Fernsehkanäle, extra Suchfunktion für Youtube, MySpace etc. Videos und und und.

 

Aber wie funktioniert das Ganze? Zunächst einmal muss man die mitgelieferte Software auf dem eigenen PC installieren. Als Mindestanforderung gibt der Hersteller ein System mit Windows 2000/XP/Vista, CPU 1,5GHZ, 512MB RAM und 500MB freien Festplattenspeicher an. Die Installation ist dabei tatsächlich kinderleicht und geht in wenigen Minuten vonstatten. Einmal das Programm gestartet, fällt sofort die übersichtliche und bedienungsfreundliche Oberfläche auf. Ein Assistent startet sich von alleine und wenn man die angegebenen Schritte befolgt, ist das Mediacenter auch schnell einsatzbereit. Zumindest solange alles funktioniert, aber dazu gleich mehr.

 

Grundsätzlich teilt sich die Software in die Bereiche Videos, Filme, Musik, Fotos, Web TV, Web Radio, RSS Feeds und Podcasts auf. Der Assistent wählt nach und nach die einzelnen Bereiche aus, so dass man nur die jeweiligen Ordner auf der eigenen Festplatte zuweisen muss, in denen nach den entsprechenden Dateien gesucht werden soll. Man kann alternativ aber auch die ganze Festplatte nach sämtlichen Mediadateien scannen lassen. Je nach Anzahl der Dateien dauert der komplette Scan zwischen wenigen Minuten und teilweise bis zu einer halben Ewigkeit. Hier trat auf einem XP Rechner – wir haben die Software auf mehreren Systemen getestet (XP und Vista) – das Problem auf, dass der Scanvorgang an einer Stelle pausierte und somit nie beendet wurde. Selbst, wenn andere Ordner als Quelle angegeben wurden, änderte sich an der Situation wenig. Besonders ärgerlich dabei ist, dass das Mediacenter, solange der Scanvorgang nicht abgeschlossen wurde, quasi unbrauchbar ist, da so nur ein Teil der Dateien angezeigt werden, diese auch nur unbeschriftet und unsortiert sind. Ob das Problem nun an XP liegt oder an der Ordnerstruktur oder der Anzahl der zugewiesenen Dateien, lässt sich nur mutmaßen. Die Firma bhv verspricht aber, regelmäßige Updates zur Software zu veröffentlichen, so dass sich etwaige Probleme auch schnell erledigen könnten.

 

Unter Windows Vista gab es diesbezüglich keine Probleme. Der Scan der zugewiesenen Dateien war erfolgreich. Aber wie kommt nun die Wii ins Spiel? Ganz einfach: Ihr startet das Programm auf eurem PC, der am besten mit einem WLAN Router, welcher auch mit der Wii in Kontakt steht, verbunden ist. Nun schaltet ihr die Wii ein, öffnet der Opera Browser und surft auf die angegebene X-OOM Webadresse. Sofort startet sich das Mediacenter und ihr seht eine Benutzeroberfläche, die frappierend an das Mediacenter von SONY auf der PS3 und PSP erinnert. Ihr könnt nun die verschiedenen Bereiche auswählen und sämtliche eurer vorab gescannten Dateien anschauen oder anhören. Verschiedene Filter wie Genre, Alphabet, Regionen etc. helfen bei der Suche. Neben den einfachen Titeln gibt es oft auch praktische Nebeninformationen z.B. aus welchem Jahr, von welchem Album der gerade laufende Song stammt.

 

Lobenswert ist auf jeden Fall auch die Vorauswahl an Web Radio und TV Stationen. Man kann zum Beispiel einfach GIGA auswählen und die Sendung anschauen. Im Prinzip funktioniert das alles gut und erfüllt seinen Zweck. Die Qualität ist allerdings stark davon abhängig, wie gut eure Verbindung zum PC ist. Wenn jedes Menü, jede Datei, jeder Stream erstmal länger laden muss, bevor man was zu sehen oder hören bekommt, ist der Genuss schnell dahin. Schade ist auch, dass z.B. laufende Musikdateien nicht zwischengespeichert werden. Wechselt man die Unterkategorie, wird der aktuelle Song sofort abgebrochen, obwohl man sich immer noch im Musikbereich befindet. Da man aber auch Favoriten und eine Playlist festlegen kann, ist diese Sache eventuell zu verschmerzen.

 

Aufgrund der Tatsache, dass die Software bei einem Testrechner nur unzureichend funktioniert hat, während sie auf anderen ihren Dienst erfüllte, werden wir keine Bewertung geben. Wer auf der Suche nach einem Mediacenter für Wii ist, kann aber einen Blick riskieren. Denn funktioniert die X-OOM Software, dann ist sie durchaus eine Alternative zu anderen Methoden.

 

 

Wir danken bhv für die Bereitstellung des Testmusters!


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