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The Legend of Zelda: Twilight Princess Tagebuch - Tage 7-9

26.12.2006

Autor: Mario Kablau

 

Tag 7 (Spoiler: Bis nach dem siebten Dungeon)

 

Ganz hoch hinaus

 

Kaum hat Link den Tempel der Zeit verlassen, verliert der Kopierstab seine magischen Fähigkeiten und ist damit nutzlos. Es muss wohl daran liegen, dass er die Alte Zeit wieder verlassen hat und nun ohne die Hilfe des göttlichen Zauberstabes weiter machen muss. Wie schon erwähnt, liegt sein nächstes Ziel ganz hoch oben über den Wolken. Leider weiß keiner so recht, wie man die Stadt erreichen kann.

 

 

Zumindest noch nicht, denn ein Bewohner Hylias erforscht schon lange das Volk, das in dieser Stadt leben soll. Link trifft ihn an der Ruine unterhalb von Kakariko und gemeinsam versuchen sie den Weg in die Stadt zu finden. Doch auch nachdem sie aus einem uralten Buch vorlesen, dessen Sprache sie nur lesen, aber nicht verstehen können, öffnet sich das Portal nicht. Es passiert jedoch etwas mit dem Kopierstab: Er erhält seine Funktion zurück und die braucht Link nun auch, denn er muss 6 Statuen aufsuchen, da bei ihnen angeblich das Geheimnis begraben sein soll, mit dem man das Buch der Kumulaner lesen kann.

 

 

Kaum ist das geschafft, kehrt Link zurück zur Ruine und mit den neu hinzugewonnenen Kenntnissen lässt sich das Portal öffnen und der Weg zur Stadt in den Wolken scheint gefunden.

 

An dieser Stelle muss ich leider erwähnen, dass das Spiel hier einen dicken Fehler hat: Wenn man speichert, nachdem man den Raum mit der Kanone betritt und das Spiel beendet, dann kann man das Spiel nicht weiter spielen, da der Helfer nach dem Neuladen verschwunden ist. Also: Bitte nicht an dieser Stelle speichern, denn sonst muss man wieder ganz von vorne anfangen!

 

Jedoch ist die Kanone, die Link in die Lüfte befördern könnte, defekt und muss zunächst repariert werden. Und wer könnte das wohl besser als der alte Kanonenbesitzer am Hylia See? Doch seht selbst:

 

Video 1 zu dieser Szene / Video 2 zu dieser Szene

 

 

Noch höher hinaus

 

Kaum ist Link in der Stadt angekommen, stellt man fest, dass auch dieser Tempel nur wenig mit denen aus vorherigen Zelda-Spielen gemeinsam hat. Die Stadt schwebt tatsächlich in der Luft und es gibt nicht an jeder Stelle festen Boden unter den Füßen, so dass es viele tückische Bereiche gibt, in denen der Held leicht abstürzen könnte.

 

 

Doch zum Glück hat er ja den Fanghaken, mit dem er sich an diversen Stellen festhalten kann. Das Problem ist nur, dass er, wenn er sich mit dem Fanghaken festhält, nur dort verweilen oder loslassen kann. Doch das ändert sich nach dem er den Miniboss besiegt hat und von ihm einen zweiten Fanghaken bekommen. Kombiniert mit dem, den Link bereits besitzt, hat er nun einen Doppelhaken und kann sich von einem Punkt in der Luft zum nächsten ziehen.

 

 

Natürlich wird von dieser neuen Fähigkeit im Folgenden sehr stark Gebrauch gemacht, so dass man ab sofort in diesem Tempel ganz andere Möglichkeiten hat. Hoch in der Luft hangelt sich Link durch den genial konstruierten Palast und klettert dabei immer höher. Insgesamt kann man sagen, dass auch dieser Dungeon große Anerkennung verdient, denn das Design ist frisch, unerwartet und schlicht genial. Nicht selten gibt es wirklich knackige Passagen, die man mit den alten Denkmustern aus früheren Zelda-Spielen nicht lösen kann. Doch die Abwechslung tut dem Spiel richtig gut und dieser Tempel hat mir mehr Spaß gemacht als jeder andere.

 

Vor allem der Boss hier hat es wirklich in sich. In der ersten Phase bleibt Link noch recht nah am Boden. An zwei Säulen kann er sich ein paar Meter hoch ziehen, um so den Drachen zu erreichen. Doch nach ein paar Treffern fliegt der Gegner noch höher und fängt an Feuer zu speien. Nun muss sich der Held an den Säulen bis ganz nach oben hangeln und dann an ein paar fliegenden Pflanzen hängen und um den Drachen herum kommen, um sich von hinten an ihn heran ziehen zu können.

 

Nicht nur, dass dieser Kampf wirklich Spaß macht, er ist auch noch einer der gefährlichsten, denn man muss schnell sein und darf die Höhe und den Gegner niemals aus den Augen verlieren. Dennoch wird es nie hektisch, außer wenn man Höhenangst hat, denn der Kampf findet wirklich ziemlich weit oben statt. Doch auch hier lasse ich nun lieber Bilder als weitere Worte sprechen:

 

Video zur ersten Phase / Video zur zweiten Phase

 

Nun hat Link also den letzten Teil des zerstörten Schattenspiegels gefunden und kann endlich in die Schattenwelt eintreten, um den bösen König zu bekämpfen. Vom vielleicht letzten Teil von Links Reise werde ich dann beim nächsten Mal berichten.

 


 

Tag 8 (Spoiler: Bis nach dem achten Dungeon)

 

Rettung der Schattenwelt

 

Bisher gab es immer einiges zu tun, wenn Link einen Dungeon beendet hatte, bevor er den nächsten betreten konnte. Gegen Ende des Spiels ist das allerdings nicht mehr so. Kaum hat Link die 3 Fragmente des Schattenspiegels gefunden, kehrt er zum Wüstenpalast zurück und setzt das Puzzle zusammen. Gemeinsam mit seiner Begleiterin Midna besucht er nun erstmals selbst das Schattenreich, um dem bösen König den Garaus zu machen. In einer extrem stimmungsvollen Szene wird der Spiegel aktiviert und so der Weg zur finalen Hürde geebnet. Doch in dieser dunklen Welt wird es der Held nicht leicht haben.

 

 

Dort angekommen stellt Midna entsetzt fest, dass mit den Bewohnern ihrer geliebten Heimat etwas Schreckliches passiert ist. Sie sind alle wie eingefroren und stehen nur stumm im Weg rum. Irgendetwas muss der Schattenkönig damit zu tun haben, denn das Volk war es, das ihm die vollständige Herrschaft über ihre Welt verwehrte, indem es ihn nicht anerkannte. Damit scheint er sich gerächt zu haben.

 

Zum Glück hat Midna direkt eine Idee parat, wie man die Bewohner heilen könnte. Link muss nur die zwei Lichtkugel finden, die sich in den zwei Flügelns des Palastes verstecken. Das klingt leichter gesagt als getan, denn es stellen sich ihm brutale Wesen in den Weg und das ganze Schloss ist von Schattenwolken durchzogen, die Link sofort in einen Wolf verwandeln, wenn er ihnen zu nahe kommt. Doch natürlich lässt er sich davon nicht aufhalten und hält schon bald die erste der zwei Kugeln in seinen Händen.

 

 

Leider ist es nicht so einfach wie gedacht, denn die Kugeln werden von einer unzerstörbaren Kraft bewacht. Der einzige Weg, dieser Kraft zu entkommen, ist listig zu sein. Mit ein paar gezielten Schwerthieben kann man die Hand für kurze Zeit außer Gefecht setzen, um die Kugel dann in eine Öffnung zu legen, die den Weg nach draußen freilegt. Nun muss Link nur noch in die Nähe des Ausganges laufen und die Kugel mit seinem Fanghaken zurückholen, bevor die Hand erwacht und ihm zuvorkommt. Denn dann beginnt das ganze Spiel von Vorne.

 

 

Mit der ersten Kugel kann Link nun einen Teil der Bevölkerung retten und öffnet den Weg in den zweiten Flügel. Dort sucht, findet und rettet er die zweite Lichtkugel nach demselben Prinzip und ist nun in der Lage auch die restlichen Bewohner zu retten. Außerdem übergeben die beiden Kugeln, als Link sie vereint, dem Schwert ihre Macht, so dass Link nun immer eine Lichtwaffe bei sich trägt, die es ihm erlaubt, die dunklen Schattenwolken zu vertreiben, um den Weg ins Zentrum des Palastes fortzusetzen.

 

 

Doch dort erwartet ihn ein wahres Labyrinth aus Zimmern und Türmen, dass er nur über fliegenden Plattformen durchqueren kann, die es allerdings zu Hauf gibt, so dass der direkte Weg nicht unmittelbar erkennbar ist. Außerdem ist auch dieser Teil des Palastes von bösen Kreaturen bewacht, die ihn immer wieder angreifen und so am Weiterkommen hindern wollen. Doch natürlich lässt sich der Held nicht kleinkriegen und bahnt sich seinen Weg immer näher ans Ziel heran: Dem Schattenkönig!

 

Doch dieser Weg ist sehr lang und auch wenn er das Ziel erreicht, ist die Aufgabe längst nicht erfüllt, denn das Böse wird sich sicherlich nicht einfach geschlagen geben. Dieser Tempel beinhaltet leider kein neues Item, sondern führt nur dazu, dass das Master-Schwert mit der Kraft des Lichts gestärkt wird. Ich hatte hier eigentlich Lichtpfeile erwartet, aber ein grelles Schwert ist ja auch nicht schlecht. Auch dieser Dungeon ist erstaunlich gut und wirkt vor allen Dingen durch die extrem düstere Atmosphäre und die passende Musik fast schon gruselig. Durch das völlig neue Element, die Lichtkugeln vor den Händen in Sicherheit bringen zu müssen, bekommen auch hier erfahrene Zelda-Spieler wieder eine grandiose Neuheit geboten, mit der man erst umzugehen lernen muss.

 

 

Böse = Wahnsinnig?

 

Nachdem Link es geschafft hat, den höchsten Turm im Schattenpalast zu erklimmen, steht er endlich dem Schattenkönig gegenüber. Zum ersten Mal bekommen wir das wahre Gesicht von Zanto zu sehen und es ist völlig anders, als man es erwarten würde. Solange er seinen Umhang und die groteske Maske trug, wirkte er groß, böse und ihn umgab eine Aura des Unzerstörbaren.

 

 

Doch in der nun folgenden Sequenz legt er diese Maske ab und wir erfahren, dass er zwar von Grund auf Böse ist, aber darüber hinaus auch extrem geistesgestört zu sein scheint. Ohne Maske wirkt er kaum noch furchterregend, sondern eher komisch und man hat sogar etwas Mitleid mit dem armen Kerl, der sein Volk zurück in die Erinnerung der Lichtwelt bringen wollte. Doch seine Methoden sind dabei ja alles andere als nett und freundlich und das etwas komisch wirkende Antlitz heißt nicht, dass er nicht gefährlich ist. Denn in der folgenden Szene lernen wir auch, dass er tatsächlich über Ganondorfs Kräfte verfügt!

 

Video zu dieser Szene

 

Nach dieser Szene, in der man vieles über Zanto lernt, stellt er sich Link und Midna in einem letzten Kampf gegenüber. In sechs Phasen – alle inspiriert durch vorangegangene Endgegner – muss der Held zeigen, dass er auf seinem langen Weg vieles gelernt hat, denn nur so kann er die Schatten ein für allemal vertreiben.

 

 

Video zum Bosskampf

 

Der harte Kampf ist vorbei. Doch offensichtlich ist das Böse damit noch nicht bezwungen, denn Ganondorf wurde wiedergeboren und er ist derjenige, der dafür verantwortlich ist, dass Schloss Hyrule in dem Schattenkristall gefangen wurde. Der Held muss sich also noch einmal all seine Kraft zusammen nehmen und ins Schloss der Prinzessin zurückkehren, um sich der größten Herausforderung zu stellen. Hoffentlich wird er ihr gewachsen sein!

 


 

Tag 9 (Spoiler: Bis zum Ende des Spiels)

 

Rückkehr ins Licht

 

Nachdem Zanto endlich Geschichte und das Schattenreich von seinem bösen Herrscher befreit ist, gibt es nur noch eine letzte Aufgabe für Link und Midna: Sie müssen Ganondorf finden und bezwingen, damit in Hyrule wieder Frieden einkehren kann. Doch das wird keine leichte Aufgabe, denn der dunkelste aller Herrscher hat sich im Schloss von Prinzessin Zelda verbarrikadiert und seine Truppen belagern jeden Winkel der Festung. Doch das ist natürlich keine Hindernis für Link, der schon so viel durchgemacht und nun fast am Ende seiner Queste steht. Midna befreit das Schloss von seinem Panzer und die beiden betreten den Schlossgarten, den Link zuletzt als Kind in Ocarina of Time durchquert hat.

 

 

Auf das Schloss an sich will ich an dieser Stelle nur kurz eingehen, denn es hat so viele Geheimnisse, die ich hier nicht spoilern möchte, da es einfach mehr Spaß macht, wenn man alleine auf die Lösungen kommt. Der direkte Weg ist hier relativ einfach und Link bekommt zum ersten Mal im Spiel Hilfe von außen, die ihm einige üble Kämpfe erspart. Allerdings gibt es abseits des Hauptweges hier jede Menge zu entdecken und dabei kann man schnell an seine Grenzen stoßen, denn Link trifft hier auf Gegner, die schon schwer zu besiegen sind, wenn er nur auf einen trifft. Gibt es aber auf einmal zwei und man hat kaum Platz zum ausweichen, dann wird es wirklich eine harte Nuss. Auch sind hier einige geheime Wege wirklich sehr gut versteckt und nur dann zu finden, wenn man sehr gründlich ist und gut kombinieren kann. Auf jeden Fall der beste Dungeon im ganzen Spiel, auch wenn etwas mehr harte Rätsel auf dem Hauptweg nicht schlecht gewesen wären.

 

 

Hier kann man sich gut und gerne einige Stunden aufhalten, bevor man auch das letzte Geheimnis von Schloss und Schlossgarten gelüftet hat. Danach gibt es nur noch eine Treppe, die Link vom Kampf gegen Ganondorf trennt. Oben angekommen, betritt er den Thronsaal und begegnet seinem Nemesis!

 

 

 

Der letzte Kampf

 

Nach ein paar Worten des Erzfeindes stellt sich ihm Midna in den Weg. Doch der Versuch, Prinzessin Zelda vor seinem Angriff zu retten, scheitert und er schafft es, ihren Körper zu übernehmen und greift Link an. Das erste Mal seit ihrem Zusammentreffen muss Link in einem Kampf nun auf Midna verzichten, da Ganondorf sie aus dem Saal aussperrt und sie bewusstlos draußen liegen bleibt. Natürlich schafft der Held es, den Dämon zu bezwingen und er muss den Körper der Prinzessin verlassen. Doch damit ist es noch nicht geschafft, denn er verwandelt sich unmittelbar danach in sein Alter Ego Ganon und greift Link erneut an.

 

Die Geschichte von Zanto

 

Doch auch hier setzt Link sich durch und Ganondorf scheint am Ende zu sein. Midna will es sich nicht nehmen lassen, ihm den Todesstoß zu versetzen, bringt aber vorher Link und Zelda gegen deren Willen in Sicherheit. Nun müssen die beiden von draußen beobachten, wie ein dumpfer Knall die Schlossmauern erzittern lässt. Wenige Sekunden danach reitet Ganondorf auf seinem schwarzen Pferd aus dem Schloss und hält Midnas Krone in seiner Hand. Er hat sie bezwungen. Das Ende scheint gekommen.

 

Midnas helfende Hände

 

In diesem harten Schwertkampf zu Pferde muss Link zeigen, dass er wirklich etwas vom Reiten versteht, denn es geht nicht nur darum, Ganondorf auszuweichen, sondern man muss ihm auch noch nahe genug folgen, damit ihn die Lichtpfeile treffen. Nach ein paar Treffern ist sein Pferd Geschichte und die letzte Runde des härtesten Endkampfes im Spiel beginnt. Zwei Männer, zwei Schwerter, eine Arena und ein Sieger. Wer wird sich am Ende in diesem gut durchdachten, abwechslungsreichen und perfekt inszenierten Kampf wohl durchsetzen? Seht selbst:

 

Der allerletzte Kampf

 

Nun möchte ich nicht mehr viele Worte verlieren, sondern nun noch allen, die es möchten, ein Video zum Abspann präsentieren!

 

Das Ende einer Legende

 

Vielen Dank, dass ihr mich über die letzten Wochen bei diesem grandiosen Spiel begleitet habt. Ich hoffe, dass ich meine Eindrücke gut herüberbringen konnte, und dass ihr Spaß beim Lesen des Tagebuches hattet. Für mich ist Twilight Princess das beste Zelda-Spiel bisher und es hat mich viele Stunden gefesselt und mitgerissen. Da nun die emotionale Reise durch das Spiel abgeschlossen ist, werde ich in wenigen Tagen den Testbericht zum Spiel schreiben und veröffentlichen. Allerdings bin ich auch sehr an euren Meinungen interessiert und bitte deshalb um Kommentare unter der Newsmeldung zu diesem Tagebuch. Wie hat euch das Tagebuch gefallen? Sollen wir so etwas öfter machen? Wie gefällt euch das Spiel? Was hat euch am Spiel nicht so sehr gefallen? Was wünscht ihr euch für den Nachfolger?


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