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Reviews: Nintendo Wii U

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Mario Tennis: Ultra Smash

Sport

17.11.2015

Zum Video-Test

Autor: Marc Jaworski

 

 

Super Mario spielt wieder Tennis!

 

Wer hätte gedacht, dass Nintendo ihre schwächelnde Konsole Wii U noch mal mit einem Mario Tennis-Ableger versorgen würde? Der zuletzt erschienene Ableger für 3DS, Mario Tennis Open, erschien vor mehr als drei Jahren. Er konnte sich immerhin 1,1 Millionen mal verkaufen. Dass Mario Tennis Ultra Smash der schwächelnde Konsole einen Push geben wird, wage ich daher mal stark zu bezweifeln. Aber Verkaufszahlen sagen natürlich nichts über den eigentlichen „Wert“ des Spiels aus. Wie sich Mario Tennis schlägt, erfahrt ihr im Folgendem!

 

 

Never change a winning Team oder doch?

 

Entwickelt wurde das Spiel von Camelot, die neben der Entwicklung der Mario Tennis-Reihe für etliche Golf-Spiele des Klempners verantwortlich sind. Vergleicht man das Spiel mit seinem Vorgänger, so hat sich nicht wirklich viel getan. Es bietet gewohntes, spaßiges Mario Tennis-Gameplay. Im Grunde ist es auch einfach nur ein gewöhnliches Tennis-Spiel, bei dem beide Teams sich den Ball mit gekonnten Techniken hin- und rüberspielen – das erfolgt über eine angezeigten Tasten-Kombination. Neu allerdings ist der Mega-Pilz, der den Spieler für kurze Zeit in einen Riesen verwandelt, wodurch man eine erhöhte Schlagkraft und Reichweite besitzt. Aber das kann einem ziemlich auf die Nerven gehen, da der Spielfluss ständig durch eine Animationssequenz unterbrochen wird.

 

Man kann auch zwischen Einzel- und Doppelmatches wechseln. Bei einem Einzelmatch spielen 1 gegen 1 und bei einem Doppelmatch 2 gegen 2; also zwei Spieler auf jeder Seite. Gerade im Multiplayer machen die Doppelmatches mit vier Spieler wie gewohnt am meisten Spaß. Ebenso alleine macht das Spiel viel Spaß, aber das auch nur für eine kurze Weile. Für einen kurzen Zeitvertreib ganz in Ordnung.

 

Die Steuerung funktioniert auch einwandfrei und läuft aus einem Guss – jedenfalls für das GamePad und den Pro Controller. Doch viel Auswahl an Steuerungsmöglichkeiten gibt es einfach nicht: Neben GamePad, waagerechter Wiimote und Pro Controller gibt es nichts! Warum lässt sich das Spiel nicht mit dem Nunchuck oder der Bewegungssteuerung steuern? Mal abgesehen davon, dass man sich vom Steuern mit dem Steuerkreuz der Wiimote fast den Daumen bricht: Es ist einfach ungenau, ekelhaft und nach einiger Zeit schmerzen die Finger. Auch ist mir unklar, wieso es keine Möglichkeit gibt, per Bewegungssteuerung zu spielen. Hier hat Nintendo seine Chance mal wieder vertan.

 

Durch die gekippte Kamera-Ansicht sieht man nicht immer genau, wo der Ball nun ist und ob er die Spielfeldseite berührt hat. Zum Glück lässt sich vor dem Match die Ansicht ändern, wo nun auch das GamePad recht gut eingebunden wird. Man kann die Kamera-Ansicht auf dem GamePad einstellen. Das ist gerade für den Multiplayer sehr gut, wo der andere Spieler den Bildschirm des GamePads nutzen kann, ohne auf den Fernseher zu starren. Mir gefällt übrigens dabei die Einstellung „dynamisch“. Man hat hier eine sehr schöne, übersichtliche Nahaufnahme auf dem Fernseher und auf dem GamePad, die klassische Darstellung. Das macht die Matches auch wesentlich eindrucksvoller als sie eigentlich sind.

 

 

Umfangreiche Limitation

 

Aber das war's leider schon! Wer von Mario Tennis mehr erwartet hat, wird enttäuscht: Das Spiel bietet gerade mal eine Hand voll Modi, die im wesentlichen nichts anderes als der klassische Spiel-Modus sind, nur mit anderen Voraussetzungen. Der Umfang ist einfach nur lächerlich! Vergleicht man das mit dem Vorgänger Mario Tennis Open, so ist dies ein Rückschritt. Wenigstens ein unterhaltsamer Party-Modus, indem man klassische Mario-Items (wie z.B. Pilz, Panzer und Banane) nutzen kann hätte dabei sein müssen. Wieder eine grandiose Chance vertan.

 

 

Aber wenigstens gibt es einen Online-Modus!

 

Nachdem Nintendo endlich ihren innersten Bösewicht, das Anti-Internetmonster, besiegt hat, können wir in Genuss von Online-Modi kommen. Doch dieser fällt genauso mager und halbherzig wie die bisherigen Modi aus. Es gibt kaum Auswahl, man kann nicht mit Freunden online spielen und das Schlimmste: Man findet kaum Spieler. Sollte mal jemand auftauchen, so ist es irgendwie immer derselbe Spieler.

 

Auch ist es sehr schön, wenn man sein Gegenüber auf die einfachste Weise trollen kann. Beispielsweise kann man den Aufschlag sehr, sehr lange herauszögern. Lediglich eine Option zum Sperren von Mitspielern ist integriert. Das Einzige was ich dem Online-Modus zu Gute halten kann: Er läuft flüssig... Schon fast zu flüssig. Das macht mir irgendwie Angst und da stellt sich mir die Frage, welchen unheimlichen Trick Nintendo angewandt haben muss, um das so zu bewerkstelligen. Zumal meine Leitung nicht unbedingt die schnellste ist.

 

 

Technisch in Ordnung

 

Optisch macht Mario Tennis einen sehr guten Eindruck. Es sieht sehr hübsch aus, hat nette Licht- und Schatteneffekte und läuft währenddessen mit stabilen 60 Bildern pro Sekunde. Auch der Soundtrack erfüllt seinen Job und unterhält eine Weile.

 

Es gibt übrigens auch eine Sprachausgabe, die aber eher mau ausfällt. Lediglich kommentiert ein halbwegs untalentierter Sprecher den aktuellen Punktestand. Wieso man so etwas braucht, keine Ahnung.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.


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Fazit

Um Mario Tennis: Ultra Smash nur mit einem Wort zu beschreiben: Enttäuschend.
Ich habe ehrlich gesagt mehr erwartet. Im Vergleich zum Vorgänger ein riesiger Rückschritt. Kaum Inhalt und für einen fast Vollpreistitel viel zu teuer. Man hätte auch gleich den N64-Klassiker für die Wii U VC veröffentlichen können, denn mehr als dieser bietet das Spiel auch nicht. Nintendo schafft es mal wieder, in den ewigen Sog der Aufgüsse zu geraten.

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

56%

Singleplayer

67%

Multiplayer

Release

20.11.2015

Developer

Camelot

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

1-4



Neue Wertungsskala nun auch für Wii U-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort nicht mehr nur beim 3DS, sondern auch bei Wii U-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS und die Wii U:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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