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Reviews: Nintendo Wii U

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Project Zero: Priesterin des schwarzen Wassers

Action Adventure

27.10.2015

Autor: Matthias Küpper

 

Project Zero ist ein Horrorspiel aus dem Hause Koei Tecmo Games, welches exklusiv für die Wii U entwickelt wurde. In Amerika heißt die Reihe Fatal Frame. Lange Zeit stand nicht fest, ob er der Titel es überhaupt nach Europa schaffen würde. Aber dank der Hilfe von Nintendo kann man den bereits fünften Titel der Reihe auch hier erhalten. Es ist also Zeit das Zimmer zu verdunkeln und in die düstere Atmosphäre des Spiels einzutauchen.

 

 

Die Geheimnisse des Hikami Bergs

 

Die Ereignisse in dem neusten Project Zero spielen sich größtenteils alle auf den Hikami Berg ab. Auf diesem schlüpft der Spieler in die Rollen von Ren Hojo, Yuki Kozukata und Miu Hinasaki, die alle einen anderen Grund haben in der Nacht auf den Berg zu gehen. Dabei treffen sich die Hauptpersonen immer wieder und es wird recht schnell klar, dass die Geschichten miteinander verbunden sind. Mit jedem der Charaktere erfährt man also immer mehr über den Hikami Berg und dessen Geheimnisse. Dabei betritt man diesen Ort nach Einbruch der Dunkelheit, sodass man lediglich mit einer Taschenlampe und einer Kamera nach Hinweisen sucht. Denn kein Dolch und keine Pistole könnte euch vor dem Schützen, was euch auf dem Berg begegnet. Denn warten nur böse Geister darauf, alle Menschen heimzusuchen, die es wagen Nachts diesen Ort zu betreten. Und nur die wenigsten verlassen diesen Ort wieder lebend.

 

Zum Glück handelt es sich bei der Kamera um ein altes Artefakt, welches auf den Namen „Camera Obscura“ hört. Mit ihr lassen sich Geister photographieren und mit einem speziellen Film verbannen. Genauso lassen sich auch verborgene Objekte sichtbar machen und kurze Erscheinungen ablichten. Wenn ihr Geister verbannen wollt, spielt der eingelegte Film eine entscheidende Rolle. So unterscheidet sich nicht nur die Geschwindigkeit des Einlegens sondern auch der Schaden, den man an Geistern macht von Film zu Film. Aber alle bis auf die schlechteste Rolle sind begrenzt und müssen im Spiel aufgesammelt werden.

 

Das führt direkt zum nächsten wichtigen Punkt im Spiel. Denn neben dem Verbannen der Geister führt man auch Nachforschungen nach verschwundenen Personen oder Dokumente. Dabei findet man auf dem Weg zum Ziel zahlreiche alte Notizen, in denen nähere Informationen zum Berg und dessen Geschichte nachgelesen werden können. Genauso können diese aber auch beschreiben, wie die gesuchte Person sich gefühlt hat. Aber auf dem Berg liegen zum Glück auch zahlreiche Items wie Filmrollen oder Medizin herum, die ihr zum Heilen benutzen könnt. Zusätzlich haben die Charaktere noch verschiedene Kleidungsstücke und Accessoires, die im Laufe des Spiels freigespielt werden können.

 

Die Story wird in vielen Episoden erzählt, in denen ihr immer in die Rolle von einem Charakter schlüpft. Diese haben eine sehr unterschiedliche Länge und können teilweise schon einmal etwas Zeit in Anspruch nehmen. Zum Glück gibt es daher Kontrollpunkte, an denen das Spiel automatisch speichert, sodass man nach einem "Game Over" nicht von vorne anfangen musst. Am Ende jedes sogenannten „Tropfens“ gibt es eine Bewertung, die von der erlangten Punktzahl abhängt. Mit diesen Punkten lässt sich dann die Kamera verstärken, sodass sie schneller nachlädt oder auch aus größerer Entfernung Geister photographieren kann. Neben den Dokumenten ist dies ein weiterer Punkt eine Episode noch einmal zu spielen. Insgesamt könntet ihr euch also mit dem Spiel 20 Stunden beschäftigen oder sogar noch mehr. Dabei erwartet euch eine spannende Geschichte, die aber nur im Dunkeln besonders wirkt. Am Tag ist es längst nicht so düster und wirkt auch nicht so gefährlich.

 

 

Steuerung und Technik

 

Das Spiel lässt sich nur mit dem Wii U Gamepad spielen. Das liegt daran, weil Project Zero die Steuerung voll und ganz ausnutzt. Denn die Camera Obscura ist an das Gamepad gebunden. So könnt ihr euch mit dem rechten Analogstick umschauen oder schwenkt einfach das Gamepad umher. Letzteres ist in Kämpfen gegen Geister deutlich effektiver, da es schneller und intuitiver geht. Mit dem linken Analogstick bewegt man sich durch das Gelände und durch Drücken von X wechselt ihr in den Kameramodus. Durch drücken von Y öffnet man das Menü, sofern man nicht gerade durch den Sucher schaut. Mit ZR nehmt ihr Sachen oder folgt einer Spur, die euch zeigt, wohin der gesuchte Charakter gegangen ist. Außerdem kann man mit ZL schneller laufen.

 

Grafisch gehört das Spiel zu den besten auf der Wii U. Die Umgebung ist liebevoll und mit aufwendigen Texturen gestaltet. Es gibt schöne Licht- und Wassereffekte. Tatsächlich hat man auch das Gefühl durch Wasser zu gehen und man kann beim genauen Hinsehen erkennen, wie die Tropfen auf den Charakteren langsam verschwinden, wenn sie nass geworden sind. Auch kommt die düstere Atmosphäre gut herüber. Die einzelnen Charaktere sind auch gut detailliert dargestellt und tatsächlich gibt es keine riesigen Oberweiten, die vom Kern des Spiels ablenken. Genauso gefällt mir das asiatische Aussehen, was zum Spiel eben auch passt. Begleitet wird das ganze je nach Situation vom Prasseln des Regens oder einer beunruhigenden Musik. Dazu hat man die Wahl zwischen englischer oder japanischen Sprachausgabe.

 

 

Kritik

 

Project Zero ist ein ziemlich gutes Spiel, allerdings gibt es Kämpfte gegen Geister, in denen man sich einfach nicht wohlfühlt. Das liegt daran, dass man sich einfach nicht schnell genug umsehen kann. Gerade bei Geistern, die sich gerne mal von links nach rechts in einem Raum bewegen, ist dies mehr als nervig. So wird man oft getroffen und verschwendet zudem das ein oder andere Foto. Genauso sind die Kämpfe in sehr engen Räume nicht ganz so toll. Gerade wenn man gegen mehrere Geister kämpfen muss, wird man hier oft getroffen. Der Spaß kann da schon einmal vergehen. Dazu könnte man dem Spiel vorwerfen, dass es nicht genügend Schockmomente hat. Wirklich erschrecken tut man sich eher selten. Dafür lebt es aber eben von der düsteren Atmosphäre und den teilweise tragischen Geschichten der einzelnen Charaktere.

 


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Fazit

Project Zero ist eines der besten Wii U Spiele, die bisher entschieden ist. Die Grafik ist richtig gut und die Gestaltung des Berges ist hervorrragend gelungen. Außerdem ist es mal etwas anderes, mit einer Kamera Geister zu verbannen. Zudem bietet es eine spannende packende Geschichte mit düsterer Atmosphäre. Die Steuerung ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber sobald man sich eingewöhnt hat, macht es größtenteils richtig viel Spaß. Wer sich nicht sicher ist, ob das Spiel etwas für ihn ist, kann sich die kostenlose Demo herunterladen, in der der Prolog und die ersten beiden Episoden gespielt werden können. Also schaut es euch an und gebt dem Spiel eine Chance!

Grafik

super

Sound

super

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

88%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

30.10.2015

Developer

Koei Tecmo Games

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

18+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskala nun auch für Wii U-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort nicht mehr nur beim 3DS, sondern auch bei Wii U-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS und die Wii U:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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