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Reviews: Nintendo Wii U

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Kirby und der Regenbogen-Pinsel

Jump 'n Run

04.05.2015

Autor: Matthias Küpper

 

Kirby ist wieder da!

 

Der rosa Sternenkrieger ist mal wieder zurück, um sein geliebtes Dreamland (Traumland) zu retten. Bereits als Stoffversion konnte er uns durch eine tolle Optik begeistern. Er ist sowohl auf tragbaren als auch auf Heimkonsolen zu finden und darf sich sogar über eine gelungene Serie erfreuen. In dem Punkt hat er Link sogar etwas voraus. Aber den Entwicklern HAL Laboratory, Inc. muss man auch einfach mal anerkennen, wie viele kreative Ideen sie bezüglich der kleinen rosa Kugel haben. Denn auch dieses Mal weiß das Spiel mit einer besonderen Optik überzeugen. Aber zur Knete komme ich erst später.

 

 

Dreamland ist wieder in Gefahr

 

Alles beginnt damit, dass Kirby und seine Freunde gemütlich in ihrer Heimat sich die Zeit vertreiben, als plötzlich die böse Schurkin Tonia aufkreuzt und dem ganzen Land samt seiner Bewohner die Farbe entzieht. Zum Glück taucht aber aus dem selben Portal ein magischer Regenbogenpinsel namens Eline auf, der den vier Freunden zumindest wieder etwas Leben (Farbe) einhaucht. Sofort beginnt eine wilde Verfolgungsjagd durch das Portal. Doch wie es so oft in Videospielen passiert, muss man vorher durch zahlreiche Level, um sich den bösen Endboss zu nähern.

 

Das geschieht bei Kirby, in dem man mit dem Stift auf den Tablett Regenbogenseile malt. Man steuert also in erster Linie den Pinsel und nicht den Sternenkrieger. Aber durch antippen kann Kirby einen Sternspurt hinlegen, um Gegner oder Hindernisse zu beseitigen. Die Seile befördern dabei die rosa Kugel immer in die Richtung, in die man gezeichnet hat. So lassen sich ebenfalls zahlreiche Abgründe überwinden oder erhöhte Geheimnisse finden. Der Haken an der Sache ist, dass einem beim überstürzten Zeichnen die Farbe irgendwann ausgeht. Denn der Balken braucht etwas, um sich wieder aufzufüllen. Deshalb ist es ein guter Rat, sparsam mit der Kraft des Pinsel umzugehen - Wildes Zeichnen führt hier zu nichts.

 

Auf diese Art und Weise sammelt man in den Level nun Sterne und besiegt man zahlreiche Gegner. Teilweise gibt es auch Items, die einem zusätzliche Farbe oder einen super Spurt erlauben, der auch massive Blöcke aus dem Weg hauen kann. In jedem Level sind zusätzlich fünf Schatztruhen versteckt. Am Ende jeder Welt erwartet einem dann noch ein Bosskampf, in dem man auch mit Hilfe der Seile und Kirbys Attacke die Schwachstellen erreichen und treffen muss. Je nach Anzahl der gesammelten Sterne und versteckter Truhen kriegt man am Ende dann eine Medaille.

 

Zwar kann in diesem Titel Kirby durch Aufsaugen nicht die Fähigkeiten von Gegnern übernehmen, aber in bestimmten Leveln verändert er seine Form. So fährt man als Panzer-Kirby durch Areale und schießt alles ab, was einem in die Quere kommt oder man erkundet als U-boot-Kirby die Tiefen des Ozeans. Dann wäre da noch Raketen-Kirby, mit dem man durch die Lüfte düst. Auch hier hilft der magische Pinsel wieder aus und kann so Kirby zu sonst unerreichbaren Orten führen.

 

Neben der Hauptstory gibt es noch Herausforderungen, in denen es zum Beispiel darum geht innerhalb von 15 Sekunden vier mal hintereinander eine Schatztruhe zu erreichen. Oder Kirby muss überleben und auch hier wieder die Truhe am Ende erreichen. Diese Herausforderungen schaltet man während dem Spiel nach und nach frei. Sie sind super dafür geeignet zwischendurch mal kurz versucht zu werden, da sie nicht sehr lange dauern. Neben diesem netten Zusatz gibt es noch ein Musikzimmer, in dem man die freigeschalteten Stücke sich anhören kann, eine Tonfigursammlung und ein Tagebuch, in dem es Steckbriefe zu allen Charakteren gibt. Es lohnt sich also jede Schatztruhe in jedem Level zu finden, da in diesem diese Schätze versteckt sind.

 

 

Den Stift in die Hand

 

Das Spiel steuert sich als erster Spieler lediglich mit dem Touchscreen auf dem Gamepad. Hier ist es von Vorteil den Stift zu benutzen. Sollte man diesen aber verlegt haben, kann man zur Not auch den Finger nutzen. Das Ganze funktioniert einwandfrei. Lediglich in Bosskämpfen kann es vorkommen, dass man ein wenig die Übersicht verliert, sofern man zahlreiche Regenbogenseile zeichnet, um Kirby in Sicherheit zu bringen oder für einen Angriff zu positionieren.

 

Die drei anderen Spieler steuern ihre Charaktere über eine Wii Remote. Das hat den Vorteil, dass sie ihre Charaktere direkt über das Steuerkreuz steuern können. Dazu können sie per Knopfdruck direkt angreifen und springen. Dafür können sie aber nicht auf die Kraft des Pinsel zurückgreifen und sind darauf angewiesen, dass der erste Spieler ihnen den Weg ebnet. Auch hier funktioniert die Steuerung einwandfrei.

 

 

Vom Garn zur Knete

 

Während Yoshi gerade einmal die Wolle für sich entdeckt hat, geht Kirby schon wieder einen Schritt weiter. Denn im neusten Ableger erwartet uns eine Welt, in der alles aus Knete besteht. Das ist mal wieder eine ziemlich geniale Idee, da ja Kinder sehr oft damit spielen und so direkt Spaß daran haben. Außerdem verleiht es dem Spiel eine charmante Optik. Zum Glück spielt sich das Abenteuer aber nicht direkt im Dreamland ab, da diesem ja die Farbe geklaut wurde. Stattdessen erwarten den Spieler bunte Level voller Überraschungen. Alleine in den ersten drei Leveln rollt man durch einen Wald, ehe es von der Wüste ans bzw. ins Meer geht. Auf der Wii konnte ja bereits die Wolle überzeugen, aber auf der Wii U sieht Kirby durch die höhere Grafikleistung noch einmal besser aus. Nur gefällt der Stil vermutlich nicht jedem, da nicht alle Freunde von Knete sind.

 

Musikalisch wird das Spiel richtig gut unterstützt. Das liegt auch daran, dass ein Großteil der Stücke von einem Orchester eingespielt wurde. Man merkt einfach den Unterschied zu einfachen Midi Melodien. Die bekannten Lieder gehen auch hier einem so schnell nicht mehr aus dem Ohr und sie tragen mit ihrer fröhlichen Melodie deutlich zum Spielspaß bei.

 

 

Multiplayer

 

Wie bereits oben erwähnt, lässt sich das Spiel mit bis zu vier Spielern spielen. Dadurch kann man sich auch mit Freunden zusammen durch die Level wagen oder die Herausforderungen antreten. Dabei kann es natürlich ein bisschen Kunterbunt werden, aber es ist nicht ganz so schlimm, wie in New Super Mario Bros, da die Spielgeschwindigkeit nicht so hoch ist. Hier geht es auch weniger darum, wer denn der schnellste ist, sondern viel mehr um gemeinsamen Spaß. Dadurch wird das Spiel aber noch leichter, da man zu viert bekanntlich mehr austeilen kann. Aber gemeinsam auf die Jagd nach Schätzen zu gehen, hat auch seinen Reiz.

 

 

Kritik

 

Die Kirbyreihe ist nicht unbedingt dafür bekannt, dass sie die schwersten Spiele aller Zeiten besitzt, da sie sich auch an jüngere Spieler richtet. Allerdings ist die Masse an Leben, die man während dem Spiel bekommt, mal wieder viel zu groß. Es wäre schön gewesen, wenn Nintendo für Veteranen einen schwierigen Spielmodus eingebaut hätte. Dazu kommt auch noch, dass man mit den Amiibos von Meta-Knight, König Dedede und Kirby für mächtige Verstärkungen sorgen kann, die das Spiel noch weiter vereinfachen. Das kann einem auch mal den Spielspaß verderben und ich persönlich würde darauf nicht zurückgreifen. Auch ist die Möglichkeit mit mehreren Spielern zu spielen zwar nett, aber im Gegensatz zu anderen Titeln wird das Spiel hier einfach viel zu einfach und es ist keine Herausforderung durch die Level zu kommen. Auch sind die Geheimnisse in gewissen Leveln überhaupt nicht versteckt und man stolpert einfach darüber und nimmt sie mit. Dadurch ist hier der Wiederspielwert natürlich futsch. Das ist mal wieder Jammern auf hohem Niveau, aber es muss einfach erwähnt werden. Auch der fehlende Umfang ist hier mal wieder ein Thema, da man den Storymodus in fünf Stunden durch hat. Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen von Nintendo muss sich Kirby aber nicht die mangelnde Sprachausgabe ankreiden lassen. Denn das Spiel richtet sich an kleine Kinder und die Story wird auch ohne Text durch die Bilder gut erzählt.


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Fazit

Kirby und der Regenbogen-Pinsel gehören zu meinem persönlichen Highlight aus der Wii U. Denn es weißt kaum Mängel auf. Zugegeben der Schwierigkeitsgrad ist nicht der höchste und der Umfang hätte deutlich größer sein können, aber Kirby Spieler sind das in gewisser Weise gewöhnt. Dafür überzeugt das Spiel aber spielerisch und grafisch. Denn die Welt aus Knete hat einfach ihren eigenen Charme. Hier hatte man wieder eine klasse Idee, die nahezu perfekt umgesetzt wurde. Empfehlen kann ich das Spiel vor allem jüngeren Spielern, aber ich verspreche euch, dass auch ältere ihren Spaß mit der rosa Kugel haben werden werden. Gerade im Multiplayer sind einige witzige Augenblicke vorprogrammiert.

Grafik

super

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

super

89%

Singleplayer

85%

Multiplayer

Release

08.05.2015

Developer

HAL Laboratory, Inc

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4



Neue Wertungsskala nun auch für Wii U-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort nicht mehr nur beim 3DS, sondern auch bei Wii U-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS und die Wii U:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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