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Reviews: Nintendo Wii U

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Captain Toad: Treasure Tracker

Puzzle

04.01.2015

Zum Video-Test

Autor: Mario Kablau

 

Ein Pilz auf der Jagd nach Sternen!

 

Wer Super Mario 3D World gespielt hat, dem ist vermutlich wie mir vor allem einer im Kopf geblieben: Captain, Pardon, Kapitän Toad. Der Forscher mit der Lampe am Kopf und ohne jegliches Sprungtalent oder die Gabe, Gegner zu besiegen, hatte einige Auftritte in Super Marios letztem 3D-Abenteuer. Und wie schon bei Super Mario Galaxy hatten die Entwickler nachdem das Spiel fertig war, so viele Ideen übrig, dass aus dem Spiel im Spiel schnell ein eigenes Spiel wurde. Und nun ist Captain Toad Treasure Tracker im Handel käuflich zu erwerben.

 

Die über 70 Levels rechtfertigen wohl, dass es kein reines eShop-Spiel geworden ist, auch wenn es durchaus andere „Nebenserien“ von Nintendo gibt, die mehr bieten, aber trotzdem nicht auf Disk gepresst und für 40 Euro verkauft werden – Mario vs. Donkey Kong zum Beispiel. Aber vielleicht hat das bei Captain Toad auch gute Gründe, wir werden sehen!

 

Die Geschichte ist schnell erzählt. Toad und Toadette sind gemeinsam unterwegs, um Powersterne zu sammeln. Da kommt plötzlich ein riesiger Vogel und klaut einen davon. Und wo er gerade schon mal da ist, nimmt er Toadette gleich mit. Also macht sich der Kapitän auf die Suche nach seiner Freundin und sammelt dabei weitere Sterne und Diamanten ein.

 

Die 70 Levels im Spiel sind dabei so abwechslungsreich wie es nur geht. Es ist schier unglaublich, wie wenig Wiederholungen man erlebt. Jeder Level bietet etwas Neues, spielt in einer anderen Umgebung oder erfordert eine andere Herangehensweise. Dabei ist die grundsätzliche Art des Spielens aber fast immer gleich. Man bewegt den Pilz mit dem linken Stick auf dem GamePad durch die Umgebung, dreht die Kamera mit dem rechten Stick oder durch Umgucken im echten Leben und versucht, den Stern zu erreichen. 

 

Da Toad nicht springen kann und meistens allen Gegnern so schutzlos ausgeliefert ist, dass man nur weglaufen kann, muss man dabei sehr umsichtig vorgehen. Oft sind die Levels auch so gebaut, dass man dem Ziel zwar näher kommen aber nicht mehr zurück gehen kann. Das ist deshalb wichtig, weil in jedem Level drei Diamanten versteckt sind, die man suchen sollte. Hier und da sind nämlich Barrieren eingebaut, die man nur überwinden kann, wenn man genug Diamanten gefunden hat. Gründliches Umsehen ist also ein Muss. Und dabei sind die Verstecke teilweise extrem gut – und gesehen heißt nicht erreicht, einige Diamanten sind zwar schnell gefunden, aber wie man hinkommt, steht auf einem ganz anderen Blatt.

 

Zuletzt gibt es in jedem regulären Level auch noch eine Sonderaufgabe, die man aber erst offenbart bekommt, wenn man den Level geschafft hat. Mit dabei so einfache Dinge wie „Sammle 70 Münzen“, „Nimm keinen Schaden“ oder „Besiege alle Gegner“. Aber es gibt auch komplizierte Aufgaben, wie zum Beispiel nicht entdeckt zu werden, einen besonders gut versteckten Goldpilz zu finden oder auf den Einsatz von Items zu verzichten.

 

Apropos Items: Diese hat Toad nicht ständig verfügbar, sondern sie sind in den Levels versteckt. So gibt es zum Beispiel eine Spitzhacke, mit der man Steine zerstören kann. In manchen Levels finden sich auch Hilfsmittel wie Kanonen, mit denen man Gegner und Hindernisse beseitigen kann oder Drehelemente, mit denen sich die gesamte Umgebung umbauen lässt. Auch der Touchscreen kommt zum Einsatz, daher kann man das Spiel auch nur mit dem GamePad spielen. Es gibt verschiedene Blöcke, die sich durch Berührung verschieben lassen. So muss man sich selbst einen Weg ans Ziel bauen.

 

Neben den normalen Levels gibt es auch noch einige Lorenlevels. Hier sitzt der Held in einer Lore und fährt automatisch dem Stern entgegen. Man muss sich nun per GamePad umsetzen und Münzen, Gegner und Diamanten „einfach“ abschießen. Es sind auch noch ein paar Bosskämpfe dabei, hier muss man entweder vor dem Gegner weglaufen, um ihn dabei mehr oder weniger zufällig umzuhauen oder man setzt Gegenstände ein, um ihn direkt anzugreifen. Zuletzt gibt es noch diverse verschiedene Münzjagd-Levels, die mehr oder weniger zufällig erscheinen. Diese legen sich „über“ normale Levels und dort geht es darum, in kurzer Zeit, viele Münzen zu sammeln.

 

Ich kann nicht oft genug sagen, dass das Spiel vor allem dadurch begeistert, dass es so unglaublich viel Abwechslung bietet. Es fühlen sich wirklich keine zwei Levels gleich an und es gibt andauernd neue Elemente zu entdecke, auch kurz vor dem Ende noch. Das Einzige, was da ein bisschen störend ist, sind die Bosskämpfe. Gegen einen Drachen muss man mehrmals kämpfen und das Prinzip ist in jedem Kampf dasselbe. Hier hätten die Entwickler doch wohl auch noch wenige Ideen mehr haben können, damit diese unnötige Wiederholung ausbleibt. Am besten schaut ihr euch meinen Video-Test an, denn da gebe ich einen Einblick in die vielen Unterschiede, wie man es mit Worten gar nicht beschreiben kann.

 

 

Technik, Steuerung und Umfang!

 

Grafisch ist das Spiel sehr gut. Der typische Look von Spielen im Super Mario-Universum ist zwar kein Augenöffner in HD, aber es gibt viele Details, tolle Effekte und es läuft jederzeit flüssig. Auch grafisch stimmt die Abwechslung, es gibt so viele verschiedene Umgebungen, Hintergründe, Gegner, Elemente und Effekte, dass man von Anfang bis Ende immer wieder Neues geboten bekommt. Akustisch ist das Spiel nicht ganz so gelungen; die Musik ist zwar toll, allerdings geht sie auch nicht wirklich ins Ohr, aber die Ausrufe von Toad und Toadette sind schon echt nervig. Da das Spiel auf jegliche Art von Wörtern oder gar Sprache verzichtet, hat es in den wenigen Sequenzen, die die „Geschichte“ vorantreiben, schon sehr seltsame Momente. Toad hat aber auf einfach keine schönen Geräusche!

 

Die Steuerung funktioniert extrem gut und trägt ihren Teil zur Abwechslung bei. Da sich die unterschiedlichen Levels auch leicht anders steuern, muss sie viel leisten und tut das auch. In manchen kommt es auf Präzision an in anderen auf Schnelligkeit. Mal sucht man in Ruhe, mal muss man sich hektisch umschauen. Alles klappt dank GamePad super. 

 

Was die Spielzeit angeht, bin ich hin und her gerissen. Zum einen sind 70 Levels nicht wenig, zum anderen ist das einfache Durchspielen so schnell möglich, dass ich mich wirklich frage, warum dieses Spiel für 40 Euro im Handel verkauft werden muss. Ein Download, meinetwegen auch in verschiedenen Episoden, wäre da die bessere Lösung gewesen. Zugegeben, es gibt viel zu entdecken und wenn man wirklich alles gesehen haben will, dann braucht man auch lange, aber das gilt auch für viele andere Spiele, die es nur im eShop und deutlich günstiger gibt. Das ist also wirklich der Einzige Haken, den das Spiel hat. Wenn man sich nicht allzu dumm anstellt, dann ist es in etwa fünf Stunden möglich, den Abspann zu sehen. Apropos Abspann, dazu noch ein kleiner Spoiler, den man nur lesen sollte, wenn man eine der besten Szenen in einem Videospiel von Nintendo nicht als Überraschung erleben will:

 

Spoiler Anfang (zum Lesen markieren): Das Spiel ist tatsächlich in Episoden unterteilt, drei an der Zahl. Die Erste bietet 18 Aufgaben und ist nach etwa einer Stunde geschafft. Am Ende besiegt man den Vogel, rettet Toadette und sieht den Abspann. Die Krone ist dann das Wort „Ende“, wo ich wirklich gedacht habe, das war es jetzt und schon drauf und dran war, wutentbrannt meinen Test zu schreiben. Natürlich bröckelt das „Ende“ dann aber weg und man kann in Episode 2 weiter spielen – mit Toadette, denn natürlich wird dann Toad entführt. Grandios! Spoiler Ende

 

Ein paar letzte Worte noch: Toll finde ich auch, dass man, wenn man einen Speicherstand von Super Mario 3D World auf der Wii U hat, einige Bonuslevels auf dem Klempner-Spiel freischaltet. Diese Levels aus 3D World darf man dann mit Toad nach Münzen absuchen, was wiederum Leben bedeutet. Diese sind im Spiel nicht zu unterschätzen, denn in manchen Levels sterben die Pilze wie die Fliegen.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster!


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Fazit

Captain Toad Treasure Tracker ist unterm Strich ein gelungenes Spiel das sehr kurzweilig unterhält, viel Abwechslung bietet und endlich mal kein klassisches Jump and Run- sondern eher ein Puzzlespiel ist. Die Technik ist gelungen, die Steuerung funktioniert und es macht einfach nur Spaß. Einziger Wermutstropfen: Als Download im eShop für deutlich weniger als 40 Euro wäre es ein rundum gelungenes Paket gewesen, so ist es in meinen Augen aktuell viel zu teuer. Wer es also nicht unbedingt sofort spielen muss, der sollte am besten auf ein Angebot warten – das hoffentlich bald kommt! Wer nicht warten kann, der macht aber auch nichts falsch, wie gesagt: Es ist ein tolles Spiel.

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

super

Spielspaß

gut

78%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

02.01.2015

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskala nun auch für Wii U-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort nicht mehr nur beim 3DS, sondern auch bei Wii U-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS und die Wii U:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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