Login

Passwort vergessen?

Konto erstellen


Reviews: Nintendo Wii U

< zurück

Angry Birds Star Wars

Action

02.01.2014

Autor: Marc Müller

 

Es war einmal eins kleines, finnisches Studio namens Rovio, das mit einer handvoll Mitarbeitern für den frühen Smartphone-Markt (das iPhone war noch nicht auf der Welt) programmierte. Eines der ersten Spiele, die es entwickelte, war Need for Speed: Carbon. Das Studio dümpelte so vor sich hin, der Massenmarkt war noch weit entfernt und die Software verkaufte sich mäßig. Doch dann kam das iPhone. Und Rovio kam auf ein genial einfaches und zugleich faszinierendes Spiel, welches eine niedliche Optik mit Physik und Highscores kombinierte: Angry Birds. Und nach dem iPhone kam Android und dann die Konsolen und so ziemlich alle anderen Plattformen und Betriebssysteme. Und mittlerweile hat das einst kleine Studio über 500 Mitarbeiter und macht einen Umsatz von über einer Milliarde Dollar.

 

 

Mobile vs. Konsole

 

Ich wage zu behaupten, dass so ziemlich jeder, der hin und wieder auf 10do vorbeischaut, schonmal kurz Angry Birds gespielt hat oder zumindest das Spielprinzip im Groben kennt. Deswegen spare ich mir eine detailierte Erklärung des Gameplays. Falls es wirklich Unwissende gibt, verweise ich auf den Test meiner Kollegin Janna die einen früheren Ableger für den 3DS getestet hat. Diesen findet ihr hier. Irgendwann ist es natürlich für die Kundschaft zu langweilig, immer nur mit den verschiedenen Vogelarten herumzufletschen. Deshalb hat sich Rovio einen klugen Schachzug ausgedacht und das scheinbar unendlich melkbare Franchise „Star Wars“ mit ins Nest geholt. Nun, das Ergebnis lässt wahrscheinlich Yoda im Grab rotieren, andererseits ist es spieltechnisch durchaus verwertbar. Mit den der Star Wars Marke angepassten „Vögeln“ könnt ihr wieder bestimmte Eigenarten während des Fluges ausführen. Der „Skywalker-Vogel“ kann etwa kurz vor dem Einschlag einen Schwung mit dem Lichtschwert durchführen, Chewbacca braust mit besonderer Kraft in euer Ziel, Prinzessin Leia kann die Anziehungskraft umkehren, usw. Eure Gegner sind diesem Stil entsprechend natürlich auch keine Schweine, sondern Figuren aus dem Imperium.

 

 

Flauschige Vögel vs. Martialische Sternenkrieger

 

Das ganze Setting wirkt natürlich etwas speziell. Echte Fans werden hier vielleicht ein bisschen vor den Kopf gestoßen, da Star Wars natürlich ziemlich infantil und bunt verwurstet wurde. Das Authentischste, was vom Original übrig blieb, ist wohl am der Soundtrack. Erwähnenswert ist im übrigen auch, dass der Titel mit einem knappen Jahr Verspätung bei uns eintrudelt. Aktuell gibt es nämlich schon den zweiten Teil der vogelhaften Star Wars-Saga auf den mobilen Plattformen.

Trotzdem sind auch in diesem Angry Birds-Teil die vielen Level sehr liebevoll und durchdacht designed. Der Schwierigkeitsgrad steigt gut dosiert an und es gibt sehr wenige unfaire Stellen. Kommt ihr einmal gar nicht weiter könnt ihr eine „Millenium Falcon“ einsetzen. Han Solos Flitzer ballert dann mehrmals ordentlich in euren Level und richtet dabei meist ebenso starken Schaden an. Diesen Boni gibt es übrigens auch auf der regulären Version für Handys und Tablet. Dort müsst ihr euch die „Millenium Falcons“ aber käuflich erwerben.

 

 

Kostenpflichtige Retailversion vs. Gratisdownload

 

Was mich erstaunt und angesichts des Preises auch ärgert: Andere Zusatzinhalte, wie etwa die Waffenmodifizierungen sind nicht in der Wii U Version enthalten. Warum das? Dafür gibt es aber immerhin 20 neue Bonuslevel.

Zur Steuerung auf der Wii U gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Das ganze läuft ähnlich intuitiv wie auf einem „normalen“ Tablet. Ihr könnt per Handbewegung durch den Levelbreich „wischen“ und eure Vögel schiesst ihr durch Ziehen der Zwille ab. Ich bevorzuge allerdings die modifizierte Steuerung und nutze den L-Stick zum abfeuern sowie die R-Taste zum zoomen des Bildausschnitts und den A-Button zum Abschuss. Das ganze geht meiner Meinung nach präziser von der Hand, ist aber sicherlich Geschmackssache. Eine Kleinigkeit wurde bei der Steuerung schlecht gelöst. Der Bildausschnitt ist nicht auf einen Teilbereich „feststellbar“ sondern schwenkt automatisch in eine Ausgangsposition zurück. Ein blöder und unnötiger Fehler, der sicherlich leicht zu beheben wäre, aber scheinbar irgendwie durchs Testing geflutscht ist.

Als abschliessenden kleinen Pluspunkt gibt es einen, allerdings ziemlich dürftigen, Offline-Multiplayer Modus. Hier könnt ihr mit bis zu drei Freunden gemeinsam, also abwechselnd, Punkte sammeln, oder euch gegeneinander im Highscore übertrumpfen. Dies geschieht entweder durch Herumreichen des Gamepads oder ihr involviert für die anderen Spieler entsprechend viele Wiimotes. Das Angesichts der kostenlosen Konkurrenz nicht mehr aus Multiplayer und Zusatzinhalten herausgeholt wurde ist mal wieder schade.


Wenn euch das Review gefällt, dann unterstützt uns via:

Fazit

Angry Birds Star Wars für die Konsole ist so eine Sache. Als großer Fan, der die Serie liebt und den Titel gerne ohne Werbung auf dem großen TV spielen möchte, gibt es nicht viel zu beanstanden. Viele werden aber wohl nicht bereit sein für ein eigentlich schon veraltetes und ansonsten quasi kostenloses Spiel rund 30,- € auszugeben – verständlicherweise!

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

ok

Spielspaß

gut

71%

Singleplayer

60%

Multiplayer

Release

01.11.2013

Developer

Rovio Entertainment

Publisher

Activision

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4



Neue Wertungsskala nun auch für Wii U-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort nicht mehr nur beim 3DS, sondern auch bei Wii U-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS und die Wii U:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


Aktuell auf 10doTV

10do Show

März-Ausgabe: Switch - Erste Eindrücke

RSS-FeedDie 10do Show in iTunes