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Reviews: Nintendo Wii U

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Just Dance 2014

Party

16.11.2013

Autor: Marc Müller

 

Selbst wann man mit Musik- und Tanzspielen rein gar nichts anfangen kann, eins haben sie sicherlich bereits vor vielen Jahren erreicht: Videospiele und deren Akzeptanz in der Gesellschaft zu festigen. Denn viele, insbesondere weibliche Spieler haben sicherlich mit Titeln wie Sing Star oder eben Just Dance ihre ersten Konsolen-Erfahrungen gesammelt und Videospiele in vielen Haushalten aus der Ecke des Nerdtums geholt. Ob dies nun gut oder schlecht war – vergessen wir die Casual Welle der letzten Jahre nicht - überlasse ich eurer Interpretation.

 

 

Nichts geht ohne die gute alte Wiimote

 

Auch wenn die meisten wahrscheinlich das Konzept von Just Dance kennen, erkläre ich das Spiel gerne nochmal für die wenigen Unwissenden: In Just Dance tanzt ihr zu verschiedenen Musikinterpreten die angezeigte Choreografie nach. Hierzu gibt es natürlich eine Vielzahl von Modis und Möglichkeiten, auf die ich später nochmal genauer eingehe. Die Disc bietet über 40 unterschiedliche Musiktitel, zusätzliche könnt ihr auf Wunsch per Download erwerben. Eure Tanzbewegungen erkennt die Wii U mit der guten alten Wiimote, welche ihr in der Hand halten müsst und auf dem Bildschirm durch eine Art bunten Handschuh am Tänzer dargestellt wird. Nun ahmt ihr natürlich nicht nur die Tanzbewegungen nach sondern vor allem und möglichst synchron auch die Position der Hand. Desto besser ihr seid, umso mehr Punkte ergattert ihr. Neben einem spielinternen Punktesystem, könnt ihr euch auch mit Ubisofts „UPlay“ verbinden, einem Titelübergreifendem Bonus- und Kundenbindungssystem. Über dieses könnt ihr ebenfalls Belohnungen durch eure ertanzten Leistungen abstauben.

 

Soweit zum groben Spielablauf. Als einige der Neuerungen könnt ihr in Just Dance 2014 auch noch mitsingen, dazu wird das Mikro des Gamepads genutzt. Das Ganze ist aber eher als Bonus gedacht und dementsprechend simpel ist auch die technische Erkennung der jeweiligen Gesangsqualität. Kommen wir aber nochmal zur eigentlichen Spielsteuerung zurück. Hier ist für viele nämlich der größte Schwachpunkt im Systemvergleich versteckt. Da mittlerweile ja auch alle anderen Konsolen mit einer Bewegungssteuerung aufwarten, ist die Lösung für Wii und Wii U technisch altbacken ausgefallen. Denn hier wird ja keine Kamera wie bei Kinect genutzt, sondern eine vergleichsweise simple Ein-Punkt-Bewegungserkennung a la Wiimote. Und natürlich kann man dieses System recht einfach manipulieren, wenn man die Bewegungsmuster kennt. Aber mal im Ernst. Wer wirklich Freude dabei hat ohne Körpereinsatz irgendwelche Tanzbewegungen mit dem Handgelenk nachzuahmen, der soll es von mir aus machen. Für die allermeisten Leute gilt: Die Bewegungserkennung funktioniert auch mit Wiimote gut genug um eine Menge Spaß zu haben und sein Können zu steigern. Mit mehreren fällt der Fake Faktor eh weg.

 

 

Modi Overkill

 

Irgendwie ein Zeichen der Zeit. Je fortgeschrittener eine Spielserie ist, desto mehr Modi müssen scheinbar auf dem Spiel vorhanden sein. So auch bei Just Dance. Von den weit über ein Dutzend diversen Modi möchte ich mich mal auf die wichtigsten beschränken. Als erstes ist da natürlich der ganz normale Solo-Modus mit dem ihr wahrscheinlich beginnt. Hier tanzt ihr alleine, wie oben beschrieben, zu den Beats der Musik und den Bewegungen des „Vortänzers“ auf dem Screen. In der Mehrspielervariante könnt ihr dieses Vergnügen natürlich auch haben. Bis zu vier Leute können so einen Song gemeinsam zelebrieren. Eine weitere Person kann mitmachen indem sie den neuen Karaoke Modus wählt. Hierbei wird zum Text des Songs ins Gamepad-Mikro gesungen. Bewusst wurde sich hier auf den „Funfaktor“ konzentriert, die Stimmerkennung ist nämlich wie oben bereits bemerkt recht bescheiden – aber Spaß machen kann´s trotzdem!

Die Variante „Just Sweat“ kennt man schon aus den Vorgängern. Ihr könnt Songs aneinanderhängen und dabei dann tüchtig Kalorien verbrennen. Das Ganze ist also als eher eine sportlich-musikalische Option des Spiels.

 

Interessant, Zeitgemäß und ebenfalls neu: „Just Dance TV“. Hier handelt es sich allerdings weniger um einen Modus, als vielmehr um eine Option. Hier kann man seine eigenen Videos mit der Gamepad-Kamera machen und die Tänze seiner Freunde betrachten. Außerdem findet man in separaten Abschnitten die aktuellsten und beliebtesten Videos sowie die Videos des Just Dance-Teams. Im Großen und Ganzen entpuppt sich Just Dance TV aber nur als nettes Feature. Die Videos sind ziemlich kurz (die Aufnahmeautomatik bricht selber nach einer bestimmten Zeit ab) und meist auch von schlechter, herunterskalierter Qualität.

 

Endlich gibt es auch einen Online-Modus: Der sogenannte World-Dance-Floor. In diesem tanzt ihr mit Spielern aus aller Welt gleichzeitig zu einem Lied, welches vorher von den Teilnehmenden per Mehrheitsentscheid abgestimmt wird. Die Spieler bekommen nicht nur für ihre eigene Leistung Punkte, sondern treten auch noch einer „Tanz-Crew“ bei und nehmen an verschiedenen Events teil (“Boys vs. Girls”, “Crew vs. Crew”). Zwischen den Songs erstellen Spieler globale Ranglisten. Das ist recht nett und viele wird der Online-Modus sicher kurzweilige Freude bereiten, auch wenn heutzutage sicherlich mehr möglich ist.

 

Neben den erwähnten, gibt es noch etliche kleinere Modis, wie etwa verschiedene Tanzstile (z.B. eine Foxtrott Version oder Medley Varianten). Wie ihr seht, habt ihr in Sachen Auswahl viel Zeit für Entdeckungen.

 

 

Viel Neues aber noch genug Platz für Verbesserungen

 

Kommen wir abschließend auch zur technischen Umsetzung des Spiels. Es leuchtet ein, dass diese bei einem Spaß-Tanz Spiel nicht so sehr im Vordergrund ist, wie bei einem atmosphärischen Action-Adventure. Trotzdem haben die Entwickler wieder gute Arbeit geleistet. Mir gefällt der visuelle Stil. Viel buntes, ja fast schon grelle Töne. Das Halbton-Design ist nochmal aus der letzten Version übernommen worden, kommt aber meiner Meinung nach gut an.

 

Die musikalische Gestaltung orientiert sich logischerweise an den Songs. Die Auswahl ist wieder gut gelungen, auch wenn ich mir etwas weniger Mainstream und ein bisschen mehr Independent gewünscht hätte. Aber die Musik ist in jedem Fall tanzbar und bekannterweise ja auch Geschmackssache. Neue Songs die „peu a peu“ im eShop erscheinen kosten etwa 3,- Euro, was ich etwas happig finde, aber die Kaufoption bleibt ja jedem selbst überlassen. Ein Bonussternchen vergebe ich auch diesmal wieder an die dynamischen Tänzer und Tänzerinnen die euch den Rhythmus vorgeben. Hut ab und tolle Arbeit! Schön auch das Ubisoft nicht nur die totalen Magermodels für das Spiel genommen hat!


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Fazit

Just Dance 2014 ist die gelungene Evolution der Serie und beinhaltet im Vergleich zum Vorgänger einiges neues. Trotz kleinerer Mängel bietet das Spiel für Genre-Interessierte eine langanhaltende Spaßgarantie und punktet am meisten mit mehreren Mitspielern. Unbedingt mal ausprobieren!

Grafik

ok

Sound

gut

Steuerung

ok

Spielspaß

super

77%

Singleplayer

83%

Multiplayer

Release

01.10.2013

Developer

Ubisoft

Publisher

Ubisoft

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1-5



Neue Wertungsskala nun auch für Wii U-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort nicht mehr nur beim 3DS, sondern auch bei Wii U-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS und die Wii U:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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