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Reviews: Nintendo Wii U

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Need for Speed Most Wanted U

Rennspiel

23.05.2013

Autor: Gunnar Schreiber

 

Mit fast einem halben Jahr Verspätung erschien Need for Speed Most Wanted mit dem Zusatz „U“ im März auch für Nintendos aktuelle Konsole. Da ist es vielleicht auch nicht weiter schlimm, dass mein Test auch etwas Verspätung hat.

 

 

Was ist eure Aufgabe?

 

Im neusten Teil der renommierten Need for Speed Serie dreht sich mal wieder alles um illegale Straßenrennen und Cops. Euer Ziel ist es gegen die so genannten „Most Wanted Fahrer“ anzutreten und diese in einem Rennen zu besiegen. Schafft ihr dies, dann erntet ihr nicht nur weitere Reputation, sondern bekommt auch deren Karre. Aber bevor ihr einen anderen Fahrer herausfordern dürft, müsst ihr euch zunächst als würdig erweisen. Dazu sammelt ihr auf vielfältige Weise Punkte: Zum Beispiel, in dem ihr Rennen gegen weniger wichtige Fahrer absolviert, Sprünge vollführt, Wagen crasht usw. Habt ihr genug Punkte gesammelt, wird das nächste „Most Wanted-Rennen“ freigeschaltet. Ganze 11 Wagen warten darauf „erobert“ zu werden.

 

 

Wie läuft das Ganze ab?

 

Die Most Wanted-Rennen sind zwar der rote Faden des Spiels, aber letztendlich nur ein Bruchteil dessen, was ihr geboten bekommt. Zunächst einmal sei erzählt, dass ihr jederzeit frei in der fiktiven Stadt herumbrettern könnt. Die Stadt besteht dabei aus den unterschiedlichsten Vierteln und Außenbezirken, so dass ihr von engen Gassen, über tiefe Häuserschluchten bis hin zu Gebirgspässen sehr viel Abwechslung geboten bekommt. Sehr lustig ist, dass ihr immer wieder geheime Wege oder Abkürzungen findet, teilweise auf Dächern herumfahrt, waghalsige Sprünge vollführt oder einfach quer durch die Pampa cruist. In solchen Momenten erinnert Need for Speed Most Wanted U ein wenig an gute alte Arcade Racer wie San Francisco Rush.

 

Es lohnt sich aber auf jeden Fall Spritztouren abseits der Straßen zu machen. Denn zum einen sammelt ihr Punkte für manche Aktionen. Zum anderen findet ihr an versteckten Positionen oft auch andere Wagen, in die ihr via Knopfdruck einfach wechseln könnt. Dabei sind wieder mal sehr viele lizenzierte Karren dabei. Von Audi über Porsche bis hin zu Maserati bleiben kaum Wünsche offen. Für jedes Fahrzeug gibt es eigene Rennen, die entweder leicht, mittel oder schwer sind. Je höher der Schwierigkeitsgrad, desto besser sind nicht nur eure Kontrahenten, sondern desto mehr achtet auch die Polizei darauf, ob ihr euch an die Verkehrsregeln haltet. Aber hier gilt, wer bremst hat nicht nur Angst, sondern vor allem keine Chance. Und so habt ihr später ständig die Gesetzeshüter im Nacken. Je mehr ihr angestellt habt, desto aggressiver und hartnäckiger werden sie: Straßensperren sind da noch harmlos. Ähnlich wie in GTA könnt ihr aber auch euren Fahndungslevel reduzieren und versuchen zu entkommen. Was allerdings kaum möglich ist, wenn ihr Mitten in einem Rennen steckt.

 

Habt ihr euch für ein Rennen entschieden, könnt ihr entweder zum Startpunkt in der Stadt fahren oder euch direkt dort „hinbeamen“ lassen. In den Rennen gilt es zumeist einen der vorderen Plätze zu erreichen. Dafür bekommt ihr weitere Punkte, schaltet aber auch neue Tuningmöglichkeiten für euren Wagen frei.

 

 

Tuning fürs Auge und Performance

 

Need for Speed Most Wanted U ist eindeutig ein Arcade-Racer. Es geht hier nicht um Realismus. Ihr rast die ganze Zeit mit einem Affenzahn durch die Gegend und werdet sogar für Crashes belohnt, woran man ganz klar merkt, dass die Entwickler früher die Burnout Serie produziert haben. Aber das alles heißt nicht, dass Tuning nicht wichtig ist. Ihr könnt eure Wagen nach und nach in den Kategorien Reifen, Nitro, Chassis, Karosserie, Getriebe und Optik verändern, was wiederum einen Einfluss auf die Höchstgeschwindigkeit, Geländetauglichkeit und mehr hat. Nitro sollte ich an dieser Stelle noch genauer erklären: Ihr habt für euren Wagen eine begrenzte Anzahl Nitro zu Verfügung, die sich immer wieder auffüllt. Ohne diesen Geschwindigkeitsboost habt ihr oft genug gar keine Chance.

 

 

Die Technik

 

Das wichtigste vorneweg: Das Spiel ist höllisch schnell und läuft zumeist butterweich über den Bildschirm! Ganz ehrlich, gerade mit aktiviertem Nitro ist es mir persönlich teilweise sogar schon zu schnell! Die Grafik ist wirklich sehenswert. Wie die Entwickler mitgeteilt haben, handelt es sich bei der Wii U Version um die grafisch beste von allen. Ohne das gezielt nachprüfen zu können, bin ich aber gewillt es zu glauben. Die Texturen sind super scharf und während die anderen Versionen teilweise etwas mit Grafikaufbau im Hintergrund zu kämpfen hatten, ist davon auf der Wii U so gut wie nichts zu sehen.

 

Auch am Sound gibt es nichts zu meckern. Die Motoren klingen authentisch. Bei der Musik handelt es sich um zig lizenzierte Songs von bekannten und weniger bekannten Bands und Acts. Da ist für jeden Musikgeschmack was dabei!

 

 

Die Wii U Version

 

Hier hat sich Criterion richtig Mühe gegeben. Nicht nur sieht die Wii U Version klasse aus. So wurden auch all die Standardsachen wie Miiverse oder die Möglichkeit nur auf dem Controller zu spielen integriert. Ansonsten könnt ihr über den Touchscreen verschiedene Einstellungen in Echtzeit vornehmen, wie zum Beispiel den Verkehr ein-und ausschalten oder die Tageszeit ändern. Habt ihr einen Classic Controller (alt oder neu) oder eine Wiimote-Nunchuck zur Hand, dann könnt ihr diese ebenfalls nutzen. Nun kann das Wii U GamePad auch von einem Beifahrer genutzt werden, der die eben genannten Einstellungen vornehmen kann.

 

 

Der Multiplayer

 

Neben dem Beifahrermodus dürft ihr den Titel natürlich auch online zocken. Hier könnt ihr entweder gegen bis zu fünf Freunde oder Fremde antreten. Dabei schließt ihr euch im Prinzip einer Gruppe an und müsst bestimmte Aufgaben erfüllen wie Rennen fahren, Speedtests oder Sprünge absolvieren. Da die Events an verschiedenen Punkten in der Stadt stattfinden, sollt ihr zwischendrin zu den neuen Treffpunkten fahren. Auch online sammelt ihr Punkte und könnt so neue Dinge freischalten. Alles sehr nett, wenn man denn Lust drauf hat. Voice-Chat wird übrigens auch unterstützt.

 

Allerdings nötigt einen EA mehr oder weniger einen Origins-Account anzulegen, um in den vollen Genuss zu kommen. Hier kann man zwar quasi seine Nintendo Network ID nutzen, dennoch finde ich sowas eher störend.

 

Vielen Dank an EA für das Testmuster!


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Fazit

Need for Speed Most Wanted U ist ein sehr guter Teil der Serie und eine gelungene Umsetzung für Wii U. Es lässt steuerungstechnisch, grafisch und spielerisch kaum Wünsche offen. Letztendlich bleibt es aber Geschmackssache, ob einem das „Open World-Konzept“ zusagt. Mir persönlich ist gerade bei einem Arcade-Racer ein engeres Korsett von aufeinander folgenden Strecken immer noch lieber. Auch die übertrieben aktiven Cops empfinde ich als störend. Aber gerade, weil der Titel derzeit konkurrenzlos auf Nintendos aktueller Konsole ist, kann ich das Spiel jedem empfehlen, der auf das Genre steht.

Grafik

gut

Sound

super

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

80%

Singleplayer

80%

Multiplayer

Release

21.03.2013

Developer

Criterion

Publisher

EA

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

2

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

2-6



Neue Wertungsskala nun auch für Wii U-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort nicht mehr nur beim 3DS, sondern auch bei Wii U-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS und die Wii U:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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