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Reviews: Nintendo Wii U

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LEGO City Undercover

Action Adventure

16.04.2013

Autor: Mario Kablau

 

 

Chaos in Lego City!

 

Als kleines Kind und auch später als größeres Kind war LEGO lange mein größtes Hobby. Ich hatte so viele Bauwerke und Fahrzeuge, dass ich in der Spitze ein ganzes Zimmer im Keller damit gefüllt habe. Dementsprechend gerne mochte ich auch die LEGO Videospiele der letzten Jahre. Allerdings hat sich für meinen Geschmack bei den ganzen Lizenzspielen zu wenig getan, so dass seit einer Weile etwas die Luft raus war. Umso mehr habe ich mich über die Ankündigung von LEGO City Undercover gefreut, das ursprünglich zum Launch der Wii U erscheinen sollte.

 

Nun ist es mit ein paar Monaten Verspätung endlich draußen und ich habe die letzten zwei Wochen fast nichts anderes mehr gezockt – mal abgesehen von Fire Emblem Awakening, aber das nur unterwegs. Vor wenigen Tagen lief nun nach 18 Stunden und 31 Minuten der Abspann über meinen Fernsehbildschirm, bei einer Quote von 31,9 Prozent. Und damit steige ich dann endlich in den Test ein.

 

 

Eine riesige, lebhafte Welt!

 

Die Stadt in der das Spiel stattfindet ist einfach nur unglaublich groß. Okay, für GTA-Veteranen vermutlich nicht und im Vergleich zu Twilight Princess ist sie auch nicht als riesig zu bezeichnen, aber dennoch bin ich wirklich beeindruckt. Warum? Weil ich selten eine Welt in einem Videospiel erlebt habe, die so groß, so dicht, so lebhaft und so abwechslungsreich ist.

 

Angelehnt an diverse Städte bietet Lego City Highlights wie die Golden Gate Bridge und die Straßenbahnen aus San Francisco, die Freiheitsstatue und den Times Square aus New York, die Kanäle aus Venedig und vieles mehr. Und in dieser Stadt bewegt man sich völlig frei. Doch natürlich ist nicht einfach nur die Stadt da, sondern auch noch eine Geschichte, die ich an dieser Stelle auch mal kurz umreißen will.

 

Es geht um den Ausbruch des Schwerverbrechers Rex Fury. Dieser war vor zwei Jahren durch den Polizisten Chase McCain eingebuchtet worden, jedoch nicht ganz ohne Kollateralschäden. Diese Geschichte wird übrigens im 3DS-Ableger erzählt. Zu Beginn dieses Spiels bricht er aus dem Knast aus und stürzt die Stadt ins Chaos. Chase kommt zurück nach Lego City, um erneut dabei zu helfen, ihn einzubuchten.

 

Als Spieler übernimmt man die Kontrolle über den LEGO Cop und muss sich mit ihm in das organisierte Verbrechen einschleichen, um Rex auf die Schliche zu kommen. Doch dabei ergibt sich nach und nach erst die große Tragweite des Ausbruchs und was das eigentlich für die Stadt bedeutet. Aber das will ich hier natürlich nicht erörtern, ihr werdet aber vermutlich überrascht sein, was die Taten von Chase im Spiel zur Folge haben könnten.

 

 

Typisch LEGO oder mehr als das?

 

Wie ich eingangs schon geschrieben habe, gingen mir die letzten LEGO Spiele irgendwann leicht auf den Keks, weil es einfach immer wieder dasselbe war. Das konnten die Entwickler mit LEGO City Undercover ändern – und zwar merklich.

 

Anders als bisher spielt die Geschichte nämlich nicht innerhalb von festen Missionen sondern die Missionen sind als ein Teil des Ganzen in die Geschichte eingewoben. Es passiert also das meiste außerhalb der klassischen LEGO Levels in der offenen Welt, die man von Anfang an fast vollständig erkunden kann. Man bekommt zwar stets ein Ziel vorgeben, dass man erreichen muss, um in der Geschichte vorwärts zu kommen, man kann sich aber auch meistens alle Zeit der Welt nehmen, um dieses Ziel zu erreichen und einfach nur die Stadt erkunden. Und dort gibt es eine Menge zu entdecken.

 

Insgesamt 450 goldene LEGO Steine gilt es ebenso zu finden wie fast 300 LEGO Figuren und nahezu 100 LEGO Fahrzeuge. Die Figuren und Fahrzeuge sind an allen möglichen Orten versteckt, man muss also stets die Augen offen halten, um verborgene Wege zu entdecken oder geheime Aufgaben zu finden.

 

 

Für die goldenen Steine muss man bestimmte Aufgaben lösen, von denen es zahlreiche in jedem Stadtteil gibt. So muss man Autodiebe schnappen oder selbst erfolgreich Autos klauen, Geldautomaten zerstören, Aliens einfangen, Bahnhöfe aktivieren, Umkleidekabinen aufbauen, Kletterparcours meistern, Zeitläufe mit verschiedenen Autos schaffen, Schweine finden, brennende Grills löschen, Blumenkästen gießen, Statuen sprengen, Katzen retten und vieles mehr. Und all das hat mit der Geschichte nichts zu tun, sondern ist „nur“ Beiwerk.

 

Und bevor ich es vergesse: Es gibt auch noch 65 Superbauten in der Stadt, die nicht nur das Bild von Lego City verändern, zum Beispiel ein Riesenrad oder eine große Sandburg am Strand, sondern auch einen Nutzen haben. Diese Superbauten werden mit speziellen LEGO Steinen konstruiert, die man zum einen in kleinen Mengen überall finden kann oder konzentriert als Supersteine an mehr oder weniger gut erreichbaren Orten. Auch für die Superbauten bekommt man jeweils einen goldenen Stein, aber noch viel mehr. So kann man zum Beispiel Rufsäulen bauen, an denen man sich dann ein Auto nach Wunsch liefern lassen kann (oder man konfisziert einfach eins von einem Bürger der Stadt) oder auch Hubschrauber-Landeplätze, Schiff-Anleger und mehr. Alleine diese Bauwerke komplett zu errichten, ist eine Lebensaufgabe.

 

Die restlichen goldenen Steine kann man im Revier gegen Stuts kaufen, das sind die kleinen Runden LEGO Steine, die seit jeher die Währung in LEGO Spielen sind. Doch ohne Hilfe kann man hier ebenso wenig jemals genug sammeln wie man ohne die Supersteine nie genug Währung für die Superbauten hätte. Man braucht die bekannten roten LEGO Steine. Diese sind in den Missionen und in den Stadtteilen sehr gut versteckt und sie schalten viele Extras frei. So gibt es zum Beispiel eine Mario Mütze, neue Klingeltöne fürs Handy und Stut-Multiplikatoren. Hat man einen Stein gefunden, dann man muss man ihn noch im Laden freischalten und kann dann seine Funktion nutzen, also zum Beispiel die eingesammelten Stuts vervierfachen. Dann geht auch das Sammeln wesentlich schneller. Es gibt insgesamt 40 rote LEGO Steine, die gefunden werden wollen und die mehr oder weniger nützliche oder lustige Funktionen freischalten.

 

Und selbst nach diesen Massen, die ich euch jetzt schon beschrieben habe, bin ich noch weit weg davon, alles vorgestellt zu haben. Ich belasse es jetzt aber mal dabei und komme auf die Missionen zurück. Was bisher das Herz der LEGO Videospiele war ist nun nur noch ein recht kleiner Teil davon. Im Laufe der 15 Kapitel der Geschichte bekommt man immer wieder Aufträge, die man schaffen muss, um seinem Ziel näher zu kommen. Diese Spezialaufträge, auch hiervon gibt es 15, finden in geschlossenen Bereichen statt und haben ein festes Ziel. Also genau das, was früher der Hauptbestandteil der Videospiele von LEGO war.

 

Auch hier gibt es jeweils einen roten Stein zu finden und immer zwei Autos und zwei Figuren. Außerdem kann man goldene Steine bekommen, wenn man sich geschickt anstellt. Einen bekommt man für das Erreichen des Ziels, einen weiteren, wenn man LEGO City Held wird, also genug Stuts eingesammelt hat und einen dritten, wenn man alle vier Teile der Polizeimarke findet. Diese bekommt man durch das Lösen von kleineren Aufgaben in den Missionen. Also sind gerade einmal 10 Prozent der goldenen Steine tatsächlich in den Spezialaufträgen zu holen, der Rest findet in der Stadt statt. Da sieht man schon ganz gut die Relationen.

 

 

Und bevor ich jetzt zum Gameplay komme, noch ein paar weitere Sätze zur Stadt: Hier kann man natürlich nicht nur zu Fuß oder mit einem bestellten oder konfiszierten Auto unterwegs sein, sondern auch mit anderen Verkehrsmitteln. Da gibt es zum Beispiel 14 Bahnhöfe in der Stadt, die man finden und dann benutzen kann, um schnell von A nach B zu kommen. Ebenso sind später Boote verfügbar, mit denen man selbst durch die Flüsse, das Meer oder die Kanäle fahren kann. Auch Hubschrauber gibt es, die die Wege dann ganz kurz machen. Nicht zuletzt kann man auch noch in ein Taxi oder eine Limousine steigen, die einen dann selbstständig zum gewählten Ziel fahren.

 

Vor allem der Hubschrauber eröffnet einen ganz anderen Blick auf die Stadt, es ist einfach Wahnsinn, wie groß die auch von oben betrachtet ist und was man so alles entdecken kann. Im Flug mit dem Helikopter kann man gut die Augen aufhalten, um Dinge zu entdecken, die man von unten nicht so gut sehen kann. Dann muss man „nur noch“ den Weg dahin finden, nicht immer einfach und oft mit längeren Kletterpassagen verbunden. Und damit komme ich jetzt endlich zum Gameplay!

 

 

Viele Aufgaben – viele Figuren!

 

Wie schon immer bei LEGO Spiele sind viele Dinge anfangs noch verborgen, da man noch nicht die richtige Figur dafür hat. In Lego City gibt es insgesamt acht verschiedene Typen von Figuren, die man nach und nach bekommt. Zu Beginn hat man nur den Privatmann Chase, der aber nix besonderes kann. Sobald er seine Uniform zurück hat, geht es mit neuen Möglichkeiten schon los, er hat eine Pistole, die ein Seil verschießt, mit dem er sich dann hochziehen, Dinge runterziehen oder über Abgründe schwingen kann.

 

Darüber hinaus gibt es dann recht am Anfang noch das Outfit eines Gauners, mit dem man Safes knacken und Türen aufbrechen kann. Im weiteren Spielverlauf kommen dann noch eine Bergarbeiter, ein Raumfahrer, ein Farmer, ein Feuerwehrmann und ein Bauarbeiter dazu, alle mit anderen Fähigkeiten. So werden nach und nach neue Bereiche zugänglich und auch die Missionen lohnen sich für einen erneuten Durchgang, da man am Anfang noch gar nicht alles schaffen kann, weil einem noch die Figuren fehlen, bzw. weil die Figuren auch nicht von Anfang an alle Fähigkeiten haben.

 

Jedenfalls rennt man mit seiner aktuellen Figur durch die Umgebung und kann neben Sprüngen auch noch diverse andere Fähigkeiten einsetzen. Der Gauner bekommt zum Beispiel später eine Farbwaffe, mit der man allerhand Dinge einfärben kann. So muss man bestimmte Objekte richtig einfärben, um weiter zu kommen. Etwas, das auch in der Stadt oft eingesetzt werden muss. Man springt und klettert also durch die Gegend und versucht, das nächste Ziel zu erreichen – entweder in der großen Geschichte in der Stadt, in einer Mission das Ende der jeweiligen oder einfach irgendwo auf der Suche nach irgendeinem Extra. Dabei muss man auch immer mal wieder im Stile von Prince of Persia herumklettern.

 

Das Gameplay haben die Entwickler dabei kaum verändert im Vergleich zu bisherigen Spielen der Serie. Es ist weiterhin alles eher seicht, allerdings bietet LEGO City Undercover wesentlich mehr Rätsel und Geheimnisse als seine Vorgänger, aber das habe ich ja weiter oben schon ausführlich erläutert.

 

 

Hin und wieder trifft man auch mal auf Gegner, die bezwungen werden müssen. Das Kampfsystem ist auch relativ einfach, man kann die Gegner mit A packen und dann werfen, sie mit Y überwältigen oder mit X einen Angriff kontern. Es wird zwar später noch etwas komplexer, aber wirklich hochtrabend ist es nicht – und das ist auch gut so. LEGO City Undercover hat seine Stärken nämlich ganz woanders: Es spielt sich wie von selbst, aber es gibt so viel zu entdecken und man wird für jede Kleinigkeit mit irgendetwas belohnt, so dass sich jeder Schritt auszahlt. Ich persönlich will einfach alles haben, auch wenn ich weiß, dass ich das vermutlich niemals schaffen werde. Einige Tage nach dem Abspann bin ich nun schon bei 25 Stunden, aber erst bei 45 Prozent, da liegt also noch ein weiter Weg vor mir!

 

Also: Seichtes Gameplay, aber eine riesige Welt mit haufenweise Geheimnissen, die es zu entdecken gilt. Was will man mehr?

 

 

Humor ist, wenn man nur noch lacht!

 

Ach ja, Humor hat das Spiel auch noch. Das fängt schon damit an, dass in der ersten Mission ein Gauner einen offensichtlich falschen Namen ausplaudert, um seine Haut zu retten – nur damit dann zwei Minuten später eine Figur mit genau diesem Namen durchs Bild läuft. Oder Chase freut sich ebenfalls relativ am Anfang darüber, dass er keine Höhenangst oder andere seltsame Phobien hat – nur um sich dann vor einem plötzlich heran fliegenden französischen Papagei zu fürchten. Dieses Feuerwerk geht das ganze Spiel über weiter und vor allem wird man dafür belohnt, gut aufzupassen. Wenn man auf die kleinen Dinge im Hintergrund achtet, hat man noch mal mehr zu lachen. Oder auch Dinge, die im Vordergrund passieren, werden Stunden später wieder aufgenommen.

 

Aber nicht nur das sorgt für ordentlich gute Stimmung, auch die Anspielungen sind absolut köstlich. Als der Chief am Anfang zur Einsatzbesprechung aufruft, stürmen dutzende Cops in die Wache, darunter Sherlock Holmes und Dr. Watson sowie Starsky und Hutch. Oder etwas später muss Chase Kung Fu lernen, er macht es wie Neo in Matrix und kämpft dabei natürlich auch gegen einen Morpheus-Verschnitt in der bekannten Dojo-Szene des Films. Und das ist noch lange nicht alles. Man sieht einfach überall, wo sich die Entwickler fleißig bedient haben und was sie alles durch den Kakao ziehen – nicht zuletzt auch den an Bane angelegten Rex haben sie sehr überzeugend gemacht. Umso genialer ist es, dann am Ende auch ihn selbst spielen zu können – so wie man jede Figur im Spiel freischalten und dann selbst steuern kann.

 

Viel Liebe zum Detail zeigen auch die lustige LEGO Kleinigkeiten. So zerfallen zum Beispiel Autos, die man in der Fahrt rammt, nach und nach in ihre Einzelteile und man kann dabei dann sogar die Zylinderblöcke des Motors arbeiten sehen. Auch das sorgte bei mir für viel Spaß beim Spielen.

 

An der Stelle auch noch eine kleine Randnotiz: Ich finde es sehr lustig, dass sich Mafiabosse keine Gedanken machen, wenn man als verdeckter Ermittler in einem Polizeiauto mit Blaulicht und Martinshorn zum geheimen Treffen anreist. Hier hätte ich mir ein paar Auswirkungen gewünscht, am liebsten natürlich humoristisch. Aber das ist keine Beschwerde – nur ein Vorschlag für den Nachfolger.

 

Zu Lachen hat man also mehr als genug, auch deshalb wird das Spiel auch nach 20 Stunden trotz des recht einfach gehaltenen Gameplays niemals langweilig, zumindest, wenn man sich mitreißen lässt.

 

 

Technik und Steuerung

 

Grafisch ist LEGO City Undercover auch nicht zu verachten, die Stadt ist extrem schön und sieht auch wirklich gut aus. Endlich mal ein Spiel, das exklusiv auf der Wii U ist, das die Leistungsfähigkeit auch wirklich nutzt und etwas daraus macht. Okay, ZombiU tat das auch schon, aber die beiden sind ja so gar nicht vergleichbar.

 

Man findet zwar natürlich hier und da auch mal nicht so ganz schöne Texturen oder auch den einen oder anderen kleinen Darstellungsfehler, aber alles in allem ist das Spiel optisch ziemlich gut gelungen. Alleine aufgrund der Größe der Welt ist das eine ziemlich beeindruckende Leistung. Dass da eine Menge Arbeit rein gesteckt wurde, sieht man nicht nur am gewaltigen Abspann.

 

An der Grafik habe ich eigentlich nur die Weitsicht etwas zu kritisieren. Die ist zwar grundsätzlich wirklich gut, aber vor allem in weiterer Ferne werden zunächst nur die wirklich bemerkenswerten Objekte dargestellt, wie zum Beispiel die Golden Gate Bridge, die man quasi von jedem Punkt in der Stadt sehen kann. Kleinere Objekte erscheinen dagegen erst, wenn man näher dran ist. Das ist zwar kein Beinbruch, aber es stört leider doch etwas die Immersion.

 

Akustisch ist das Spiel nicht ganz so gelungen. Zwar ist die Musik erste Sahne und auch ausreichend abwechslungsreich, aber es fehlt einfach etwas: Radio. Man ist so oft im Auto unterwegs, hat aber keine Chance, dann Musik zu hören. Klar, wenn gerade etwas in der Story passiert, hat man passende Musik, aber wenn man einfach nur durch die Stadt fährt, dann hört man abseits der Geräusche nichts. Das finde ich wirklich schade. Es hätte dafür ja nichts oder nicht viel Neues sein müssen, aber die Möglichkeit, im Auto Musik zu hören, hätte ich toll gefunden.

 

 

Zum Glück ist die deutsche Sprachausgabe dagegen über jeden Zweifel erhaben. Die Sprecher sind sehr professionell, Dialekte und Sprachfehler werden perfekt als Mittel zum Humor eingesetzt und quasi jede Szene ist komplett vertont. Auch das spricht für den extrem hohen Produktionswert dieses Spiels.

 

Da ich über den Umfang ja schon etwas geschrieben habe – jetzt nur noch kurz einige Sätze zur Steuerung. Diese geht mit dem GamePad sehr gut von der Hand. Der linke Stick steuert Figuren und Autos, der rechte die Kamera. Die Aktionstasten werden im Kampf oder außerhalb davon sinnvoll genutzt und auch die Schultertasten kommen gut zum Einsatz, um schnell zwischen den Verkleidungen zu wechseln.

 

Dazu wird der Bildschirm auf dem GamePad vorbildlich genutzt. Chase hat im Spiel einen Scanner, mit dem man die Umgebung nach Geheimnissen absuchen, Gespräche abhören, Gauner entdecken und Supersteine finden kann. Dazu drückt man kurz einen Knopf und schaut dann auf den Touchscreen, um sich in der Umgebung umzusehen, wie Chase das auf dem großen Bildschirm dann auch tut. Zusätzlich wird das GamePad als Videotelefon benutzt, hier sieht man die Gesichter der Figuren, die gerade anrufen und mit Chase sprechen.

 

Abseits davon sieht man eine Karte der Umgebung auf dem GamePad, die in drei Zoomstufen angezeigt werden und von der aus man auch direkt Infos zu bestimmten Dingen holen kann. Auch lassen sich die Spezialaufträge, sobald man sie einmal geschafft hat, direkt über die Karte ansteuern. Ebenso legt man auf dieser Karte Ziele für das Navi fest, damit einem der kürzeste Weg zum Ziel angezeigt wird, der natürlich noch kürzer werden kann, wenn man sich nicht an die gängigen Verkehrsregeln hält.

 

Apropos Autos: Im Ersten Eindruck habe ich mich noch über die Steuerung der Autos aufgeregt, das muss ich nun mit Nachdruck zurück nehmen. Denn tatsächlich steuert sich jedes Auto im Spiel anders, so wie es sein sollte. Hier haben die Entwickler offensichtlich sehr viel Mühe rein gesteckt, die sich gelohnt hat. Und wer mit bestimmten Fahrzeugen daher nicht so gut klar kommt, der nimmt einfach ein anderes, es gibt ja mehr als genug... Mein einziger wirklicher Kritikpunkt sind die Ladezeiten. Die kommen zwar im Spiel nicht oft vor, aber wenn, dann nerven sie ziemlich. Alleine mal mit dem Spielen anzufangen dauert eine halbe Ewigkeit.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.


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Fazit

LEGO City Undercover hat es geschafft, mich zu begeistern. Tagelang habe ich jede freie Minute vor der Konsole gesessen und die Stadt erkundet. Und auch nach dem Abspann bin ich weiter fleißig dabei, alles zu sammeln, eine Lebensaufgabe, an der ich vermutlich scheitern werde, so viel hat das Spiel zu bieten. Das Gameplay ist zwar nach wie vor eher seicht, aber durch die Größe und Abwechslung, die die Stadt bietet sowie dank der gelungenen Geschichte mit erstklassigem Story-Telling fand ich diese Art von Gameplay perfekt passend. LEGO Spiele sind damit erwachsen geworden und jeder weitere Vertreter wird sich an diesem Teil messen lassen müssen. Keine leichte Aufgabe, nicht zuletzt auch wegen der tollen Optik, der gelungenen Sprachausgabe und dem sehr guten Homor gepaart mit einer eingänglichen Steuerung und nur wenigen Kritikpunkten. Sobald ich mit Fire Emblem durch bin, werde ich mich dann mal dem 3DS-Ableger widmen und anschließend freue ich mich auf den hoffentlich bald kommenden Nachfolger.

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

super

Spielspaß

super

84%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

28.03.2013

Developer

TT Fusion

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskala nun auch für Wii U-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort nicht mehr nur beim 3DS, sondern auch bei Wii U-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS und die Wii U:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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