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Angespielt: Nintendo Switch

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Smoke And Sacrifice

Action Adventure

24.06.2018

Autor: Matthias Küpper

 

Mit Smoke And Sacrifice erscheint der erste Titel des kleinen Indie Entwicklers Solar Sail Games auf der Nintendo Switch. Dabei handelt es sich um ein Survival Spiel, bei dem Elemente aus RPGs und Action-Adventure kombiniert werden. Euch erwartet daher ein düsteres Spiel, in dem an jeder Ecke neue Gefahren lauern.

 

 

Von der Oberwelt in die Welt darunter

 

In Smoke And Sacrifice schlüpft der Spieler in die Rolle von Sachi. Als junge Mutter muss sie ihren erstgeborenen Sohn als Opfer an den Altar bringen. Dabei hilft es nicht besonders, dass die anderen Bewohner dies als selbstverständlich sehen und ihren Kindern nicht einmal einen Namen geben. Sachi ist dort aber anders. Sie hat ihrem Sohn einen Namen gegeben und möchte ihn nie vergessen. Mit Tränen muss sie dabei zusehen, wie ihr Sohn geopfert wird, damit die Oberwelt weiter in Frieden leben kann. Sie wird außerdem von einem seltsamen Kesselflicker angesprochen, der aber nicht bereit ist, ihre vielen Fragen zu beantworten.

 

Danach vergeht einige Zeit, in der Sachi ihren Sohn nie vergisst. Doch eines Tages wird das Dorf angegriffen. Um die Hilfe der Priester zu holen, eilt die Heldin zum Tempel, wo sie wieder auf den Kesselflicker trifft. Dieser rät ihr, das Opferungsgerät einmal genauer zu betrachten, da weit und breit kein Priester zu sehen ist. Als sie es tut, wird sie prompt in die Unterwelt teleportiert, wo es deutlich düsterer ist. Ihr Sohn ist also noch am Leben! Recht schnell trifft sie dabei auf andere Wesen, die wie Vogelscheuchen aussehen. Von diesen wird der Spieler zunächst an die Hand genommen. Nach und nach wird einem dabei das Spielprinzip erklärt.

 

 

Baue oder Sterbe

 

So muss Sachi zunächst die umliegenden Sachen sammeln, damit sie später mit Hilfe des Handwerksmenüs eine Laterne herstellen kann. Diese ist auch bitter nötig, da die Hälfte des Tages dichter Rauch das Land bedeckt, der giftig ist. Doch mit Hilfe der Lampe lässt er sich vertreiben. Ansonsten muss sich Sachi in der Nähe von Farn aufhalten, der Licht ausstrahlt. Doch in der Umgebung ist nicht nur der Rauch das einzig tückische. Es gibt auch Quallen, Schweine und Wespen, die Sachi angreifen. Deshalb benötigt unsere Heldin schnell weitere Ausrüstung, um sich vor diesen zu schützen.

 

Für den Spieler beginnt nun die gefährliche Suche nach Antworten und den Sohn der Heldin. Dabei muss man immer wieder neue Rezepte finden, um nützliche Werkzeuge herzustellen. Diese kann man von alten Pergamenten, Steinen oder eben den Bewohnern dieser düsteren Welt bekommen. Bei so vielen Gefahren ist es ebenfalls notwendig, einen Vorrat an Kräutern und anderen Sachen zum Essen zu sammeln. Diese verschwinden aber nach einer gewissen Zeit, was die Verwendung für Rezepte erschwert. Nach und nach kämpft man sich auf diese Weise voran und muss immer wieder herausfinden, wo man bestimmte Ausrüstung bekommt. Dabei kann es häufiger vorkommen, dass man stirbt und zurück zum letzten Speicherort gelangt. Wichtig ist, dass das Spiel nicht automatisch speichert, weshalb man recht schnell feststellt, dass die vielen Speicherstationen, nicht umsonst da sind.

 

 

Steuerung und Technik

 

Steuern lässt sich Sachi auf zwei Arten und Weisen. Es gibt einmal eine klassische Variante, bei der man den Analogstick zum Laufen verwendet und über die Tasten mit der Umgebung interagiert. Hierbei wird besonders der X Knopf oft benutzt, da man mit diesem springt und somit Attacken ausweicht oder gefühlt schneller vorankommt. Mit Y greift man an und mit den Schultertasten R und L kann man die angelegte Waffe wechseln. Die Richtungstasten ermöglichen einem den Zugriff zur Karte, dem Inventar und dem Handwerksmenü.

 

Alternativ lässt sich das Spiel im Handheldmodus auch mit dem Touchscreen steuern. Hierbei bewegt man Sachi mit Hilfe eines Fingers. Diesem folgt die Gute dann durch das Spiel. Drückt man mit einem zweiten Finger auf den Touchscreen greift sie an. Das funktioniert aber längst nicht so intuitiv und kann besonders in den Kämpfen eher chaotisch werden, weshalb ich eher zur klassischen Steuerung rate.

 

Grafisch weiß das Spiel für ein Indie Spiel zu überzeugen. Die Welt ist zwar düster angelegt, hat aber einige Überraschungen parat. Sie bietet zudem durch unterschiedliche Klimabedingungen wie Schnee-, Sumpf- oder Vulkanland genug Abwechslung und Herausforderungen. Insgesamt trägt die Umgebung und Darstellung zu dem beklemmenden Gefühl bei, welches vermutlich auch Sachi in dieser Welt hat.

 

Die Musik ist in diesem Spiel eher im Hintergrund. Dadurch fallen viele Stücke kaum auf. Das trägt in diesem Fall aber zu dem Gefühl der Einsamkeit bei, welches der Spieler hat. Sachi ist auf ihrer Reise die meiste Zeit alleine. Deshalb kann man dem Spiel nicht wirklich vorwerfen, dass es jetzt nicht mit einem Soundtrack glänzt wie die meisten Spiele von Nintendo. Eine Sprachausgabe ist leider nicht enthalten, die zur Atmosphäre noch einmal hätte mehr beitragen können.

 

 

Kritik

 

Das größte Problem des Spiels ist der Frustfaktor. Dabei sind die vielen Tode, die im Spiel passieren können, nicht einmal das Schlimme. Viel schlimmer ist, dass man im Spiel Aufgaben bekommt, theoretisch weiß, wie man diese erfüllt, aber nicht das entsprechende Item hat. Also macht man sich auf die Suche nach Hinweisen. Diese bekommt man meistens von den Bewohnern, aber manchmal muss man auch erst einmal ein gewisses Gebiet gelangen. Hat man das Item dann endlich gefunden, geht es ans Bauen. Nur leider brechen die Gegenstände recht schnell, weshalb die Dinge immer wieder aufs Neue sammeln muss. Zwar gibt es Items zum Reparieren, aber auch dafür braucht man Resourcen.

 

Zudem ist es echt hart, dass man nach dem Tod zum letzten Speicherpunkt zurückkehrt, an dem man selber gespeichert hat. Das macht das Erkunden der Welt deutlich schwieriger, ist aber eben so gewollt. Trotzdem kann es sehr frustrierend sein, nach einer langen Erkundungstour ohne Speichern von einer Falle oder einem Monster getötet zu werden, nur um den ganzen Spaß noch einmal machen zu müssen.


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Fazit

Smoke And Sacrifice ist ein richtig gutes Indie Spiel, welches fordernd ist und eine schöne Optik besitzt. Zudem erfährt man nach und nach mehr über die Welt, in der man sich bewegt, was die Spannung oben hält. Wer gerne Survival Spiele spielt, macht hier nichts falsch. Aber auch alle anderen Spieler sollten den Blick mal wagen. Das Debüt von Solar Sail Games ist somit mehr als gelungen.

Grafik

super

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

81%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

31.05.2018

Developer

Solar Sail Games

Publisher

Curve Digital

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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