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Reviews: Nintendo 3DS

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Pokémon Sonne und Mond

RPG

19.12.2016

Autor: Matthias Küpper

 

Mit Pokémon Mond und Sonne erschien am 23. November 2016 die siebte Generation der Serie. Gamefreak hat dabei einige Traditionen begraben. So ist die Alola Region den Inseln von Hawaii nachempfunden und nicht einer Region von Japan. Aber auch andere Neuerungen haben ins Spiel gefunden. Lasst uns also damit beginnen, alle 802 Pokémon zu fangen.

 

 

Willkommen in Alola

 

Am Anfang des Spiels lernt man direkt Professor Kukui kennen, der einem die altbekannten Fragen stellt. Wieder hat man die Wahl zwischen einem Jungen oder einem Mädchen. Dazu gibt es noch ein paar Optionen, um das Aussehen zu gestalten. Sobald man diese Einleitung hinter sich gebracht hat, sieht man eine Szene, in der ein Mädchen von bösen Halunken verfolgt wird, ehe sie von einem seltsamen Pokémon gerettet wird. Danach geht es dann sofort los. Mal wieder ist man zusammen mit der eigenen Mutter in die Region gezogen. Man selbst stammt aus Kanto und ist nicht nur wegen dem warmen Klima zum Inselparadies gekommen. Die neue Heimat hört auf den Namen Mele Mele und ist eine von insgesamt vier Inseln. Wie schon erwähnt sind diese Hawaii nachempfunden. Schon bald trifft man auf allerhand Charaktere. Da wäre Tali, der der Enkel des Inselkönigs von Mele Mele ist. Anders als in allen Vorgängern, gibt es in den beiden neuen Editionen keine Arenen. Stattdessen geht man auf Inselwanderschaft. Bei dieser gibt es Inselprüfungen, die nicht immer mit einem Trainerkampf verbunden sind. Sobald man alle Prüfungen einer Insel abgeschlossen hat, kommt noch eine letzte große Prüfung, in der man den Inselkönig oder die Inselkönigin in einem Kampf besiegen muss. Erst danach geht es auf die nächste Insel, auf der neue Herausforderungen und Pokémon warten. Das Ziel ist es, alle Prüfungen zu bestehen, um Alola Champ zu werden. Zur Belohnung gibt es immer einen Z-Kristall. Diese neuen Kristalle können von bestimmten Pokémon ausgerüstet werden. So kann ein Aquium Z von allen Pokémon mit einer gelernten Wasserattacke ausgerüstet werden. Da man direkt am Anfang auch einen Z-Ring bekommt, ist es bereits nach der ersten Prüfung möglich, Z-Attacken einzusetzen. Diese wandeln eine normale Attacke in eine stärkere um. Allerdings kann pro Kampf insgesamt nur eine eingesetzt werden. Außerdem lernt man noch Lily kennen, die die neue Assistentin von Professor Kukui ist. Der Spieler erkennt sofort, dass es sich um das Mädchen handelt, welches man schon in der kurzen Sequenz am Anfang gesehen hatte. Das seltsame Pokémon wird von ihr in einer Tasche versteckt.

 

 

Auf Inselwanderschaft

 

Während der Reise durch die Alola Region trifft man auf viele verschiedene Personen und Pokémon. Neben alten Bekannten, gibt es auch ein paar Neue. Aber neu ist auch, dass es spezielle Regionsformen gibt. Ein bekanntes Beispiel ist das Ratzfratz mit einem schwarzen Fell. Noch besonderer ist die Version aber bei Vulpix, da das nun ein Eispokémon ist. Allerdings machen Sonne und Mond nicht alles neu. Das Kampfsystem scheint auf den ersten Blick noch genauso zu sein. Doch mit den Z-Attacken wurde ja schon eine Neuerung erzählt. Eine Weitere ist, dass Pokémom nach Hilfe rufen können, wodurch meistens ein Pokémon derselben Art auftaucht. Manchmal taucht aber auch ein anderes auf. Außerdem wird nun angezeigt, wie wirkungsvoll Attacken gegen einen Gegner sind, sobald dieser im eigenen Pokédex als gesehen eingetragen wurde. Nach jedem Kampf kann man zusätzlich den verwendeten Begleiter von Statusproblemen heilen oder zum Beispiel von Schmutz befreien.

 

Auch ein böses Team macht mal wieder die Region unsicher. Allerdings kann man Team Skull nicht wirklich ernst nehmen. Sie sind nicht nur schwach, sondern auch ein bisschen sehr hohl in der Birne. Außerdem versuchen sie krampfhaft cool zu wirken, weshalb auch der ein oder andere Rap dabei ist. Die meisten Bewohner der Insel nehmen sie nicht einmal ernst. Das Spiel bietet tatsächlich wieder eine Story, die dann doch zu überraschen weiß. Allerdings kann man sich, den Ausgang so ein bisschen denken, wenn man gut aufpasst. Zusätzlich muss noch gesagt werden, dass durch die Inseln die Welt deutlich zusammenhängender wirkt, als das noch bei den Vorgängern der Fall war. Lineare Verbindungswege zwischen zwei Gebieten sucht man hier nämlich vergebens. Stattdessen wirkt alles deutlich offener.

 

 

Weitere Neuerungen

 

Eine weitere Änderung gab es beim Pokédex. In diesem befindet sich nun ein Rotom, was sogar mit einem sprechen kann. So gibt es immer wieder Bemerkungen zum nächsten Ziel oder einem Ereignis. Entwickelt sich ein Pokémon wird auch der neue Eintrag gezeigt. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit Pokémons über einen QR-Code zu scannen. Dadurch wird es als gesehen eingetragen und man kann das Habitat herausfinden. Neu sind auch die Ultrabestien, die aus einer anderen Dimension kommen. Jede Insel hat außerdem einen Schutzpatron, der ebenfalls ein Pokémon ist. Dadurch gibt es auch nachdem man Champ geworden ist, noch einiges zu tun.

 

Anders als in den Vorgängern, gibt es keine VMs mehr. Stattdessen kann man nun Pokémon über das PokéMobil rufen. So kann man auf Tauros reiten und damit Felsen aus den Wegräumen, mit Lapras über Wasser gleiten und mit Glurak fliegen. Die Möglichkeit die Pokémon zu rufen, bekommt man nach und nach während dem Spiel. So macht es auch Sinn bereits besuchte Orte noch einmal genau zu erkunden, da man nun womöglich einen schweren Felsen mit einem Machomei beiseite räumen kann.

Neu ist auch das Pokémon-Resort, welches über das Menü betreten werden kann. Dabei handelt es sich am Anfang um eine Insel, auf der ein Beerenbaum steht. Nach und nach kann man das Resort aber ausbauen, wodurch mehr Beeren geerntet werden können und mehr Platz für die Pokémon da ist. Dabei trifft man dort nicht nur auf die eigenen Freunde, sondern auch wilde Pokémon können von den Beeren angelockt werden. Es ist sogar möglich, diese zu fangen.

 

Außerdem gibt es nun den Modus Battle Royale, in dem vier Trainer mit jeweils drei Pokémon antreten. Sobald ein Trainer keine kampffähigen Pokémon mehr hat, ist die Runde vorbei. Gewonnen hat der Trainer, der insgesamt am meisten Pokémon besiegt hat und gleichzeitig noch am meisten lebende Pokémon besitzt. Um in den Kämpfen gut abschneiden zu können, gibt es mal wieder ein Spezialtraining.

 

 

Der Festival Plaza

 

Der Festival Plaza bietet die Möglichkeit mit Trainern aus aller Welt in Verbindung zu treten. Hier dreht sich alles rund um das Tauschen von und Kämpfen mit Pokémon. Außerdem bietet der runde Platz eine Auswahl an Läden, in denen Items gekauft werden können. Durch Punkte lässt sich der Festival Plaza aufwerten, sodass die Läden ausgetauscht werden können. Außerdem gibt es die Möglichkeit Spektakel zu feiern. Zum Beispiel kann man „Grundkurs Japanisch“ wählen, wodurch man selbst und seine Freunde auf dem gesamten Platz nach Leuten suchen muss, die ihr Spiel auf japanisch spielen. Es gibt aber auch noch globale Events, die alle Spieler betreffen. An der GTS wurde nicht viel geändert. Noch immer ist es möglich nach bestimmten Pokémon zum Tausch zu suchen oder einen Wundertausch zu machen. Es ist aber immer wieder schön, wenn man so auch mit Leuten spielen kann, die etwas weiter Weg wohnen.

 

 

Steuerung und Technik

 

Die Steuerung ist mal wieder eine Kombination aus Touchscreen und den Tasten sowie dem Slidepad. Das Circle Pad Pro wird aber nicht unterstützt. Mit dem Slidepad läuft man wieder ganz normal durch die Gegend, während man mit B seinen Schritt beschleunigen kann. Über Y öffnet sich das Pokémobil, während X das Menü öffnet. Mit A kann man mit Personen reden, Gegenstände aufnehmen und Türen öffnen. Sowohl im Menü als auch Kampf kann man sowohl über den Touchscreen als auch mit dem Steuerkreuz und A eine Aktion auswählen. Nur der Tausch von Pokémon ist nur über den Touchscreen möglich. Wie immer ist die Steuerung dabei sehr intuitiv und leicht zu erlernen.

 

Optisch handelt es sich um das schönste Pokémon bisher. Zwar lässt sich mal wieder über das neue Design der Pokémon streiten und auch so manche Regionsform sorgt eher für Kopfschütteln. Den 3D-Effekt haben die Entwickler aber bewusst weggelassen, da sonst das Gerät überfordert wäre. Allerdings werden nun Trainer in jedem Kampf ebenfalls angezeigt. Außerdem wurde wieder an den Animationen gearbeitet. Dadurch kommt es aber durchaus schon einmal vor, dass selbst der New 3DS an seine Grenzen kommt. Ab und zu läuft das Spiel im Kampf nämlich nicht sehr flüssig. Musikalisch bietet das Game mal wieder einen richtig guten Soundtrack. Bekannte Lieder wurden leicht verändert und die Musik ist mit einem Orchester eingespielt wurden. Eine Sprachausgabe gibt es allerdings nicht.

 

 

Kritik

 

Die siebte Generation macht vieles richtig. Allerdings gibt es auch ein paar Punkte, die nicht ganz so gelungen sind. Das Konzept von der Inselwanderschaft ist durchaus gelungen. Dennoch warten auf der letzten Insel kaum noch Prüfungen. Das war doch sehr verwunderlich, da man dort durchaus noch etwas hätte integrieren können. Außerdem waren die Arenen immer ein Highlight der Vorgänger; insgesamt musste man sich gegen acht starke Trainer durchsetzen. In Pokémon Sonne und Mond sind es lediglich vier Inselkönige.

 

Dazu wird einem am Anfang der Wanderschaft mal wieder alles erklärt, ohne dass man viele Erklärungen überspringen kann, sofern man schon Vorgängerversionen gespielt hat. Für Neulinge ist es sicherlich schön, wenn sie gezeigt bekommen, wie man ein Pokémon fängt. Dem Großteil der Spieler braucht man das aber nicht mehr zu erklären.

 

Die Neuerung, dass Pokémon um Hilfe rufen ist an sich gut. Allerdings ist es doch sehr nervig, wenn man besagtes Pokémon fangen möchte, dieses aber jede Runde neue Hilfe ruft. Dadurch ist das Fangen erst einmal unmöglich und man muss zunächst ein Pokémon besiegen. Auf Dauer macht das keinen Spaß.

 

Ein weiteres Problem ist, dass das Spiel den 3DS an seine Grenzen bringt. So konnte der 3D-Effekt nicht implementiert werden, da der normale 3DS dafür nicht leistungsfähig genug war. Aber selbst auf dem New 3DS kommt das Spiel durchaus schon einmal ins ruckeln.

 

Auch die fehlende Sprachausgabe muss an dieser Stelle erwähnt werden. Die Gefühle der Personen kommen einfach nicht so gut rüber, da man die Gesichtsausdrücke die ganze Zeit deuten muss. Nun gibt es eine Person im Spiel, die durch eben jenen Gesichtsausdruck, der sehr extrem dargestellt ist, ihre wahren Motive offenbart. Diese hätte man mit einer Sprachausgabe deutlich besser verbergen können. Das ist natürlich Jammern auf sehr hohem Niveau.


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Fazit

Die beiden neuen Pokémon Editionen versprechen mal wieder jede Menge Spielspaß für jeden Fan der Serie. Die guten Verkaufszahlen machen deutlich, dass man den Schwung von Pokémon Go gut genutzt hat. Dazu gibt es viele erfrischende Neuerungen, die man gerne in der nächsten Generation mit guten Ideen der alten Generationen kombinieren kann. Auch das Einführen von Regionsformen halte ich für den richtigen Schritt, da dadurch hässliche Pokémon, die keiner haben will, vermieden werden. Die Story schafft es zu überraschen und allgemein wirkt die Welt viel offener, da das Inselkonzept gut umgesetzt wurde. Aber jetzt muss ich wieder auf Jagd gehen. Der Pokédex vervollständigt sich schließlich nicht von selbst.

Grafik

gut

Sound

super

Steuerung

gut

Spielspaß

super

91%

Singleplayer

88%

Multiplayer

Release

23.09.2016

Developer

Gamefreak

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

2-4

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

2-4



Neue Wertungsskala für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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