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Reviews: Nintendo 3DS

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Skylanders SuperChargers Racing

Sonstiges

23.05.2016

Autor: Julian Richter

 

 

Willkommen in Rennlandien

 

Es wundert mich kein bisschen, dass man den neuesten Ableger der Skylanders-Reihe gleich zum Anlass genommen hat, auch ein Rennspiel in die Serie einzuschieben. Der Kommentator Pandergast führt hierbei durch eine Reihe von verschiedenen Touren, durch welche sich die Rennfahrer kämpfen müssen, um am Ende den großen Preis von Rennlandien zu gewinnen. Zwischen den einzelnen Rennen kommt es auch zu Wettkämpfen, bei denen Geschick und nicht Schnelligkeit im Vordergrund steht. Diese Rennen und Meisterschaften sind in drei Kategorien eingeteilt: Landrennen, Luftrennen und Seerennen. Für jede dieser Kategorien gibt es eigene Fahrzeuge mit eigenen Fähigkeiten.

 

 

Kohle statt Können

 

Wer glaubt, es reiche, nur allein das Spiel zu besitzen, der hat weit gefehlt! Es steht einem zwar eine ganze Reihe von Charakteren und Fahrzeugen zur Verfügung, allerdings funktionieren diese nur, wenn man auch die dazugehörige Figur besitzt, die man auf das Portal stellen kann. Was ich ziemlich dreist finde, ist, dass mit dem Starter-Pack zwar zwei Charaktere und ein Fahrzeug kommen, allerdings das Fahrzeug nur für Luftrennen nutzbar ist. Wer also an einem See- oder Landrennen teilnehmen will, der muss sich wohl oder übel erst einmal ein passendes Fahrzeug zum Spiel dazukaufen. So kulant hätte Activision ruhig sein können, zumindest für jede Rennkategorie ein kompatibles Fahrzeug in das Starter-Pack zu packen.

 

Zwar bekommt man vom großzügigen Pandergast ein Fahrzeug gestellt, sollte man keines haben, allerdings weisen diese den Nachteil auf, dass sie erstens die miesesten Werte aller Fahrzeuge besitzen und zweitens auch nicht aufgelevelt werden können. Man ist also gezwungen, immer mit den gleichen Bedingungen ein Rennen zu bestreiten und da die Rennen natürlich immer schwerer werden, ist das eine absolute Frechheit! Auf den Auswahlbildschirmen sieht man bereits, welche Leistungen ein Fahrzeug oder Charakter hätte, würde man diese besitzen, sodass man zumindest beim Kauf der entsprechenden Figur weiß, was sie kann.

 

Eine weitere Unverschämtheit ist ebenso die Aufteilung der Touren und Strecken. Der Abenteuer-Modus ist unterteilt in acht verschiedene Touren. Die ersten fünf werden sukzessiv freigeschaltet, sobald man die vorherige abgeschlossen hat. Die drei letzten jedoch können nur durch eine Action-Pack-Figur freigeschaltet werden, welche man natürlich wieder separat kaufen muss. Aus dem Grund konnte ich diese Touren auch nicht testen. Auch diverse Rennstrecken innerhalb der Touren können nur gespielt werden, wenn man eine bestimmte Figur besitzt, z.B. ein Gespensterfahrzeug oder einen Erdcharakter. Man wird quasi gezwungen, für mehr Spielinhalt gleich tiefer in die Tasche zu greifen. Und bei einem Preis zwischen 15 und 35 Euro pro Figur überleg ich da zumindest schon, ob es das wert ist.

 

 

Rennfahrer, startet die Motoren!

 

Sobald sich ein Fahrzeug an der Startposition befindet, muss der Motor angelassen werden. Dabei muss genau auf die Anzeige am unteren Bildrand geachtet werden. Ist der Motor zu kalt, springt er nicht an, läuft er jedoch zu heiß, wird er durchdrehen. Man muss mittels A-Knopf also die genau richtige Temperatur finden und auch halten.

 

Die Strecken sind jeweils mit allerhand Hindernissen, Beschleunigungspfeilen und Item-Boxen ausgestattet, um die Rennen etwas spannender zu gestalten. In den Boxen findet man nebst Munition auch Schutzschilde, Heiltränke und Diamanten. Wofür das alles? Nun, die Munition ist selbstverständlich dazu da, den Gegner auszuschalten, doch kommt es nicht zu selten vor, dass sie Mitstreiter von hinten dasselbe mit euch tun wollen. Am unteren Rand erkennt man zwei Anzeigen. Die grüne beschreibt die Energie des Fahrzeugs, die andere sein Munitionsvorrat. Wird man von einem Gegner oder einem Hindernis getroffen, verliert das Fahrzeug Energie. Ist die gesamte Energie verbraucht, ist das Fahrzeug für eine Weile erstmal außer Gefecht. Glücklicherweise regeneriert sich die Energie aber nach ein paar Sekunden von allein und die Fahrt kann fortgesetzt werden. Um seine Energie während der Fahrt auszufüllen, gibt es entweder Heiltränke in Item-Boxen oder Kuchen, die direkt auf der Strecke verteilt sind.

 

Die Bedeutung der Diamanten ist ebenfalls nennenswert. Sie erhöhen die Erfahrungspunkte am Ende eines Rennens. Denn sobald ein Rennen vorbei ist, werden sowohl Charakter als auch Fahrzeug (insofern es keins von Pandergast ist) mit Erfahrungspunkten belohnt. Ist eine bestimmte Anzahl an Erfahrung vorhanden, steigt der Charakter bzw. das Fahrzeug auf und erhält neue Fähigkeiten, die im Rennen von Vorteil sind.

 

Außerdem erhält der Spieler eine Wertung die zwischen null und drei Sternen variiert. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass drei Sterne nur auf der Schwierigkeitsstufe „Schwer“ erreicht werden können, zwei Sterne auf der Schwierigkeitsstufe „Mittel“ und ein Stern auf der Schwierigkeitsstufe „Leicht“. Will man also alle Sterne holen, muss man wohl oder übel auf „Schwer“ spielen. Die Sterne werden dazu verwendet, so genannte Sternentore auf der Tourenkarte zu öffnen und neue Wege freizuschalten.

 

Neben den gewöhnlichen Rennen gibt es auch noch so genannte Meisterschaften, welche eigentlich auch Herausforderungen heißen könnten. Ziel dieser ist es in einer gewissen Zeit etwas Bestimmtes zu tun, z.B. eine bestimmte Punktzahl durch Stunts zu erreichen oder Gegner auf der Stecke zu rammen. Auch hier gilt: Je höher der Schwierigkeitsgrad, desto mehr Sterne und Erfahrungspunkte.

 

 

Der Mehrspieler-Modus

 

Activision bietet uns auch in diesem Skylanders-Ableger einen Mehrspieler-Modus, den man entweder lokal oder online ausleben kann. Während man im Abenteuer-Modus kooperativ die Rennen als Team absolvieren kann, und so leichter an mehr Erfahrungspunkte kommt, fährt man im Mehrspieler-Rennmodus gegeneinander. Diese Funktion steht überraschenderweise von Anfang an zur Verfügung und benötigt keinerlei zusätzliche Figuren. Der Mehrspieler kann sich auf jeden Fall sehen lassen, da er reibungslos abläuft und darüber hinaus in beiden Fällen - ob nun miteinander oder gegeneinander - sehr viel Spaß macht.

 

 

Sound und Grafik

 

Wer, wie ich, Skylanders nur auf PS3 oder PS4 kennt, darf hier natürlich keine Wunder erwarten. Die Grafik wurde auf die Technologie des 3DS adaptiert und sieht dementsprechend aus. Der 3D-Effekt kommt hierbei jedoch recht gut zur Geltung. Vor allem Meisterschaften wie „Gegner rammen“ kommt der räumliche Effekt zu Gute, da man mit dessen Hilfe viel besser abschätzen kann, wo ein Gegner sich befindet.

 

Der Sound macht jede Menge Spaß. Allein die Kommentare von Padergast sind es wert, das Spiel zu spielen. Mit seiner lockerleichten, unbeschwerten Art bringt er den Spieler durch alle Kurse Rennlandiens und sorgt immer für gute Laune. Alle Strecken sind mit enthusiastischen Klängen unterlegt die ziemlich anspornend sind und das Rennvergnügen gleich um einiges erhöhen.

 

 

Vielen Dank an Activision für das Testmuster.


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Fazit

Es ist nicht zu verleugnen. Skylanders SuperChargers Racing ist ein wirklich gelungenes Rennspiel, das viel Spaß und Abwechslung bringt. Die Strecken sind interessant aufgebaut und bieten nie das Gefühl, als würde sich ständig alles mit neuen Themen wiederholen. Antreibende Musik begleitet den Spieler auf dem Weg zur karierten Flagge und spritzige Kommentare von Pandergast sorgen für das ein oder andere Schmunzeln. Ein riesiger Minuspunkt ist jedoch die Tatsache, dass man quasi dazu gezwungen ist, sich neue Figuren zu kaufen, um mehr Spielinhalt freizuschalten bzw. halbwegs vernünftigen Chancen zu haben, ein Rennen zu gewinnen. Mit dem Starter-Pack kommt leider nur ein Luftfahrzeug, sodass man für die Rennen zu Land und zu Wasser schon mal auf jeden Fall zusätzliche Gefährte benötigt. Das Geld verdienen hierbei im Vordergrund steht, schlägt ein bisschen auf das sonst gelungene Spiel. Wer kein zusätzliches Geld für Fahrzeuge oder weitere Rennstrecken ausgeben will, der findet sich schnell recht begrenzt und nicht mehr in der Lage rennen zu gewinnen, da die Standard-Fahrzeuge von Pandergast minimalistische Fähigkeiten und keine Möglichkeit zur Aufrüstung besitzen.

Grafik

ok

Sound

super

Steuerung

super

Spielspaß

gut

76%

Singleplayer

82%

Multiplayer

Release

20.09.2015

Developer

Beenox

Publisher

Activision

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

1-4



Neue Wertungsskala für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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