Login

Passwort vergessen?

Konto erstellen


Reviews: Nintendo 3DS

< zurück

The Legend of Zelda: Tri Force Heroes

Action Adventure

13.11.2015

Autor: Julian Richter

 

 

Zelda – oder so ähnlich...

 

Tri Force Heroes entführt auch in die wunderschöne Welt von Textilia. Einem Land, in dem man nur die feinsten Kleider trägt und nur die hochwertigsten Stoffe findet. Die schönsten von allen besitzt natürlich der König und dessen geliebte Tochter, Prinzessin Rüschlinde... nein, nicht Zelda... Rüschlinde. Nun trägt es sich aber eines Tages zu, dass die Prinzessin ein Geschenk bekommt, das ihr ziemlich zum Verhängnis wird. Darin befindet sich eine böse Hexe namens „Lady“, welche nach den perfekten Kleidern Textilias strebt und kurzerhand der Prinzessin alle Kleider vom Leib reißt. Keine Sorge, sie steckt sie stattdessen in einen hässlichen, schwarzen Neoprenanzug, aus dem sie nicht mehr entsteigen kann.

 

Da allerdings bald im Lande eine große Parade stattfinden soll, ist das Jammern jetzt natürlich groß, denn wenn die Prinzessin keine Kleider hat, wer soll dann das Königshaus repräsentieren? Folglich schreibt der König einen Aufruf nach drei mutigen Recken, welche ins Lumpenland reisen sollen, um die böse Hexe zu vernichten und die Kleider der Prinzessin wiederzubeschaffen. Selbstverständlich meldet sich schon bald ein mutiger kleiner Held, welcher sich den Gefahren mutig gegenüberstellt und die Ehre Textilias retten will.

 

 

Link mal drei

 

In diesem Zelda-Spiel steuert man nicht nur einen einzigen Link, sondern gleich drei an der Zahl. Dies kann von Vorteil sein, muss aber nicht immer... Denn so hilfreich die zwei zusätzlichen Links auch sein mögen, so nervig ist es auch, auf sie aufzupassen, denn wenn nur einer von ihnen stirbt, ist auch für die anderen beiden Schluss. Zwar werden die beiden Links, die man gerade nicht steuert, von gegnerischen Angriffen nicht verletzt, aber sie können durchaus in Abgründe geschoben werden, und das kostet Leben. Zudem werden die Links häufig so selten dämlich gespawnt, dass sie bei erneutem Anwählen sofort wieder in einer Schlucht verschwinden.

 

Natürlich ist dieses Spiel hauptsächlich für Mehrspieler gedacht, allerdings lässt es sich auch prima allein meistern. Man bekommt statt zwei realen Spielern einfach zwei Totems zur Seite gestellt, die man nach Bedarf anwählt, wenn man sie braucht. Natürlich ist es im Einspielermodus meist etwas komplizierter, da man für drei, statt nur für einen denken muss und die Totems gern mal einfach so von der Bildfläche verschwinden, wenn ein Abgrund in der Nähe ist, aber an sich kein Ding der Unmöglichkeit.

 

Was zur Qual für mich wurde, waren jedoch die Bosskämpfe. Bei denen merkt man wirklich, für wen das Spiel eigentlich gemacht wurde – nämlich für Teamplayer. Es gibt Bosse, die man durchaus mit dem Einspieler prima hinbekommt, aber dann auf der anderen Seite sind dort Bosse zu finden, die den angewählten Charakter sofort verfolgen, ohne großen Umschwung. Da ist es natürlich schon frustrierend, wenn man nicht weiß, wie man den denn jetzt besiegen soll...

 

Ich habe im Vergleich etwa drei Minuten im Mehrspielermodus gebraucht und über zehn Minuten im Einspielermodus, für denselben Boss. Ein anderer Boss verlangt beispielsweise auch, dass ein Link schon oben auf einer Kante wartet, bereit, auf die anderen zu springen, während die zwei unten den Gegner betäuben. Man verliert im Einzelspielermodus eine nicht unerhebliche Menge an Zeit, das alles selbst justieren zu müssen, und so hat mich dieser Boss auch schon etwas mehr Zeit und vor allem jede Menge Nerven gekostet. Wäre ja alles noch halb so schlimm aber...

 

 

Missionen und Spezialmissionen

 

Die Levelstruktur ist relativ simpel: Man hat Gebiete, die man betreten kann, diese Gebiete sind wiederum in Level aufgeteilt, die wiederum Stages haben. Erreicht man das Ende der letzten Stage, so hat man ein Level geschafft. Was mich jedoch etwas stutzig macht, ist, dass alle Level eines Gebietes zu jeder Zeit offenstehen. Man könnte also einfach zum Tempel jedes Gebietes sofort gehen, dort den Endgegner besiegen und weiter ins nächste Gebiet. Was das genau soll, weiß ich nicht, denn dadurch hat man zumindest die Hauptstory ziemlich schnell durchgespielt.

 

Zudem werden nach Bekämpfung eines Bosses so genannte Spezialmissionen eines Gebietes freigespielt. Diese Spezialmissionen stellen einen noch einmal zusätzlich auf die Probe. So soll man quasi die Level mit wenig Leben oder auf Zeit meistern. Die dritte Spezialmission besagt, eine Kugel mit sich herumzuschleppen, aus deren Reichweite man nicht austreten darf, sonst verliert man Leben. Heißt also, man muss die Kugel stets mit sich schleppen, während man das Level nach gewohnter Manier durchspielt. Kann kompliziert sein, aber ist ja auch eine Spezialmission.

 

Worauf ich noch hinaus wollte: Im Einzelspielermodus die Bosse zu bekämpfen ist allein schon manchmal eine Qual. Nun stellt euch mal vor, ihr bekommt noch ein Zeitlimit dazu... Ich glaube, wir verstehen uns.

 

 

Nintendo goes online!

 

Noch nie zuvor traute sich Nintendo ein kooperatives Spiel zu erstellen, dass man auch online spielen kann. Und im Nachhinein frage ich mich: Wieso eigentlich? Denn mit diesem Feature haben sie eindeutig bewiesen, dass sie das können und es auch hervorragend funktioniert. Die Online-Funktion ist nahtlos ins Spiel eingebaut und läuft absolut stabil. Ich hatte bislang bei diesem Feature selten bis gar keine Probleme und das ist finde ich mal ein Lob wert.

 

Man verständigt sich im Online-Modus über Zurufe, wie: „Stopp!“, „Komm her!“, „Wirf!“ und dergleichen. Man kann diese Zurufe mittels Buttons auf dem unteren Bildschirm auslösen. Man kann so zum Beispiel auch den anderen Spielern zujubeln, wenn etwas funktioniert hat. Genau wie im lokalen Spiel ist es im Online-Spiel wesentlich einfacher, da man nicht für drei Leute denken muss, so wie im Einzelspieler. Meist klappt die Verständigung reibungslos und führt zum gewollten Ziel.

 

 

Das steht dir aber gut, Link!

 

Kommen wir zu einem weiteren Kernaspekt von Triforce Heroes: den Kleidungen. Link ist imstande, seine Gewänder zu wechseln, was ihm und seinem Team neue Fähigkeiten verleiht. Um neue Kleider zu bekommen, benötigt man Rohstoffe, die in den Dungeons gefunden werden können. Am Ende eines jeden Levels bekommt man drei Schatztruhen. In zweien davon sind gewöhnliche Rohstoffe und in einer ein besonderer

 

Es ist allerdings reine Glückssache, welchen man bekommt. Hat man die passenden Rohstoffe für ein neues Gewand beisammen, geht man zur Schneiderin und lässt es sich anfertigen. Die Fähigkeiten der Kleider wird jeweils beschrieben und je effektvoller die Wirkung, desto seltener die Rohstoffe. So wird man beispielsweise immuner gegen Angriffe oder findet mehr Rubine und Herzen. Manche Kleidungsstücke entfalten ihre Kraft auch nur, wenn sie von allen drei Mitgliedern getragen werden.

 

 

Musik und Grafik

 

Also, die Musik gefällt mir ziemlich gut! Man erkennt den Zelda-Charme sofort, und doch ist es etwas anderes, neues! Die musikalische Untermalung ist sowohl in den ruhigen, als auch den hektischen und adrenalinreichen Leveln sehr gut gelungen. Die Grafik trägt ihren Teil selbstverständlich auch bei. Ist nicht die Beste, die wir kennen, aber lässt sich dennoch recht gut ansehen. Der 3D-Effekt ist ebenfalls sehr gelungen, hat mich allerdings beim Spielen eher etwas gestört.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.


Wenn euch das Review gefällt, dann unterstützt uns via:

Fazit

Wenn man sich im Klaren darüber ist, dass Tri Force Heroes mit der Story von Zelda eigentlich so gut wie gar nichts zu tun hat, sondern als eigenständiges Spiel gesehen werden muss, ist es ein gelungenes Spinoff. Es ist wirklich zu empfehlen, dieses Spiel im Mehrspielermodus zu spielen, denn der Einzelspieler kann oftmals ziemlich frustrierend und nervenaufreibend sein. Außerdem ist dies kein Spiel für Story-Freunde, denn die Hauptstory ist eigentlich in gut 1-2 Stunden abgehandelt. Hier geht es wirklich um Teamplay und Missionen. Gemeinsam Dungeons erforschen und meistern, dass ist das Ziel von Tri Force Heroes.

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

ok

Spielspaß

super

72%

Singleplayer

84%

Multiplayer

Release

23.10.2015

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

1-3

Anzahl Spieler (WLAN)

1-3



Neue Wertungsskala für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


Aktuell auf 10doTV

10do Show

März-Ausgabe: Switch - Erste Eindrücke

RSS-FeedDie 10do Show in iTunes
[Spielegrotte.de]