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Reviews: Nintendo 3DS

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Etrian Mystery Dungeon

RPG

15.10.2015

Autor: Matthias Küpper

 

Etrian Mystery Dungeon wurde von Atlus und Spike Chunsoft entwickelt. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich um ein Crossover von Etrian Odyssey und Mystery Dungeon. Dabei wurde versucht die besten Elemente aus beiden Serien zu vereinen. Sei es bei der Erstellung von Charakteren oder beim Erkunden von Dungeons. Aber dazu später mehr.

 

 

Willkommen in Aslarga

 

Bevor das Spiel richtig los geht, muss der Spieler erst einmal einen Charakter erstellen. Recht schnell wird dabei klar, dass die Klassenwahl am Anfang noch recht limitiert ist, aber im späteren Verlauf um einige erweitert wird. Ein Gildenname muss später ebenfalls angegeben werden. Habt ihr euren Charakter erstellt, beginnt das Spiel mit einer kleinen Einleitung. Als Abenteurer begibt man sich in die Stadt Aslarga, die durch zahlreichen Dungeons in der Nähe ein Magnet für abenteuerlustige Menschen ist. Denn hier kann man Ruhm, Ehre und Geld verdienen. Da neue Abenteurer erst einmal getestet werden, kann man sich am Anfang noch nicht zu einer Gilde zusammenschließen. Zuerst geht es in den ersten Dungeon, in dem der Gildenmeister einem die Grundlagen bei der Erforschung jener erklärt. Betritt man eines dieser Dungeons wird jede Ebene zufällig erstellt, wodurch immer neue Karten erzeugt werden. Deshalb sieht man auf dem Bildschirm auch erst einmal nur den eigenen Standpunkt. Bewegt sich die Gruppe dann frei über die Karte, wird diese erst einmal sichtbar, bis man die Ebene verlässt. Kehrt man zurück, ist alles wieder schwarz. In den Dungeons lauern einige an Gefahren. Nicht nur die Monster stellen sich einem in Weg, sondern auch gemeine Fallen, die einen Kampf durchaus entscheiden können, sind versteckt im Boden. Aber auch zahlreiche Items und Gold können erbeutet werden. Sollte man aber sterben, kehrt man ohne Beute und Erfahrung zurück nach Aslarga und muss von vorne Anfang. Es ist also keine gute Idee unvorbereitet durch alle Ebenen zu laufen. Denn das können später ziemlich viele werden.

 

Sobald man eine Gilde hat, kann man weitere Mitglieder aufnehmen und mit vier von diesen eine Gruppe bilden. Dabei muss nicht zwangsmäßig der am Anfang erstellte Charakter darin sein. Genauso lässt sich auch der Gruppenanführer beliebig während dem Spielen wechseln. Sofern ihr also mit der am Anfang gewählten Klasse nicht zufrieden seid, könnt ihr einfach einen neuen Abenteurer mit einer anderen Klasse erstellen. Es ist aber auch hilfreich mehr als vier Mitglieder zu haben. So kann man je nach Monster zwischen den Klassen wechseln und später gibt es Forts, die von Charakteren beschützt werden können. Diese erlangen durch ihren Dienst dort weitere Erfahrungspunkte und Leveln manchmal sogar besser als die eigene Gruppe.

 

 

Das Leben eines Abenteurers

 

Letztendlich geht es dann im Spiel darum, viele Aufträge zu erfüllen, die einem immer wieder in die Dungeons schicken. Dabei sind die zahlreichen Items und die Skills der Charaktere beim Bekämpfen der Monster sehr nützlich. Aber solange ihr am Erkunden seid, könnt ihr lediglich den Gruppenanführer steuern. Der Rest läuft hinterher, wird dadurch aber auch nicht hungrig. Denn je weiter ihr euch vorwagt, desto hungriger wird der Charakter. Sobald er total ausgehungert ist, verliert er Lebenspunkte. Um das zu verhindern, kann man Brot essen oder die zahlreichen gelb markierten Symbole am Boden überschreiten.

 

Interessant ist aber auch das Kampfsystem. Man könnte auf den ersten Blick meinen, dass man wahllos angreifen könnte, und die Monster würden halt irgendwann zurückschlagen. Stattdessen handelt es sich aber um rundenbasierte Kämpfe. Sofern ihr einen Schritt macht und ein Monster in der Nähe ist, kann dieses euch angreifen. Denn jeder Schritt wird als Zug gewertet. Genauso können also auch eure Mitstreiter tätig werden, sofern ihr euch bewegt. Steht man still, passiert nichts. Es ist also durchaus möglich den nächsten Zug oder die beste Position zu überlegen. Auch Attacken ins Leere werden natürlich gewertet und können nach hinten losgehen. Die einzige Besonderheit sind hier die Bosskämpfe, in denen jeder Charakter der Gruppe von euch gesteuert wird. Dadurch lassen sich natürlich noch bessere Taktiken herausfinden.

 

In Aslarga habt ihr dann zusätzlich die Möglichkeit die gefunden Gegenstände zu verkaufen oder einzulagern, euch auszuruhen und weitere Quests anzunehmen. In der Gildenzentrale lassen sich neue Mitglieder anwerben. Es können aber durchaus auch mal Abenteurer euch in den Dungeons über den Weg laufen. Diese können ebenfalls angeworben werden. Auch die Hauptquests führen euch immer wieder in die Dungeons und hier ist es wirklich von nötig, sich gut vorzubereiten. Es ist extrem ärgerlich, wenn man eine halbe Stunde in einem Dungeon verbracht und am Ende den Boss nicht schafft und alles umsonst war. Aber mit der Geschichte kann das Spiel sicherlich nicht glänzen. Der Fokus liegt ganz klar beim Erkunden der Dungeons und dem ausrüsten der Charaktere, was sehr viel Zeit in Anspruch nehmen kann.

 

Steuerung und Technik

 

Ihr steuert eure Charaktere auf klassische Weise. Mit dem Circle Pad bewegt ihr euch durch das Dungeon. Bei langen Gängen kann durch Drücken von B und das Schieben des Circle Pads in eine Richtung sich schnell bewegt werden. Ansonsten öffnet man mit dem B Knopf dadurch die Liste der Items. Mit X lässt sich das Menü öffnen, in dem man dann Skills auswählen oder Einstellungen vornehmen kann. Hält man L gedrückt und drückt dann R kann man den gespielten Charakter wechseln. Normal greift man mit der A Taste an. In der Stadt lassen sich die Punkte einfach auswählen und mit A anklicken.

 

Grafisch bietet das Spiel eine ganz nette 2D Grafik. Man könnte meinen, dass durch das Zufallsgenerieren der Ebenen, diese sehr Abwechslungsreich sind. Aber letztendlich bestehen sie immer auf einer Kombination von rechteckigen Räumen und langen Verbindungsgängen. Daher sieht es nicht so aus, als wären sie von der Natur geschaffen, sondern vom Menschen erstellt. Der 3D Effekt ist ziemlich überflüssig. Außer in der Stadt, wo er die Menüs vom Hintergrund abhebt, kommt er kaum zum Tragen. Die Tiefe kommt bei einer 2D Grafik von schräg oben eben kaum zum Tragen. Besondere Lichteffekte sucht man hier vergeblich. Aber das Spiel will eben auch nicht mit der besten Grafik trumpfen. Begleitet wird man in den Dungeons von entspannender Musik. Hier wäre eine größere Vielfalt wünschenswert gewesen, denn die Musik bleibt nicht in Kopf und ist nur ein netter Beigeschmack.

 

Kritik

 

Wer eine spannende Story erwartet und abwechselndes Gameplay verlangt, der ist hier falsch. Denn eben das liefert Etrian Mystery Dungeons nicht. Die Story ist nicht packend und man hat auch nicht wirklich das Gefühl etwas für die Menschen zu tun, wenn man in den Tiefen der Dungeons verschwindet. Hier hätte man durchaus noch etwas mehr aus den Charakteren machen können. Beispielsweise ist man auf einer Rettungsmission und muss eine Person vor dem Boss schützen. Vor dem Bosskampf sieht man diese Person aber gar nicht. Sie taucht erst auf, sobald das fette Monster besiegt ist. So hat man eigentlich nicht das Gefühl, dass man sie gerettet hat und man fragt sich, wo sie sich überhaupt versteckt hat.

 

Genauso ist das Gameplay auf Dauer sehr eintönig. Man muss wirklich viel und lange durch die Dungeons laufen. Dabei wird einem nicht viel Abwechslung geboten, was eines der Probleme ist von Dungeon Crawlern. Man fragt sich gerade bei den erstellten Forts, wo sich die Karte nicht mehr verändert, warum nicht alles sichtbar wird. Man fragt sich ernsthaft, warum die Abenteurer sich nicht eine vernünftige Karte anfertigen. Leider ist das Spiel wie die meisten anderen Japano RPGs von Atlus nur auf englisch spielbar. Dadurch kommt nicht jeder in den Genuss.

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster


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Fazit

Etrian Mystery Dungeon ist perfekt für Fans von Dungeon Crawlern. Also wer kein Problem damit hat durch zufallsgenerierte Ebenen zu laufen und dabei Monster zu bekämpfen, macht nichts falsch. Dazu sollte man auch nicht so viel Wert auf eine spannende und packende Story haben. Aber auch andere Leute können durchaus ihren Spaß mit dem Spiel haben. Da man mit einem Item auch jeder Zeit aus einem Dungeon herauskommt ist es außerdem perfekt für Unterwegs, da die Spielzeit recht variabel gestaltet werden kann. Dennoch bietet es wohl für die meisten Spieler nicht genügend Langzeitmotivation die ganzen Klassen hochzuleveln.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

super

Spielspaß

gut

72%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

11.09.2015

Developer

Spike Chunsoft, Atlus

Publisher

NIS America

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskala für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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