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Reviews: Nintendo 3DS

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Lord of Magna: Maiden Heaven

RPG

08.10.2015

Autor: Matthias Küpper

 

Das Studio Marvelous Entertainment ist für einige Titel mitverantwortlich gewesen, die auch hier im Westen bekannt geworden sind. Am bekanntesten ist wohl die Bomberman und Harvest Moon Reihe. Aber auch an Titeln wie No More Heroes arbeitete das japanische Entwicklerstudio. Lord of Magma: Maiden Heaven ist einer ihrer neusten Titel, der bereits 2014 in Japan für den Nintendo 3DS erschien. Dieses Jahr schaffte das Spiel aber auch den Weg nach Europa und Amerika dank XSEED Games. Bei dem Titel handelte es sich um ein taktisches Spiel mit einer Anime Optik, in dem auf den jungen Helden so manche Gefahr wartet. Und damit beginnt die Geschichte vom jüngsten Spross der Eduard Familie.

 

 

„Behandle deine Gäste so als wären sie deine Familie“

 

Mit diesem Versprechen beginnt Lord of Magma, in dem der Spieler in die Rolle vom jüngsten Mitglied der Eduard Familie schlüpft. Dessen Vorname und der Name der Gaststätte, die später das Hauptquartier bildet, könnt ihr am Anfang des Spiels festlegen. Recht schnell stellt sich heraus, dass diese Gaststätte aber seit vielen Jahren keine Gäste mehr hätte. Deshalb verdient sich der junge Held sein Geld, in dem er in Höhlen nach Kristallen sucht. Diese treten immer dann ans Tageslicht, wenn ein Erdbeben die kleine Insel erschüttert, auf der sie leben.

 

Wie der Zufall es so will, beginnt die Erde kurz nach dem Aufstehen zu beben, weshalb es gleich zu einer nahen Höhle geht. Tatsächlich gibt es dort zahlreiche Kristalle. Staunend geht es tiefer in die Höhle. Was ist das? Ein Mädchen im Kristall? Als wäre das noch nicht genug, tauchen Monster auf, die dem Helden übel mitspielen. In dem Moment, wo alles verloren scheint, beginnt eine unbekannte Stimme zu ihm zu sprechen. Als der junge Mann seine Augen wieder öffnet, steht vor ihm das Mädchen, welches die Monster ohne Probleme tötet. Sie stellt sich später als Charlotte vor. Recht schnell tauchen weitere Monster auf, die die nahe Farm attackieren, weshalb der Held sich zusammen mit ihr dorthin begibt, um die bösen Kreaturen zu vertreiben.

 

Dabei kämpft man in einem rundenbasierten Taktikkampfsystem. Jede Figur wird vom Spieler gesteuert und kann dabei nur einen gewissen Weg zurücklegen. Genauso haben die Monster eine gewisse Reichweite. Auch die Flächen, die von einem Angriff betroffen werden, sind unterschiedlich je nach Waffe. Anders als in vielen Spielen beschwören die bösen Kreaturen aber kleine Vasallen um sich, die mit einem Schlag getötet werden können. Vor dem Tod fliegen sie aber noch durch die Gegend und können andere eurer Feinde treffen. Also kann es zu einem schönen Bowlingeffekt kommen. Dennoch teilen die Gegner durch ihre Masse aber durchaus gut aus. Deshalb sollte man sie nach Möglichkeit alle töten. Besiegt man zehn Gegner oder mehr, bekommt man als zusätzliche Motivation noch einen weiteren Angriff dazu. Später kommen noch Beschwörungsmaschinen dazu, die weitere Monster aufs Feld schicken, solange sie nicht zerstört wurden.

 

Genauso bekommt man später noch weitere Mädchen dazu, die in die Gruppe aufgenommen werden. Am Anfang habt ihr keine Ahnung, was für seltsame Gefährten ihr trefft, da sie ihre Erinnerung verloren haben, aber mit jedem neuen Mitglied, erfährt man mehr über diese Kampfamazonen. So ist es das Ziel weitere junge Frauen zu finden, die wie Charlotte sind. Diese kündigen sich meistens durch neue Erdbeben an. Aber auch die Monsterplage und ein komischer Kauz namens Gewalt machen euch Kopfschmerzen.

 

Wichtig wäre noch zu sagen, dass die Verbindung zu den Charakteren wichtig ist. Je mehr ihr über eine der Sieben erfahrt, desto stärker werden sie. Je verbundener sie sich zum jungen Eduard fühlen, desto mehr Skills erlernen sie. Ihr solltet also gut überlegen, mit wem ihr bei Ereignissen während dem Spiel eure Zeit verbringt.

 

 

Steuerung und Technik

 

Im Kampf zeigt sich der Bereich, in dem die Kämpfer frei bewegt werden können, durch einen Kreis am Boden. Außerdem kann man nicht durch andere Charaktere oder Gegner hindurchgehen. Bewegen tut man sich allgemein durch das Circle Pad. Hat man die gewünschte Position erreicht, kann man mit A Angriffe ausführen. Mit X oder Y lässt sich ein Menü öffnen, in dem auch Skills, Verteidigung oder Items ausgewählt werden können. Genauso lässt sich der Zug ohne Aktion beenden, wodurch man einen weiteren Aktionspunkt für die Runde danach behält. Das ist für die Verwendung von Skills sehr wichtig. Insgesamt ist die Steuerung im Kampf recht simpel und man kommt sehr schnell dahinter, wie man sich bewegt. Nur das Setzten der Attacken ist manchmal nicht ganz so einfach. Aber mit Hilfe der rechten Schultertaste kann man den Charakter auf der Stelle drehen. Über L lässt sich wiederum der Zug direkt beenden. Außerhalb der Kämpfe lässt sich der Charakter nur frei im Anwesen steuern. Dort kann man ganz normal herumlaufen. Durch A kann man hier mit den Gästen reden oder mit gewissen Gegenständen interagieren. Auch hier ist die Steuerung recht einfach gehalten.

 

Grafisch kann das Spiel in den kurzen Sequenzen mit schöner Animeoptik überzeugen. Im Spiel selber sind die Kämpfer aber leider nicht ganz so detailliert dargestellt, was aber vor allem der Ansicht von Oben und dem Chibilook geschuldet ist. Trotzdem gibt es einige nette Details in der Umgebung und es wirkt nicht vollkommen leblos. Der 3D-Effekt ist allerdings nicht wirklich etwas Besonderes und bei den Sequenzen wird er nicht verwendet. Insgesamt kann das Spiel grafisch nicht mit einer Topgrafik auftrumpfen. Besondere Lichteffekte gibt es keine. Man erwartet aber eben von so einem Titel eines eher kleinen Entwicklerstudios auch nicht so viel und es gibt Spiele, die deutlich schlechter aussehen.

 

Die Musik des Spiels ist ganz nett, allerdings gibt es nicht sehr viele verschiedene Stücke, weshalb sie sich sehr oft wiederholen. Dennoch ist es eine nette Untermalung, die das monotone Gameplay ein wenig abwechslungsreicher gestaltet. Eine Sprachausgabe gibt es auf Englisch, nur leider sind dies nur einzelne Sprachfetzen. Es wäre deutlich schöner gewesen, wenn der komplette Text vertont worden wäre, da die englischen Sprecher nicht schlecht sind. Eine deutsche Lokalisierung gibt es leider nicht.

 

 

´Kritik

 

Als erstes fällt die mangelnde Bewegungsfreiheit ins Auge. Außerhalb des Kampfes gibt es leider keine Möglichkeit durch eine Stadt zu bummeln oder die Karte erkunden. Lediglich kleine Kämpfe lassen sich auf der Karte auswählen. Hier wäre definitiv noch Luft nach oben. Denn so bietet das Spiel leider nur wenig Abwechslung. Dazu ist es sehr schade, dass es keine komplette Sprachausgabe gibt. Aber das ist man ja leider von vielen kleineren japanischen Titeln gewöhnt. Zusätzlich hätte es ruhig noch mehr Musikstücke geben können. Dass es keine deutsche Übersetzung gibt, ist auch sehr schade. So kommen viele Spieler nicht in den vollen Genuss des Spiels. Aber auch die Story hätte etwas spannender sein können und durch mehr Animesequenzen erzählt werden können. Ein weiteres Problem ist die Länge der Sequenzen und Kämpfe. Später dauern die Kämpfe gerne mal eine Stunde. Zwar kann man zwischenspeichern, aber es ist einfach nicht sehr ermutigend, wenn man auf einer Fahrt nicht einmal einen Kampf fertig bekommt.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.


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Fazit

Lord of Magma ist wirklich nur etwas für Leute, die diese Art von Spiel mag. Wenn ihr nicht gerade in einem Kampf verwickelt seid, lasst ihr euch die Story durch Sequenzen langsam erzählen. Bewegungsfreiheit gibt es im Spiel leider nur in der Gaststätte. Von der Welt, die durchaus ihren Charme haben könnte, bekommt man daher leider nicht viel zu Gesicht. Zusätzlich ist das Spiel leider nicht vollkommen vertont und nur in Englisch verfügbar. Wer kein Problem mit der Monotonie hat und Chibi Charaktere mag, macht hier nichts falsch.

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

66%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

2.07.2015

Developer

Marvelous Entertainment

Publisher

XSEED Games

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskala für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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