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Reviews: Nintendo 3DS

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Conception 2: Children Of The Seven Stars

RPG

12.07.2014

Autor: Matthias Küpper

 

Conception ist ein Rollenspiel, welches von Entwicklerstudio Spike Chunsoft gemeinsam mit Atlus entwickelt wurde. Schon recht schnell lässt sich eine gewisse Ähnlichkeit zu den Persona-Teilen finden. Die beiden Reihen haben aber nur einen ähnlichen Spielaufbau. Der erste Teil von Conception ist nur in Japan erschienen, weshalb man sich nicht wundern braucht, wenn man vorher von der Serie noch nicht gehört hat. Der zweite Teil ist aber hier in Europa für den 3DS und die Playstation Vita erschienen.

 

 

Schließe Freundschaften

 

Ihr schlüpft in die Rolle eines Jungen, dem ihr selbst einen Namen geben könnt. Schon recht bald stellt sich heraus, dass es sich bei ihm um den Helden handelt. Er gehört zu jenen Jugendlichen, die von den Sternen gesegnet sind und deshalb die Welt von Aterra vor dem Bösen retten können. Dieses Böse stammt aus Nestern, in denen sich Labyrinthe befinden, in die sich bisher keiner wagen konnte. Daher ist es nicht verwunderlich, dass unser Held eben diese Fähigkeit besitzt. Da ihr aber nicht alleine kämpfen könnt, stehen euch sieben junge Frauen zur Seite, von denen ihr mit einer immer ein Team bilden könnt. Ihr alle geht dazu extra auf eine Akademie, in der die gesegneten Kinder ausgebildet werden und ihre Kampferfahrungen bekommen.

Damit ihr im Kampf stärker werdet, muss nicht nur euer Level ansteigen, sondern auch die Verbindung zu eurer Partnerin. Ähnlich wie in Persona ist euer Freundschaftslevel hier entscheidend. Nur geht es von Anfang an eher um eine Beziehung, als um eine einfache Freundschaft. Recht bald wird klar, dass das Spiel sehr auf weibliche Reize setzt und dabei sehr stark an so manchen Anime erinnert. So könnt ihr mit euren Partnerinnen Sternkinder erzeugen, die nicht wie normale Menschen gezeugt werden. Ihr müsst dazu nämlich in die Kirche gehen, deren Anführer zu allem Überfluss ein alter Lustmolch ist. Entscheidend ist aber bei der Erzeugung von Sternkindern, dass sich unsere Protagonisten berühren. Dazu wird die Hand genommen und es folgt eine Sequenz, in der die Heldinen ein wenig nackt posieren, ohne dass man etwas sieht. Als ich das zum ersten Mal gemacht habe, war ich überrascht, denn ich sah doch etwas mehr nackte Haut, als ich erwartet hatte.

Jedenfalls ist bei den Sternkindern entscheidend, dass unsere Protagonistin ein hohes Level hat und wie gut sie sich mit euch versteht. Im späteren Verlauf ist es sogar möglich, dass man sich gleich mit zwei Partnerinnen treffen kann. Am Ende können daraus noch stärkere Sternkinder entstehen. Zur Auswahl stehen hier 19 Klassen. Vom Magier bis zum Dieb ist alles dabei.

Doch wozu das ganze? Am Ende geht es darum die Labyrinthe zu absolvieren, in denen viele Monster hausen. Und spätestens hier hört es mit der Vielfältigkeit dieses Spiel auf. Die Dungeons sind Zufallsgeneriert und bieten immer ähnliche quadratische Räume und Verbindungsgänge. Zwar sehen die Dungeons auf der Karte immer anders aus, aber eigentlich sind sie sich sehr ähnlich. Und so kämpft man sich in einem rundenbasiertem Kampfsystem von Ebene zur Ebene, bis man das Ende erreicht hat, um den Boss zu bekämpfen. Dort könnt ihr mit drei Teams von Sternkindern antreten und diese rund um euren Gegner postieren. Dabei habt ihr die Möglichkeit Skills einzusetzen, sich zu verteidigen oder Items einzusetzen. Manchmal bekommt man aber auch eine Nachricht von einer der Heldinnen von draußen, die man ließt und dadurch das Freundschaftlevel steigen lässt. Nachdem man den Boss besiegt hat, wird das Dungeon erst einmal versiegelt und es kommt wieder in der Stadt ein bisschen Story. Danach geht aber auch schon ins nächste Labyrinth. Dazu hat man in der Stadt noch die Möglichkeit Aufträge anzunehmen, bei denen man Items beschaffen oder Monster besiegen muss. Dazu gibt’s noch zwei Shops. Der eine ist für Waffen und Ausrüstung. Der andere hingegen ist für Geschenke für die Heldinnen. Darunter sind auch Flügel, die ich gleich mal meiner hochbegabten Lehrerin gegeben habe, die nur ein Jahr älter ist als ich selbst und ebenfalls zu meinen Partnern gehört.

Nach und nach findet man dann im Spiel heraus, was eigentlich hinter diesen Nestern steckt, die plötzlich aufgetaucht sind und von denen das Übel ausgeht. Dass Regierung und die Forschungsabteilung dabei nicht ganz unschuldig sind, wird auch immer mal wieder angedeutet. Man kann aber auch in vorherige Dungeons wieder hinein gehen, um seine Kindern zu leveln. Zum Glück wird ab einer gewissen Stärke einem der Kampf erspart und die Gegner werden mit einem vernichtenden Schlag getötet. Denn jedes eurer Kinder fängt wieder bei Level 1 an.

Und so knüpft man engere Bande, erlebt lustige Gespräche und versucht die Welt vor dem Bösen zu retten. Neben dem Alltag auf der Akademie gibt es die waghalsigen Aktionen in den Labyrinthen. Da ihr recht viel Zeit in diesen Verbringen werdet, könnt ihr euch auf eine sehr lange Spielzeit einstellen. Vor allem wenn ihr alle Enden sehen wollt, müsste ihr mehrere hundert Stunden spielen. Es ist also ein sehr langes RPG.

 

 

Die Welt von Aterra

 

Die Steuerung für das Bewegen durch die Welt ist recht einfach gehalten. Es bedarf nicht vieler Tasten, um sich mit den Monstern zu schlagen. Sie ist also eher klassisch gehalten. Im Spiel steuert ihr mit dem Slidepad durch die Dungeon und könnt mit dem Steuerkreuz die Kamera Perspektive ändern. Drehen lässt sich diese mit den Schultertasten. Dazu benutzt ihr zum Bestätigen in der Regeln den A Knopf. Mit B könnt ihr etwas abbrechen. Im Kampf lassen sich die Aktionen aber auch mit dem Steuerkreuz auswählen. Man gewöhnt sich aber daran es nicht damit zu machen. Ab und zu müsst ihr aber auch mit Start bestätigen. Zum Beispiel wenn ihr ein Sternkind einem Namen gibt. Die Steuerung geht allgemein gut von der Hand und wird auch im Spiel gut erklärt.

Grafisch ist die Welt von Aterra in einem Animelook gehalten. Dieser weiß auch in den Sequenzen zu überzeugen. Die Charakterdesigns und die Hintergründe sind außerhalb der Dungeons gut gemacht. Nur sobald man in einem Labyrinth ist, hört es mit der grafischen Vielfalt auf. Einfache Räume, in denen Gegner aussehen wie in Tales of Symphonia können einem nicht überzeugen. So macht das Erkunden dieser Nester auch nicht wirklich Spaß, da jeder Raum ähnlich aussieht. Dazu gibt es nicht unbedingt verschiedene Monsterdesigns, aber das ist man auch von anderen Spielen gewöhnt. Der 3D Effekt ist ganz gut, aber kein Kaufgrund für das Spiel. Da haben Bilder von der Playstation Vita Version doch einen besseren Eindruck gemacht.

Der Sound ist in Ordnung, es ist aber auch nicht wirklich Besonderes dabei. Viele Melodien wiederholen sich und der Soundtrack bietet auch nicht viel Abwechslung. Immerhin ist eine Sprachausgabe teilweise vorhanden. Diese ist genau wie auch der Spieltext nur auf Englisch. Diese ist in den meisten Fällen gut gelungen. Nur wenn sie eben nicht da ist, sagen die Charaktere immer Fine, Yeah und andere Wörter. Teilweise passt dies nicht einmal wirklich zum Gesagten.

 

 

Onlinefunktionen

 

Das Spiel bietet auch die Möglichkeit, mit anderen Spielern in Verbindung zu treren. Dort habt ihr die Möglichkeit, mit anderen Leuten aus der ganzen Welt euch zu treffen und Sternkinder zu erschaffen. Dazu könnt ihr noch ein paar DLCs herunterladen, von denen sogar manche kostenlos sind. Darunter sind Quests und andere Kostüme für die Helden des Spiels. Mehr könnt ihr hier aber leider nicht machen.

 

 

Kritik

 

Conception II hat leider einige Mängel. So sind die Dungeons, in denen man viel Zeit verbringen muss, leider eher langweilig. Das Kämpfen geht einem recht schnell auf die Nerven und so levelt man seine Sternkinder vor allem in den niedrigeren Dungeons, wenn diese noch kein hohes Level haben. Dazu bietet das Spiel zu wenig Abwechslung. Es ist zu sehr in die Phasen aufgeteilt, in denen man im Labyrinth ist und in der Stadt, wo man dann Nachforschungen macht oder mit seinen Freundinnen redet. Dazu kann man dem Spiel sicherlich vorwerfen, dass es doch etwas zu sehr in Richtung Erotik geht. Das mag dem ein oder anderen gefallen, aber ich denke, dass es auch viele abhalten wird. Wer aber wirklich gerne Ecchi Anime schaut, sollte hier keine Bedenken haben. Aber leider ist das Spiel auch nur auf Englisch. Man kann natürlich froh sein, dass es hier überhaupt erschienen ist, aber so kann es leider auch nicht jeder spielen. Aber am schlimmsten ist halt die Monotone Spielweise und Gestaltung der Labyrinthe. Deshalb möchte ich das hier noch einmal ausdrücklich sagen


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Fazit

Conception II ist kein schlechtes Spiel. Man kann sehr viel Zeit damit verbringen, aber gleichzeitig kann man auch nur Zwischendurch spielen. Allerdings ist es auf Dauer ziemlich monoton. Die meiste Zeit kämpft man gegen Kreaturen des Bösen und rettet die Welt. Da es dazu auch noch etwas zu viel nackte Haut und Anspielungen zeigt, ist es definitiv nur etwas für Genre Fans. Alle anderen werden vielleicht kurz Spaß daran haben, aber recht schnell die Lust verlieren.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

super

Spielspaß

ok

70%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

13.02.2014

Developer

Spike Chunsoft

Publisher

Atlus

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskala für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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