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Reviews: Nintendo 3DS

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Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit

Sonstiges

16.06.2013

Autor: Christian Kohls

 

 

 

Pokémon Mystery Dungeon ist wahrscheinlich eine der erfolgreichsten Spinoff Reihen des Pokémon Franchises, da wundert es nicht, dass mit Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit die nunmehr vierte Generation für den 3DS erschienen ist. Anders als bei einigen Vorgängern gibt es in dieser Generation aber nur eine Version.

 

Die Welt der Pokémon

 

Das Spiel beginnt mit einem Hilferuf. Jemand oder etwas bittet euch, die Welt der Pokémon zu retten, da sich in dieser in letzter Zeit eine böse Kraft breit macht. Durch ein sogenanntes Magnaportal werdet ihr selbst quasi in die Welt der Pokémon katapultiert. Der Wechsel der Welten hat allerdings noch einen Nebeneffekt und zwar findet ihr euch in der Gestalt eines Pokémon wider. Hier habt ihr die Wahl aus 5 verschiedenen Taschenmonstern. Zur Auswahl stehen Pikachu, Milza, Ottaro, Serpifeu und Floink. Ich habe mich für Milza entschieden weil ich Drachen Pokémon schon immer cool fand. In der Pokémonwelt, die scheinbar aber nicht die gleiche Welt ist wie aus der Hauptserie, da hier keine Menschen existieren, trefft ihr dann bald euren Sidekick für das Abenteuer. Der Clou ist, dass ihr euch aus den verbleibenden Pokémon die ihr nicht für eure eigene Charakterwahl genutzt habt nun aussuchen könnt wer denn euer Freund sein soll. Ich habe mich für Ottaro entschieden der fortan den kreativen Namen Paule tragen musste.

Man erfährt bald dass die Bedrohung der Pokémonwelt sogenannte Mystery Dungeons hervorruft. Pokémon in diesen Mystery Dungeon werden böse und greifen alle anderen Pokémon an. Paule hat den Traum deshalb einen Ort zu schaffen in dem alle Pokémon in Frieden zusammenleben können, ein Pokémon-Paradies. Ich willige natürlich ein, Paule bei seinem Vorhaben zu unterstützen. Um diesen Traum zu erfüllen müsst ihr natürlich in die besagten Mystery Dungeons reisen und zahlreiche Abenteuer bestreiten.

 

Mühseliges Tutorial

 

Bevor ihr aber das Paradies aufbaut und das der Hauptteil des Spieles los geht müsst ihr 2 größere Kapitel abschließen. Diese sollen sicherlich als spielbares Tutorial dienen, allerdings dauert es mindestens 3 Stunden ehe man es hinter sich gelassen hat. Die Kapitel bieten zwar auch eine mehr oder weniger interessante Geschichte, allerdings sind die Möglichkeiten im Gegensatz zu später noch recht begrenzt. Es kam bei mir durchaus auch Langeweile in diesen ersten Spielstunden auf, was größtenteils an den Dungeons lag die zum Anfang ab und zu auch noch recht knifflig sein können.

Die Kapitel starten meistens in der nahe gelegenen von Pokémon bevölkerten Stadt. Eingeleitet werden diese von teils langen Gesprächen welche die Pokémon untereinander führen. Hier ist man anscheinend auch einen Schritt in Richtung klassisches RPG gegangen. Klassisch oder vielleicht sogar altbacken ist auch die Gestaltung der Dungeons die ihr in den ersten Spielstunden nur zu zweit bereist.

 

Reise in die Mystery Dungeons

 

Kommen wir zum Herzstück des Spiels: die Mystery Dungeons. Leider empfinde ich diese Dungeons als eine der größten Schwächen des Spiels, was an mehreren Ursachen liegt. Die Dungeons sind alle Zufalls basiert generiert, also werdet ihr niemals 2 mal den gleichen Dungeon besuchen. Was eigentlich für einen hohen Wiederspielwert sorgen soll, erreicht bei mir genau das Gegenteil, alle Dungeons fühlen sich sehr ähnlich an und es wird kaum Abwechslung geboten. Außerdem merkt man einfach ganz genau wie die Dungeons generiert werden, nämlich einfach durch ein paar Räume die durch lange schlauchähnliche Gänge miteinander verbunden sind. Das Ziel in den mehrstöckigen Dungeons besteht oft darin eine Bestimmte Ebene zu erreichen. Damit sich die Reise auch lohnt liegen Items auf dem Boden der Dungeons herum die darauf warten eingesammelt zu werden. Aber natürlich gibt es auch feindliche Pokémon in den Dungeons. Diese bewegen sich nur wenn ihr es auch tut. Begegnet ihr einem dieser Pokémon dann geht es auf in den Kampf. Direkt steuern tut ihr übrigens nur euren Hauptcharakter, alle Helfer agieren in festgelegten Rahmen selbstständig. Die Kämpfe sind sehr ähnlich zu dem der Haupt-Pokémon Spiele. Ihr wählt abwechselnd Attacken aus und kämpft dabei so lange bis eine von beiden Seiten keine KP mehr übrig hat. Generell sind viele Mechanismen aus der original Pokémonreihe in Mystery Dungeon integriert. So können sich eure Pokémon auch entwickeln und auch Items haben die gleiche Funktion.

 

Bunte Vielfalt

 

Wenn ihr die Anfangskapitel bestanden habt dann beginnt das Spiel eigentlich erst richtig, weil euch nun nach und nach die verschiedenen Möglichkeiten freigeschaltet werden um euer Paradies aufzubauen. Dies ist übrigens eine der Stärken des Spiels.

Durch den Ausbau eures Paradieses habt ihr mehr Platz und könnt dadurch neue Teammitglieder rekrutieren. Fortan gibt es also die Möglichkeit bis zu 4 Pokémon gleichzeitig in einen Dungeon mit zu nehmen, wodurch diese erst mal lächerlich einfach werden.

Des Weiteren könnt ihr nun Attacken aufleveln, was man durch den häufigen Gebrauch derselbigen erreicht. Einmal aufgelevelt macht diese mehr Schaden und ihr habt auch mehr AP Ladungen.

Euer Team wird außerdem offizielles Mitglied der Abenteuergilde was euch einige neue Möglichkeiten beschert. An einem schwarzen Brett gibt es nun immer verschiedene Nebenquests zu erfüllen, die euch immer in die Mystery Dungeons führt. Meistens beschränken sich diese Aufgaben aber darauf irgendein Item einzusammeln oder ein Pokémon zu retten. Nach erfolgreicher Beendigung der Aufgaben bekommt ihr Items Geld und Baumaterialien. Die Baumaterialien sind sehr wichtig denn damit könnt ihr euer Paradies ausbauen. Es gibt in eurem Paradies 9 Gebiete, die allerdings erst einmal urban gemacht werden müssen. Sobald ihr euch für einen Stil, z.B. Eine Wiese oder eine Flusslandschaft, entschieden und die nötigen Baumaterialien abgeliefert habt, könnt ihr mit weiteren Baumaterialien Gebäude errichten. Die Gebäude erfüllen die verschiedensten Funktionen, es gibt Lotterien, Dojos und weiter Attraktionen, die später noch verbessert und ausgebaut werden können.

Nachdem ihr einige Aufträge erfüllt habt habt ihr Zugriff auf die V-Welle. Diese beeinflusst quasi das Wetter in der Pokémonwelt. Jeden Tag steht die V-Welle im Zeichen eines anderen Types der dann an diesem Tag stärker als üblich ist. Mit genug Kleingeld kann dieser Typ zudem beeinflusst werden.

Es gibt noch viele Weitere kleine Funktionen, diese allerdings alle ausführlich zu Beschreiben würde den Rahmen dieses Tests sprengen.

Für Spieler die einfach nicht genug von den zufallsgenerierten Dungeons bekommen können besteht die Möglichkeit sogenannte Magnaportale zu öffnen und dadurch neue Dungeons zu besuchen. Die Art und Weise wie ihr die Portale öffnet ist jedoch recht interessant. Mit der 3DS Kamera müsst ihr in eurer realen Welt nach runden Objekten Ausschau halten und dann erfassen.

Auch durch zusätzlich herunterladbare Inhalte kann die Spielzeit noch einmal verlängert werden.

Später gibt es zudem die Möglichkeit in einem lokalen Spiel mit bis zu drei Freunden weitere Abenteuer zu erleben. Den Multiplyer konnte ich leider nicht testen da in meiner Umgebung niemand außer mir das Spiel besitzt.

 

Präsentation

 

Das Spiel an sich sieht gut aus, der Grafikstil unterstreicht den Charme den das Spiel ausdrücken möchte. Die 3D-Modelle der Pokémon sind gut gelungen. Leider können diese Punkte nicht darüber hinweg täuschen, dass die Dungeons sterbenslangweilig Design sind. Es werden einfach immer und immer wieder die gleichen Umgebungen genutzt, wodurch wenig Abwechslung geboten wird. Die Musik ist in Ordnung, hat allerdings auch kein Ohrwurmpotenzial. Der obligatorische 3D Effekt wird natürlich auch in diesem Spiel eingesetzt und geht in Ordnung.


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Fazit

Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit ist eigentlich ein schönes Spiel mit vielen Möglichkeiten und Optionen. Leider schwächelt das Spiel in einigen Belangen. Die große Optionsvielfalt bekommt man erst nach ungefähr 3 Stunden Spielzeit nach Beendigung zweier Einführungsabenteuer. Zudem sind die zufallsgenerierten Dungeon von der Gestaltung sehr redundant und bieten kaum Abwechslung.
Als Pokémon Fan kann man einen Blick riskieren weil das System welches im Hintergrund arbeitet wirklich so weit von der Originalreihe übernommen wurde wie es für diese Art Spiel möglich ist.

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

66%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

17.05.2013

Developer

Spike Chunsoft

Publisher

Nintendo

Anzahl Spieler (Lokal)

1

Anzahl Spieler (WLAN)

2-4



Neue Wertungsskala für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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