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Reviews: Nintendo 3DS

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New Style Boutique

Simulation

11.12.2012

Autor: Matthias Küpper

 

 

Mode im Taschenformat

 

Nintendo präsentiert den zweiten Teil des Modespiels, dass das Herz fast jeder Frau höher schlagen lässt. Von Tops bis zu Taschen, Schuhen und vielen weiteren Sachen, ist alles mit dabei, was die Frau so begehrt, um ihr Aussehen zur Schau zu stellen. Neu in diesem Spiel sind die Herrenmode, in der man den Herren einen netten Look verpassen kann, der Online-Modus, in dem man seine Kreationen mit Anderen teilen kann und dass man seine Wohnung einrichten kann. Nun wollen wir doch mal schauen, wie sich in dem Spiel jemand schlägt, der überhaupt nicht gerne shoppen geht. Dieser Jemand wäre dann wohl ich.

 

 

Der Traum der eigenen Boutique

 

Natürlich ist das nicht mein Traum, aber die ein oder andere Frau hätte sicherlich nichts dagegen, mal eine ganze Mode-Boutique als Kleiderschrank zu haben. Jedenfalls wird dieser Traum erfüllt. Ahnungslos kommt man am Anfang in die Boutique und wird dann überraschend aufgefordert eine Kundin einzukleiden. Daraufhin wird man von der Boutique als Mitarbeiter übernommen. Dies dient dazu, die Grundlagen kennenzulernen. Es gibt ein Fashion ABC, in dem man nachgucken kann, welche Marke welchen Modestil verkörpert. So ist es auch für absolute Neulinge überhaupt kein Problem, die richtigen Kleider zu finden.

 

Außerdem gibt es eine Modemesse, auf die man regelmäßig gehen kann und die jeden Tag ein neues Sortiment hat.Teilweise kann man sogar selbst entscheiden, was neu dazu kommen soll. Eines Tages kam die Verwalterin der Modemesse in meine Boutique und fragte mich, ob ich noch eine Marke wüsste, die auf der Modemesse fehlt und obwohl ich sonst elegante Kleidung verkaufe, habe ich mich für eine Gothic Marke entschieden. Leider war das Angebot dieser Marke am Anfang nicht sonderlich groß. Jedenfalls sollte man darauf achten, dass die Sachen von den Kunden überhaupt gekauft werden, da man nur einen gewissen Lagerplatz hat und wenn dieser voll ist, kann man keine neuen Kleidungsstücke mehr kaufen. Nach einer kurzen Zeit bekommt man selbst die Boutique und muss alles selbst verwalten.

 

Die erste Kundin wird zur Angestellten und die alte Chefin kommt manchmal vorbei, um einen über Sachen zu informieren. Neben der Boutique hat man auch noch eine Wohnung, in der man sich umziehen und schminken kann. Man bekommt alle Kleider, die man für die Boutique kauft auch nach Hause. Das ist eine coole Sache. Ich frage mich logischerweise nur, wie groß der Kleiderschrank von meinem Charakter eigentlich ist? Jedenfalls öffnen später auch noch ein Haarsalon und ein Make-Up Geschäft. Außerdem kann man in der Stadt, im Park und im Café Leute treffen, mit denen man Smalltalk über Mode halten kann. Ich will gar nicht alles hier nennen was man machen kann, da das den Test sprengen würde. Angeteasert werden aber schon sehr früh Modewettbewerbe und ich war echt erstaunt, als ich bemerkte, was alles in dem Spiel machbar ist und wie viel es bietet. Also wenn ich jetzt ein Mädchen oder eine Frau wäre, würde ich wohl laut kreischend durch die Bude rennen, aber das bin ich ja nicht.

 

 

Der Stift als Modewaffe

 

Gesteuert wird das komplette Spiel über den Stylus. Das macht auch Sinn, denn in der Boutique kann man somit bequem beliebige Kleidungsstücke heraus suchen. Das alles geht einfach wunderbar von der Hand, sodass das Einkleiden deutlich schneller geht, als in einer echten Boutique, wo die Kleider erst herausgeholt werden müssen. Auch das Auswählen auf dem Stadtplan ist kein Problem. Ich wüsste nicht, wie man die Steuerung komplett auf Tasten umstellen könnte, weil das umständlich wäre.

 

 

Die Inszenierung auf dem Prüfstand

 

Da es um Mode geht, ist die Grafik einer der entscheidenden Punkte. Nun handelt sich aber um ein Handheld, auf dem man keine HD-Grafik erwarten kann. Dennoch muss ich ehrlich sagen, dass der Cel Shading Grafikstil seinen Charme hat. Wenn sich Nintendo für einen realistischen Grafikstil entschieden hätte wie zum Beispiel bei Trine 2, hätte das Spiel deutlich schlechter ausgesehen. So hat man aber eine gute Optik mit schönen Kleidungsstücken und netten Charakteren, die echte Leute im Comic Stil widerspiegeln. Der 3D-Effekt ist nett umgesetzt, aber das Spiel spielt sich auch wunderbar in 2D. Auch hier ist er wieder ein nettes Extra. Die Musik ist nett und passt zu dem Spielgeschehen. Zwar ist sie oft eher im Hintergrund, doch das ist nicht weiter schlimm. Sie erinnert ein bisschen an die Musik, die auch in echten Boutiquen läuft. Eine Sprachausgabe hat das Spiel leider nicht. Das wäre etwas, was noch verbessert werden könnte. Allerdings hängt das natürlich auch von den Sprechern ab, die man verwenden würde und die bezahlt werden müssten. Die Person, die ich in dem Spiel gewählt habe, sagt sowieso nie ein Wort.

 

 

Kritik

 

Etwas hat mich direkt zu Anfang schon gestört: Es kommt die Frage, wie man heißt. Eine dunkle Vorahnung hat mich dazu gebracht, meinen Charakter Miriam zu nennen, was sich dann auch bestätigt hat, da ich kein Geschlecht wählen konnte. Warum eigentlich? Es gibt auch Männer, die in Boutiquen arbeiten und nicht wie die bekannten Modebewerter aus dem TV sind. Für mich ist das nicht weiter schlimm, aber für Jungen, die Interesse an so etwas zeigen, ist das jetzt nicht so optimal. Es wäre aber sehr lustig gekommen, wenn mein Mädchen einen Jungennamen getragen hätte. Das mit der Sprachausgabe habe ich oben schon angesprochen. Es fehlt dem Spiel noch und muss hier angesprochen werden, da es heute möglich ist und auch von der Qualität her stimmen kann. Weiterhin ging mir das mit der Boutique am Anfang viel zu schnell. Gefühlt hatte ich innerhalb von drei Tagen meinen eigenen Laden. Ich habe halt wie wild, Kunden beraten. Das könnte man echt besser machen, in dem man am Anfang einen etwas festeren Tagesablauf vorgibt, wodurch das Erhalten der Boutique herausgezögert werden könnte. Ansonsten sollte man direkt mit einem eigenen Laden starten, denn so ist es extrem unglaubwürdig. Selbst wenn da ein völliges Modegenie auftaucht, wird dieses nicht sofort die komplette Verantwortung erhalten.


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Fazit

New Style Boutique ist ein wunderbares Spiel für jeden Modefan, der schon immer einmal mit Mode herum experimentieren wollte, ohne dafür Geld auszugeben. Vielleicht findet die ein oder andere Frau sogar ein neues Outfit für den Alltag. Die Kleidungstücke sind echt schön und die Auswahl ist riesig. Dazu hat man viele Möglichkeiten, seinen Laden zu gestalten und Kunden anzulocken. Aber auch neben der Arbeit gibt es zahlreiche Dinge, die man tun kann. Das Spiel ist aber nun einmal hauptsächlich an Spielerinnen gerichtet, weshalb es die Zielgruppe schon einmal stark einschränkt. Für diese kann man das Spiel aber nur empfehlen, sofern sie Interesse an Mode haben und über die Schwächen, wie fehlende Sprachausgabe oder das frühe Erhalten von Verantwortung hinwegsehen können.

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

super

Spielspaß

ok

76%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

16.11.2012

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung



Neue Wertungsskala für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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