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Reviews: Nintendo 3DS

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Harvest Moon: Tale of Two Towns

Simulation

02.10.2012

Autor: Janna Rosenkranz

 

 

Weg aus dem grauen Alltag hinein ins bunte Farmleben

 

Wir alle sind von schönen Landschaften und netten Dorfbewohnern begeistert und manchmal möchten wir einfach in eine Welt eintauchen, in der wir freundliche Nachbarn haben, Keiner mit uns streitet, in der wir einen eigenen Gemüseanbau pflegen können und ganz viele Tiere besitzen. Wünscht ihr euch nicht auch an manchen Tagen den grauen Alltag aufregender und bunter? Dann greift zu Harvest Moon!

 

Für erfahrene Harvest Moon Spieler ist der Einstieg in dieses Spiel sehr leicht, da der Anfang keinerlei Neuerungen beinhaltet im Vergleich zu den Vorgängern der Harvest Moon Serie, aber auch für Anfänger sind die Anleitungen leicht verständlich. Erst nachdem man mehrere Stunden mit dem Spiel verbracht hat, stellt man fest worum es geht und es wird noch interessanter.

 

Die Geschichte handelt von zwei Städten, die sich durch unvorhergesehene Vorkommnisse gestritten haben. Die Erntegöttin hat den Tunnel zu den beiden Dörfern verschüttet und der Spieler muss nun einen Weg finden, die beiden Dörfer wieder zu vereinen.

 

Zu Beginn des Spiels kann man also wählen zwischen Konohana und Bluebell. Es gibt von Stadt zu Stadt einige Unterschiede, auf die man bei der Auswahl der Stadt achten sollte. Bluebell hat sich zum Beispiel auf Tierzucht und deren Produkte festgelegt, wohingegen Konohana mehr Wert auf Gemüse- und Obstanbau legt. Bluebell ist in einem schönen romantischen Stil gehalten, mit vielen Blumen. Konohana hingegen hat einen Japanisch-Touch und eher Bäume in der Stadt stehen.

 

Ich hatte mich für Bluebell entschieden, da mir die Stadt vom Design her besser gefiel und man direkt am 1. Tag eine Kuh und ein Huhn geschenkt bekommt. Vor Allem die Kuh ist recht praktisch, da man direkt Milch produzieren kann und nicht wie in den anderen Harvest Moon Spielen, erst warten muss bis das Kalb erwachsen ist.

 

In Konohana bekommt man dafür die Gartenarbeits-Geräte direkt am 1. Tag und es wird einem beigebracht wie man Ackerbau und Pflanzenzucht betreibt. Man lernt diese Fähigkeiten in der jeweils anderen Stadt erst ab dem 10. Tag, weswegen man sich frühzeitig entscheiden sollte, auf was man mehr Wert legt.

 

Es gibt auch in diesem Spiel Haustiere, doch überaschenderweise können diese Haustiere sich um die Tiere kümmern, je nachdem wie viele Liebesherzen man bei ihnen gesammelt hat. Man kann hierbei wählen zwischen Katzen, kleinen Hunden und großen Hunden. Durch sie werden dann Kühe, Hühner und Schafe tagsüber auf die Weide getrieben und abends wieder herein gebracht. Die Anzahl der Herzen, die man bei den Haustieren sammelt, hängt zusammen mit der Anzahl der Tiere, die sie max. hinaus und herein bringen können. Wenn man also mehr Tiere im Stall hat, als die Haustiere raus-und reinbringen können, wird ein Tier vernachlässigt und man muss es selbst rein und raus bringen.

 

Auch Pferde wurden in diesem Spiel nicht vergessen, so bekommt man anfangs ein Pferd, das man im Laufe des Spiels tauschen kann gegen ein stärkeres und schnelleres Exemplar. Anstelle des Kühlschranks wird ein Wagen benutzt, den man verändern kann und als Stauraum nutzen. Jedoch gehen anfangs einige Sachen kaputt, bis man einen anderen Wagen gekauft hat, in dem die Sachen tatsächlich gekühlt werden. Der Wagen steht neben dem Haus und das Pferd bei den Kühen und Schafen im Stall

 

Auch dieses Harvest Moon stellt nicht nur ein Wirtschafts-Simulationsspiel dar, sondern man kann auch in diesem Spiel wieder einen Jungen/ein Mädchen auswählen, das man dann heiraten kann, insofern man nicht vergisst ihnen jeden Tag etwas zu schenken und regelmäßig mit ihnen zu sprechen(wenn man dies nicht tut, weigern sie sich eine ganze Woche lang Geschenke anzunehmen, was die Liebespunkte erheblich reduziert). Neu in diesem Spiel sind die sogenannten „Date’s“, die man haben kann und in denen man sich irgendwo um eine abgemachte Uhrzeit mit der/dem Auserwählte/n trifft und Punkte dafür bekommt. Wenn man genug Liebespunkte bei der Person gesammelt hat, kann man sie erst heiraten.

 

Diese Punkte kann man wie oben genannt durch Date’s, Blumenevents, Geschenke und vielen Gesprächen steigern. Blumenevents sind in diesem Harvest Moon neu und wir erfahrenen Spieler kennen sie noch unter dem Namen „Herzevents“. Wenn man eine gewisse Anzahl an Liebespunkten bei der auserwählten Person gesammelt hat, findet eine Zwischensequenz statt, die einen bestimmten Namen trägt und diese nennen sich seit Neustem „Blumenevents“. Welches Event als Nächstes stattfindet erkennt man an der Farbe, die die Blume der Person angenommen hat. Es gibt natürlich mehrere Events und man kann die Person erst nach dem letzten „Blumenevent“ heiraten. Auch Kinder kriegen ist in diesem Spiel möglich, vorausgesetzt man erfüllt einige Bedingungen.

 

Natürlich gibt es auch in diesem Harvest Moon wieder die normalen Events, etliche Koch-Wettbewerbe und auch Preise zu gewinne. Jedes Event bringt die Städte wieder näher zusammen und es rundet die Geschichte ab.

 

Neu sind in diesem Harvest Moon ebenfalls die Outfits, die von Junge zu Mädchen unterschiedlich sind und von denen jeweils 6 Verschiedene existieren. Schade ist, dass man die Teile nicht einzeln zu einem Outfit zusammensetzen kann, sondern es immer nur ganze Outfits zu kaufen gibt. Auch noch erwähnenswert wäre an der Stelle, dass Bluebell ein eigenes Outfit entworfen hat, das man bekommt wenn man sich für diese Stadt am Anfang entscheidet, oder dorthin umzieht.

 

Das Schönste an dem neuen Harvest Moon und meiner Meinung nach die sinnvollste Neuerung sind jedoch die Aufträge. Viele Utensilien (wie zum Beispiel ein Radio, das das Wetter für den nächsten Tag mitteilt) bekommt man durch Aufträge. Aufträge hängen an den schwarzen Brettern in den Städten und sind unterschiedlich von Stadt zu Stadt. Wenn man einen Auftrag angenommen hat, hat man ein gewisses Zeitlimit, in der man den Auftrag erledigen muss und bekommt dann etwas dafür geschenkt. Meistens sind es Pflanzen, oder auch andere Dinge, die man suchen muss und den Dorfbewohnern bringen. Zusätzlich hat jeder Auftrag einen Rang, den man besitzen muss um ihn ausführen zu können. Je mehr Aufträge man also erledigt, desto schwieriger werden die Aufträge und desto höher werden die Ränge.

 

 

Der vorletzte und ein wichtiger Punkt für Viele von uns ist: Der Multiplayer!

 

Den Multiplayer bei Harvest Moon schaltet man frei, indem man das Multiplayer-Feld in den Bergen findet. Der Multiplayer funktioniert allerdings nicht gleich wie bei Anderen spielen, sodass man zu Zweit auf dem selben Bildschirm spielt, sondern der eine Spieler kann auf das Multiplayer-Feld des Anderen und umgekehrt. Somit begegnen sich die beiden Spieler gar nicht, sondern können nur auf dem Feld des jeweils Anderen umherlaufen. Auch Minispiele habe ich bei diesem Spiel vergeblich gesucht und somit fand ich den Multiplayer eher enttäuschend.

 

 

Womit wir auch schon beim letzten und wichtigsten Punkt angelangt sind: Der Grafik!

 

Die Grafik bei Harvest Moon 3D The Tale of Two Towns war eigentlich gut, aber die 3D Grafik für das Spiel ist einfach noch nicht weit genug ausgereift und nicht vergleichbar mit anderen 3D-Titeln. Sie ist dennoch ein netter Zusatz, der dabei hilft, die Gegenstände unterscheiden zu können. Denn es gibt etliche Pflanzen, die man nicht Pflücken kann und die einfach nur Dekoration darstellen, die dann mittels der 3D-Grafik in den Hintergrund geraten. Der untere und obere Bildschirm wurden in diesem Harvest Moon nun viel besser genutzt als im vorherigen Spiel und somit hat man das Menü komplett auf dem unteren Bildschirm und nicht nur ein kleines Fensterchen, wenn man es öffnet. Schön ist auch, dass man sich zwischen Bewegung mittels Stift und Bewegung mittels Tasten entscheiden kann und somit große Spielfreiheit hat.

 

Durch die durchgängigen und genauen Erklärungen, die man sogar 2-3 Mal hintereinander abspielen kann, ist es leicht verständlich und somit spielbar für jede Altersgruppe. Sogar für Gelegenheitsspieler ist das Spiel sehr praktisch, da man jeden Tag neu abspeichern kann und die Tage schnell um sind. Erwähnenswert wäre nur noch ganz zum Schluss, dass man für dieses Game Street-Pass aktivieren kann und es möglich ist Dinge, die man in seinem Inventar hat zu senden oder zu empfangen.


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Fazit

Harvest Moon 3D ist seinen Vorgängern nicht unterlegen, es ist eher besser geworden. Vor Allem, da man jetzt viel Zeit, die man zuvor warten musste, durch erledigen der Aufträge verbringen kann. Somit hat auch hier Rising Star Games wieder gute Arbeit geleistet. Die deutsche Übersetzung lässt allerdings zu wünschen übrig, da ich doch manche Rechtschreibfehler finden konnte.

Grafik

gut

Sound

super

Steuerung

super

Spielspaß

gut

75%

Singleplayer

20%

Multiplayer

Release

17. August 2012

Developer

Rising Star Games

Publisher

Rising Star Games

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung



Neue Wertungsskala für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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