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Reviews: Nintendo 3DS

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Theatrythm: Final Fantasy

Musik

07.07.2012

Autor: Matthias Küpper

 

 

Ein Geschenk für die Fans

 

Vor 25 Jahren brachte Square Soft das erste Final Fantasy Spiel heraus. Damals war sich wohl niemand sicher, dass die Serie ein so großer Erfolg werden würde. Vierzehn weitere Titel sind bislang erschienen und dazu gibt es noch so Teile wie Dissidia, X-2 und Crystal Chronicles. Nicht immer haben die Entwickler alles richtig gemacht und es gab schon viel Kritik an Square Enix, doch was ist mit Theatrythm Final Fantasy? Ist es wieder nur ein Spiel, um Geld zu bekommen oder gibt es noch andere Gründe?

 

 

Mal etwas anderes

 

Immerhin ist es schon einmal positiv, dass Square Enix nicht einfach nur eine Collectors Edition von ein paar Spielen gemacht hat. Remakes und Ports gab es ja schon genügend, da wäre das nun wirklich zu viel gewesen. Denn in Theatrythm Final Fantasy geht es um Musik, wie der Name schon vermuten lässt. Doch auch das „Theat“ findet seine Bedeutung. Denn zu der Musik gibt es auch bewegte Bilder. Für das Spiel haben sich die Entwickler die beliebtesten Themen der Spiele herausgesucht und diese in das Spiel gepackt. Zuerst gibt es von jedem Spiel (Teil I bis XIII) fünf Lieder, wovon aber nur drei aktiv gespielt werden. Aber das sind immerhin schon 39 Titel.

 

Doch alles beginnt mit einem kleinen Tutorial, in dem die Steuerung und das Spielprinzip erklärt wird. Dies ist recht simpel: Die angezeigten Sachen müssen zum richtigen Zeitpunkt gemacht werden. Außerdem müssen vier Helden aus anfänglich 13 gewählt werden, die auch ausgerüstet werden können. Diese haben unterschiedliche Werte, die sich auf das Spiel auswirken. Durch das Spielen werden sie aufgelevelt und so hat man einen größeren Zeitraum, in dem Noten getroffen werden können.

 

Nach dem Tutorial können dann die Serien gespielt werden. Dort spielt man alle Lieder pro Titel hinter einander. Bei der Einleitung und der Ausleitung muss man einfach nur Tippen, wenn die Noten im Kristall sind. Diese beiden Lieder können aber auch übersprungen werden. Dazwischen befinden sich die eigentlichen Aufgaben. Dort gibt es drei verschiedene Spielarten. Zuerst wäre dort die Kampfmusik, bei der alle Charaktere gleichzeitig gegen Monster kämpfen. Sie greifen an, wenn der Pfeil, das Tippen oder das Halten des Stylus korrekt ausgeführt wird. Trifft man nicht, bekommt man HP abgezogen und bei 0 HP hat der Spieler den Song nicht geschafft. Irritierend hierbei ist, dass die Noten immer von Zeile zu Zeile springen.

 

Bei der Feldmusik hat man nur einen Charakter, der über die Oberwelt geht. Dort geht es beim Halten des Stylus auch darum, dass man auf und ab geht, je nachdem wie es angezeigt wird. Zuletzt wäre noch die Eventmusik. Bei dieser laufen die Noten auf einer Schiene über den Bildschirm und müssen zum richtigen Zeitpuntk getroffen werden, dazu läuft ein Video. Schafft man ein Lied, bekommt man Rythmia, mit denen man Kristall Shards bekommt, die neue Charaktere freischalten oder man bekommt neue Videos für das Theater oder neue Bilder fürs Museum.

 

Neben der Serie gibt es noch Challenges, in denen nur jeweils ein Lied gespielt wird und zwischen drei Schwierigkeitsgraden gewählt werden kann. Zuletzt wäre noch der Chaos Shrine, in dem dunkle Noten gespielt werden. Das Besondere daran ist, dass diese zu mehreren gespielt werden können. Allerdings könnt ihr auch alleine antreten. Dazu werden immer wieder neue Sachen freigeschaltet, von denen es echt jede Menge gibt. Durch StreetPass bekommt man von anderen Spielern die Profilkarten aber es können auch neue dunkle Noten dabei sein. Also solltet ihr versuchen, jemanden zu treffen, der das Spiel hat. Vielleicht hat er ja was für euch.

 

 

Der Stift sorgt für den Takt

 

Gesteuert wird das komplette Spiel mit dem Touchpen. Eine andere Steuerung wäre aber auch sehr verwunderlich, da die Noten auch etwas mit dem Ort auf dem Touchscreen zu tun haben. Für normale Noten tippt man einmal auf den Screen, für längere drückt man ihn etwas länger und bei den Pfeilen muss der Stylus in die Richtung über den Bildschirm gezogen werden. Das geht alles mit etwas Übung gut von der Hand. Nur die Pfeile sind am Anfang etwas schwer, da es wirklich darum geht, die richtige Richtung zu treffen. Aber die Steuerung ist gut umgesetzt und ich wüsste nicht, wie sich das Spiel besser steuern sollte.

 

 

Hier gibt’s was fürs Ohr

 

Die Musik, um die es bei dem Spiel letztendlich ja auch geht, ist echt gut umgesetzt. Die Wahl der Titel war sehr gut und die besten Final Fantasy Titel sind größtenteils dabei. Allerdings gibt es in den meisten Spielen auch noch andere richtig tolle Themes, die noch nicht genutzt wurden. Doch diese werden sicherlich schon bald per Download zur Verfügung stehen.

 

Bereits am ersten Tag stellt Square Enix bereits acht neue Songs zur Verfügung, wovon vier Kampflieder sind und die anderen Feldlieder. Ein Download kostet allerdings 1€, was recht teuer ist, wenn man sich überlegt, dass man für 8,- Euro bereits Spiele im eShop bekommt. Ich hatte eher erwartet, dass es immer wieder Pakete gibt, in denen man direkt gleich mehrere neue Lieder zur Verfügung gestellt bekommt. Dazu kann man die Lieder leider nicht direkt Probehören, was ich mir gewünscht hätte. Wer den Titel also nicht kennt, muss wohl im Internet erst einmal hören, ob ihn dieser gefällt. Gespielt werden können die neuen Songs am Ende im Challenge Modus. Ob die 1€ schon über der Schmerzgrenze sind für das ein oder andere Lied oder nicht, muss letztendlich jeder für sich selbst entscheiden.

 

Auch grafisch macht das Spiel einen sehr guten Eindruck. Zuerst habe ich mich bei Final Fantasy XIII gefragt, ob der 3DS jetzt HD kann. Das Bild von den Videos wurde echt gut umgesetzt. Dazu ist das Chibi-Aussehen der Charaktere auch nicht schlecht. Das ist besser, als wenn die Charaktere so wie in ihren Spielen aussehen würden. Der 3D Effekt ist ein netter Zusatz. Er ist gut gelungen und selbst die Videos der Spiele sind in 3D. Dazu ist die Visualisierung der verschiedenen Songs echt gut gelungen. Die Idee mit dem Kampf bei den Battle Themes ist super und auch die Videos bei den Event Lieder ist sehr schön. Ein Fan will dann sofort wieder die einzelnen Spiele spielen.

 

 

Zu viert im Chaos Shrine

 

Wie oben schon geschrieben, können die Lieder im Chaos Shrine auch zu viert gespielt werden; allerdings geht das nur offline. Dazu müssen eure Freunde das Spiel ebenfalls haben. Doch wenn ihr so ein Match bestreiten könnt, dann teilt ihr euch mit euren Mitstreitern den LP Balken. Macht also einer von euch einen Fehler, bekommen das alle zu spüren. Das Lied läuft aber für alle gleichzeitig mit extra Noten. Ihr solltet jetzt also nicht einen absoluten Neuling da ranlassen, weil dieser den Erfolg gefährden könnte, da die Lieder hier mindestens auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad sind. Bei den Battle Themes müssen aber lediglich die Noten des eigenen Heldens getroffen werden.

 

 

Square und die Fehler

 

Auch Theatrythm ist kein perfektes Spiel. Besonders im Multiplayer bietet es viel zu wenig. Warum gibt es beispielsweise keine Onlineranglisten? Noch viel besser wären aber Kämpfe, bei denen mehrere Spieler gegeneinander antreten und man sieht die ganze Zeit wer besser ist. So etwas fehlt auch im normalen Multiplayer. Im Einzelspieler macht das Spiel dafür aber vieles richtig. Doch auch hier wäre es schöner gewesen, wenn es mehr Lieder gegeben hätte. Dazu spricht es natürlich nicht jeden an, da man schon ein Fan von Final Fantasy sein muss, um was mit den Songs anfangen zu können. Ansonsten bietet das Spiel halt nichts großartig Besonders, was beispielsweise Casual Gamer ansprechen würde, sofern sie mit der Musik nichts anfangen können.

 

 

Zweitmeinung von Mario

 

Im Großen und Ganzen kann ich Matthias nur zustimmen. Das Spiel ist vor allem für Fans der Reihe eigentlich ein absolutes Muss. Wer auch nur etwas von der genialen Musik von Nobuo Uematsu hält, der wird richtig viel Spaß mit dem Titel haben. Ich finde auch gut, dass es mehrere Spielarten gibt, so dass jeder Titel der Final Fantasy Reihe quasi eine eigene, kleine Geschichte erzählt. Klar, es ist kein episches Rollenspiel, aber für ein Musikspiel schon ziemlich gut gemacht. Vor allem die Levelups der Charaktere finde ich super, auch kann man Items einsetzen, die zum Beispiel heilen, wenn die HP zur Neige gehen. So fühlt es sich doch ein bisschen so an, wie ein RPG. Cool ist dabei natürlich vor allem, dass man die bekannten Figuren der Reihe wählen kann, also zum Beispiel Tidus oder Zidane und wenn es denn unbedingt sein muss sogar Cloud... Übrigens lassen sich auch noch neue Figuren freischalten.

 

Grafisch finde ich es dagegen nicht ganz so gut, weil mir persönlich der Stil nicht so ganz gefällt. Aber das muss eh jeder für sich selbst entscheiden, schaut euch einfach die Bilder dazu an, dann wisst ihr bescheid. ;-) Was ich jedoch gut finde, sind die Videos im Stil des jeweiligen Titels. Da kommen ganz schnell viele Erinnerungen hoch, vor allem bei meinen Lieblingsspielen IX und X. Ich kann euch also nur raten, das spiel zu kaufen, wenn ihr Fans der Reihe seid oder einfach nur auf die Musik steht.

 

 

Vielen Dank an Square Enix für das Testmuster.


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Fazit

Theatrythm Final Fantasy ist ein sehr schönes Spiel für Fans der Serie. Es bietet einige Stunden Spielspaß und es gibt vieles, was freigeschaltet werden kann. Dazu werden die letzten 25 Jahre sehr schön Revue passiert. Man schwelgt in Erinnerungen an die Spiele, wenn man die bekannten Lieder hört und die Videos sorgen zum Teil dafür, dass man wieder Lust auf eines der vielen tollen Titel bekommt. Durch die Möglichkeit, weitere Lieder herunterladen zu können, wird es hoffentlich auch weiter interessant bleiben. Ich bin jedenfalls gespannt, was dort noch für Musikstücke kommen. Schade ist, dass der Multiplayer nur so klein ist, aus dem hätte man noch weitaus mehr machen können. Doch wahrscheinlich hätte darunter wieder nur der Einzelspieler gelitten. Wer also gerne die einzelnen Spiele mal auf andere Weise und deutlich schneller noch einmal erleben will, macht mit Theatrythm Final Fantasy sicherlich nichts falsch.

Grafik

gut

Sound

super

Steuerung

super

Spielspaß

gut

76%

Singleplayer

30%

Multiplayer

Release

06.07.2012

Developer

Square Enix

Publisher

Square Enix

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1

Anzahl Spieler (WLAN)

2-4



Neue Wertungsskala für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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