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Reviews: Nintendo 3DS

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Heroes of Ruin

RPG

26.06.2012

Autor: Julian Richter

 

 

Lasst das Gemetzel beginnen!

 

Das Action-RPG "Heroes of Ruin" beinhaltet eine Reihe von Spielermodi, die es erlauben sowohl allein oder aber mit bis zu vier Spielern weltweit in die Schlacht zu ziehen und das Schicksal von Ataraxis zu bestimmen. Ataraxis ist einer der hochgepriesenen Ruinlords von Veil, welche über das gesammte Reich herrschen und das Gleichgewicht des Universums aufrecht erhalten. Nun ereignet es sich aber, dass eben jener Ataraxis von einem mysteriösen Fluch heimgesucht wird und droht zu sterben, und mit ihm selbstverständlich eine kräftige Stütze im Sonnensystem.

 

Der Held der Story kann aus vier Klassen ausgewählt selbst zusammengestellt werden. Sobald man sich entschieden hat, wer für einen in den Kampf ziehen soll, beginnt das große Metzeln. Schon im ersten Abschnitt ist man dazu gezwungen, sich durch gefährliche Gefilde zu schlagen und fiese, kleine Monster niederzustrecken. Neben dem gilt es aber außerdem noch knifflige Rätsel zu lösen und eine, zwar etwas seltsame,

aber interessante Story zu verfolgen.

 

Generell kann man seinen Char durch das Erledigen von Monstern oder Quests aufleveln,

und somit seinen Skilltree erweitern um neue Fähigkeiten freischalten, die im Kampf von Vorteil sind. Man kann bis zu drei Fähigkeiten auf einmal benutzen, indem man diese auf A, X oder Y legt. Die anderen Knöpfe des 3DS sind ebenfalls individuell und taktisch klug eingesetzt, sodass sie eine leichte und fast unbeschwerte Steuerung ermöglichen. Das Einzige, was mich gestört hat, war der ständige Umgriff von Schiebepad zum Steuerkreuz um Tränke einzunehmen.

 

 

Die Stadt Nexus

 

Das Spiel basiert leider nicht auf einer Open-World-Map, sondern verläuft eigentlich ziemlich linear. Vom zentralen Standpunkt aus, welchen die Stadt Nexus darstellt, reist man mithilfe von Verbündeten zu einzelnen Kontinenten, auf welchen sich verschiedene Dungeons befinden. Vor Antritt der Dungeons ist es jedoch ratsam, erst einmal quer durch Nexus zu streifen und zu hören, ob die Leute vielleicht etwas benötigen oder man einen Auftrag für sie erledigen kann, der sowieso auf dem Weg liegt.

 

Neben dem befinden sich in Nexus auch noch eine Vielzahl an Händlern und Geschäftsleuten, die einem Waffen, Tränke und Rüstungen verkaufen. Naja, wobei die Auswahl bei den Tränken nun wirklich sehr eingeschränkt ist. Es gibt lediglich einen Trank für Gesundheit und einen für Magie, und diese findet man zuhauf in den Dungeons. Aufgrund dessen wird dieser Händler wohl eher in der ärmeren Schicht bleiben.

 

Leute, die etwas von einem wollen, werden auf der Karte mit einem farbigen Ausrufezeichen markiert, andere Zeichen gelten dann zum Beispiel für Läden, Verbündete oder anderes.

 

 

Schlicht aber okay

 

Man kann jetzt nicht gerade sagen, dass die Dungeons ungemein schwer geraten sind,

da die meisten Dinge, die zur Vollendung einer Quest von Nöten sind auf der Dungeon-Map angezeigt werden. Des Weiteren sind die Dungeons weder umständlich verzweigt, noch mit Fallen übersät, was nicht heißen soll, dass sie geradlinig und langweilig sind.

 

Durch die kniffligen Rätsel, Gegnerscharen und detaillierten Einrichtungen, macht es dennoch Spaß durch die einzelnen Tempel, Schreine, Türme und Berge zu streifen. Der Verlauf der Story erlaubt außerdem, einige Dungeons ein weiteres Mal zu bereisen, um dort andere Aufgaben zu lösen. Wiederholbare Quests gibt es leider mit einer Ausnahme nicht.

 

 

Zusammen gegen das Böse

 

Aufgefallen ist auch der Mehrspielermodus, der sich sehr schön und auch flüssig spielen lässt. Dies erleichtert natürlich ungemein das Bekämpfen von schwierigen Gegnern oder verzweifelte Suchen nach Gegenständen. Besonders innovativ finde hierbei den Voice-Chat, welcher es einem erlaubt, mit Spielern aus aller Welt live und in Farbe zu kommunizieren. Auch dies erleichtert vieles ungemein und ist auf jeden Fall

handlicher, als jeder normale Chat. Die einzige Gefahr dabei: Man weiß nie, welche Sprache derjenige am anderen Ende spricht. Englisch funktioniert aber immer.

 

Man kann schon direkt am Anfang im Hauptmenü entscheiden, ob man lokal, nur mit Freunden oder weltweit in Gruppen mit bis zu vier Spielern gemeinsam die Reiche von Veil von den dunklen Mächten befreien will. Man kann aber auch in ein gerade laufendes Spiel eines anderen einsteigen. Nur sollte man darauf achten, in welchem Spielabschnitt dieser sich befindet, sonst könnte man entweder zu stark oder aber zu schwach

sein, um eine wirklich effektive Hilfe zu sein. Ersteres hab ich selbst erlebt.

 

Das Spiel Heroes of Ruin wurde speziell darauf ausgerichtet, mehrere Spieler weltweit zu vereinen, um die feindliche Front zu stürmen und alle Siege und Erfolge zu teilen. Selbst, wenn die Gegner jetzt nicht unbedingt so arg schwer sind, als dass man sie nicht auch allein fertigmachen könnte, macht es gemeinsam natürlich umso mehr Spaß. Auch, wenn ich nicht immer allen Fremden vertrauen würde, denn diese neigen wahrscheinlich eher dazu, sich alle Items selbst unter den Nagel zu reißen, statt sie gerecht unter den anderen aufzuteilen.

 

 

Langeweile? Niemals!

 

Sollte es tatsächlich vorkommen, dass ihr die Hauptstory überraschend schnell durchhabt und euch fragt: "Und nun?"; dann kann euch SpotPass Abhilfe beschaffen. Denn mit dessen Hilfe könnt ihr noch ein ganzes Jahr lang täglich neue Herausforderungen bekommen, die ihr entweder allein oder natürlich vor Allem

zusammen mit Spielern aus der ganzen Welt bestreiten könnt.

 

Es ist euch außerdem möglich via StreetPass eigene Netzwerke und Handelsabkommen

zu schließen und somit durch eure Freunde stetig mit den besten Waren versorgt zu werden. In der Hinsicht hat das Spiel ebenfalls alles ausgenutzt, was geht.

 

 

Glanz fürs Aug', Musik fürs Ohr

 

Wenn Heroes of Ruin eines geschafft hat, dann ist es die Nutzung des 3D-Effektes. Die Grafik der Landschaften hat mich mit am meisten beeindruckt, vor Allem die, wie vorher schon einmal erwähnt, wahnsinnig detallierten Gebiete. In der Hauptstadt Nexus herrscht reges Treiben in den Gassen. Überall trifft man auf Leute, die ihrer Arbeit nachgehen, handeln, ein Schwätzchen halten oder auch freundlich grüßen.

 

Besonders angetan haben es mir die Begrüßungen der Charaktere. Jedes Mal, wenn man jemanden anspricht, begrüßt er einen mit "Hallo", "Wie geht's", "Ich grüße dich", usw.

und beim Abschied verabschiedet gleicher sich mehr oder minder höflich.

 

Auch an der Musik wurde in keinster Weise gespart. Von mystischen Klängen über melodische Weiten und rührende Serenaden, bis hin zu packender Schlachtmusik. Alles was man sich vorstellen kann, immer passend zur Atmosphäre. Was mich persönlich besonders gefreut hat, ist der Siegestusch nach Vollendung einer Quest, bzw. eines kompletten Kontinents.

 

 

Das einsame Defizit:

 

Ja, tatsächlich gibt es auch eine Sache, die in Heroes of Ruin definitiv negativ auffällt,

und zwar ist das die Framerate. Vielleicht liegt es an dem hohen Wuselfaktor, der stetig Stadt und Dungeons beherrscht. Dadurch entsteht häufig, gerade in Gebieten mit mehreren Charakteren, eine Verlangsamung des Spieles samt seiner Atmosphäre. Es ruckelt dann sozusagen etwas. Es ist zwar nicht toternst, aber trotzdem etwas störend, vor Allem in längeren Kampfphasen.


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Fazit

Heroes of Ruins ist trotz seiner teilweise mangelhaften Framerate und der gewöhnungsbedürftigen Charaktergestaltung ein Spiel, welches sich kein RPG-Freund entgehen lassen sollte. Es vereint knallharte Action mit wirklich kniffligen Rätseln und einer mehr oder weniger interessanten 08/15-Story, wie man sie vom Genre kennt. Der Mehrspielermodus hat natürlich voll und ganz erreicht, was er wollte. Was dies betrifft, gibt es eigentlich so gut, wie gar nichts zu meckern. Wer also jetzt heiß darauf ist Dämonen, Golems und Geister zur Strecke zu bringen und viele mystische Artifakte zu sammeln, um einen Fluch aufzuheben und eine Story, mit vielen Plot-Twists zu erleben, dem empfehle ich Heroes of Ruin zu 100%.

Grafik

super

Sound

super

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

79%

Singleplayer

88%

Multiplayer

Release

15. Juni 2012

Developer

nSpace

Publisher

Square Enix

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

2-4



Neue Wertungsskala für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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