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Reviews: Nintendo 3DS

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Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen London 2012

Sport

17.03.2012

Autor: Matthias Küpper

 

 

Erneutes Zusammentreffen

 

In diesem Jahr finden wieder die Olympischen Spiele statt, die dieses Mal in London ausgetragen werden. Seit 2008 mischen Mario und Sonic bei den vielen Wettkämpfen mit und auch ihre Freunde und Feinde haben noch ein Wörtchen mitzureden. So ist es nicht verwunderlich, dass Sega auch in diesem Jahr die beiden Kultfiguren in Wettkämpfen antreten lässt. Doch die Serie feiert ihr Debüt auf dem 3DS, sodass wir die Spiele zum ersten Mal in 3D genießen können.

 

 

Alle wollen gewinnen

 

Bei den Olympischen Spielen gibt es verschiedene Disziplinen, in denen die Wettkämpfer für ein Land die Medaillen jagen. Genauso ist es auch bei Mario & Sonic. Doch für den Einzelspieler gibt es auch einen Storymodus. Die Bösewichte Bowser und Dr. Eggman haben sich dazu entschieden, die Spiele in diesem Jahr ausfallen zu lassen. Deshalb benutzen sie einen sonderbaren Nebel, der das Sportereignis auf die Kippe bringt. Doch zum Glück machen sich die einzelnen Teilnehmer schon bald auf die Suche nach der Ursache. Dabei treffen sie immer wieder auf Schwindler gegen die sie Wettkämpfe gewinnen müssen. So kämpft man sich nach und nach in den einzelnen Disziplinen an das Ende der Story, um die Spiele zu retten. Damit haben auch Spieler ohne Freunden mit einem 3DS eine gewisse Motivation das Spiel zu spielen. Dazu kann man in jeder Disziplin gegen Computer antreten. Auffällig ist dabei, dass bei Fußball z.B. nur aus Tor geschossen wird oder bei Handball müssen Bälle gehalten werden. Alle Sportarten sind stark vereinfacht und ein 20km Lauf dauert auch nur wenige Augenblicke. Also sind nicht alle Disziplinen ernst zu nehmen. Doch das Ganze macht trotzdem Spaß. Da man jede Sportart immer wieder spielen kann und es Online-Listen gibt, ist eine sehr lange Motivation vorhanden. Mit über 50 Disziplinen ist auch für viel Abwechslung gesorgt, so dass es so schnell nicht langweilig wird. Es dauert schon seine Zeit, ehe man alles wirklich perfektioniert hat.

 

 

Wie steuerte man nochmal die Disziplin?

 

Bei der Steuerung haben sich die Entwickler gedacht, dass sie alle Funktionen des 3DS benutzen wollen. Also haben sie für jede Sportart eine andere Steuerungsvariante ausgewählt. Das zum Teil ähnliche Steuerungen dabei sind, ist bei über 50 Disziplinen nicht weiter verwunderlich. Doch man muss sich zum Teil auch noch einmal anschauen, wie sich jetzt der Weitsprung z.B. steuerte. Bei diesem springt man durch das plötzliche Hochziehen des Gerätes ab. Beim Hammerwerfen muss der 3DS in kreisenden Bewegungen gesetzt werden, um den Hammer zu schwingen. Dazu müssen zwei Tasten gedrückt werden. Darüber hinaus gibt es noch Disziplinen bei denen der Touchscreen, die Tasten, das Slidepad und das Mikrofon verwendet werden. Letztere Spiele stellen besonders in lauten und windigen Gebieten ein Problem dar. Sie lassen sich nicht so gut steuern wie der Rest und ob man jetzt unbedingt im Bus pusten möchte, ist auch so eine Sache. Doch die meisten Sachen steuern sich recht gut. Zum Teil muss man sich einfach nur daran gewöhnen. Mehrere Optionen hat man bei einer Disziplin aber nicht und so muss man sich mit der einen Variante abfinden.

 

 

London im Nebel

 

Die Grafik ist ganz nett anzusehen und in demselben Stil gehalten wie bei den Vorgängern. Auch London, welches man im Storymodus quasi besichtigt, ist in dem Stil gestaltet, in dem auch die Mario Spiele gezeigt werden. Allerdings wirkt die Stadt durch den Nebel recht leer und die Disziplinen werden ja eh immer in einem Stadion abgehalten, in dem dann plötzlich viele Zuschauer sind, die auch noch jubeln, sobald ein Punkt gemacht wird.

 

Der 3D-Effekt ist ein nettes Extra, doch da man zum Teil den 3DS bewegen muss, ist er bei der ein oder anderen Disziplin recht nutzlos, da der Blinkwinkel umgeändert wird. Das ist halt das Problem bei dieser Steuerung. Eine Sprachausgabe hat das Spiel nicht, was bei den Mario und Sonic Charakteren aber auch nicht sehr verwunderlich ist. Aber es gibt einen Sprecher, der bei den Disziplinen die Ansage macht, wie es auch schon bei den anderen Spielen der Fall war. Die Musik ist auch wieder ganz gut gelungen. Sie ist ebenfalls bekannt aus den Vorgängern und begleitet einen durch das Spiel. Allerdings gibt es keine wirklichen Ohrwürmer, so dass am Ende nichts hängen bleibt.

 

 

Bis zu vier Spieler

 

Wenn ihr Freunde in eurer Nähe habt, könnt ihr gegen diese antreten, da lokal mit bis zu drei anderen Leuten gespielt werden kann. Das gilt sowohl für das Downloadspiel als auch für das mit mehreren Spielen. Bei den Spielen kann man nun bei jeder Disziplin antreten und so herausfinden, welcher der beste Sportler ist. Leider hat man sich gegen einen Onlinemodus entschieden, der den Multiplayer deutlich interessanter gemacht hätte. Stattdessen gibt es nur Ranglisten, bei denen man sich mit anderen Spielern aus der ganzen Welt vergleichen kann. Ein Wettkampf in den einzelnen Disziplinen Mann gegen Mann und mit Ranglisten wäre da deutlich besser gewesen. So wird viel Potenzial verschenkt, da nicht jeder genug Freunde mit einem 3DS hat, um in den Genuss des Multiplayers zu kommen.

 

 

Kritik

 

Mario & Sonic machen wieder viel richtig, aber es gibt auch einige Dinge, die mir nicht so gut gefallen haben. Da wäre einmal, dass man pro Disziplin nur eine gewisse Auswahl an Charaktern hat, die für diese geeignet sind. Das ist wirklich schade, da mit den verschiedenen Stärken und Schwächen noch einmal ein taktischer Aspekt gekommen wäre. Dazu hätte man auch verschiedene Disziplinen hintereinander nehmen können, ohne dabei den Charakter wechseln zu müssen, sobald dieser nicht mehr passt. Weiterhin ist es zwar gut und schön, dass es verschiedene Steuerungen gibt, aber dadurch möchte ich manche Sportart nicht im Bus spielen. Besonders die Disziplinen mit Mikrofon sind an lauten Stellen nicht wirklich spielbar. Das ist sehr schade und da es keine Alternative gibt, muss man auf anderen Sportarten zurückgreifen.

 

Dazu hatte ich mich wirklich auf Fußball und Handball gefreut, aber einfach nur auf das Tor zu schießen hat nicht viel mit den wahren Disziplinen zu tun. Auch hier wurde Potenzial verschenkt. Es macht zwar am Anfang Spaß, auf ein Tor zu schießen, aber das wird recht schnell eintönig. Dazu wird bei den einzelnen Sportarten nicht das gewohnte Regelwerk verwendet. Beim Tennis gewinnt man bei einem Stand von 3:0 oder beim Weitsprung hat man nur einen Versuch, der gewertet wird. Schon bei den Bundesjugendspielen hat man beim Weitsprung mehrere Versuche, von denen der beste gewertet wird. Dadurch wären die einzelnen Disziplinen zwar länger, aber das ist auch für Zwischendurch kein Problem. So viel Zeit sollte jeder Spieler mitbringen können. Außerdem regt man sich dann nicht so auf, wenn mal ein Wurf oder Sprung daneben geht oder sogar nicht gilt. So wird von einem direkt beim ersten Mal eine Perfektion erwartet, die man nicht immer liefern kann. Zwar kann man eine Disziplin auch noch einmal spielen, aber dann muss die wieder geladen werden und es dauert einfach deutlich länger, als gäbe es drei Versuche.

 

 

Vielen Dank an Sega für das Testmuster.


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Fazit

Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen 2012 in London bietet eine Vielzahl an Disziplinen, die für ordentlich Abwechslung sorgen. Leider war es den Entwicklern anscheinend wichtiger, möglichst viele Disziplinen einzubauen, anstelle weniger zu nehmen und diese dafür zu perfektionieren. So werden aber manche sehr schnell langweilig. Durch den Storymodus ist auch für den Einzelspieler ein wenig Ansporn garantiert, doch bei diesem tritt man letztendlich auch nur bei der einen oder anderen Disziplin an. Was eindeutig fehlt ist ein Onlinemodus, bei dem man gegen Spieler aus aller Welt antreten kann. Stattdessen gibt es nur eine Rangliste und einen lokalen Multiplayer. Wer also nicht Freunde mit einem 3DS in der Nähe hat, sollte sich zweimal überlegen, ob er das Spiel zulegen sollte. Es bietet zwar Abwechslung, aber das Spiel ist eher auf den Multiplayer ausgerichtet, so wie viele andere Sportspiele auch. Wer über den fehlenden Onlinemodus hinwegsehen kann und über die ein oder andere Macke, wird viel Spaß mit dem Titel haben.

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

ok

Spielspaß

gut

72%

Singleplayer

76%

Multiplayer

Release

10.02.2012

Developer

Sega

Publisher

Sega

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1

Anzahl Spieler (WLAN)

2-4



Neue Wertungsskala für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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