Login

Passwort vergessen?

Konto erstellen


Reviews: Nintendo 3DS

< zurück

Resident Evil Revelations

Action Adventure

12.02.2012

Autor: Mario Kablau

 

 

Traumurlaub Kreuzfahrtschiff?

 

Wer träumt nicht von einem erholsamen All-Inclusive Urlaub auf einem edlen Kreuzfahrtschiff? Essen rund um die Uhr, stets höflicher Service, Entspannen am Pool und jeden Tag an einem neuen Ort. Es könnte wirklich schön sein. Doof nur, wenn sich das Schiff als Heimat von düsteren Gestalten herausstellt, die selbst Hunger haben, großen Hunger. Auf die Gäste.

 

So oder so ähnlich ergeht es Jill Valentine in Resident Evil Revelations. Auf der Suche nach Chris Redfield ist sie mit ihrem Partner Parker Luciani auf der Queen Zenobia gelandet. Das ehemalige Kreuzfahrtschiff treibt im Mittelmeer herum und verbirgt mehr als ein düsteres Geheimnis. Doch von der von Wendungen gespickten Geschichte haben die beiden am Anfang noch keine Ahnung. Und sie sind auch nicht die einzigen beiden Helden dieses Abenteuers. Aber eins nach dem anderen.

 

Kern der Geschichte ist Terragrigia, eine Stadt, die als Vorzeigeprojekt der Menschheit dienen sollte. Diese Stadt war in der Lage, sich selbst mit Energie zu versorgen und somit eine mögliche Lösung, viele der aktuellen Probleme der Menschen in den Griff zu kriegen. Wenn da nicht eine Terrororganisation ihre Finger im Spiel gehabt hätte. Diese Organisation hat nicht nur das T-Virus in ihren Händen, sondern auch einen alten Erreger in großer Tiefe gefunden. Kombiniert geben die beiden ein absolut tödliches Paket.

 

Als das Virus in Terragrigia ausbricht, gibt es letzten Endes nur eine Lösung, die schon Racoon City zu spüren bekommen hat. Die Stadt wird komplett dem Erdboden gleich gemacht, um das Virus daran zu hindern, sich auszubreiten. Das Projekt ist gescheitert, die Terroristen haben gesiegt. Kurze Zeit danach ist die Ruhe jedoch schon wieder vorbei und genau da beginnt unser Abenteuer. Die Terroristen drohen erneut mit dem Virus, nur zwei Organisationen haben da etwas gegen einzuwenden. Die US Anti Bioterror Behörde FBC und die privatrechtliche BSAA, die unter anderem von Chris und Jill gegründet wurde, um der steigenden Gefahr durch Viren etwas entgegen setzen zu haben. Viele Parteien spielen hier also mit, eine neue Erzählstruktur muss her.

 

 

Resident Evil wie im Fernsehen!

 

Um die komplexe und abwechslungsreiche Geschichte, die erstmals in der Serie an verschiedenen Orten, in unterschiedlichen Zeiten und mit ganz verschiedenen Charakteren spielt, haben sich die Macher einen Kniff aus dem Fernsehen abgeschaut.

 

Das Spiel besteht nämlich aus 12 in sich abgeschlossenen Kapiteln mit einer Vielzahl an Charakteren, die ähnlich wie eine TV-Serie erzählt werden. So gibt es am Ende der einzelnen Episoden nicht nur hin und wieder Cliffhanger, sondern auch am Anfang jeder neuen eine Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse, eine sehr gute Idee für ein Handheld-Spiel. Man kann unterwegs gemütlich eine Episode zocken und bekommt dann vor dem Weiterspielen noch mal eine Zusammenfassung und ist schnell wieder auf der Höhe der Ereignisse.

 

Ich finde die Struktur super, sie hat bei mir dazu geführt, dass ich das Spiel einfach nicht mehr weglegen wollte. Auch wenn man anfangs die Ausmaße der Story noch gar nicht erahnen kann, war ich von Kapitel 1 an quasi nicht mehr von der Konsole zu kriegen. So muss ein Horror-Spiel sein. Aber es geht ja bei Resident Evil nicht nur um die Geschichte, das Gameplay muss natürlich auch passen, was in der letzten Zeit nicht immer der Fall war.

 

 

Aus alt und neu mach toll!

 

Während die alten Spiele der Reihe ihre Stärken nicht gerade bei der Handlichkeit der Steuerung hatten, überzeugen die neuen nicht unbedingt durch subtilen Horror. Mit Resident Evil Revelations wollten die Entwickler die perfekte Mitte treffen. Und um einfach mal vorweg zu greifen, das ist gelungen – und wie!

 

Die moderne Steuerung, die wir seit Teil 4 kennen, ist ebenso dabei, wie die Ansicht der Kamera. Neu ist hingegen, dass man nun auch aus der Egoansicht zielen kann, wenn man das will und außerdem ist es endlich möglich, gleichzeitig zu schießen und sich zu bewegen. Ein absolutes Novum in der Reihe, das aber spielerisch absolut sinnvoll ist. Endlich muss ich nicht mehr die Waffe wegstecken, wenn mir ein Gegner zu nahe kommt.

 

Aus den alten Teilen haben die Entwickler nicht nur die zuletzt zu kurz gekommenen Rätsel mit eingebaut. Okay, so umfangreich wie bei den alten Spielen kommen die Gehirn-Jogging Aufgaben nicht vor, aber hin und wieder muss man doch mal eine Kopfnuss knacken und bekommt so gelungene Abwechslung im Gameplay. Außerdem wird man nicht mehr einfach nur immer wieder von Horden von Gegnern belagert und muss sich frei ballern, sondern es kommen eher weniger, dafür aber strategische Monster zum Einsatz. In meinen Augen die perfekte Mischung aus Horror, Action und Rätseln.

 

Deshalb ist das gesetzte Ziel erreicht worden, Resident Evil Revelations verbindet perfekt die Tugenden der alten und neuen Teile und macht einfach Spaß. Durch die tolle und vielseitige Geschichte wird man gut an den Handheld gefesselt. Was will man mehr?

 

 

Quasi Koop, auch online!

 

Neben der Kampagne gibt es auch noch den so genannten Raubzug-Modus. In diesem spielt man kürzere Abschnitte der Geschichte nach und es kommt darauf an, möglich schnell das Ziel zu erreichen und auf dem Weg dahin bestenfalls alle Gegner zu bezwingen. Dafür bekommt man Punkte, über die man Extras wie weitere Waffen, eine bessere Rüstung etc. kaufen kann.

 

Der Clou dieses Modus ist jedoch die Online-Komponente. Diese 21 Aufgaben darf man nämlich auch zu zweit spielen, was echt Spaß macht. Sowohl online wie auch per Direktverbindung klappt das super, aber auch alleine machen diese Szenen großen Spaß, es wird aber leider nix Neues geboten mal abgesehen von den vielen Waffen, die es im Hauptspiel nicht gibt.

 

 

Steuerung und Technik!

 

Bevor ich zu Gunnars Zweitmeinung und meinem Fazit komme, noch ein paar Worte zur Technik. Optisch ist Revelations eine Offenbarung. Es ist schier unglaublich, was die Entwickler aus dem Handheld rausholen konnten. Dazu ist der 3D-Effekt, der übrigens über die Software selbst noch mal in zwei Stufen verstärkt werden kann, ein Traum. Das sorgt für die perfekte Atmosphäre, so fesselnd war für mich noch kein Abenteuer für unterwegs.

 

Dazu kommt eine quasi perfekte akustische Untermalung. Von ruhiger, über spannender bis hin zu horror-mäßiger Musik wird man genauso gut unterhalten wie von der tollen, deutschen Sprachausgabe. Okay, bei der Übersetzung geht logischerweise etwas Wortwitz verloren, aber hey, man kann ja auch auf Englisch umstellen. Oder auf Spanisch, oder Italienisch, oder Französisch. Es ist also für Jeden etwas dabei. ;-)

 

Auch die Steuerung ist sehr gelungen, sowohl mit als auch ohne das Schiebepad Pro. Mit ist es jedenfalls wesentlich komfortabler, weil man zwei Sticks zum Bewegen und Umsehen hat und den Handheld schön mit zwei Händen helden, äh halten kann. Ohne das zweite Schiebepad guckt man sich per Touchpen um, so dass es schnell mal etwas wackelig werden kann, was für den 3D-Effekt nicht ganz so praktisch ist.

 

Jedenfalls sind beide Optionen gut gelungen, nur mit dem zweiten Pad fühlt es sich aber so richtig richtig an. Genau so muss Resident Evil sein. Und damit Bühne frei für:

 

 

Gunnars Zweitmeinung

 

Was soll ich noch ergänzen? Ich bin Fan der Serie seit den Anfangstagen. Ok, zugegeben ich habe erst zu Resident Evil 2 Zeiten angefangen. Aber ab dann hat es mich gepackt. Das lag vor allem an der tollen, bis ins kleinste Detail durchdachten Geschichte, der unglaublich dichten Atmosphäre und dem einzigartigen Gameplay. All diese Punkte wurden in Teil 5 aber sträflich vernachlässigt.

 

Umso gespannter bin ich gewesen, ob die Entwickler ihren großspurigen Ankündigungen tatsächlich gerecht werden können und die perfekte Symbiose aus den alten und neuen Teilen schaffen würden. Und wie Mario es gesagt hat: Sie haben es geschafft! Man nehme modernste Technik, die intuitive Steuerung von zuletzt und mische das Ganze mit einer spannenden Geschichte, viel Atmosphäre, kleineren Rätseln und ab und zu eingestreuten Schockeffekten. Herauskommt das wohl bester Horror-Spiel für einen Handheld, ever!

 

Es ist bemerkenswert, wie toll das Abenteuer inszeniert ist und ich finde es einfach nur lobenswert, dass Capcom ein Resident Evil für einen Handheld mit genauso viel Herzblut produziert hat, wie man es sonst nur von Titeln für die Heimkonsolen erwarten würde. Revelations ist ein Pflichtspiel für jeden Fan des Genres. Punkt!

 

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.


Wenn euch das Review gefällt, dann unterstützt uns via:

Fazit

Für mich ist Resident Evil vor allem eins: atemberaubend. Das Spiel macht Spaß, die Geschichte ist spannend, die Mischung zwischen alten Tugenden und neuen Features ist fast perfekt und die Technik ist der Hammer. Okay, man kann meckern, dass es keinen echten Koop-Modus im Abenteuer gibt, dass der Voice Chat im Online-Modus fehlt und dass das Abenteuer mit knapp 10 Stunden etwas zu kurz ausgefallen ist. Das ist aber Meckern auf hohem Niveau, unterm Strich ist und bleibt Revelations ein sehr gutes Spiel, das man in meinen Augen gespielt haben muss, egal ob man Fan der Serie ist oder nicht, man kann es schließlich auch heute noch werden. Also: Losziehen und kaufen. Jetzt! Es lohnt sich.

Grafik

super

Sound

super

Steuerung

super

Spielspaß

super

89%

Singleplayer

75%

Multiplayer

Release

27.01.2012

Developer

Capcom

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

16+

Anzahl Spieler (Lokal)

1

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

2

Anzahl Spieler (WLAN)

2



Neue Wertungsskala für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


Aktuell auf 10doTV

10do Show

Oktober-Ausgabe: Die Metroid-Reihe

RSS-FeedDie 10do Show in iTunes