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Reviews: Nintendo 3DS

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Formel 1 2011

Rennspiel

13.12.2011

Autor: Matthias Küpper

 

 

 

Lang ist es her

 

Elf Jahre sind vergangen, seit dem ich F1 2000 für den PC mit großer Freude und ohne Strafen gespielt habe. Fahrer wie Michael Schumacher oder Rubens Barrichello sind heute immer noch dabei, nur fahren beide nicht mehr für Ferrari. Dazu kamen neue Strecken und der Hockenheimring ist nicht mehr jedes Jahr dabei. Doch es hat sich nichts daran geändert, dass ein Spiel zur Formel 1 genau wie FIFA jedes Jahr auf ein Neues erscheint und so erschien dieses Jahr der Titel zum ersten Mal auf dem 3DS. Neben den bekannten Strecken und der Weltmeisterschaft hat das Spiel aber auch noch anderes zu bieten. Aber dazu später mehr.

 

Funracer oder Simulation?

 

Wenn man den Namen Formel 1 so liest, denkt man, dass es sich bei dem Spiel um eine Rennsimulation handelt, in der man annähernd so fahren kann wie im Vorbild. Das ist theoretisch auch möglich, doch der Spieler hat die Wahl, wie nah das Spiel an der Realität sein soll. In den Optionen kann eingestellt werden, ob es Schäden und Strafen gibt. Dazu kann die Renndistanz eingestellt werden, wodurch von drei Runden bis zur vollen Anzahl einiges dabei ist. Wer also Lust hat 58 Runden in Melbourne zu fahren, der kann dies auch tun. Zudem gibt es verschiedene Möglichkeiten, was gefahren wird. Es gibt das schnelle Rennen, in dem drei Runde gefahren werden, ohne das ein Qualifying notwendig ist. Im Zeitfahren können die Rundenzeiten verbessert werden und es kann gegen einen Geist angetreten werden. Der Grand Prix beinhaltet ein Rennen mit Training und Qualifying. Allerdings kann alles bis auf dem Große Preis übersprungen werden, doch dann wird von Position 24 gestartet. Die Weltmeisterschaft bietet die Möglichkeit Vettels Rekord mit jedem Fahrer der Formel 1 einzustellen. Bei der Teamwertung wird es dann bei Teams wie HRT oder Lotus etwas schwieriger. Dazu gibt es aber noch eine Karriere, bei der der Unterschied zur Meisterschaft darin liegt, dass man sich als neuer Fahrer in der Formel 1 hocharbeiten muss. Anscheinend geht das aber nur über drei Saisons, doch es kann ja immer wieder eine neue Karriere begonnen werden. Zuletzt gibt es im Einzelspieler noch die Challenges, in denen ihr verschiedene Aufgaben bewältigen müsst. So müssen Tore durchfahren, Kurven gut genommen werden oder man muss mit Trockenreifen bei Regen in den Punkten landen. Da es im Einzelspieler schon viele Möglichkeiten gibt, kann man sehr viel Zeit mit dem Spiel verbringen. Das gilt besonders dann, wenn man auch nur einen Grand Prix so fährt, wie es in echt der Fall ist. Da dauert das Rennen alleine schon an die zwei Stunden. Gerade Freunde von Rennspielen werden hier ihre Freude finden und dadurch, dass eingestellt werden kann, wie real das Spiel ist, kann der Titel auch ohne Schaden und Strafen... ihr wisst schon, was ich meine. Wenn man aber mit Komponentenausfällen spielt, kann es aber auch dazu kommen, dass man mal auf der Strecke mit einem Motorschaden stehen bleibt. Dazu bietet das Spiel für Einsteiger recht viele Hilfen, wodurch sofort für Spielspaß gesorgt wird. Speichern tut das Spiel automatisch, was bei einem Rennspiel auch gut so ist.

 

 

A oder B

 

Bei der Steuerung gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. Bei der einen Schaltet man mit den Schultertasten und gibt dafür mit A Gast und es wird mit B gebremst. Bei der Alternative wird getauscht, wodurch mit A und B geschaltet wird. Der Vorteil an der zweiten Variante ist, dass das Öffnen des Flügels deutlich leichter und angenehmer ist, da dieser auf Y liegt. Gibt man mit A gleichzeitig Gas und versucht mit dem Daumen auch noch Y zu drücken, kommt man unweigerlich entweder auf X, wodurch das Kers aufgebraucht wird oder auf B, wodurch gebremst wird. Gibt ihr aber mit R Gast ist das Öffnen deutlich leichter. Das Schalten ist außerdem nur dann relevant, wenn man kein Automatik fährt. Gesteuert wird mit dem Sliderpad, was recht gut von der Hand geht. Steuerung B geht also deutlich besser von der Hand als die Standard Variante, bei der ich oft den Flügel im Qualifying nicht geöffnet habe, was gerade auf höheren Schwierigkeitsgraden dafür sorgen kann, dass die Pole unerreichbar bleibt.

 

 

Die originalen Strecken

 

Bei einem Titel wie Formel 1 ist es die Pflicht der Entwickler die Strecken realistisch nachzubauen. Hier und dort sind auch Sehenswürdigkeiten zu sehen, die es auch in echt gibt. Schaut man aber hier und da in die Ferne, erkennt man, dass nur das grobe Umfeld nachempfunden wurde und es steht auch nicht jeder Baum dort, wo er in echt steht, aber das verlangt ja auch keiner. Dazu liegt der Fokus bei der Grafik mehr auf den Autos, was bei vielen Rennspielen so ist. Aber Formel eins bietet dazu auch noch recht nette Streckengrafik. Da gab es bei Wii Titeln schon deutlich größere Unterschiede. Der 3D-Effekt ist gelungen, aber Mario Kart macht hier vieles besser. Vielleicht schafft man es bis zum nächsten Jahr einen genauso guten hinzubekommen. Was nicht immer ganz so realistisch ist, ist die Physik. Manchmal hat man das Gefühl, dass übertrieben wird und in anderen Situationen ist der Unfall dann zu harmlos. Das hätte besser gemacht werden können. Dazu gibt es hier und dort schon einmal kleine Fehler. So ist ein Auto neben dem meinigen plötzlich verschwunden, nur um im nächsten Moment wieder aufzutauchen. Dazu hätte der Regen deutlich besser dargestellt werden können, durch aufspritzendes Wasser der Autos. Dieses fehlt leider gänzlich und zerstört auch so ein bisschen den Realismus. Der Sound ist ganz okay, doch während des Rennens gibt es halt nur die Motorengeräusche und hier und dort mal den Boxenfunk. Nur im Menü gibt es Musik, die ist aber ganz gut gelungen. Der Sound der Motoren ist ganz in Ordnung, doch dabei kann man ja nicht viel falsch machen. Die Sprachausgabe ist ganz okay. Erhält man die Pole versucht der Erzähler euphorisch zu klingen, doch man nimmt es ihm nicht unbedingt ab. Schön wäre es auch gewesen, wenn die Möglichkeit gewesen bestanden hätte, dass man die Originalstimmen auf Englisch hören könnte und auch den Jubel der Leute oder zumindest englische Stimmen.

 

 

Mehrspieler

 

Der Mehrspieler ist Lokal und Online möglich. In beiden Fällen muss der Titel von jedem Mitspieler gekauft werden und die maximale Anzahl der Mitspieler beträgt vier, was bei einem Rennspiel mit 24 möglichen Fahrzeugen recht wenig ist. Es ist verständlich, dass es auf dem 3DS nicht möglich ist, alle 24 Fahrer auf einmal zu haben, da die Leute auch ihre Lieblinge haben, die dann doppelt vorkommen. Aber acht hätten es schon sein können. Das dies geht, zeigt Mario Kart 7 deutlich. Dazu findet man im Internet selten bis gar nicht ein Spiel, weil die Leute anscheinend lieber besagten Funracer spielen. Nicht einmal am Sonntag Nachmittag habe ich einen einzigen Gegenspieler gefunden und nach unzähligen Versuchen habe ich es dann aufgegeben. Ihr solltet euch deswegen besser mit Freunden absprechen und gegen diese Online spielen. Dann müssen die wenigstens nicht vorbeikommen. Zur Auswahl stehen drei verschiedene Arten. Einmal das klassische Rennen, dann Zeitfahren und ein Konstrukteurrennen, bei dem es um die gesamten Punkte eines Konstrukteur geht. Solltet ihr es also auf den Mehrspieler abgesehen haben, solltet ihr euch lieber ein anderes Rennspiel holen, sofern ihr nicht genügend Leute kennt, die das Spiel ebenfalls haben.

 

 

Kritik

 

Formel 1 macht vieles richtig, doch das nur im Einzelspieler, bei dem immer noch Sachen besser gemacht werden können. Ein Safety Car habe ich keinmal im Einsatz gesehen und so ganz habe ich die Flügelregel auch nicht verstanden. Dazu besteht die Frage, warum das Spiel am Ende der Saison herauskommt, wo doch einige Fahrer zur kommenden Saison wechseln werden. Für den 3DS hätte es zwar nicht zum Start herauskommen können, doch dafür zu der Zeit, bei der gerade einmal die Hälfte der Saison vorbei war. So fährt noch Nick Heidfeld mit, der während der Saison seinen Platz unter den 24 verlor. Dazu ist die Grafik noch nicht perfekt und auch von dem Handling geht es noch besser. Die eine Steuerungsvariante ist dazu viel zu unhandlich. Im Mehrspieler macht das Spiel aber am meisten falsch. Warum können nur vier Fahrer an einem Rennen teilnehmen? Die Formel 1 machen die vielen Fahrer aus und nicht nur vier. In Mario Kart kann man mit der doppelten Anzahl fahren. Dazu findet man online keine Gegner, was nicht unbedingt für das Spiel spricht.


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Fazit

Formel 1 ist ein gutes Rennspiel, was dem Spieler die Wahl lässt wie realistisch es ist. Als Freund eines Rennspiels kann man viel Spaß mit dem Titel haben, da es eine recht große Auswahl an Möglichkeiten bietet. Die Grafik ist ganz okay und der Sound ist auch nicht schlecht. Dazu bietet das Spiel immerhin eine gute Steuerungvariante und durch die vielen möglichen Fahrhilfen, können auch Einsteiger ihren Spaß damit haben. Dafür ist das Spiel im Multiplayer nicht wirklich gelungen. Es kann doch nicht sein, dass Online kein einziges Rennen innerhalb von zehn oder sogar noch mehr Minuten gefunden wird. Die meisten geben schon nach zwei Minuten auf. Ist man also ein Fan vom online Multiplayer und hat nicht genug Bekannte, die das Spiel haben, sollte man besser zu anderen Spielen greifen. Ansonsten lässt sich noch sagen, dass das Spiel für Fans der Formel 1 eine gute Möglichkeit bietet, in die Fußstapfen von Vettel zu steigen.

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

75%

Singleplayer

43%

Multiplayer

Release

28.11.2011

Developer

Codemasters

Publisher

Codemasters

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1

Anzahl Spieler (WLAN)

1-4



Neue Wertungsskala für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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