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Reviews: Nintendo 3DS

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Shinobi

Sonstiges

12.12.2011

Autor: Martin Küpper

 

 

 

Action der alten (Ninja-)Schule!

 

Sega schickt mit Shinobi eine traditionsreiche Action-Reihe auf Nintendos Handheld, deren letzte Ableger auf der PS2 aber nicht wirklich überzeugen konnten. Seitdem sind aber immerhin sieben Jahre vergangen, also gab es Zeit genug, um sich mit der mangelnden Qualität auseinanderzusetzen. Die Lösung scheint für Sega wohl die Besinnung auf alte Stärken gewesen zu sein, denn ausgerechnet auf dem 3DS verzichtet Shinobi (zumindest in spielerischer Hinsicht) auf die dritte Ebene. Aber konnte die Rückkehr zu den 2D Wurzeln wirklich die spielerische Qualität neu aufleben lassen?

 

Zumindest alte Fans der Serie dürften sich freuen, dass Shinobi auf Action der alten Schule setzt. Mit Schiebepad oder Analogstick bewegt ihr euren Ninja Jiro durch die 2D Levels und bekämpft die zahlreichen Feinde mit Katana (Y) und Kunai Wurfmessern (A). Feindliche Attacken wehrt ihr hingegen mit einem gut getimten Block (R) ab, oder weicht mit einem schnellen Sprung (B) aus. Wie sich das für Shinobi gehört, wird aber nicht nur fleißig gekämpft. Auch Jump 'n Run Passagen gehören zum Programm. Dabei gilt es nicht nur mit Sprüngen bzw. Doppelsprüngen über Abgründe zu hüpfen, sondern auch verschiedensten Fallen auszuweichen. Zum Glück ist Jiro als Ninja auf solche Situationen natürlich bestens vorbereitet und kann durch geschicktes sliden oder Wandsprünge jeder noch so tückischen Falle entrinnen.

 

Doch das ist noch nicht alles! Für besonders hartnäckige Gegner könnt ihr auch Ninja-Magie einsetzen. Feuermagie zerstört die meisten Gegner auf dem Bildschirm, Wassermagie erhöht Jiros Beweglichkeit, Erdmagie lässt ihn automatisch blocken und Blitzmagie macht den Helden für kurze Zeit sogar ganz immun.

 

 

Ganz schön schwer...

 

Auch wenn euch die Magie in brenzligen Situationen durchaus mal den Hintern retten kann, ist das Spiel schon auf „normal“ richtig schwer. Aber so gehört sich das ja auch, für einen old-school Action-Titel. Und für Einsteiger und Weicheier (wie mich), gibt es ja noch den leichten Schwierigkeitsgrad. Hier bekommt man nicht nur weniger Schaden und großzügig verteilte Kontrollpunkte, sondern vor allem unendlich viele Leben. Derer hat man auf „normal“ nur noch fünf, während man auf „schwer“ nur drei Leben und drei Continues hat. Sterbt ihr zu oft, müsst ihr hier also sogar noch mal ganz von vorne beginnen. Wie in der „guten, alten Zeit“... Das ist immer noch nicht genug? Auf „sehr schwer“ werden die Level noch härter und die Leben mit einem einzigen Extraleben noch wertvoller. Es hat seinen Grund, dass das Spiel passend dazu warnt: „Diese Schwierigkeit ist beinah unmöglich, es sei denn, du bist ein echter Ninja.“

 

Alte Hasen werden hier also endlich noch mal gefordert, während Neulinge mit dem leichten Schwierigkeitsgrad dennoch auf ihre Kosten kommen. Und wer weiß, vielleicht steigern sich ja auch Einsteiger, bis sie zum echten Ninja werden. Für die nötige Motivation ist jedenfalls gesorgt, denn neben dem obligatorischen Highscore, gilt es auch zig Erfolge und Belohnungen (z.B. Musik, Videos und Illustrationen) frei zu spielen. Und wenn ihr in einem Level mal so richtig gut seid, könnt ihr das das ganze Level auch als Wiederholung speichern und euch später im Shinobi-Theater an eurer Göttlichkeit ergötzen oder vor euren Freunden prahlen.

 

Und das Beste ist: Ihr merkt mit der Zeit wirklich, dass ihr immer besser werdet. Gerade das Blocken von gegnerischen Angriffen könnt ihr mit der Zeit perfektionieren und somit eure Highscore in die Höhe treiben oder euch an einen neuen Schwierigkeitsgrad herantasten.

 

 

Optik, Sound und Gemecker

 

Die Optik des Spiels lässt sich kurz und knapp als ungewöhnlich bezeichnen. Dass man auf dem 3DS natürlich trotz 2D Gameplay die Tiefe zumindest in die Optik mit aufnimmt, ist nicht weiter verwunderlich. Aber der Stil ist wirklich gewagt und ehrlich gesagt, gar nicht so leicht zu beschreiben. Am besten ihr schaut euch einfach einige Screenshots oder (noch besser) Videos an, dann wisst ihr womit ihr es zu tun habt. Ich persönlich finde den Stil durchaus passend, da er wunderbar zum fernöstlichen Setting und Ambiente passt.

 

Auch die Musik setzt teils auf asiatische Klänge, wechselt hier und dort aber auch mal zu herben Gitarren-Klängen, die natürlich gut zur deftigen Action passen. Insgesamt sticht aber musikalisch nichts wirklich heraus – weder positiv, noch negativ.

 

Und genau das muss man dem Spiel irgendwie vorwerfen. Was hier geboten wird ist sicher gut und dürfte gerade alte Fans der Serie zufrieden stimmen, aber etwas wirklich Herausragendes sucht man vergebens. Wenigstens wird durch unterschiedliche Bossgegner, die vielen Fallen und durch Abschnitte auf dem Pferd für ordentlich Abwechslung gesorgt, so dass man als Freund des Genres durchaus auf seine Kosten kommt. Schade nur, dass der Spaß so schnell wieder vorbei ist. Zwar hat man durch StreetPass Herausforderungen und die zahlreichen Belohnungen alles getan, um den Spieler auch weiter an das Abenteuer zu fesseln, aber wer das Spiel einfach nur durch spielen möchte, bekommt bei Shinobi nicht allzu viel geboten.

 

Vielen Dank an Sega für die Bereitstellung eines Testmusters.


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Fazit

Shinobi ist ein richtig guter Action-Titel der alten Schule, mit dem Fans der Reihe oder des Genres nichts verkehrt machen. Das Spiel ist schön fordernd, abewechlungsreich, lässt sich super steuern und kann den geneigten Spieler mit zahlreichen Boni auch weit über das erstmalige durchspielen hinaus fesseln. Als Einsteiger bekommt man mit dem passenden Schwierigkeitsgrad die Möglichkeit, tief in die Welt von Shinobi einzusteigen. Aber wer von Haus aus keinen Spaß daran hat, sich an richtig fordernden Spielen zu messen, der wird auch mit Shinobi nicht glücklich. Doch wer genau danach sucht, sollte Shinobi definitiv eine Chance geben.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

super

Spielspaß

ok

73%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

11.11.2011

Developer

Griptonite Games

Publisher

Sega

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskala für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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