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Reviews: Nintendo 3DS

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Captain America: Super Soldier

Action

16.11.2011

Autor: Matthias Küpper

 

 

 

Captain, übernehmen sie!

 

Neben dem Film über Marvels einzigen Superhelden, der seinen Schild auch als Waffe benutzt, kam auch ein Spiel heraus, das sich mit Captain America beschäftigt, der wie der Name schon vermuten lässt, für die USA in den Kampf zieht. Entwickelt wurde das Spiel von High Voltage Software, die mit The Conduit und Conduit 2 für zwei gute Shooter auf der Wii sorgten. Wie macht sich aber der Captain auf dem 3DS? Finden wir es heraus.

 

 

Willkommen im Leben vom Cap

 

Ihr wollt ein Trainingsprogramm? Das könnt ihr vergessen? Als echter Supersoldat fängt man sofort im Krieg an und so ist es auch im Spiel. Doch keine Angst, das Schlachtfeld am Anfang gleicht einem Übungsplatz. Es warten nur wenige Gegner auf euch und der Spieler wird langsam ins Spiel gebracht. Neben ein paar Geschicklichkeitspassagen lauft ihr eigentlich nur herum oder bekämpft Gegner. Hier und dort ist dann noch ein Versteck, das sich durch das zerschmettern einer Wand öffnen lässt und einen Soldaten oder eine Truhe beinhaltet. Nebenbei sollte der Cap nach Möglichkeit auch pro Level zehn Minen zerstören, um die Pläne der Hydra-Armee zu stoppen.

 

Bei Hydra handelt es sich um eine Gruppe von Wahnsinnigen, die Versuche mit Gefangenen und ihren eigenen Männern machen, um einen Supersoldaten zu schaffen, wie Captain America einer ist. Diese gilt es aufzuhalten und gleichzeitig muss auch noch der böse Red Skull bekämpft werden, der ähnliche Kräfte wie der Cap hat. Das Leben als Supersoldat Amerikas ist nun einmal nicht leicht, da es sich um eine Einmann-Mission handelt. Um sich durch die Levels zu schlagen, muss auch der Schild vom Captain eingesetzt werden. Mit ihm können einfache Kugeln reflektiert werden und er zerstört auch Fässer oder Minen. Außerdem können mit einem Wurf Gegner für ein paar Sekunden Ohnmächtig gemacht werden, damit sie leichter anzugreifen sind. Andere Gegner müssen wiederum mit einem Konter geblockt werden. Hier hat man sich eindeutig das Kampfsystem von Batman Arkham Asylum zum Vorbild genommen, nur das es einfacher ist, lange Combos zu starten, da es nicht so viele Gegner gibt.

 

Gespeichert wird immer automatisch an gewissen Checkpoints des Levels, was auf den höheren Schwierigkeitsgraden überlebenswichtig ist. Der Umfang beträgt ca. fünf Stunden. Allerdings gibt es Nebenmissionen, wie das Retten von Soldaten, Finden von Schätzen und das Zerstören der Minen in jedem Level. Dazu gibt es noch Herausforderungen, in denen man Münzen sammeln oder eine gewisse Anzahl an Gegner ausschalten muss. Wenn man dies alles nicht beim ersten Anlauf schafft, ist die Zeit etwas größer. Durch diese Nebenaufgaben werden Extras freigeschaltet, wie neue Kostüme oder Konzeptbilder.

 

 

Wie steuert sich Cap?

 

Das Spiel bietet zwei verschiedene Steuerungsmöglichkeiten. Der Unterschied zwischen den beiden ist, dass die Tasten A, Y und X anders belegt sind. Alles andere funktioniert bei beiden gleich. So geht und rennt man mit dem Captain, indem man das Schiebepad benutzt und die Kamera kann mit dem Steuerkreuz gedreht werden. Der Touchscreen wird dazu verwendet, um mit dem Schild zu zielen. Das kann je nach Taste einmal beim Werfen oder aber beim Reflektieren von Schüssen oder Laserstrahlen sein. Mit der rechten Schultertaste kann man Blocken und die linke ist für eine Schildattacke zuständig. B wird bei den beiden Steuerungen dazu verwendet, um zu springen, während die restlichen drei Tasten für den Kampf gedacht sind. Das Ganze geht gut von der Hand. Allerdings ist das Zielen manchmal viel zu hektisch und auch das Einstellen der Kamera ist nicht perfekt gelöst, da es schwer ist, während man läuft, die Kamera zu drehen. Eine Innovation ist die Steuerung dazu auch nicht.

 

 

Sind sie der echte Cap?

 

Das Spiel sieht ganz nett aus, allerdings sind zum Teil die Texturen noch etwas matschig und gerade der Captain sieht lange nicht so gut aus, wie er auf dem Cover dargestellt wird. Dennoch geht es dort auch noch schlechter. Eine Grafikgranate ist das Spiel aber definitiv nicht. Ebenfalls sehen viele Gänge in den Gebäuden gleich aus und auch auf dem Schlachtfeld am Anfang rennt man nur durch Gräben und Räume. Große Areale sind in Captain Amerika nicht zu finden.

 

Dazu bleibt der Sound meistens im Hintergrund und die Stücke wiederholen sich schnell. Das mag daran liegen, dass sich das Setting nur selten ändert und man immer im Krieg ist. Schöne Landschaften und Melodien sind also fehl am Platz. Aber dennoch hätte man da mehr machen können. Die Sprachausgabe ist nicht wirklich berauschend. Manchmal hat man nur den Eindruck, dass es den Leuten noch zu gleichgültig ist und einen wirklichen Wutausbruch hat der Captain auch nicht, obwohl er einen Fehler begannen hat. Ebenfalls hört man spätestens beim dritten Soldat, den man rettet, einen Spruch, der schon einmal gekommen ist. So fragen sie öfters, ob vor ihnen der echte Cap steht. Würdet ihr so reagieren, wenn euch ein Typ, der zufällig wie Captain Amerika aussieht und auch noch so wahnsinnig ist, alleine in eine feindliche Anlage einzudringen? Wohl kaum.

 

 

Das geht besser Cap...

 

So wirklich überzeugen kann High Voltage mit dem Titel nicht, da er wie viele Lizenzspiele einfach nicht mit viel Liebe gemacht wurde. Die Story ist ganz nett, aber die Levels sind recht linear und man macht von Level zu Level das gleiche. Immer wieder besiegt man Gegner, hier und dort wirft man seinen Schild, um einen Schalter zu betätigen oder man hüpft herum. Dazu sind die paar Rätsel, die das Spiel dann bietet, schon von vielen anderen Titeln verwendet worden. Aber immerhin muss man nicht die ganze Zeit nur kämpfen, wie es bei anderen Lizenzspielen schon der Fall war.

 

Neben der Monotonie der Level, kommt dann die schlechte schauspielerischen Fähigkeiten der Sprecher, die zum Teil auch die Story schlechter machen, als sie ist. Wenn man Captain America oder einem Gegner nicht abnimmt, dass er wütend ist, weil es nicht nach Plan läuft, dann läuft da etwas schief. Dazu ist die Grafik zum Teil etwas matschig und die Entwickler scheinen nicht all zu viel Zeit hineingesteckt zu haben, da vieles recht ähnlich oder sogar gleich aussieht. Dazu nerven die langen Ladezeiten, die nicht einmal durch irgendwelche Tipps überbrückt werden.

 

 

Vielen Dank an Sega für die Bereitstellung eines Testmusters.


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Fazit

Der Captain kann auf dem 3DS nicht wirklich überzeugen. Zwar bietet das Spiel eine Story, die ganz in Ordnung ist und es gibt ein paar Dinge, mit denen man nicht gerechnet hatte, doch der Spielspaß wird durch die Monotonie der Levels kaputt gemacht und die Nebenaufgaben sind auch immer dieselben. Eine Sprachausgabe ist zwar vorhanden, aber auch dort geht es noch um einiges besser und auch die Grafik hätte deutlich besser sein können und dann kommen noch die Ladezeiten. Selbst als Fan des Genres und von Captain America sollte man sich zweimal überlegen, ob man diesen Titel wirklich haben möchte.

Grafik

ok

Sound

schwach

Steuerung

ok

Spielspaß

schwach

52%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

21.10.2011

Developer

High Voltage Software

Publisher

Sega

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskala für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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