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Reviews: Nintendo 3DS

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Driver Renegade 3D

Rennspiel

07.10.2011

Autor: Matthias Küpper

 

 

Ein Cop am Ende der Karriere

 

Der Undercover-Ermittler John Tanner hat seine Marke abgegeben, da er verbittert von den vielen Gesetzen ist, die seiner Meinung nach im Weg stehen. Nun versucht er seinen eigenen Weg zu gehen und stößt dabei zufällig auf den Senator Andrew Ballard, der ein paar Verbrecher von New York beseitigen will. Da Tanner aber seine eigene Art entwickelt hat, mit derlei Gesindel umzugehen, muss er von dem hohen Tier gedeckt werden. So beginnt seine wilde Jagd nach den Verbrechern.

 

 

Der Schrecken der Straße

 

Sobald der Motor gestartet ist, geht es auch schon los. Im Abenteuermodus spielt sich der Spieler in 20 Missionen durch die Story und muss dabei verschiedene Aufgaben erfüllen. So muss man am Anfang einen Wagen verfolgen, bevor man danach fliehen muss. Dazu gibt es noch Aufträge, bei denen Stände zerstört werden müssen oder andere Autos. Diese verschiedenen Arten an Missionen bieten eine größere Abwechslung als am Anfang vielleicht scheint. Dazu kommen dann noch coole Sprüche und eine solide Story, die kurz vor dem Ende sogar eine Wendung hat. Mit jeder Mission kommt man Tanners Ziel näher und schaltet gleichzeitig, sofern die Aufgabe auf schwer abgeschlossen wird, ein neues Auto frei.

 

Insgesamt gibt es davon 50, weshalb die restlichen im Karrieremodus freigeschaltet werden müssen.

In diesem erwarten den Spieler in sieben verschiedenen Kategorien jeweils zwölf Levels, die absolviert werden können. Bei dem ein oder anderen schaltet man dann ein Auto frei. Gleichzeitig wird aber auch der Ruf unter den verrückten Autofahrern gesteigert, sodass man irgendwann zum Schrecken der anderen wird. Zur Auswahl gibt es hier einfache Rennen, Levels, in denen man alles zerstört, was vor das Auto kommt, um möglichst viele Punkte zu machen oder Straßenschlachten, in denen man die anderen Fuhrparks einfach nur zerstört. Nach und nach werden die Missionen fordernder und durch den hinzugefügten Karrieremodus bietet das Spiel einen deutlich größeren Umfang, als bei den 20 Storymissionen zu erwarten war. Insgesamt kommt das Spiel damit auf über 100 Missionen, in denen einen eine Menge Fahrspaß erwartet. Dazu können noch Rekorde über StreetPass ausgetauscht werden.

 

 

Ab ans Steuer

 

Driver Renegade bietet zwar nur eine Option, wie man das Spiel steuern kann, aber diese funktioniert einwandfrei. Mit dem B-Knopf gebt ihr Gas und mit dem A-Knopf könnt ihr den Turbo bei gefüllter Rage-Anzeige einschalten. Mit X und Y bremst ihr das Auto und die Schultertasten dienen zum Rammen. Durch die einfach gehaltene Steuerung ist garantiert, dass der Spieler recht schnell ins Spiel kommt. Dass mit dem B-Knopf Gas gegeben wird, ist nur am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig und schon bald geht es gut von der Hand. Der Touchscreen wird nicht genutzt, was hektisches Berühren vermeidet. Nur bei der Lenkung gibt es zwei Optionen: Entweder wird das Steuerkreuz oder das Schiebepad verwendet. Mit dem Pad lässt sich der Wagen aber deutlich besser lenken.

 

 

Let's fetz

 

Das Spiel bietet einen netten Comiclook, der dem Spiel gut steht. Da das Spiel in einigen Situationen nicht sehr realistisch ist, passt es noch besser. Recht schön kommt die Grafik während den vielen Videos rüber, die immer vor und nach den Storymissionen kommen. Im Spiel sieht die Grafik auch noch ganz nett aus. Hier und dort stehen ein paar Stühle oder es sind Baustellen mit kleineren Details zu sehen. Doch es geht noch besser. Der 3D-Effekt kommt im Menü am besten herüber, doch auch innerhalb des Spiels ist er ein nettes Extra. Ohne das 3D spielt sich das Spiel aber auch sehr gut.

 

Die deutsche Sprachausgabe ist gelungen. Oft sorgt Tanner mit seinen Kommentaren für ein Schmunzeln und auch die anderen Charaktere kommen durch ihre Sprecher gut herüber. Dazu bietet das Spiel einen passenden Soundtrack, der aus Rock, Funk und Techno besteht. Da macht das fahren richtig Spaß.

 

 

Kritik

 

Zwar macht das Spiel viel Laune, doch auf die Dauer bietet das Spiel nichts mehr. Zwar ist der Umfang recht groß, doch das ändert nichts daran, dass das Zerstören anderer Autos irgendwann langweilig wird. Die Zerstörungswut hält nun einmal nicht ewig an. Dazu werden irgendwann auch die anderen Modi langweilig.

 

Die Story ist zwar recht gelungen, doch sie ist die meiste Zeit einfach zu vorhersehbar. Zwar muss das ein Rennspiel nicht bieten, doch es geht auch dort noch besser. Dazu holt die Grafik noch nicht alles aus dem 3DS heraus und es wird etwas zu wenig Fokus auf den Storymodus gelegt. Dieser hätte auch länger sein können. Dazu kommt dann noch der fehlende Multiplayer, der bei einem Rennspiel eigentlich Pflicht ist. Es wäre richtig cool gewesen, auch mal gegen menschliche Spieler zu spielen und zu versuchen diese zu zerstören.

 

 

Vielen Dank an Ubisoft für das Testmuster.


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Fazit

Drive Renegade 3D ist ein gutes Rennspiel, das eine recht gute Story hat und einen großen Umfang bietet. Leider fehlt die Langzeitmotivation durch einen fehlenden Mehrspieler und durch das Wiederholen derselben Sachen im Karrieremodus. Dennoch bietet das Spiel eine recht gute Grafik, die mit ihrem Stil den ein oder anderen überzeugen kann. Dazu gibt es noch einen klasse Soundtrack, der zwar nur drei Musikrichtungen abdeckt, aber diese passen einfach zum Spiel. Ebenfalls bietet das Spiel mehr als man am Anfang erwartet und über 100 Missionen sind wirklich eine Menge. Wer Lust auf ein paar Zerstörungsmissionen, einen verrückten Cop und verschiedene Rennen hat, wird sicherlich einigen Spaß mit Driver haben. Alle anderen sollten sich den Kauf überlegen.

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

75%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

02.09.2011

Developer

Ubisoft

Publisher

Ubisoft

USK Freigabe

16+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskala für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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