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Reviews: Nintendo 3DS

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Transformers 3: Stealth Force Edition

Action

25.07.2011

Autor: Matthias Küpper

 

 

Die Transformers in 3D

 

Die Transformers debütieren mit ihrem dritten Teil auf dem 3DS, der sich als Autokampfspiel entpuppt. Neben der Version für Nintendos neustem Handheld gibt es noch zwei Versionen auf dem DS und eine für die Nintendo Wii, die alle von Activision veröffentlicht wurden. Doch wie schlagen sich die großen Kampfroboter als „Autos“ auf einem Schlachtfeld und noch viel wichtiger, erwartet uns ein weiteres Lizensspiel, das besser in den Regalen stehen bleibt?

 

 

Auf in den Kampf

 

Nach einem kurzen Einspann, in dem erklärt wird, dass die Autobots, also die Guten, anscheinend ein Versteck der bösen Decepticons entdeckt haben, geht es auch schon los. Laut der Spielhülle erwarten den Spieler 18 einzigartige Missionen, in denen zahlreiche Gegner darauf warten, vom Spieler auseinander genommen zu werden. Doch zu erst einmal wird erklärt, dass die Transformers jetzt einen Tarnmodus haben, in dem sie sich mit Tarnwaffen verteidigen können. Wie die Entwickler darauf kamen, die neue Funktion so zu nennen, bleibt unverständlich, da die Feinde einen sofort entdecken. Dafür braucht dieser Modus aber einiges an Energie, die durch Energon wieder aufgeladen werden kann. Ist diese Energie auf null, wird die Tarnung aufgehoben, was bedeutet, dass man wehrlos ist und deshalb wild durch die Gegend fährt.

 

Dazu gibt es noch eine Lebensanzeige, die möglichst weit oben gehalten werden muss. Zu erst macht das Spiel den Eindruck, dass es in den 18 Missionen darum geht, die Pläne von den Decepticons, Shockwave wieder in Betrieb zu nehmen, zu verteilten. Um dies zu gewährleisten, müssen Gegner zerstört oder Terminals verteidigt werden. Doch dennoch läuft alles auf das selbe hinaus: Es werden zahlreiche Gegner abgeschossen, um das Ziel zu erreichen und oft fährt man einfach nur herum, um Energie zu bekommen. Das ist auch nicht in den Missionen anders, die man als Decepticon spielt, was zum Teil dazu führt, dass man sich selber den Weg zustellt. Dazu ist das ganze total monoton und es kommt auch nicht durch andere Bots Abwechslung rein, da zwar das Handling zwischen einem schweren Optimus Prime zu einem schnellen Bumblebee unterschiedlich ist, aber dann doch nur Auswirkung auf die Geschwindigkeit hat. Dazu gibt es noch unterschiedliche Sekundärwaffen, die aus Raketen, Projektilen und Lasern bestehen, aber auch diese haben letztendlich den selben Effekt. Gespeichert wird automatisch nach jedem Level und nach etwa drei Stunden ist das Spiel vorbei, ohne ein gutes Spielgefühl vermittelt zu haben.

 

 

Wer braucht schon einen Touchscreen?

 

Transformers für 3DS braucht ihn jedenfalls nicht, da dieser nur für die Anzeige von ein paar Informationen genutzt wird. Gesteuert wird das Fahrzeug mit dem Schiebepad, womit auch gleichzeitig Gas gegeben wird. Mit dem A-Knopf wird der Modus gewechselt. Im Tarnmodus kann dann noch mit Y und B gefeuert werden. Das alles funktioniert gut und mit der Kamera gibt es auch keine Probleme. Allerdings rutscht man auch mal schnell vom Schiebepad ab und da es die ganze Zeit bewegt werden muss, ist es kein so gutes Spielgefühl, aber immer noch besser als das Steuerkreuz. Eine andere Variante ist nicht möglich.

 

 

Hat das Spiel überhaupt Hintergrundmusik?

 

Immerhin sind die Sequenzen zwischen den Missionen ganz nett anzusehen. Allerdings muss man den Entwicklern hier auch mangelnde Kreativität vorwerfen, da die „einzigartigen“ Missionen oft hintereinander auf der selben Karte spielen. Diese bieten auch nichts Besonderes für das Auge, aber erfüllen ihren Zweck. Der 3D-Effekt verbessert das Spielgefühl ebenfalls nicht und ist nur ein nettes Extra. Dafür trumpft das Spiel mit einer Sprachausgabe, die gelungen ist. Doch zum Teil gehen die Kommentare während der Mission von einem Anweisungen gebenden Transformer auf die Nerven. Dazu bleibt die Musik im Hintergrund und geht oft in den Schussgeräuschen unter.

 

 

Ein weiteres schlechtes Lizenzspiel

 

Beim dritten Teil von Transformers für den 3DS lässt sich eindeutig sagen, dass das Schlechte überwiegt. Mit drei Stunden Spielzeit, bis die 18 Missionen geschafft sind, bietet das Spiel viel zu wenig Umfang. Dazu wird einem in der Zeit nichts geboten und auch das Wechseln der Bots ändert nichts daran, dass das Spiel viel zu monoton ist. Der Spieler macht bis auf in zwei Missionen nichts anderes als wildes herumballern, um einen Erfolg zu erzielen und wenn die Energie mal zu tief ist, fährt man so lange herum, bis sie wieder aufgefrischt ist. Dazu ist es nicht sehr motivierend, wenn sich der Spieler selber den Weg zu bauen muss. Man hätte auch die Möglichkeit geben können entweder auf der Seite der Decepticons oder auf der der Autobots spielen zu können. Dazu bietet das Spiel keinen Multiplayer und die Variation des Spielgefühls bei verschiedenen Bots ist nur gering vorhanden.

 

Vielen Dank an Activision für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Das Spiel bietet leider genau das, was man von ihm erwartet, sobald der Titel erwähnt wird, nämlich ein schlechtes Lizenzspiel, bei dem hauptsächlich wild herumgeschossen wird. Dazu ist der Umfang viel zu kurz und die Aufgaben sind zu monoton. Es wurde viel Potenzial verschenkt, da es noch ganz andere Typen von Missionen geben hätte können. Stattdessen müssen fast immer Sachen zerstört werden, um das Ziel zu erreichen. Zwar gibt es sicherlich Leute, die gerne mal in die Rollen aller wichtigen Transformers schlüpfen, aber zwischen diesen ändert sich nur wenig am Spielgefühl. Mal ist einer langsamer oder es gibt weniger Sekundärmunition, aber wirklich groß etwas ändern tut sich nicht. Abschließend lässt sich sagen, dass Transformers für 3DS nicht einmal Fans zu empfehlen ist. Wer aber dennoch zugreifen will, sei gewarnt.

Grafik

ok

Sound

schwach

Steuerung

ok

Spielspaß

schwach

45%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

24.06.2011

Developer

Activision Blizzard

Publisher

Activision

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskala für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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