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Reviews: Nintendo 3DS

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Cubic Ninja

Puzzle

11.07.2011

Autor: Mario Kablau

 

 

Oje, eine Prinzessin wurde entführt!

 

Es war einmal in einem weit entfernten Land, noch ferner als der Ferne Osten. Dort erzählt die Legende von einem Märchen, das sich so oder so ähnlich zugetragen hat. Es existierte eine wunderschöne Prinzessin, die von einer gemeinen Bande von Schurken entführt wurde. Nebenbei haben die auch gleich noch ein paar Helden mit entführt, sicher ist sicher. Folglich wurde die ganze Verantwortung auf den Schultern eines einzelnen Kriegers abgeladen. Ein Ninja, der Seinesgleichen sucht. Der Einzige, der die Prinzessin und die anderen Helden retten kann: CCM.

 

Was das für ein Name ist? Ein Treffender! CCM ist nämlich ein Würfel mit einer Kantenlänge von genau einem Zentimeter, also ist er genau ein Kubik-Zentimeter, CCM eben. Und obwohl der Titel des Spiels erahnen lässt, dass es sich um Ninjas in Würfelform handelt, sind die Charaktere einfach nur stupide Würfel, die weder kämpfen noch sonst etwas können. Die ganze Last liegt also nicht auf dem Helden sondern auf dem Spieler, der muss nämlich die Welt bewegen, um den Würfel durch immer schwerer werdende Parcours zu führen.

 

Unterwegs trifft der Held also auf Hindernisse, muss Schalter drücken, um Wege zu öffnen und Gegnern ausweichen. Insgesamt gibt es auf dem Weg zum Ziel 100 Levels, die in fünf Gebiete eingeteilt sind. Das einzige Ziel in jedem Level ist es, dort hin zu kommen, ohne zu sterben. Klingt einfach, ist es aber nicht, da sich der Held nicht wirklich zur Wehr setzen kann, ausweichen ist stets die Devise. Ein paar Extras gibt es dann aber doch, so gilt es zum Beispiel, die vorgegebene Zeit zu unterbieten, um Bausteine für den Level-Editor freizuschalten.

 

Ebenso liegen in den Levels kleine Pakete herum – oft an etwas schwerer erreichbaren Orten – durch die man Fähigkeiten für den Helden aktiviert. Hat man fünf Stück gesammelt, dann kann man ihn etwas kleiner machen, um es im Level leichter zu haben. Bei 10 gesammelten Paketen lassen sich alle Schalter des Levels auf einmal aus der Ferne auslösen. 15 Pakete schalten eine Wurfstern-Attacke frei und 20 machen schließlich einen Schutzschild verfügbar. Nachdem man ein solches Extra eingesetzt hat, gehen ebenso viele Punkte drauf und man muss neue Pakete dafür sammeln.

 

Am Ende jeden Gebiets trifft man auf einen (oder zwei) Endgegner, die man gegen die Umgebung ausspielen muss. Ein brennender Vogel wird zum Beispiel im richtigen Moment über einen Sprinkler gelöscht. Die Kämpfe bringen eine willkommene Abwechslung, sind für meinen Geschmack aber oft ein wenig zu schwer. Man muss halt nach einem kleinem Fehler oft wieder ganz von vorne anfangen – nervig.

 

 

3D oder Bewegungssteuerung!

 

Das Gameplay von Cubic Ninja ist gelungen, man bewegt die Welt durch Bewegung der Konsole. Und dabei ist echt alles nötig, es ist nicht damit getan, den Handheld ein wenig hin her zu kippen. Man dreht ihn auf den Kopf, hält ihn in die Luft und versucht dabei, weiter auf den Bildschirm gucken zu können. Das klingt zwar kompliziert, ist es aber gar nicht. Es ist nur gewöhnungsbedürftig, dass die Level auch Tiefe haben, wenn man den Würfel also näher an den Bildschirm holen will, dann muss der 3DS dafür mit den Bildschirmen zum Boden zeigen.

 

Auch wenn das gerade in der Öffentlichkeit zuweilen ein wenig dämlich aussieht, geht das Konzept wirklich auf. Schnell fängt man an, den Handheld um sich herum zu drehen, um durch die Parcours zu kommen. Das macht wirklich Spaß und funktioniert sogar richtig gut. Das Spiel ist da auch recht fair, es fängt relativ seicht an, damit man sich an die Steuerung gewöhnen kann, wird dann zum Ende hin aber immer knackiger, ohne jedoch unfair zu sein.

 

Wenn einem das zu blöd ist, dann kann man auch auf das Schiebepad umsteigen und die Welt damit drehen. Da man dann den Helden jedoch nur noch komplett und nicht mehr stufenlos durch die X-Taste nach vorne an den Bildschirm holen kann, geht etwas an Genauigkeit verloren. Insgesamt funktioniert es damit aber ebenso gut und ist vor allem in wirklich engen Levels manchmal die bessere Wahl. Ich empfehle jedoch jedem, der Bewegungssteuerung eine Chance zu geben, denn damit macht das Spiel insgesamt viel mehr Spaß.

 

Allerdings funktioniert der 3D-Effekt nur, wenn man mit dem Schiebepad steuert, was ja auch absolut Sinn macht. Da er automatisch deaktiviert wird, braucht man sich auch nicht um den Regler zu kümmern. Endlich mal ein Entwickler, der an der Ecke mitdenkt!

 

 

Extras

 

Wie schon erwähnt, bietet das Spiel auch einige Extras. So kommt zum Beispiel nach jeder geschafften Umgebung der befreite Held mit anderen Eigenschaften dazu, BUM-P zum Beispiel ist aus Gummi und titscht daher deutlich mehr von Wänden ab, während der aus Eisen geformte MUSK-L eher schwerfällig ist. Darüber hinaus gibt es auch noch FEMI-9, die nur 1/8 der Größe der anderen Helden hat und daher besser an Hindernissen vorbei kommt. Aber keine Sorge, es gibt noch mehr Auswahl und sogar Helden, die gegen manche Fallen resistent sind.

 

Neben dem Abenteuer sind auch noch der Zeitkampf und Überleben dabei. Beim Zeitkampf spielt man einfach die bekannten Levels auf Zeit. Interessant dabei ist, dass man seinen Highscore als QR Code speichern und so an andere Leute weitergeben kann, ebenso lassen sich Geistdaten sichern. Beim Überleben spielt man zufällige Levels und es geht darum, möglichst viele zu schaffen, bevor man das erste Mal stirbt.

 

Ebenso kann man selbst neue Level in einem Editor bauen und dieser per QR Code tauschen. Es gibt leider keine Möglichkeiten, das online zu tun, was den Editor in meinen Augen ein wenig überflüssig macht. Er ist zwar komfortabel und man hat alle Möglichkeiten die auch die Entwickler hatten – sprich, man kann jeden Level theoretisch komplett nachbauen – aber da die Welt die eigenen Kreationen vermutlich nie zu Gesicht bekommen wird, ist es irgendwie vergebene Mühe. Schade! Wobei: wer das Spiel hat, kann seine Levels gerne im Forum posten!

 

 

Technik!

 

Grafisch macht Cubic Ninja einen recht soliden Eindruck. Es strotzt zwar nicht vor Details und Effekten, sieht aber auch nicht schlecht aus. Optischer Durchschnitt eben, der sauber programmiert wurde und bei dem ich keine Fehler entdecken konnte. Der 3D-Effekt ist für meinen Geschmack jedoch zu schwach, man hätte die Tiefe der Levels optisch viel besser wirken lassen können, das hat zum Beispiel Steel Diver schon gezeigt.

 

Musikalisch ist der Titel auch solide, die verschiedenen Stücke haben mir gut gefallen, es gibt aber auch nicht gerade viel Abwechslung und keine Musik, die im Kopf bleibt. Dafür sind die Sounds sehr gut gelungen, vor allem die Geräusche sterbender Würfel finde ich passend und witzig.

 

 

Vielen Dank an Ubisoft für das Testmuster.


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Fazit

Cubic Ninja ist ein gutes Spiel für den 3DS, das vor allem dadurch überzeugt, dass die Bewegungssteuerung wirklich cool genutzt wird. Es macht einfach Spaß, den Handheld um sich herum zu bewegen, damit der Ninja in Würfelform sein Ziel erreichen kann. Mit 100 Levels und ein bisschen Bonus nach dem Abschluss des Abenteuers gibt es auch genug Umfang, wenngleich ich mir beim Editor die Möglichkeit, Levels auch online zu tauschen, gewünscht hätte. Das geht zwar über den Umweg der QR Codes, ist aber irgendwie zu kompliziert. Unterm Strich kann ich den Titel eigentlich allen 3DS-Besitzern empfehlen, die mal etwas Neues erleben wollen – und die keine Scheu vor verwunderten Blicken in der Öffentlichkeit haben.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

70%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

22.06.2011

Developer

AQ Interactive

Publisher

Ubisoft

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskala für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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