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Reviews: Nintendo 3DS

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Sudoku - The Puzzle Game Collection

Puzzle

22.06.2011

Autor: Mario Kablau

 

 

Ein bekannter und drei unbekannte Gehirn-Folterer...

 

In der heutigen Zeit sollte eigentlich jedem Menschen in diesem Land das Zahlenrätsel Sudoku bekannt sein. Nicht nur, weil wir von dem neun mal neun Felder großen, mit Zahlen zu füllenden Spiel in jeder Tageszeitung verfolgt werden, sondern auch da es bereits zahllose Videospiele dazu gibt. Es nimmt einfach kein Ende, so dass es sogar langsam einem Sudoku-Narren wie mir auf den Keks geht. Da kam mir das erste derartige Spiel für den Nintendo 3DS gerade recht, doch ein langes Wochenende und viele Knobelstunden später war ich doch angetan, jedoch nicht wegen Sudoku.

 

Insgesamt umfasst das Spiel nämlich über 600 Aufgaben, wobei jedoch auch drei mir bis dato völlig unbekannte Zahlenrätsel dabei waren. Fangen wir jedoch mit dem Klassiker an. Bei Sudoku bekommt man 300 Aufgaben in vier Schwierigkeitsstufen gestellt, die man nach dem bekannten Muster – also Ziffern so eintragen, dass jede pro Zeile, Spalte und 3x3 Quadrat nur genau einmal vorkommt – lösen darf. Gut finde ich bei diesen Aufgaben, dass die Schwierigkeit nach dem sanften Anfang schnell ansteigt, so dass auch Profis gefordert werden. Aber auch das lockt mich mittlerweile nicht mehr an eine Konsole, darum bin ich umso dankbarer für die anderen drei Bereiche im Spiel.

 

Zunächst wäre das Shikaku. Dabei bekommt der Spieler ein rechteckiges Feld vorgelegt, auf dem Zahlen an verschiedenen Stellen platziert sind. Das Ziel ist es, diese Zahlen in Rechtecken zu verpacken, so dass die Anzahl der Kästen im Rechteck der Zahl entspricht. Am Ende muss das Spielfeld dann komplett von Rechtecken belegt sein. Der Kniff ist, dass eine Zahl zu unterschiedlichen Formen führen kann, eine 4 kann zum Beispiel zu einem 1x4 (vertikal oder horizontal) oder zu einen 2x2 Rechteck werden. Man muss also eindeutige Bereiche finden und sich so nach und nach zur Lösung knobeln.

 

Als nächstes ist noch Hashi dabei. Hier präsentiert sich dem Spieler wieder ein Feld, diesmal voller eingekreister Zahlen, die man sich am besten als Inseln vorstellt. Die Zahl zeigt an, wie viele Brücken es zu Inseln, die direkt über, unter, rechts oder links geben muss, wobei es in einer Himmelsrichtung maximal zwei Brücken geben darf. Auch hier gilt es also, den logischen Anfang zu finden, in den ersten Aufgaben ist das meist eine Insel mit der Zahl 8, die folglich zwei Brücken in jeder Himmelsrichtung braucht. Logischerweise dürfen Brücken sich nicht kreuzen und am Ende müssen alle Inseln miteinander verbunden sein.

 

Zuletzt ist auch noch Akari dabei, das in meinen Augen schwerste Spiel. Hier befinden sich eingerahmte Zahlen auf dem Spielbrett, die angeben, wie viele Glühbirnen an die Kanten des Quadrats angeschlossen werden müssen. Diese Glühbirnen leuchten dann in die vier Himmelrichtungen so lange, bis sie auf ein Hindernis oder ein andere Zahl treffen. Ziel der Aufgaben ist es, das ganze Spielbrett zu erleuchten, ohne dass ein Lichtstrahl eine fremde Glühbirne trifft. Der Kniff dabei ist, dass man eben nicht nur dort Lampen platziert wo es auch Zahlen gibt, sondern darüber hinaus an anderen Stellen auf dem Spielfeld. Und genau das macht das Spiel so schwer, es bietet einfach den größten Freiraum.

 

 

Quäle dein Gehirn!

 

Insgesamt stecken in dem Spiel 600 auf die vier Rätselarten verteilte Aufgaben. Wie auch bei Sudoku sind diese zusätzlich in verschiedene Schwierigkeitsstufen eingeteilt. Die Einsteiger-Klasse eignet sich jeweils perfekt dazu, das Spielprinzip zu begreifen, um dann sein Gehirn vor echte Herausforderungen zu stellen. Zusätzlich werden die Spielfelder im Laufe der Zeit auch noch größer, so dass man auf immer mehr Dinge gleichzeitig achten muss. Vor allem auf der höchsten Stufe können einzelne Aufgaben schon mal 30 Minuten und mehr in Anspruch nehmen. In diesen Fällen ist es besonders ärgerlich, wenn man am Anfang einen kleinen Fehler macht, so dass es am Ende nicht ganz aufgeht. Geduld ist also auch von Vorteil.

 

Je nach Zeit, die man für eine Aufgabe benötigt hat, bekommt man eine silberne oder goldene Trophäe, gerade am Anfang sollte die goldenen immer das Ziel sein, da diese das Spiel später etwas leichter machen kann. Man bekommt nämlich für jede solche Trophäe einen Hinweis, den man beliebig einsetzen kann. Er zeigt einem dann in einer Aufgabe jeweils die richtige Lösung für ein bestimmtes Feld, was gerade bei größeren Spielfeldern hin und wieder wirklich helfen kann. Man sollte diese jedoch wirklich nur im Notfall einsetzen, da man sie sich hart erarbeiten muss.

 

Trotz dieser Hilfestellung sind die Aufgaben aber keinesfalls leicht. Selbst mit einem Tipp kann man schon zwei logische Denkschritte später wieder fest hängen. Schließlich weiß man vorher nie, wie die Lösung aussehen wird. Die Puzzle Game Collection ist also nichts für keine Leute, die ihr Gehirn nicht gerne ausschalten. Verstanden? Dann ist das Spiel etwas für dich. ;-)

 

 

Grafik, Sound und Steuerung!

 

Optisch haut das Spiel erwartungsgemäß keinen aus den Socken. Die Darstellung ist jedoch sehr übersichtlich, was für eine gute Spielbarkeit sorgt. Als nettes Gimmick kann man (muss man aber nicht) den 3D-Effekt aktivieren und bekommt dann oben entweder ein 3D-Bild der gesamten Aufgabe oder ein paar lustige Darstellungen bekannter Konami-Figuren gezeigt. Da der Fokus jedoch auf dem Touchscreen liegt und man sich ohnehin konzentrieren soll, war mir das beim Spiel ziemlich egal.

 

Der Sound ist in meinen Ohren nicht sonderlich gut gelungen. Es gibt zwar eine ordentliche Auswahl an Hintergrundmusikstücken, die gingen mir jedoch fast alle schnell auf den Zeiger, so dass ich meistens komplett ohne Ton gespielt habe. Musik ist bei solchen Rätseln aber eh kein Muss, daher geht es nur sehr schwach negativ in die Endnote ein.

 

Positiv dagegen wirkt sich die Steuerung auf die Note aus, denn mit dem Touchpen geht alles sehr gut von der Hand. Manchmal – vor allem bei Sudoku – vertippt man sich im Eifer des Gefechts zwar recht schnell, das liegt aber vor allem am kleinen Bildschirm. Außerdem ist es mir lieber, dass die Aufgabe schön viel Platz auf dem Bildschirm hat, um den Überblick zu behalten, als dass das Zahlenfeld den halben Bildschirm belegt.

 

 

Meckerecke

 

Auch wenn die Sudoku Puzzle Game Collection mit 600 Aufgaben eine nahezu unbegrenzte Spielzeit bietet, gibt es dennoch Anlass zur Kritik. Am meisten hat mich geärgert, dass es bei Hashi manchmal mehrere korrekte Lösungen gibt, von denen jedoch nicht alle als richtig erkannt werden. Ich hatte ein paar Fälle, bei denen ich mich an alle Regeln gehalten und die Aufgabe vollständig gelöst hatte, aber es nicht als „geschafft“ gewertet wurde. Meist lässt sich das durch eine kleine Änderung beheben, manchmal musste ich jedoch komplett von vorne anfangen. Da scheint ei der Programmierung etwas nicht richtig gelaufen zu sein.

 

Darüber hinaus finde ich bei den schwereren Aufgaben nicht in Ordnung, dass die Spielfelder nicht mehr komplett auf den Bildschirm passen, bzw. nur stark verkleinert auf dem 3D-Screen angezeigt werden können. Man braucht zwar nicht immer die Gesamtsicht, hin und wieder hilft diese jedoch sehr, was die Aufgaben unnötig kompliziert macht. Das ist vor allem deshalb unverständlich, weil größere Spielfelder die Aufgaben nicht automatisch schwerer machen. Viel besser wäre es also gewesen, die Größe zu beschränken und dafür einfach die Aufgaben durch weniger Angaben und mehr notwendige, logische Denkschritte zu erschweren.

 

 

Vielen Dank an Konami für das Testmuster.


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Fazit

Sudoku – The Puzzle Game Collection ist eine wirklich gelungene Sammlung von Knobelaufgaben, die jedoch nicht vom Namens gebenden Sudoku sondern von den drei anderen, mir vorher unbekannten, Rätselarten getrieben wird. Den Spieler erwarten 600 Aufgaben von leicht bis schwer, so dass man sich wirklich lange damit beschäftigen kann, sofern man den härteren Aufgaben gewachsen ist... Das Spiel hätte so jedoch auch schon längst auf dem DS erscheinen können. Vom 3D-Effekt macht der Titel nämlich nicht wirklich sinnvoll Gebrauch, aber das erwarte ich bei einem 2D-Zahlenpuzzle auch gar nicht. Dafür ist die Steuerung gelungen und die Kritikpunkte halten sich in Grenzen, so dass ich das Spiel Puzzlefreunden ans Herz legen kann.

Grafik

schwach

Sound

schwach

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

75%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

09.06.2011

Developer

Hudson

Publisher

Konami

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskala für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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