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Reviews: Nintendo 3DS

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Splinter Cell 3D

Sonstiges

19.05.2011

Autor: Matthias Küpper

 

 

Es droht Krieg

 

Alle Welt blickt nach Asien, da die Nord-Koreaner und Chinesen ein Schiff der Japaner blockiert haben. Der Hintergrund ist, dass die beiden Länder gegen das Projekt der "Cyberkriegsführung" Japans sind. Sie sehen es als Bruch des Paktes, der nach dem Zweiten Weltkrieg geschlossen wurde. Aus diesem Grund schickt die USA ihre besten Männer und Frauen, um die Verbündeten zu unterstützen. Darunter ist auch Sam Fischer, der aber auch andere Aufträge übernehmen muss, bei denen der Zusammenhang zur Story nicht ganz deutlich wird. Wer jetzt sagt: Moment, das kenne ich doch irgendwo her, muss wohl den Titel Chaos Theory gespielt haben.

 

 

Schleichen oder doch lieber Kamikaze?

 

Splinter Cell ist durch das Schleichen bekannt geworden. Als Agent versucht der Spieler möglichst unentdeckt zu bleiben, da die Gegner so leichter auszuschalten sind. Diese können entweder bewusstlos geschlagen oder mit dem Messer bzw. mit Schusswaffen getötet werden.

 

An den vielen Feinden muss der Spieler vorbei, um geheime Daten zu erhalten, entführte wichtige Leute zu retten oder geheime Informationen unter Verschluss zu halten. Dazu gibt es noch optionale Nebenaufgaben. So kann ein Banküberfall zum Beispiel auf einen Mitarbeiter geschoben werden. Am Ende gilt es dann, das Gebiet zu verlassen. Manchmal muss auch darauf geachtet werden, dass keine Soldaten oder Zivilisten aus Versehen getötet werden, da dies dazu führt, dass alle Sekundärziele nicht mehr erfüllt werden können.

 

Schon in der Mission wird deutlich, dass das Schleichen im Mittelpunkt steht. Schließlich hält der gute Sam nicht gerade viele Schüsse aus, was die Gegner gerne ausnutzen. Auch auf dem Touchscreen gibt es eindeutige Hinweise. So wird gezeigt, wie laut der Spieler ist und wie gut er mit den Schatten verschmilzt.

 

Automatisches Speichern gibt es im Spiel nur am Anfang einer Mission. Ansonsten muss auf Speicherpunkte zurückgegriffen werden. Dort sollte auch wirklich gespeichert werden, da ansonsten der Ärger beim Scheitern auch mal größer sein könnte. Nach ungefähr zwölf Stunden hat die ewige Nacht ein Ende. Allerdings brauchen erfahrenere Spieler sicherlich nicht so lange.

 

 

Jede Taste wird verwendet!

 

Ein Spiel wie Splinter Cell braucht schon einiges an Tasten, um bedient zu werden. Das Slider Pad wird zum gehen benutzt, was auch wirklich gut funktioniert. Weniger gelungen ist das Steuern der Kamera über Y, X, A und B. Per Steuerkreuz können Aktionen, wie das Bücken, das Erklimmen eines Vorsprungs oder der Männerspagat im Gang ausgeführt werden. Die Schultertasten sind zum Feuern, Schlagen und Erstechen da.

 

Über den Touchscreen können mehrere Sachen ausgewählt werden. So kann die Nachtsicht ein- und ausgeschaltet, die Waffen gewechselt, die Karte aufgerufen oder ein Fernglas, das auch zum Scannen gut ist ausgewählt werden.

 

Das Spiel lässt sich ganz gut steuern, allerdings sind die Aktionen über das Steuerkreuz nervig, da nach unten gelangt werden muss. Dazu lässt sich mit Tasten nicht so gut Zielen wie mit einem Analogstick und es braucht auch etwas Gewöhnung, bis man richtig zurechtkommt.

 

 

Es ist dunkel, aber oft auch hell

 

Grafisch ist das Spiel ganz solide, allerdings werden anderen Spiele den 3DS sicherlich noch mehr ausreizen. Der 3D-Effekt kommt zur Geltung und lässt die Gebäude plastischer wirken. Besonders gut sehen die Sequenzen aus, die vor jeder Mission kommen, um die Story zu erzählen.

 

Gut gelungen ist die Sprachausgabe und der ein oder andere Dialog ist dazu auch noch mit etwas Humor gespickt. So sind die Kommentare von Sam manchmal einfach nur cool. Erschießt man einen Unschuldigen, kommt der gute Fischer so herüber, als wäre das ein Versehen gewesen. Beim zweiten „Versehen“ knallt es dann aber vom Chef.

 

Die musikalische Untermalung ist lediglich in Ordnung, was daran liegt, dass kein Lied dabei ist, was besonders heraus sticht. Die Musik ist mehr im Hintergrund und geht auch schnell wieder aus dem Kopf heraus.

 

 

Wollen die Feinde etwa sterben?

 

Es ist schon lustig, wenn Sam mit einer Maschinenpistole direkt vor einem Gegner steht und dieser nicht schießt, bis der Kopf in der Mitte des Fadenkreuzes ist und eine Kugel in diesem landet. Das ist natürlich nicht immer der Fall, aber die KI hätte eindeutig besser sein können.

 

Dazu gibt es Gegner, die ihren Feind nicht einmal sehen, wenn dieser direkt neben ihnen ist. Das macht es für Neulinge natürlich leichter, aber realistisch ist das nicht. Natürlich befindet man in der Dunkelheit, aber einen Schatten sollte zumindest zu sehen sein. Wo wir gerade bei der Helligkeit sind: Das Spiel ist bei Sonnenlicht, das direkt auf den 3DS fällt, leider so gut wie unspielbar. Es ist nicht einmal viel mit dem Nachtsichtgerät zu sehen. Das ist wirklich schade und liegt jetzt nicht direkt am Spiel, da die Dunkelheit ein wichtiges Element ist, aber dennoch kann das ziemlich ätzend sein.

 

 

Vielen Dank an Ubisoft für das Testmuster.


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Fazit

Splinter Cell 3D ist sehr traditionell, da es sich um einen Port handelt, der grafisch solide ist. In 3D sieht das Spiel auch ganz gut aus, allerdings geht dort sicherlich noch mehr. Leider sind die Feinde nicht immer besonders intelligent und wer kein Freund von Schleichpassagen ist, sollte sich zweimal überlegen, ob er das Spiel holen möchte, da es genau auf diese setzt. Die Sprachausgabe ist gelungen und auch die Story ist interessant. Die Steuerung ist leider gewöhnungsbedürftig und das Zielen ist leider nicht perfekt gelöst. Somit kann ich den Teil allen empfehlen, die über das hinwegsehen können und Fan des Genres sind.

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

69%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

24.03.2011

Developer

Ubisoft

Publisher

Ubisoft

USK Freigabe

16+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskala für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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