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Reviews: Nintendo 3DS

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Super Monkey Ball 3D

Action

21.04.2011

Autor: Mario Kablau

 

 

Die ganze Affenbande rollt...

 

Als Sega vor wenigen Jahren Super Monkey Ball auf dem GameCube erstmals herausbrachte, rechnete wohl kaum jemand damit, dass die Serie so erfolgreich werden würde. Allerdings muss man auch erstmal auf die Idee kommen, Affen in Kugeln einzusperren und sie durch Parcours rollen zu lassen, von daher gönne ich Segas Programmierern den Erfolg. Nach unzähligen Umsetzungen auf diversen Konsolen geben die Affen auf dem Nintendo 3DS ihr Stelldichein bereits pünktlich zu Launch. Und zwar mit einem Titel, der nicht nur auf 3D, sondern optional auch auf Bewegungssteuerung setzt.

 

Aber eins nach dem anderen: Zur Geschichte brauche ich keine Worte zu verlieren, es ist nämlich keine vorhanden. Dafür gibt es neben dem (für meine Begriffe) Hauptmodus des Spiels noch zwei weitere quasi vollwertige Spiele auf der Karte, die mich von Anfang an neugierig auf den Titel gemacht haben. Neben dem klassischen Herumrollen, Bananen einsammeln und das Ziel rechtzeitig erreichen, haben es noch ein Kartrennen und ein „Beat ’em Up“ ins Spiel geschafft.

 

Doch leider muss ich euch gleich an dieser Stelle enttäuschen: Abseits vom Affenrollen bietet das Spiel nichts, was sich in irgendeiner Form lohnt, dazu aber auch später mehr. Entscheidet man sich für den besagten ersten Modus dann findet man acht Welten mit jeweils 10 Levels vor, die man jeweils am Stück durchspielen muss. Dazu genügt es, nach maximal 60 Sekunden durchs Ziel gerollt zu sein. Es gibt zwar unterwegs auch Bananen zu sammeln, die erfüllen aber hauptsächlich den Zweck, neue Leben zu spendieren, was jedoch absolut überflüssig ist. Okay, für den Highscore sind sie auch wichtig, aber da das Spiel einen guten nicht belohnt, habe ich sie oft einfach ignoriert.

 

Wenn man eine Welt betritt, darf man sich zunächst für eine Steuerung entscheiden. Entweder man bewegt die Welt unter dem Affen per Schiebepad oder über die Bewegungssteuerung der Konsole. Während bei letzterem klar sein dürfte, dass das zusammen mit 3D nicht die beste Idee ist, zeigen sich die Mängel bei der klassischen Steuerung erst später. Auch hier neigt man nämlich wegen der meist deplatzierten und viel zu hektisch drehenden Kamera oft dazu, den richtigen Blickwinkel zu verlassen, so dass es in 3D unspielbar wird. So habe ich die meiste Zeit in 2D gespielt, besonders unterwegs. Das hätten die Entwickler besser lösen müssen.

 

Jedoch hätten sich noch einiges anderes besser machen müssen, vor allem den Umfang. Nach 80 Levels, die man im Normalfall nach 60-90 Minuten durch hat, ist die Luft aus dem Spiel raus. Da helfen auch die anderen beiden Modi nicht.

 

 

Super Monkey Kart und Super Smash Monkeys!

 

Die Überschrift sollte klar machen, wo die Entwickler geklaut haben. Das Kartrennen ist ein dreister Klon von Mario Kart und das „Beat ’em Up“ einer von Smash Bros. Wenn die Entwickler dann aber zumindest gut geklaut hätten, wäre es ja halb so schlimm, sie haben aber weder gut geklaut noch schlecht selbst gemacht, sondern das Sprichwort gemixt und schlecht geklaut.

 

Beim Kart fahren gibt es drei Cups mit jeweils drei Strecken, in denen man sich gegen sieben Gegner bewähren muss. Da die Steuerung weder mit dem Schiebepad noch mit dem Steuerkreuz auch nur annähernd Benutzer freundlich ist, habe ich alle Strecken einmal gefahren und hatte danach die Schnauze gestrichen voll. Dazu kommt, dass die Items langweilig und die Gegner strunzdumm sind. Weiter möchte ich da gar nicht drauf eingehen.

 

Beim „Beat ’em Up“ Teil (der deshalb in Anführungszeichen steht, weil die Bezeichnung eigentlich eher ein schlechter Scherz ist), kämpft man immer zu viert darum, bei Ablauf der Zeit die meisten Bananen im Besitz zu haben. Dazu prügelt man auf die anderen Affen ein und klaut sich so einen möglichst großen Bestand zusammen. Dabei kommen zwar neben der klassischen 2D-Manier dieses Genres auch einige Extras und Spezialangriffe zum Einsatz, aber auch dieses Spiel ist absolut uninnovativ, langweilig und von einer schlechten Steuerung geprägt, so dass es absolut keinen Spaß bringt.

 

Beide Zusatzmodi bieten zwar noch weitere Möglichkeiten, da jedoch das Grundsätzliche daran schon so schlecht ist, dass es weh tut, will ich euch mit dem Rest gar nicht mehr länger nerven.

 

 

Die technische Seite!

 

Anders als beim Gameplay haben die Entwickler bei der Grafik vieles richtig gemacht. Das Spiel sieht nett aus, läuft flüssig und der Spieler bleibt von Fehlern verschont. Okay, einen Preis hat die Grafik von Super Monkey Ball noch nie verdient und das ist auch hier nicht anders, aber darum geht es bei dem Spiel ja auch nicht. Allerdings wird die Ironie dieser Aussage schnell klar, wenn man nicht nur diesen Absatz hier liest. Der 3D-Effekt kommt auch super rüber, ist für meine Begriffe jedoch fast schon zu aufdringlich. Doch da man das ja einfach runter regeln kann, kam ich gut damit klar. Blöd ist nur, dass man wegen der Hektik im Spiel besser in 2D spielt und somit wirklich nicht in den Genuss der tollen Darstellung kommt. Es lässt sich halt nicht jedes Spiel einfach so in 3D darstellen.

 

Die Musik ist für meine Begriffe total langweilig. Es folgt pro Welt ein monotones Stück aufs nächste und Ohrwürmer sucht man auch vergeblich. Dazu sind die Soundeffekte meist eher peinlich als witzig, hier erwarte ich von einem solchen Spiel einfach mehr. Gerade die Musik soll doch gute Laune und Spielspaß verbreiten, hier ist eher das Gegenteil der Fall. Leider.

 

 

Wir danken Sega für das Testmuster.


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Fazit

Ich habe mich sehr auf Super Monkey Ball 3D gefreut, die Freude ist mir aber sehr schnell wieder vergangen. Okay, der Hauptmodus ist ganz nett, aber viel zu kurz und dazu ist das Gameplay zu hektisch für die dreidimensionale Darstellung. Die zwei anderen Modi sind darüber hinaus mit das Schlechteste was ich je in meinem Leben gespielt habe und dazu einfach nur billig und schnell geklaut. Von Sega erwarte ich mehr, viel mehr. Vor allem bei dem Preis. Da auch die Technik nicht wirklich überzeugen kann, fällt die Note dementsprechend gering aus und eine Empfehlung bleibt folglich auch aus. Sogar echte Hardcore-Fans werden vermutlich nur wenig Spaß mit dem Spiel haben.

Grafik

ok

Sound

schwach

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

45%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

25.03.2011

Developer

Sega

Publisher

Sega

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1

Anzahl Spieler (WLAN)

2-4



Neue Wertungsskala für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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