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Reviews: Nintendo 3DS

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Nintendogs + Cats

Simulation

22.03.2011

Autor: Mario Kablau

 

 

Wau! Jetzt auch mit Miau...

 

Nintendo hat auf dem Nintendo DS eigentlich von Anfang an alles richtig gemacht. Ihr Konzept der Zielgruppenerweiterung ging nach ganz kurzen Startschwierigkeiten richtig auf und ein Grund dafür sind die Nintendogs gewesen. So konnte sich jeder einen süßen und pflegeleichten Welpen halten, mit ihm sprechen und spielen, ihm Tricks beibringen und virtuell Gassi gehen. Okay, das klingt nicht nach dem Traum der meisten Gamer, aber dennoch hat das Konzept einen gewissen Charme. Daher ist es natürlich logisch, dass zum Launch des Nachfolgers 3DS auch gleich der zweite Teil der Reihe erscheint. Mit einer nicht unwesentlichen Änderung.

 

Während der erste Teil nämlich nur Hundebesitzer angesprochen hat und damit eine große Zielgruppe außen vor gelassen hat, sind nun auch Katzen mit an Bord. Am grundsätzlichen Spielprinzip ändert das absolut gar nichts, aber die beiden Tierarten unterschieden sich doch relativ deutlich. Aber fangen wir erstmal mit etwas anderem an.

 

Man muss sich immer noch an Tag 1 für einen Hund entscheiden und ihm einen Namen geben. Dieser wird dann gleich drei Mal in das Mikrofon gesprochen, so dass der Welpe auch auf seinen Namen hören kann. Anschließend nimmt man ihn mit in sein virtuelles zu Hause und kümmert sich fortan um ihn. Dabei fallen genau dieselben Aufgaben an, die jeden Hundebesitzer erwarten. Das Tier will gestreichelt werden, es braucht Nahrung und Ausgang sowie natürlich auch hin und wieder eine Ganzkörperwäsche.

 

Per Touchpen klickt man sich durch die übersichtlichen Menüs und wählt zum Beispiel aus, welchen Gegenstand man einsetzen will. Trockenfutter und Wasser erscheinen dann in einer Schale auf dem Fußboden, so dass der Hund sich frei bedienen kann. Alternativ gibt es auch allerhand Spielzeug, das man dann herumwerfen kann, um es vom Hund apportieren zu lassen. Streicheleinheiten werden ebenso per Touchpen auf dem Touchscreen verteilt, da sich das Geschehen jedoch auf dem oberen 3D-Bildschirm abspielt, hat man nun keinen direkten Kontakt mehr zum Tier. Dafür wird unten ein Schatten eingeblendet, auf dem man den Hund sowie die Spielzeuge erkennen und dann leicht greifen und werfen kann.

 

 

Doch spielen im Haus reicht einem Tier nicht, es will auch mal vor die Tür. Geht man aus, dann führt man sein Tier an der Leine eine Straße entlang und lenkt per Stylus nach links und rechts bzw. bremst, wenn man an einem Stück Wiese vorbeikommt, damit der Hund dort sein Geschäft verrichten kann. Natürlich sollte man feste Hinterlassenschaften aufheben, sonst tritt da noch jemand rein und dann gibt es Ärger. Unterwegs trifft man hin und wieder auch auf andere Hunde und kommt auch an einem Café und der Sporthalle vor bei. In ersterem kann man für Hund und Mensch etwas genussvolles kaufen, in letzterem kann man Coursing trainieren. Gassi gehen kann man übrigens auch mit dem Schrittzähler des 3DS. Wenn man den entsprechenden Punkt im Menü wählt, einfach den Handheld zuklappen und mitnehmen. Je nachdem, wie viele Schritte man geht, findet der Hund am Ende ein Überraschungspaket.

 

Natürlich wird auch das Mirkofon wieder intensiv genutzt, das war es ja gerade, was den Vorgänger so interessant gemacht hat. Man kann also natürlich wieder viel mehr als dem Hund nur einen Namen, sondern ihm auch diverse Tricks beibringen. Wie das geht ist in der Trickliste im Menü immer gut erklärt, jedoch steht da nicht alles, es gibt auch einige Dinge, die man selbst raus finden muss und damit dann bei Wettbewerben glänzen kann. Im Prinzip läuft es aber immer so ab, dass man seinen Hund per Touchpen dazu bringen muss, sich zum Beispiel hinzusetzen und wenn er dann aufmerksam ist, ihm ein entsprechendes Kommando beizubringen. Macht man das drei Mal, dann hat er den Trick gelernt. Dabei kommt es sowohl auf klare Aussprache als auch Unterscheidbarkeit der Kommandos an, damit der Hund auch immer weiß, was zu tun ist.

 

Und wo ich gerade schon die Wettbewerbe angesprochen habe: Auch in Nintendogs + cats kann man natürlich wieder gegen andere Hunde und ihre Besitzer antreten und damit Geld verdienen. So gibt es zum Beispiel wieder die Frisbee-Meisterschaft, in der es darauf ankommt, die Scheibe so zu werfen, dass der Hund sie noch in der Luft fangen und zu Herrchen oder Frauchen zurück bringen kann. Neu ist Corsing, hier geht es darum, dass der Hund möglichst schneller als seine zwei Gegner eine Strecke entlang läuft. Dazu hat man einen Köder an einer langen Schnur, die man per Touchpen in genau der richtigen Geschwindigkeit einziehen muss, so dass der Hund sie weder erwischt noch aus den Augen verliert.

 

Zuletzt darf der Welpe im Gehorsamkeitstest natürlich auch wieder zeigen, was für Tricks er drauf hat, dazu setzt Nintendo dieses Mal aber auf eine Neuerung: die AR-Karten. Der Hund wird damit auf dem oberen Bildschirm im Scheinwerferlicht direkt auf Herrchens echtem Schreibtisch (oder wo auch immer die Karte sonst liegt) dargestellt und vollzieht dort seine Tricks auf Kommando. Je schneller ein Trick ausgeführt wird, umso mehr Punkte gibt es.

 

Am Ende gewinnt man dann immer einen kleinen Preis, der umso höher ist, je besser man abgeschnitten hat. Mit dem so gewonnen Geld kann man dem Hund neue Accessoires oder Spielzeuge sowie natürlich auch weitere Tiere kaufen. Außerdem kommt man in die nächst höhere Klasse, wenn man einen Wettbewerb gewonnen hat, wobei Preisgeld und Schwierigkeitsgrad entsprechend ansteigen.

 

 

Katzen gehen nicht Gassi!

 

Wenn man genug Geld beisammen hat, dann kann man sich entweder einen weiteren Hund oder eben auch eine Katze kaufen. Ganz typisch für ihre Art, machen die allerdings nicht viel mehr als auf ihren Namen zu hören und gestreichelt werden zu wollen. Man kann sie weder mit vor die Tür nehmen noch an Wettbewerben teilnehmen. Es handelt sich eben um echte Hauskatzen, die dem Spiel damit zwar ein bisschen mehr Abwechslung bieten, aber im Prinzip nichts wirklich Neues einführen.

 

 

Was jedoch neu ist, neben den Statusangaben, ob ein Tier hungrig oder durstig ist, die Angabe über den Körperbau. Füttert man zu viel und geht zu wenig vor die Tür, dann wird ein Hund schnell „rundlich“, was für die Wettbewerbe natürlich nicht so optimal ist. Man sollte also nicht nur die Sprachkommandos regelmäßig üben, damit der Hund sie schneller versteht und besser umsetzen kann, sondern auch auf die richtige Mischung aus Nahrung und Bewegung achten.

 

Nach wie vor muss man hin und wieder auch einkaufen, dazu gibt es verschiedene Geschäfte, in denen man zum Beispiel neues Futter und Spielzeuge kaufen oder sein Heim umdekorieren lassen kann. Ebenso gibt es einen Second-Hand-Laden, der gebrauchte Gegenstände ebenso abnimmt, wie Tiere, die man nicht mehr haben möchte. Im Zwinger gibt es dafür neue Tiere käuflich zu erwerben und in der Pension finden die Tiere ein zu Hause, wenn man mal länger keine Zeit zum spielen hat oder sich auf ein Tier konzentrieren will, falls man mehrere zu Hause hat. Die Obergrenze ist übrigens nach wie vor drei.

 

 

Technik, Steuerung und Umfang!

 

Grafisch hat sich bei Nintendogs einiges getan. Schon auf dem Nintendo DS sahen die Tiere wirklich gut aus, nun sind sie jedoch wesentlichen felliger und natürlicher. Außerdem trägt der größere und abwechslungsreichere Raum mit erweiteren Veränderungsmöglichkeiten dazu bei, dass es sehr modern aussieht. Dazu kommt der gelungene 3D-Effekt, durch den die Tiere und die Umgebung nun richtig plastisch aussehen und noch einen Ecke realistischer wirken. Auch ist die Umgebung vor der Haustüre nun viel schöner, man sieht andere Miis am Straßenrand stehen, weitere kommen mit ihren Hunden auf einen zu gelaufen und es ist insgesamt einfach mehr los. Gleiches gilt für die Wettbewerbe und die gute Idee, die AR-Karten in den Gehorsamkeitstest mit einzubeziehen. Zwar ist es damit unmöglich, dies unterwegs zu spielen, aber mal ehrlich: wer spricht schon in der Bahn gerne mit seinem 3DS, mal ganz abgesehen davon, dass man für die Kommandos eine ruhige Umgebung braucht.

 

Sound und Musik sind im Wesentlichen unverändert. Ich habe die meisten Melodien aus dem Vorgänger wiedererkannt aber natürlich auch einiges Neues zu hören bekommen. Insgesamt ist das Spiel jedoch eher ruhiger, mal abgesehen von den Tiergeräuschen, die richtig gut klingen und den käuflich zu erwerbenden Schallplatten, die die Tiere zum tanzen bringen. Warum man keine Musik von der SD-Karte abspielen kann, verstehe ich nicht, damit hätte man sich das an sich ruhige Spiel perfekt musikalisch ergänzen können.

 

 

Die Steuerung funktioniert absolut einwandfrei, alles lässt sich leicht bedienen und die Menüs sind so übersichtlich, dass man alles auch noch schnell findet. Streichen, waschen, Leine führen und Frisbee werfen gehen super aus dem Handgelenk, ein fader Beigeschmack bleibt jedoch: Beim Vorgänger waren die Hunde auf dem Touchscreen dargestellt, so dass man sie direkt anfassen konnte, das ist nun nicht mehr möglich, weil eben nur der obere Bildschirm 3D darstellen kann. Unten sieht man zwar einen Schatten des Tieres und oben dann bei Berührung eine virtuelle Hand, jedoch fühlt es sich nicht mehr ganz so direkt an. Aber 3D und Berührungen würden, wie Nintendo richtig erkannt hat, einfach nicht zusammen passen, von daher kann ich mit diesem kleinen Mangel leben.

 

Der Umfang ist quasi endlos, denn die Tiere wachsen nicht, so dass man im Prinzip immer weiter spielen kann. Klar, irgendwann wiederholt sich alles, aber bis man einem Tier alle möglichen Tricks beigebracht und die drei Wettbewerbe in allen fünf Stufen gewonnen hat, vergeht eine Weile. Auch reizen einige käuflich zu erwerbende Extras, so dass man gerne auf etwas Größeres spart und somit automatisch länger spielt. Den Vorgänger habe ich damals knapp drei Monate gespielt, bevor ich die Lust verloren habe, ich denke das wird auch dieses Spiel wieder schaffen, auch wenn natürlich einiges Altbekanntes dabei ist. Es hängt einfach vom Typ Spieler ab, ob man mit der Software Spaß hat oder nicht.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Nintendogs + Cats ist definitiv ein gelungener Launch-Titel des neuen Nintendo-Handhelds, der jedoch vor allem Casual Gamer anspricht. Das Spiel sieht gut aus, spielt sich toll und hat dank der Katzen, erweiterter Möglichkeiten und zusätzlichen Features genug Neues zu bieten. Natürlich gibt es auch wieder drei verschiedene Editionen mit unterschiedlichen Hunderassen, so dass sich jeder seinen Liebling aussuchen kann. Hier und da gibt es ein paar störende Punkte, die jedoch insgesamt nur wenig ins Gewicht fallen, dennoch könnte sich das Spiel bei eine stärkeren Integration der Katzen mit zusätzlichen Möglichkeiten, noch Neuer anfühlen. Es ist ein gutes Spiel, dass man sich als Fan des Vorgängers oder generell als Tierfreund nicht entgehen lassen sollte.

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

76%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

25.03.2011

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1

Anzahl Spieler (WLAN)

1-2



Neue Wertungsskala für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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