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Angespielt: Nintendo 3DS

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Starfox 64 3D

Shoot 'em Up

23.08.2011

Autor: Gunnar Schreiber

 

 

Das Starfox Team fliegt in die dritte Dimension!

 

Fox McCloud ist endlich zurück. Wenn auch nicht mit einem neuen Abenteuer, sondern mit einem Remake des 1997 erschienenen Titels fürs N64. Aber wie schon The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D bewiesen hat, reifen manche Spiele tatsächlich wie ein guter Wein und laufen zur Hochform auf, wenn neue Systeme frische Ideen und Features mit sich bringen.

 

Bei Nintendo konnten wir nun eine aktuelle Demo anspielen. Diese bestand aus drei Levels: Corneria, Meteo und Solar. Wer das Original kennt, weiß wie diese sich spielen. Denn am Gameplay hat Nintendo gegenüber dem Original rein gar nichts verändert. Ihr steuert weiterhin euren Arwing (später auch mal einen Panzer) mit dem Schiebepad. Mit der Schultertaste könnt ihr seitwärts rollen, um Objekten und feindlichem Beschuss auszuweichen. Mit den „A-. B-, Y, und X-Tasten“ wird geballert, Bomben abgeworfen, gebremst und geboostet. Die Steuerung geht wie eh und je gut von der Hand. Leider ließ sich die Y-Achse in der Demo nicht invertieren, was mich oder besser gesagt Fox McCloud beinahe das Fell gekostet hätte. Ich hoffe doch sehr, dass die Option im finalen Spiel verfügbar sein wird.

 

Mit in eurer Formation sind natürlich wieder Slippy und Falco, wobei ihr vor allem dem Frosch öfters mal einige Gegner vom Hals halten müsst.

 

So weit nicht Neues. Warum Starfox auf dem Nintendo 3DS aber dennoch spielenswert ist, liegt an der neuen Technik. Wohl kaum ein anderes Genre profitiert so sehr von der stereoskopischen 3D Ansicht wie rasante Flugspiele. Spielt man das erste Mal einen Level wie Meteo, wo man den Arwing sicher durch ein Asteroidenfeld manövrieren muss, kommt man aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Es sieht einfach zu geil aus, wie die dicken Asteroiden räumlich und perspektivisch korrekt an einem vorbeifliegen. Gerade die Passagen, in denen man gezielt bremsen oder Gas geben muss, um nicht zu kollidieren, vermitteln tatsächlich das Gefühl beinahe zerquetscht zu werden. Verstärkt wird das Ganze natürlich auch durch die verbesserte Grafik, die zwar sicherlich nicht das Maximum aus dem Nintendo 3DS herausholt, aber gerade im Vergleich zum Original deutlich auffällt.

 

Neu ist zusätzlich, dass ihr die Funksprüche von eurem Mutterschiff zunächst auf dem Touchscreen aktivieren müsst, bevor diese tatsächlich eingehen. Das hat den Vorteil, dass man einen Moment wählen kann, in welchem die eigene Aufmerksamkeit auch wirklich gewährleistet ist.

 

Den Multiplayermodus, bei dem man zu viert gegeneinander antreten kann, konnten wir leider nicht antesten. Die Demo hat dennoch Lust auf mehr gemacht. Ob nun alleine die verbesserte Grafik sowie das stereoskopische 3D den erneuten Kauf des Spiels, wenn man das Original kennt, rechtfertigen, muss jeder für sich selbst entscheiden. Fakt ist allerdings, dass Fox McCloud nie besser ausgesehen hat und es nie ein besseres Fluggefühl gab.

 

 

Zweitmeinung von Michael (22.08.2011)

 

Starfox 64 3DS? Hat mich bis zur gamescom ehrlich gesagt überhaupt nicht interessiert. Umso verwunderter bin ich jetzt, dass es dort für mich sogar das spielerische Highlight war. Ok, hier muss ich natürlich auch anmerken, dass ich diverse Blockbuster nicht angespielt habe. Warteschlangen sind nämlich die Pest. Aber das ändert nichts daran, dass Starfox mir außerordentlich gut gefallen hat. Das Original auf dem N64 habe ich damals vielleicht nicht ganz so intensiv gespielt wie manch einer, aber einige Male durfte ich schon den Abspann sehen. Vor allem das absolut fantastische Level mit der Hommage an den Film „Independence Day“ hab ich stets im Gedächtnis, wenn ich an das Spiel denke. Vor allem, wenn man den Film mag, ist das Level der absolute Hammer. Und General Peppers bekanntes Zitat „Do a barrel roll“ ist ja mittlerweile schon zu einem Stück Internetkult geworden, so dass ich allein deshalb beim Zocken auf der gamescom schon jedes Mal ein fettes Grinsen im Gesicht hatte, wenn ich die Worte hörte.

 

Doch was genau machte das Spiel sonst so spaßig? Nun, erstmal hat es mir in Erinnerung gerufen, dass das Original vom N64 doch ein größerer Klassiker ist, als ich jetzt noch im Gedächtnis hatte. So brauchte das Spiel auch keine riesige Frischzellenkur, um auch im Jahre 2011 zu überzeugen. Klar, die Grafik wurde aufgemöbelt und es bietet einen 3D-Effekt. Letzterer gefiel mir bislang bei Starfox jedoch besser als bei allen anderen 3DS-Titeln, die ich bislang gezockt habe. Vor allem, wenn man durch Asteroidenfelder oder dergleichen fliegt, intensiviert er das Spielgefühl doch ungemein. Wie schwer es letztendlich sein wird, den 3D-Effekt bei dem oft etwas hektischen Geballer zu halten, muss noch ein längeres Anspielen im ruhigeren Umfeld zeigen. Zum Gameplay wurde ja bereits fast alles gesagt, hier muss ich allerdings anmerken, dass ich auf der Messeversion sehr wohl die Achse invertieren konnte, was ich persönlich dann auch bevorzugt tue. Mit der X-Taste zu boosten fand ich etwas unbequem, wenn es darum ging, gleichzeitig zu Schießen, aber mit zunehmender Spieldauer gewöhnte ich mich daran auch etwas daran. Die Bewegungssteuerung von Starfox hat mich direkt nicht so angesprochen, aber ich kann mir vorstellen, dass die Steuerung mit etwas Übung schon durchaus cool sein kann. Auf der Messe gab ich dem Ganzen immer mal wieder kurz die Chance, um dann aber ebenso immer wieder schnell auf die Buttons auszuweichen. Mit Sicherheit kann man allerdings sagen, dass die Bewegungssteuerung sich nicht mit dem 3D-Effekt verträgt.

 

Ansonsten war ich auch am Donnerstag sehr verwundert, plötzlich an einem 3DS den Mehrspielermodus zu entdecken, hier hatte ich am Vortag gar nicht bemerkt, dass dieser auch anspielbar war. Hier konnte man sich mit den Tischnachbarn Gefechte liefern, was mir direkt auch demonstrierte, dass dieser Mehrspielermodus eine starke Verbesserung zum Original darstellt, da man in diesem ja bekanntlich nur zu zweit gegeneinander antreten konnte. Das war damals schon ok, aber echt kein sonderlicher Renner und könnte sich jetzt im Remake zu einem viel größeren Spaßbringer entwickeln. Ganz lustig war auch das Feature, dass man während des Spielens von der Kamera gefilmt wird und die Mitspieler das eigene Gesicht sehen können. Das Bild des eigenen Gesichts ist hierbei jedoch recht klein gehalten - ganz nett ist das Feature aber dennoch. In entspannterer Atmosphäre unter Freunden macht das Mehrspielergeballer zudem mit Sicherheit noch mal wesentlich mehr Spaß als Matches auf einem überfüllten Messestand gegen Fremde, wo es mir auch schon gut gefiel.

 

Im Großen und Ganzen handelt es sich bei Starfox um ein rundum gelungenes Remake, welches bereits in Kürze am 9. September in den deutschen Regalen stehen wird. Ich kann nur sagen: Ich besitze privat noch keinen 3DS. Ich mag Beat 'em-Ups nicht sonderlich und bin auch nicht der größte Ocarina of Time-Fan unter der Sonne. Von daher brauchte ich den 3DS bislang beim besten Willen nicht. Aber auf der gamescom hat Nintendo mich gepackt. Und das nicht nur mit dem Klempner, sondern allen voran auch mit Fox McCloud. Ich freue mich bereits darauf, mich in Zukunft auch in Bus und Bahn schief zu grinsen, wenn „Do a barrel roll“ ertönt. Glasklare Kaufempfehlung!

super

EU Release Chance

gut

Tendenz

Release

09.09.2011

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

nicht bekannt

Anzahl Spieler (Lokal)

1

Anzahl Spieler (WLAN)

2-4


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