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Pflanzen gegen Zombies

Strategie

12.05.2011

Autor: Mario Kablau

 

 

Das beste Download-Spiel für DSiWare?

 

Obwohl der Nintendo DSi seit mittlerweile fast zwei Monaten nicht mehr der aktuelle Handheld von Nintendo ist, werden natürlich weiterhin Download-Spiele herausgebracht. Dass es sich dabei nicht nur um Restverwertung handelt, bevor der eShop auf dem 3DS online geht, zeigt Pflanzen gegen Zombies, das für 800 Punkte per DSiWare heruntergeladen werden kann. Zusätzlich gibt es das Spiel auch noch im Laden zu kaufen, davon berichte ich jedoch ein anderes Mal, da es für den dreifachen Preis natürlich auch mehr Inhalte gibt.

 

Obwohl der Name relativ deutlich sagt, worum es in dem Spiel geht, kann man sich doch herzlich wenig darunter vorstellen. Im Prinzip ist es dann aber doch ganz einfach: Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Hausbesitzers, der plötzlich von Zombies angegriffen wird. Seine einzige Waffe im Kampf gegen die Untoten sind zahllose Pflanzen, die strategisch platziert werden müssen, um die Gehirnfresser daran zu hindern, das Haus zu erreichen.

 

In der ersten „Welt“ wird der Spieler dabei vorsichtig an das Spielprinzip herangeführt. So beginnt man zunächst mit zwei Pflanzenarten, woraus im Laufe des Spiels fast 50 werden. Das Spielfeld besteht auf dem Touchscreen aus verschiedenen Reihen und Spalten, es sieht also ein bisschen aus wie ein Schachbrett. Auf der linken Seite steht das Haus, von rechts greifen die Zombies über den Vorgarten in geraden Linien an. Die ersten beiden Pflanzenarten sind dazu da, die Untoten mit Erbsengeschossen zu bekämpfen und Sonnen zu sammeln, die für den Aufbau essentiell sind.

 

Da jede Pflanze ihren Preis in „Sonnen“ hat, muss man zunächst genügend gesammelt haben, bevor man etwas einpflanzen kann. Sonnen fallen dabei einfach vom Himmel, was jedoch bei weitem nicht ausreicht, den Bedarf zu decken. Also muss man zusätzlich Sonnenblumen pflanzen, um genug für den Weiterbau zu produzieren. So lassen sich die einfach Zombies in den ersten Levels noch leicht bekämpfen und am Ende eines jeden bekommt man entweder eine neue Pflanze oder ein anderes Extra. Dazu kommen Pflanzen, die zwei Erbsen direkt hintereinander verschießen können, fleischfressende Pflanzen, die einen Zombie am Stück vertilgen, Eispflanzen, die die Gegner verlangsamen, Feuerstellen, die Erbsen mehr Durchschlagskraft geben, Kartoffeln, die Untote eine Weile aufhalten Können, Tomatenbomben, die alles in der näheren Umgebung in die Luft sprengen und vieles mehr.

 

Auf der anderen Seite werden natürlich auch die Zombies vielseitiger, den Anfang machen solche mit Kopfbedeckung und damit mehr Ausdauer, später komme auch schnellere Untote, solche, die die erste Pflanze auf die sie treffen überspringen können und sogar Football-Zombies.

 

 

Umfang und Abwechslung ohne Ende!

 

Sobald man die ersten 10 Levels gespielt hat und sich fragt, wie lange das wohl abwechslungsreich bleiben soll, offenbart sich die wahre Genialität des Spiels. Durch verschiedene Umgebungen und Tageszeiten wird es nämlich nie langweilig oder eintönig. Halt man Level 2-1 erreicht, dann muss man nämlich viele Dinge neu lernen, da es nun Nacht geworden ist und es dementsprechend keine Sonnen gibt. Zum Glück bekommt man jedoch neue Pflanzen, hauptsächlich Pilze, die teilweise sogar kostenlos gepflanzt werden können, dafür aber wesentlich weniger können als ihre Gegenstücke. Man braucht also eine gänzliche neue Strategie. Doch zum Glück gibt es auch Pilze, die Sonnen produzieren, so dass man auch die gewohnten Pflanzen einsetzen kann. Zusätzlich nimmt die Vielfalt an Zombies weiter zu und es gibt erstmals Hindernisse in Form von Grabsteinen. Doch auch das ist lange nicht alles.

 

Ab Level 3-1 entschließen sich die Zombies zum Angriff im Garten hinter dem Haus, der durch einen Pool und entsprechend neue Wasserpflanzen, tauchende Zombies und mehr neue Herangehensweisen erfordert. Ebenso kommen hier das erste Mal Untote auch in Fahrzeugen vor, die echt schwer zu bekämpfen sind. Zum Glück gibt es Stachelpflanzen, die nicht nur Reifen zum Platzen bringen. Sobald es ab Level 4-1 auch im Garten dunkel wird, kommt Nebel dazu, der die Sicht extrem verschlechtert und mittels bestimmter Pflanzen nur kurzzeitig weggepustet werden kann. Und um nicht zu viel zu verraten zum Abschluss nur der Hinweis, dass die Zombies anschließend noch über das Dach angreifen. Wie man Blumen auf einem Dach pflanzt? Das ist in der Tat ein Problem...

 

Aber nicht mal diese Abwechslung war den Entwicklern groß genug, sie wollten noch mehr. Und so gibt es neben den klassischen Levels auch noch zwei pro „Welt“, die komplett aus der Reihe tanzen. So muss man zum Beispiel auf die freie Pflanzenwahl verzichten und kann nur das setzen, was über ein Laufband transportiert wird. Oder man muss Vasen zertrümmern, die entweder Zombie oder Pflanzen enthalten. Oder man spielt in kompletter Dunkelheit, die nur hin und wieder von Blitzen kurz aufgehellt wird.

 

Darüber hinaus gibt es auch noch ein paar Minispiele, die zusätzliches Geld einbringen, das man im Krimskramsladen ausgeben kann. Hier bekommt man zum Beispiel Upgrades für einige Pflanzen, so dass Sonnenblumen doppelt so viele Sonnen produzieren oder Doppelerbsen, die dann vier Erbsen kurz hintereinander abschießen können. Allerdings müssen diese Upgrades auf jeder Pflanze erst platziert werden, damit sie wirken. Es sind also keine generellen Verbesserungen. Dazu gibt es im Laden einen Rechen zu kaufen, der drei Levels hält und jeweils den ersten Zombie besiegt, so dass man am Anfang mehr Zeit zum Aufbau hat. Außerdem kann man für jede Umgebung eine zusätzliche Verteidigungslinie kaufen, die direkt am Haus angebracht wird und pro Reihe und Level einen Zombie aufhält, der ganz durchbrechen konnte. Nicht zuletzt gibt es auch weitere Slots zu kaufen, denn aus den maximal 48 Pflanzen lassen sich in jedem Level nur sechs „mitnehmen“. Gegen Bares kommen bis zu drei weitere Slots dazu.

 

Aber ich sprach ja eigentlich von den Minispielen: Darin bekommen zum Beispiel die Zombies auf einmal auch Pflanzenköpfe und haben damit Schusswaffen oder man muss mit Kartoffeln und Tomatenbomben die Zombie-Meute wegbowlen. Besonders toll gefällt mir die Slot-Machine, hier spielt man an einem einarmigen Banditen um Gratispflanzen, während das Ziel des Spiels ist, Zombies aufzuhalten und 2.000 Sonnen zu sammeln. So wird es auch in der „kleinen“ Version für umgerechnet 8 Euro niemals langweilig.

 

 

Grafik, Sound und Steuerung!

 

Optisch macht das Spiel einen sehr guten Eindruck. Zwar ist es natürlich keine absolute Augenweide, aber das macht der Titel durch die vielen verschiedenen Umgebungen, Pflanzen und Zombies mehr als wett. Dazu kommt, dass teilweise über 40 Pflanzen auf dem Bildschirm stehen und gleichzeitig 10 oder mehr Zombies angreifen, was teilweise zu Rucklern führen kann, aber nie das Spiel in irgendeiner Form behindert. Besonders gelungen finde ich die Menüführung, die einen Friedhof widerspiegelt. Die einzelnen Punkte sind auf Grabsteinen platziert und teilweise guckt man sogar unter die Erde. Das nenne ich Liebe zum Detail. Nur die Hilfeseite, die von den Zombies präsentiert wird, sollte man nicht allzu ernst nehmen.

 

Bei der Musik bin ich zwar auch positiv überrascht, weil die Stücke wirklich gelungen sind und zum Thema passen, anders als bei der Masse an Abwechslung im Spiel und bei der Grafik hat man hier jedoch leider schnell alles gehört. Dafür sind die Soundeffekte und die Geräusche der Zombies extrem gut gelungen und sehr lustig. Insgesamt ist der Audio-Bereich aber der schwächste Aspekt des Spiels.

 

Zuletzt noch ein paar Sätze zur Steuerung: Per Touchpen lässt sich alles wunderbar bedienen, auch wenn die Symbole manchmal etwas zu klein scheinen – sogar auf einem DSi XL ist das so. Da das Menü sehr übersichtlich ist und man nur den Stylus benötigt, was immer selbsterklärend ist, gibt es hier eiskalt die volle Punktzahl.

Fazit

Pflanzen gegen Zombies ist für mich der Überraschungshit schlechthin. Ich hatte zwar vorher von dem Spiel gehört und es auch nur runtergeladen, weil es gut sein sollte, aber dass es mich so umhaut, hätte ich nicht gedacht. Hier stimmt einfach alles: Gameplay, Abwechslung, Steuerung, Grafik und dazu ist auch noch der Preis fast schon ein Geschenk. Dieses Spiel ist in meinen Augen ein absolutes Must-Have für alle Besitzer eines DSi.

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

super

Spielspaß

super

95%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

06.05.2011

Developer

Pop Cap

Publisher

Pop Cap

Nintendo Points

800

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.

 

Nintendo Points

Hiermit sind die Punkte gemeint, die man zum Erwerb von Software für die Virtual Console benötigt. Man kann diese Online per Kreditkarte oder im Geschäft als Punktekarten erwerben und 100 Wii-Punkte stehen für einen Gegenwert von 1,- €. Außerdem kann man Punkte im Tausch gegen VIP-Sterne erhalten, die man bei Kauf von Nintendo-Produkten erhält. Für einen Nintendo Point benötigt man vier VIP-Sterne.


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